INFO: „Verdammt nochmal…!!!“

INFO: „Verdammt nochmal…!!!“

…so kann man die Gemütslage der Bürger in der Stadt auch schildern. Denn am Donnerstag war eine Info-Veranstaltung mit sogenannter „Bürgerbeteiligung“ der Stadt Essen zum Thema Radschnellweg Ruhr RS1 und der Bebauung des  Elting-Viertels/ Viehofer Platz. Die WAZ sprach in ihrem Bericht von 120 Teilnehmern bei dieser Diskussionsrunde, darunter viele Radaktivisten. Auch Straßen NRW sowie Vertreter des Stadtplanungsamtes standen – Achtung: Ironie – Rede und Antwort!  Das Interesse der Bürger war recht groß, das der Vertreter der Verantwortlichen gefühlt eher mäßig. Während nämlich die Bürger wichtige Fragen stellten wie z.B. zum derzeitigen Stand der Dinge, nach einem Zeitplan der Bebauung, den möglichen klimatischen Veränderungen im Viertel mit der so wichtigen Freiluftschneise sowie  der Trassenführung des RS1 äußerten sich die Vertreter eher wage bis manchmal gar nicht auf die spezifisch gestellten Fragen. Erst auf erhebliche Nachfrage der Bürger wurde dann darauf eingegangen. Auch die drei Varianten der Bebauung lösten wieder einmal heftige Kritik aus. Die erste Variante, mit der die Bürger  am ehesten leben könnten, mit etwas luftigerer Bebauung und Radschnellweg-Führung auf reduziert abgetragenem Bahndamm, wurde gefühlsmäßig in der Diskussion eher klein gehalten. Am liebsten wäre er wohl in irgendeiner Schublade oder der Ablage „P“ verschwunden.

Der Bahndamm, dieses historische Kleinod, auf dem der Radschnellweg RS1 durch das Viertel laut Machbarkeitsstudie des RVR verlaufen sollte, scheint in den Köpfen der Stadt schon abgetragen. Der Vorschlag, die Trasse mit einem Abzweig genau auf die Innenstadt zugehend zu versehen wurde im Grunde sofort vom Tisch gewischt. Die Chance, Radfahrer und somit auch Pendler und Touristen, die mal eben auch spontan eine Erledigung oder Einkauf machen möchten, so in die Innenstadt zu lotsen, wird fahrlässig vertan. Auch der Hinweis aus dem Publikum, das man oberhalb vom Bahndamm eine wunderbare Sicht auf die Stadt hätte und man damit etwas ganz besonderes erschaffen könnte, wurde nur müde belächelt. Man möchte das Viertel zur Stadt hin öffnen und da wäre der Bahndamm einfach im Weg. Im Weg ist eher die Schützenbahn als Riegel vor der Innenstadt. Alle paar Tage sind dort neue Markierungen auf dem Asphalt zu sehen wo wieder ein weiterer Unfall geschehen ist. Wann begreifen die Verantwortlichen endlich, das nicht der Bahndamm, sondern die breite Raserpiste die Stadt abriegelt? Dazu noch die Betonbauten in Variante 3, die für die meisten eine Außenwirkung als Barriere haben!

Radschnellweg Ruhr RS1 Weiterbauen

Favorisiert wird also tatsächlich die utopische Variante 3, auf die der Radschnellweg über Dächer und durch Häuser führen soll. Prestigeträchtig, ja. Sinnvoll, definitiv nein. Die Bürger äußerten Kritik, das dort unter den Häusern, in der „Löchern“,  sich neue Angst-Räume bilden könnten. Da ein Investor praktisch auch für die Pflege, Instandhaltung, Sauberkeit, Winterdienst etc. zuständig wäre, kam die Frage auf, welcher Investor so etwas machen würde? Gespräche gab es – so die Aussage – wohl bereits mit einigen „sehr“ interessierten Wohnungsunternehmen. Die Rechtslage bleibt aber weiterhin unklar so schien es. Wie so vieles anderes. Schwammige Aussagen auch bei der Weiterführung der Trasse am Gelände der EVONIK vorbei. Dort muss noch einiges geprüft werden bis man dort die Voraussetzungen geschaffen habe um dort den Radschnellweg entlang zu führen. Da frage ich mich: das ist doch nichts neues? Was wurde denn in den letzten Monaten gemacht? Ja, es ist teilweise kompliziert, auch in Zusammenhang bei der Rechtslage mit der Bahn, die für die Gleise verantwortlich ist bei EVONIK. Doch mir scheint hier eine frische, aufbruchmäßige Zupackermentalität zu fehlen. Dies und jenes muss noch geprüft werden, das kann dauern. Auf die Frage, wie lange Straßen NRW für den Bau des Radschnellwegs durch das Eltingviertel brauchen würde, kam zur Antwort: wenn alles geklärt wäre und man heute anfangen würde zu bauen, bräuchten sie 3 Jahre! Und da Straßen NRW nicht anfängt zu bauen, ehe alles geklärt ist, auch bei der Trassenführung bei EVONIK entlang, kann man davon ausgehen, das die nächsten 5 Jahre rein gar nichts passiert. Weder ein Provisorium eines Radwegs, die so wichtige Brücke über die Gladbecker Straße, noch irgendetwas zur anderen Seite hin in Richtung EVONIK.

Für mich scheint klar, die Stadt wartet auf den Investor, der die prestigeträchtige Variante 3 bauen wird. Sie wird kommen, da bin ich mir ziemlich sicher. Ob es eine „Deadline“ für diesen Tag der Zusage eines Investors gibt? Ich denke, die Stadt wird sehr großzügig damit umgehen. Die Veranstaltung trug jedenfalls nicht dazu bei, die Politikverdrossenheit bei den Bürgern abzubauen und Vertrauen zu gewinnen. Im Gegenteil. Es schien eher so das diese Veranstaltung widerwillig gemacht werden musste. Ein Versuch um die Menschen zu beschwichtigen. Mehr nicht. Ein Bürger sprach dabei aus was viele dachten: „Warum sollen wir ihnen glauben?“

Hier ein paar Links zu früheren Artikeln von mir zu dem Thema:

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MOMENTE: Meine kleine Liste an Fahrrad-Gadgets

MOMENTE: Meine kleine Liste an Fahrrad-Gadgets

Das neue Crossbike ist immer noch nicht da, aber – typisch Mann – Kreisen die Gedanken schon um mögliche Gadgets die man ja noch so verbauen könnte. Man(n) muss schon etwas verrückt sein. Aber was soll ich machen? Ich kann mich wenigstens ja mal nur ein wenig umschauen. Nur ein bisschen. Nur ein gaaannz kleeeinnnn bisschen, okay? Mehr nicht.

Jaaaa, super! Dann fangen wir doch einfach mal an. So ein Crossbike ist bekanntlich ja ziemlich auf das Wesentliche reduziert. Dazu muss man natürlich wissen, was man mit dem Bike alles machen möchte. Beim Crosser liegt es halt nahe das der sportliche Aspekt im Vordergrund steht. Somit möchte man ja auch nur den allerwichtigsten Kram mit sich herumschleppen. Vielleicht auch mal so ein bisschen Bikepacking. Also wohin damit?

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Schicke Lenkertasche „Tech-Bag“ von RESTRAP.                          Foto: RESTRAP

Auf der Eurobike war ich schon am kleinen Stand von RESTRAP aus England. Die verschiedenen Taschen waren bestens geeignet für große und kleine Adventures. Besonders angetan hatte es mir die kleine Tech-Lenkertasche für ca. 35 EUR. Sieht äußerst schick aus in schwarz mit den minimalen orangefarbigen Applikationen. Ausreichend groß für die Aufbewahrung von Smartphone, Ernergie-Riegel und etwas Kleingeld. Na, und wie es so ist, bietet die kleine englische Firma aus West Yorkshire passend dazu u.a. noch Rahmentaschen an. Das alles noch für einen fairen Preis. Die würden sich garantiert gut am neuen Bike machen. Habe ich also notiert!

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Wer die Wahl hat…               Foto: RESTRAP

Doch es gibt da noch einen anderen Hersteller, dessen Taschen ich sehr gelungen finde. Da wären mir nämlich noch so beim rumgooglen die diversen Rahmentaschen von BIRZMAN aufgefallen. In mattgrün gehalten, mit schwarzen Klettverschlüssen und dazu orangefarbene Riemen. Wie ich finde, sehr ansprechend. Der kleine Nachteil: die Taschen sind nur wasserabweisend. Dafür ebenfalls sehr günstig mit Preisen zwischen ca. 28 EUR und 63 EUR! Das sollte ich wohl mal im Auge behalten.

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Ein absoluter Hingucker, oder?                Foto: BIRZMAN

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Und auch hier gibt es verschiedene Modelle für’s Bikepacking!       Foto: BIZRMAN

 

Und schon geht es weiter mit den nächsten – möglichen – Gadgets. Und zwar bin ich ganz vernarrt in einen bestimmten Radcomputer. Was habe ich gesucht. Wie ein Verrückter. Ein paar Kriterien musste er schon haben. GPS war definitiv dabei. Wenn möglich auch das russische Pendant GLONASS zur noch besseren Standortbestimmung. Die Routen-Aufzeichnung sollte, mit Verbindung zu diversen Portalen, also problemlos möglich sein. Der große Wunsch war ein Gerät zu finden, das gleichzeitig auch als vernünftiges Navigationsgerät fungiert. Ab da war das SIGMA PURE GPS raus. Zwar verfügt es über eine Navigationsmöglichkeit, besitzt aber keinerlei Karten. Ihr seht, da das PURE GPS als günstiges Gerät zunächst zur Debatte stand, sehe ich mich eher nach relativ kostengünstigeren Geräten um. Die teuren Geräte von GARMIN als Beispiel sind somit von vornherein ausgeklammert. Und doch gibt es ein Gerät, das preislich so gerade eben in Frage käme. Es vereint alle Funktionen, die ich mir von so einem Radcomputer wünsche. Kartennavigation, Integration von komoot, automatische Synchronisation zu STRAVA, lange Akku-Power, trotzdem klein und handlich. Ein Gerät für alles, das auch ein prima Zusammenspiel mit dem Smartphone bietet. Dieses kann aber in der Tasche bleiben und muss nicht auch noch am Lenker befestigt werden. Welches Gerät meine ich? Ich meine das WAHOO ELEMNT BOLT! Ich bin davon ganz begeistert und es wäre wahrscheinlich die perfekteste Lösung für mich. Der Preis ist mit rund 239 EUR so gerade eben noch in meinem persönlich gefühlten Rahmen. Was das jetzt heißt? Wir werden sehen…

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Perfekte All-In-One-Lösung für mich! Der WAHOO ELEMNT BOLT!     Foto: WAHOO

 

Das wichtigste Zusatz-Teil dürfte aber wohl ein Akku-Licht sein. Schließlich könnte ich ja mal rein zufällig auf die Idee kommen auch im Dunklen fahren zu wollen/ müssen. Man muss ja für alles gewappnet sein! Hell sollte sie sein, ab 50 LUX aufwärts, mit langer Akku-Power und einem moderaten Preis. Zwei Exemplare habe ich nach gründlicher Recherche im Auge. Da wär zum einen das 70 LUX starke Modell LS 950 von TRELOCK. Hell genug um auch mal düstere Pfade zu befahren. Das interessante Detail ist hier für mich die genaue Akkustand-Anzeige. Das geht sogar soweit das im Display die noch mögliche Nutzungsdauer angezeigt wird! 45 h Leuchtdauer werden dabei im kleinsten der fünf (!) Modi angegeben. Nicht schlecht. Aufgeladen wird die Leuchte über USB. Und das alles gibt es schon für ca. faire 69 EUR.

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Prima Details gibt es am TRELOCK LS 950!           Foto: TRELOCK

Die Alternative dazu kommt von BUSCH + MÜLLER, im Grunde der Platzhirsch bei Fahrradleuchten. Schon früher habe ich von dieser Firma eine gute Akku-Leuchte gehabt. Da war das Batterie-Pack aber noch einmal extra am Rahmen zu befestigen. Vom Design her ist die aktuelle IXON IQ PREMIUM meiner alten Version ähnlich. Die hier genannte hat 80 LUX, bietet aber nur 2 Modi. Im High Power-Modus hat sie eine Leuchtdauer von rund 5 Stunden, im Low Power-Modus mit nur 15 LUX liegt sie bei 20 Stunden. Eine richtige Anzeige besitzt die Leuchte nicht. Nur einen sogenannten Kapazitätsindikator. Die kleine LED-Lampe im ON/OFF-Schalter wechselt von grün auf rot bei geringer Akku-Power und man hat so nur eine ungefähre Angabe. Allerdings gibt es die 80 LUX schon ab 45 EUR.

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Schlank und mit optimaler Leuchtkraft. Das ist die Busch & Müller IXON IQ SPEED!

Bei beiden Herstellern wird immer mal wieder die zu lasche Lenkerbefestigung der Leuchten bemängelt. Das ist ein nicht zu unterschätzendes Kriterium. Denn wenn es mal auf den Wegen holpert, dann sollte die Lampe schon verdammt sicher gehalten werden! Aber das werde ich mir noch einmal beim Händler genau anschauen.

Des weiteren wären vielleicht noch ein paar kleinere Dinge interessant. Solche, die nicht so große Löcher ins Budget reißen. Da wäre zunächst mal die Sache mit dem hochspritzenden Dreck. Ich könnte mir vorstellen, bei gewissen Fahrten auch einen ASS SAVER zu nutzen. Diese kleinen Plastik-Schutzbleche, die man einfach unterm dem Sattel einsteckt und so einigermaßen vor Spritzwasser und Dreck schützen. Interessant wären gerade solche, die man vielleicht selber online gestalten könnte. Da suche ich mal im Internet nach. Der Preis der bereits zu kaufenden ASS SAVER sind mit einem Preis ab 10 EUR doch gut überschaubar. Check.

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ASS SAVER gibt es mit den verschiedensten Motiven! Eine feine Sache!

Auf so einem Sportgerät möchte man ja zu den sportlichen Aspekten auch meist noch eine gute Figur machen. Mit weit flatternden Hosen und T-Shirt kommt das auf Trainingsrunden oder der schnellen Tour manchmal nicht so gut. Was genaues habe ich aber nicht im Auge, dringender Bedarf ist nicht so sehr vorhanden. Wenn ich mal was sehe und es gefällt mir, wie z.B. Trikots, Jacken oder Hosen, dann kann ich ja mal schauen. Gefallen tuen mir eher dezente Farben, nicht so etwas knallig Buntes. Also immer mal die Augen aufhalten!

Und wer jetzt noch meint er kennt ein paar gute Alternativen zu meinen oben genannten Produkten, der möge sich doch einfach mal hier in den Kommentaren verewigen. Für Tipps und Tricks bin ich immer dankbar!

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TOUR: Emsland-Runde

TOUR: Emsland-Runde

Herbstzeit ist Fahrradzeit. Das gilt zumindest für mich. Denn ich fahre das ganze Jahr über mit dem Rad. Man kann auf Touren so auch mal ganz andere Ansichten einer Region gewinnen. Und vor allem kann es auch spannend sein. Wie hier auf meiner Radtour durch das wunderbare Emsland. Da gab es Großsteingräber zu bestaunen, die fast 5000 Jahre auf dem Buckel haben. Wassermühlen, nette Orte wie Sögel, ein Schloss namens Clemenswerth, das eine Besondheit aufweist, den größten Schießübungsplatz Europas, und, und, und. Und natürlich ist das Wasser auch immer irgendwo in der Nähe, u.a. in Form der Ems. Dort lässt es sich prima fahren. Also alles Vorraussetzungen für eine nette Runde mit dem Fahrrad. Meinen kompletten Bericht findet ihr auf meiner Touren-Seite! Diesen Text einfach anklicken und lesen. Viel Spaß!

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#30.10.2017

#30.10.2017

Joah, spontan einfach mal mit dem Fahrrad abbiegen war gestern mal wieder genau richtig. Doch das kam im Grunde wegen einer Dämlichkeit. Geplant war eigentlich ein Besuch eines Essener Möbelhauses, da in der Innenstadt verkaufsoffener Sonntag war. Na ja, und da dieses Möbelhaus dort ziemlich und für mich auch so gut wie mittendrin liegt, war die komplette Sippe im Glauben das auch offen wäre. Pustekuchen. War es nicht. Dumm gelaufen, so stand man vor verschlossenen Türen. „Und nu?“, war der allgemeine Gedanke. Na, was macht man an einem zunächst grauen Sonntag Mittag? Sich stärken! Für was auch immer, völlig egal. Also zurück zum Cafe seines Vertrauens ( Gruß an die „Radmosphäre“ ) und ein Stück leckere Torte gefuttert. Da kam doch glatt die Sonne durch die Wolkendecke! Also gut, die Chance sollte ich nutzen. Die anderen beiden Chaoten wollte nach Hause, ich beschloss den momentanen Wetterumschwung auszunutzen und mir in Mülheim-Ruhr den gerade neu eröffneten Abschnitt des Radschnellweg Ruhr RS1 anzuschauen.

Na ja, Radschnellweg ist dann dort der falsche Begriff. Es stellt eine Hochpromenade dar, wo so eine Art Mischverkehr (Fußgänger und Radfahrer) herrscht. Und gerade an jenem Sonntag kamen sich hier direkt alle ins Gehege. Vom Design her, mit den Bänken und den Beeten, sieht es eigentlich nicht so schlecht aus, aber das war es auch schon! Aber der Stahl, der dort als Design-Element verwendet wird, ist teilweise scharfkantig. Verletzungen sind meiner Meinung nach da vorprogrammiert. Zumal die Zählstation, ebenfalls in Stahl eingefasst, den Raum für Radfahrer und Fußgänger nochmals an dieser Stelle minimiert. Wenn sich da zum Beispiel zwei Radfahrer entgegen kommen…na ja, eine kleine Unaufmerksamkeit reicht aus. Aktuelle Fotos dazu ( und noch viele weitere ) gibt es dann in meiner Foto-Galerie. Da könnt ihr euch dann mal einen kleinen Eindruck verschaffen.

Nach dem Abstecher bin ich dann wieder in Richtung Heimat geradelt. Allerdings mit einer spontanen Abbiegung. Ich bin durch die Schweiz geradelt! Häh? Ja, das stimmt schon. Die sogenannte Schönnebecker Schweiz ist eine kleine, aber feine Ecke, wo Felder und Wiesen ein ausgewiesenes Landschaftsschutzgebiet bilden. Im Grunde ist diese Ecke schnell durchquert, doch man bekommt den Eindruck, man ist ganz woanders. Nicht im hektischen Ruhrpott, sondern irgendwo im tiefsten Grün. Diese hügelige Landschaft bietet tolle Ausblicke, auch auf die Skyline der Stadt Essen. Und da die Sonne hier nochmal schön durch die Wolken kam, war ich von der sonnigen, aber herbstlichen Atmosphäre schon beeindruckt. Mir war diese Ecke gar nicht so bewußt, dort bin ich bisher eher außen herum geradelt anstatt mitten durch. Ich kann mich nicht erinnern jemals zuvor dort mit dem Rad gefahren zu sein.

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In der ( Schönnebecker ) Schweiz.

Ich finde es immer wieder faszinierend was man alles immer noch so in unmittelbarer Umgebung auf dem Rücken eines Fahrrads entdecken kann. Einfach mal alte Pfade verlassen und neue entdecken. Es kann so einfach sein.

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MOMENTE: Rad-Findungsprozess

MOMENTE: Rad-Findungsprozess

Ich habe es ja bereits angekündigt euch über meinen Findungsprozess für das neue Bike zu berichten. Was, schon wieder ein neues Bike? Ja, ihr habt recht. Die Formel für die Anzahl der Fahrräder die „Mann“ besitzen muss ( n+1) kommt bei mir also durchaus zum Tragen. „Mann“ braucht so etwas. Für jede Lebenslage das passende Rad. Auch ich konnte mich davor nicht verschliessen. Der Traum vom Cross-/Gravelbike schwelte schon etwas länger durch meinen Kopf.

An sich hatte ich ja gar nicht vor ein neues Fahrrad anzuschaffen. Schließlich hatte ich mir ja bekanntlich zu Beginn des Jahres erst ein außerordentlich gutes, Trekking-Bike von ROSE angeschafft. Damit bin ich auch absolut hochzufrieden. Es läuft perfekt und macht auf allen Touren riesigen Spaß damit zu fahren. Lange Rad-Tage sind damit kein Problem und sind reinstes Vergnügen.

Doch nach ein paar Monaten kam es mir so vor als ob etwas fehlte. Nämlich ein Rad als fast reines Sportgerät, ein flinker Wiesel fürs Tempo machen und intensivsten Verausgabens. Hört sich nach Rennrad an, doch das kam für mich nicht in Frage, da ich doch gerne mal Schotter- und Waldwege mitnehme. Und so kam mir die Rad-Gattung der Cross- und Gravelbikes in den Sinn.

Zuerst war mir der Unterschied nicht so ganz klar, die Grenzen verschwimmen doch sehr. Je nach Marketingabteilung der einzelnen Hersteller. Jedenfalls las ich mich erst einmal in das Thema ein. Gravelbikes können komfortabler in der Sitzhaltung sein oder bieten sich auch für Radreisen und sogar auch für die Stadt an. Die Reifenbreite ist meist wesentlich höher gewählt als beim typischen Rennrad. Nur um das mal so kurz zu umreißen. Der Crosser kommt dem Rennrad sehr nahe, galt und gilt es oftmals als Rennrad für den Herbst und Winter, wenn es mal matschig und feucht wird.

Also wo wollte ich hin, welchen Weg wollte ich einschlagen. Darüber musste ich mir zunächst klar werden. Auf der diesjährigen EUROBIKE hatte ich die Chance mir einige tolle Räder aus diesen Rad-Gattungen anzuschauen. Das Thema scheint im allgemeinen groß im Kommen zu sein. Mir schwebte zumindest ein leichtes Bike vor, relativ gesehen. Doch viele Gravelbikes gehen an die 12 oder 13 kg, ich wollte weniger. Zwischen 10 und 11 kg sollte es höchsten sein. Gewicht war also schon ein wichtigeres Kriterium für mich.

Ein weiteres war einfach der sportliche Charakter des Bikes. Ich habe ganz einfach Bock auch auf mal schnelle Runden im Trainingsmodus. Und auch mal auf Matsch, Schlamm, Schotter und Feldwege. Zwar durchaus gerne mal längere Touren und hin und wieder City-Feeling, dabei nicht unbedingt mit Gepäck, doch vordergründig recht sportiv. Somit kam der Crosser eher in Betracht. Doch meine Bedingung war, das ich eher eine leicht komfortable Sitzhaltung haben wollte. Geht das überhaupt?

Das URBAM Gravelbike!       Foto: URBAM BAMBOO BIKES

Mit dem URBAM Gravelbike hatte ich schon arg geliebäugelt. Nach meiner kurzen Testrunde in Düsseldorf hatte ich mich schon ein bisschen verliebt in dieses Bike aus Bambus. Persönliche Wünsche werden bei dieser kleinen Manufaktur groß geschrieben. Ob Schaltung oder Lenker, es gibt viele Optionen. Ein riesengroßer Vorteil und eine feine Sache. Doch trotz des robusten Rahmens und der natürlichen Federung des Bambusses sehe ich dieses Bike unterm Strich eher als so eine Art „Flanier- und Spaß“-Rad ohne das abwertend klingen lassen zu wollen. Es ist ein wirklich tolles Bike mit einer guten Geometrie und gutmütigen Verhaltens. Doch es fehlte mir einfach der rassige Sport-Charakter. Zwar hätte ich liebend gerne auch dieses Rad in meiner Garage, aber mein momentanes Ansinnen liegt wohl eher in einem anderen Bereich. Deshalb muss dieses Rad noch etwas warten 😉

 

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Das Cannondale CAADX 105 SE wäre keine schlechte Wahl!         Foto: Cannondale

 

Bei einem ausgesprochen kompetenten Cannondale-Händler aus Bottrop fühlte ich mich ebenfalls sehr gut aufgehoben. Das CAADX 105 SE hatte es mir angetan. Der Tipp eines Arbeitskollegen war goldrichtig. Die Shimano 105er-Gruppe arbeitet bekanntlich zuverlässig, die Geometrie des Rahmens entspricht meinen Wünschen. Und das Fahrverhalten? Nach ausführlicher Beratung und Begutachtung war klar, ein 51er Rahmen wäre die optimale Wahl. Und schon konnte ich das auch vor Ort ausprobieren. Der Lenker wurde ebenfalls so gut wie gerade in dem Moment möglich für mich eingestellt. Er war etwas zu schmal für mich, wie ich fand. Das wäre aber kein Problem dies zu ändern. Ok, prima, das hörte sich gut an. Das Rad an sich empfand ich als sehr agil und wendig, aber auch eine klitzekleine Spur nervös. Trotzdem ein sehr ansprechendes, durchaus sportliches Verhalten. Viele durchdachte Details für Anbaumöglichkeiten machten dieses Bike für mich sehr interessant. Was mir nicht so gut gefiel waren die außenverlegten Züge und die mechanischen Scheibenbremsen. Wenn man sich mit dem Thema beschäftigt liest man immer über Vor- und Nachteile. Da ist eine Entscheidung manchmal schwierig. Doch mit kleinen Kompromissen sollte ich klarkommen. Und so hatte ich mich tatsächlich schon direkt hinterher und nach ein paar weiteren Tagen des Überlegens schon so gut wie festgelegt. Das Cannondale sollte es sein. Es schlug weitere Kandidaten wie von STEVENS, CANYON, VSF FAHRRADMANUFAKTUR, CUBE , BMC oder BULLS. Doch es sollte tatsächlich noch anders kommen.

Eher mehr oder weniger durch Zufall, wer hätte das gedacht, bin ich mit Schwiegervater bei ROSE gelandet, da er auf der Suche nach einem E-Bike war. Während wir so an einem Samstag Mittag auf einen Verkäufer warteten, da konnte ich mich ja mal so lange bei den Crossern umschauen. Eigentlich kamen mir die Modelle zu Hause bei studieren am PC nicht so entgegen wie ich fand. Preislich zwar attraktiv, aber irgendwie fehlte mir was.  Vielleicht auch einfach nur das gewisse Etwas. Bis ich die Crosser dann live vor Ort sah. „Oh, oh, oh“, ging es mir durch den Kopf.

Nachdem Schwiegervater dann beraten worden war, musste der Verkäufer für mich herhalten. Und nachdem ich dann auf die passende Rahmengröße gesetzt worden war, ging ein „Uiiii“ durch meinen Kopf. Kleine Veränderungen am Lenker würden mich perfekt dahin bringen, wo ich mit der Sitzhaltung hin wollte. Die Schaltung konnte auch angepasst werden so das ich auch für den Bergeinsatz gewappnet wäre. Dabei käme dann schon die Shimano Ultegra-Gruppe fast komplett zum Einsatz. Für einen Preis, der ähnlich des Cannondales wäre. „Hmmmmmmm…“, überlegte ich, „dazu noch schön innenverlegte Züge und hydraulische Scheibenbremsen!“

ROSEBIKES, bikingtom

Entscheidung gefallen, dies ist mein Objekt der Begierde!            Foto: ROSE

Das musste ich erst einmal sacken lassen. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Im Grunde sind es für mich minimale Unterschiede zwischen dem ROSE und dem Cannondale. Wofür also entscheiden? Puuh, gar nicht einfach wenn man sich eigentlich schon festgelegt hatte. Und doch habe ich mich tatsächlich für ein weiteres ROSE-Bike entschieden. Wegen kleinen Nuancen. Innenverlegte Züge wirken auf mich einfach optisch aufgeräumter, Ultegra-Komponenten reizen mich doch ein wenig, dazu noch ein gutes Kilogramm weniger auf der Waage (9,3 kg) und gefühlt einen Ticken angenehmere Sitzposition. Auch wenn mir vielleicht jetzt einer den Scheibenwischer zeigt, ich fühle mich wohl bei der Entscheidung und ich denke das es nach dem ganzen Suchen das richtige Bike ist! Für mich zugeschnitten, meinen Bedürfnissen folgend und dabei einem guten Gefühl im Bauch. Muss es nicht auch so sein?

Es wird meine Ansprüche erfüllen, davon bin ich überzeugt. Es scheint die richtige Mischung aus „Sportlich“ und „Komfortabel“ zu haben. Das ist es was ich wollte. Jetzt heißt es noch ein wenig warten, allzulange sollte es nicht mehr dauern bis ich den Crosser in Empfang nehmen darf.  Ich freue mich sehr und hoffe euch dann bald ein wenig mehr zu dem Bike berichten zu können.

 

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