Zwift x Wahoo Deutschland Tour 2017 in München

Zwift x Wahoo Deutschland Tour 2017 in München

Eine Radsportparty! In München! Da muss ich hin, ganz klar. Zwift und Wahoo machten am Dienstag Station im Münchner Oberangertheater im Rahmen ihrer Deutschland Tour und ich ließ mir den Spaß natürlich nicht entgehen.

Angekündigt wurden Race-Stationen, an denen man sich virtuell per Zwift und auf dem Wahoo Kickr mit anderen messen kann. Die gab es dann natürlich auch, eine richtig coole Sache. Aber womit ich nicht gerechnet hatte: Auf einer Bühne. Ja, äh, gut. Dann werde ich wohl eher NICHT auf diese Bühne steigen und dem ganzen Theater meine nichtvorhandene Form präsentieren, sondern vertreibe mir lieber mit den leckeren Häppchen meine Zeit. Dachte ich.

Zwift Wahoo Tour München

Sportler, Blogger, Münchner Radlvolk

Jedenfalls gab es nette Gespräche und richtig beeindruckende sportliche Leistungen anzusehen. Antritte weit über 1000 Watt waren da eher die Regel als die Ausnahme. Schließlich wurde sogar der Jahresrekord an dem virtuellen Anstieg gebrochen, auf dem die Races ausgetragen wurden. Respekt dafür!

Natürlich dürfen die Münchner Blogger auf so einem Event nicht fehlen: Unter anderem Matthias von GPSradler und Christopher von Lieblingstouren mischten sich unters Münchner Radlvolk.

Ein entspannter Abend mit Häppchen, Getränken und ohne Bühnenperformance meinerseits? Tja. Da hatte ich die Rechnung ohne Wahooligan Frank und Matthias gemacht. Die beiden überredeten mich dazu, doch beim Medienvertreter-Race mitzuwirken.

Da war es also schlagartig vorbei mit Häppchen. Denn ich war jetzt halt aufgeregt und so ein Obazda auf nervösen Magen ist nicht die beste Idee. Die Presserunde sollte das letzte Rennen sein, also standen die Chancen zumindest gut, dass nicht mehr sooo viele Zuschauer meiner Nicht-Performance beiwohnen.

Und irgendwann war es dann soweit. Auf der Damentoilette hatte ich mich noch überhastet in mein Trikotset gezwängt (wenn schon lahm, dann wenigstens gut aussehen dabei 🙂 ), die Radschuhe angeschnallt und schon war ich oben auf der Bühne, zusammen mit Matthias, Johannes von der RennRad und Flo (leider weiß ich nicht, von welchem Medium. Zu nervös, um zu fragen).

Racetime!

Die Räder auf den Rollentrainern wurden von Rose Bikes gestellt, ein netter Zwift-Mensch wies mir gleich den Weg zum kleinsten Rad. Den Sattel noch ein bisschen tiefer gestellt und es passte perfekt. Ich stieg auf, versuchte halbherzig, mich warmzufahren mit ein paar kurzen Antritten und versuchte ansonsten zu vergessen, dass da unten vor der Bühne gerade Menschen stehen.

Gestern auf der ZwiftxWahoo Tour in München. Es gibt Racestationen, wurde angekündigt. Dass die auf einer Bühne sind, wurde nicht angekündigt 😱 Für mich war das Thema dann erstmal gegessen, aber letztendlich wurde ich doch noch überredet, in der Presserunde u.a. mit @mawosch und @radsport_rennrad anzutreten – eine glorreiche Leistung war es nicht, aber es hat seeeehr viel Spaß gemacht. Manchmal muss man sich einfach nur trauen 😊 __________________ #münchen #zwift #wahoo #inmyelemnt #wahooligans #indoorcycling #cycling #rennrad #rennradfahren #rennradliebe #lifeisgood #cyclingpic #cyclist #girlswhocycle #motivation #inspiration #passion #cyclinglife #stravacycling #foreverbuttphotos #chicasciclistas  #lifebehindbars #cyclingshots #cyclingpictures #bikestagram #lovecycling #pushhardpullharder #cyclinggirl #cyclingblogger #womenonbikes

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Moderator Sebastian Paddags („Dienstreise nach Frankreich„) gab irgendwann das Zeichen zum Start und schon ging es los. Von einem 1000-Watt-Antritt war ich natürlich weit entfernt. Wie man so schön sagt: „Schwach gestartet und dann stark nachgelassen“. So kam mir das in etwa vor. Ich versuchte zum Anfang noch halbwegs erfolgreich, stetig über 300 Watt zu treten, aber das war dann auch irgendwann utopisch.

Nach knapp drei Minuten war der Spaß dann vorbei – Überraschung: ich war nicht Letzte, weder in meinem Rennen, noch insgesamt unter den (leider nur vier) teilnehmenden Frauen. Woohoo! Und Spaß hat es schließlich doch gemacht, wer hätte es gedacht! Gewonnen habe ich in der Verlosung dann auch noch was – nämlich einen Zwift-Gutschein. Den kannst Du noch bis Sonntag, 26.11.2017, auf Facebook gewinnen – hier geht’s zum Gewinnspiel!

Ein richtig schöner Abend also. Wie das halt so ist, wenn lauter coole, fahrradliebende Menschen zusammenkommen. Hach.

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Blog-Jubiläum: 3 Jahre Ciclista.net – What a ride!

Blog-Jubiläum: 3 Jahre Ciclista.net – What a ride!

Ciclista.net wird heute drei Jahre alt. Wie cool, dass Ihr es so lange mit mir und meiner Schreiberei aushaltet! Grund genug, ein bisschen zurück- und vorauszublicken.

Wahrscheinlich überrascht es mich selbst am meisten, dass es Ciclista.net heute in dieser Form gibt. Es gibt ja Blogs, die tauchen auf – und sind nach drei Beiträgen wieder weg, was ich sehr oft sehr schade finde. Auch, wenn ich das selbst in der Hand habe, ist es schon etwas Besonderes und ich bin ein bisschen stolz, dass Ciclista.net nach drei Jahren immer noch da ist.

Was als bunt gemischtes Textsammelsurium am 18.11.2014 begann, hat sich zu einem netten kleinen Radsportblog gemausert. Dass dem so ist, daran haben die Lousy Pennies einen großen Anteil – die beiden haben mich in die richtige Richtung geschubst, Stephan Goldmann ist sogar für den Blognamen verantwortlich (Danke nochmal dafür!).

Jedenfalls sind es heute 153 Beiträge (mit diesem hier) und 361 Kommentare, die Ihr hier findet. An Nachschub wird es auch nicht mangeln, schließlich dümpeln auch noch 105 Beiträge in meinem Entwürfeordner herum. (Jaaa, ich weiß, ich bin ein Entwürfe-Eichhörnchen. 😛 )

Drei Jahre lernen und erleben

In den letzten drei Jahren habe ich viel gelernt. Zum Beispiel, dass die Beiträge, in die man die meiste Zeit und viel Herzblut steckt, oft die sind, die keiner lesen will. Dass dagegen die, die man in 20 Minuten zusammenschmeißt, die erfolgreichsten sein können. Und dass wir alle irgendwie die gleichen Probleme haben. Und dass ich mich nicht allem fügen möchte, was man von einem Blogger so erwartet. Und dass es immer einen gibt, der es besser oder schneller macht, es aber auch immer einen gibt, der es nicht macht. Und dass mein Mann zwar ziemlich viel Geduld hat, wenn ich noch ein Foto und noch ein Foto für Instagram machen will, aber auch diese Ressource begrenzt ist. Und dass die Radsportblogger eine ziemlich coole Meute sind. Und dass Radsport einfach verbindet – ja, so einfach ist das.

Darüber hinaus habe ich einige Sachen erlebt, die mir ohne diesen Blog sicherlich auch nicht passiert wären. Ich durfte Peter Sagan treffen, fuhr bei einem MTB (!) Etappen (!!!) Rennen und einem Jedermannrennen mit, durfte auf dem Presseparkplatz vor der Eurobike parken, durfte meinen Senf sogar in Magazinen und in einem Podcast verbreiten, darf als Tourmaker die Deutschland Tour 2018 promoten und erfüllte mir einen Kindheitstraum: Ich war bei der Tour de France – wie cool ist das denn?

Nicht alles hat geklappt. Macht aber nix.

Natürlich gibt es auch die andere Seite: Nicht alles ist glatt gelaufen – so musste ich schweren Herzens wegen fehlender Zeit meine wöchentlichen Velo-Links aufgeben und letztes Jahr war Ciclista.net sogar einen ganzen Monat lang gar nicht erreichbar. Ein Malware-Hack drei Tage vor der Hochzeit ist aber auch echt unfair. Was toll war: trotzdem seid Ihr mir nicht weggelaufen. Das war schön, vielen Dank!

Und wie geht’s jetzt weiter? Na, hauptsächlich mal hoffentlich mit Beiträgen, die Euch Spaß machen, motivieren und weiter bringen! Eine Profisportlerin werde ich auch in der Saison 2018 nicht werden, aber Spaß haben auf und mit dem Rad und darüber schreiben und mit Euch austauschen, das werde ich sicherlich.

Auf was ich mich besonders freue, ist alles rund um die Deutschland Tour 2018 – das wird richtig cool und ich hoffe, wir sehen uns vor Ort in den Etappenstädten! Im Dezember sollte es auch nochmal heiß her gehen, wenn alles klappt. Ich sag nur Bier, Fritten, Cyclocross- mehr wird noch nicht verraten. 🙂

Ein Sekt auf die besten Leser der Welt!

Ich trinke heute jedenfalls ein Sektchen auf Euch, weil ohne Euch wär ja alles eh nix und ich würde meinen Schmarrn ins Leere schreiben. Schön, dass Ihr da seid und ich hoffe, Ihr bleibt mir gewogen und so aktiv, wie Ihr seid!

Kette rechts und immer Sonne in den Speichen, mögen die Strava KOMs und QOMs mit Euch sein – auf die nächsten paar Jahre 🚲 ❤️

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Alternativen für Rennradfahrer: 7 Sportarten für den Winter ❄

Alternativen für Rennradfahrer: 7 Sportarten für den Winter ❄

Im Winter haben wir Radfahrer es oft nicht leicht: Der Schneematsch geht irgendwann nicht mehr weg von den Straßen, die Temperaturen tragen ein dickes, fettes Minus vor sich her und wer nicht gerade Mountainbiker oder Cyclocrosser ist, der hat mit seinem Rennrad in manchen Regionen keine Chance mehr, draußen zu trainieren.

Die gute Nachricht ist: Es hat viele Vorteile, gerade über den Winter auch mal andere Sportarten auszuprobieren. Schließlich will auch der Oberkörper mal gefordert werden und wer athletisch rundum stabil in die Saison startet, hat auch auf dem Rennrad einen Vorteil. Und nein, Spinning ist nicht wirklich alternativ – schließlich ist das ja quasi auch Radfahren, nur eben auf der Stelle. 😉

 

Laufen als Alternativsport für Rennradfahrer?

Viele gehen im Winter laufen – ist ja auch ganz einfach, Laufschuhe an und los. Das ist zwar besser als nichts, aber um sich auch obenrum mal richtig zu fordern, dazu eignen sich andere Sportarten besser. Hier gibt’s ein paar Ideen für Dein Alternativtraining im Winter:

 

1. Yoga oder Pilates

Wer denkt, Yoga sei was nur was für gelangweilte Hausfrauen – der darf sich gern mal in einer Probestunde den Muskelkater seines Lebens abholen. Hier wird der ganze Körper gefordert und Du wirst Muskeln spüren, von denen Du nicht einmal wusstest, dass es sie gibt. Noch ein Vorteil, gerade für uns hüftbeugerverkürzte Radfahrer: Yoga und Pilates machen beweglich! Also los, lass die Muckis leiden auf der Matte 🙂

 

Alternativ Training Rennrad Winter

2. Bouldern und Klettern

Seit etwas über einem Jahr hab ich das Klettern und Klettersteige als Zweit-Leidenschaft neben dem Radsport entdeckt und bin diese Saison deutlich stabiler im Oberkörper beim Rennradfahren. Es ist völlig faszinierend, wie schnell man beim Klettern Fortschritte macht und Kraft aufbaut. Für den Anfang eignet sich Bouldern super für Klettereinsteiger – das ist Klettern ohne Sicherung, dafür nur bis zu einer Höhe von etwa drei Metern und mit gepolstertem Boden. So kann nicht viel passieren, auch wenn man sich mal überschätzt und einen Abflug macht. Wen die Leidenschaft packt, der kann sich dann ans richtige Klettern wagen, also mit Sicherung durch einen Partner und so hoch Du willst. Dafür sollte dann aber ein professioneller Kletterkurs her, damit beim Sichern nichts schief geht.

 

3. Fitness Studio

Der Klassiker. Das Fitnessstudio hat mich persönlich noch nie so wirklich angezogen – aber ich muss es halt zugeben: Nirgendwo kann so gezielt einzelne Muskeln ansprechen wie hier. Immer vorausgesetzt, man führt die Übungen richtig durch. Und das ist gar nicht so einfach, wie es aussieht. Für Kraftsportanfänger empfehle ich zunächst eine Betreuung durch einen geschulten Trainer. Sonst macht man im Zweifel mehr kaputt als man auftrainiert. Kraftsport heißt übrigens nicht, dass man nach dem Winter als Bodybuilder aus dem Fitnessstudio kommt. Vor allem geht es um Maximalkraft und Stabilisation, nicht darum, den Bizeps aufzupumpen. Darüber hinaus gibt es ja in den meisten Studios auch abwechslungsreiche Kurse wie Zumba oder Crossfit.

 

4. Langlauf, Skitouren und Skiroller

Wer es drinnen langweilig findet und genug Schnee vor der Haustür hat, der sollte die Skier anschnallen und loslegen. Mit der Arm- und Beinbewegung fordert man den Oberkörper und trainiert gleichzeitig die Ausdauer – der perfekte Ersatzsport für den Winter! Und Spaß macht die Sache auch noch. Wer nicht genug Schnee zur Verfügung hat, der sollte mal im Sportgeschäft nach Skirollern fragen – quasi Langlaufskaten ohne Skier. Auch eine coole Sache!

 

5. Schwimmen

Ja, ich gebe zu: Ich kann zwar halbwegs kraulen, aber ich gehe jedesmal beinahe unter, wenn ich Schwimmen gehe. Macht aber nix, schließlich macht es ja doch irgendwie Spaß und sinnvoll ist es auch als Alternativsport. Beim Schwimmen werden viele Muskeln gefordert und gerade Radfahrer werden schnell die Arme und den Oberkörper spüren. Ein großes Pro beim Schwimmen: Die Gelenke werden kaum belastet. Ein toller Sport für alle, die beim Laufen schnell mit den Knien Probleme bekommen.

 

6. Squash

Nicht ganz so gelenkschonend, aber richtig spaßig und anstrengend ist Squash, mit Schlägern schleuderst Du einen Ball gegen die Wand mit dem Ziel, dass Dein Mitspieler ihn nicht mehr erreicht, bevor der Ball den Boden berührt. Schnell beschleunigen, plötzlich abstoppen, quasi keine Pause – beim Squash kannst Du Dich mal richtig auspowern und auch hier gibt’s den Muskelkater gratis dazu 😛

 

7. Tanzen

Ja klar, klassisches Standard- und Lateintanzen sind schon auch anstrengend. Aber was ich meine ist Breakdance, Rock’n’Roll oder auch Capoeira und Zumba. Ihr glaubt, das ist alles nur was für kleine Mädchen? Dann probiert’s mal aus – als ehemalige Rock’n’Rollerin kann ich Euch sagen: Intervalltraining ist auch nicht viel härter als einen schnellen Beat durchzutanzen! Ich wünsche schon einmal fröhliches Schwitzen! 🙂

 


Auf welchen Alternativsport schwörst Du, wenn’s mal nicht das Rennrad sein darf? Wenn Du noch mehr Ideen hast, freu ich mich auf Deinen Kommentar unter dem Beitrag!

 

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Primal Radbekleidung im Test: B-Leaf Trikot & Onyx Evo Radhose

Primal Radbekleidung im Test: B-Leaf Trikot & Onyx Evo Radhose

Primal Europe oder Primal Wear? Da klingelte bei mir erst einmal gar nichts, als ich gefragt wurde, ob ich nicht Lust hätte, Radbekleidung der Marke zu testen. Ich weiß ja nicht, wie es Euch da geht – aber umso spannender wurde die Sache für mich, also sagte ich gerne zu. Primal ließ mir kostenlos das B-Leaf Trikot, B-Leaf Armlinge, eine Onyx Evo Radhose sowie Polka Socks für einen Test zukommen.

Primal Rennrad Kit im Test

Wo gibt’s Primal in Deutschland?

Primal ist in Deutschland zwar erhältlich (kurzes Googeln brachte zum Vorschein, dass die Marke unter anderem bei Wiggle, Trikotexpress, natürlich Amazon* und einigen anderen Onlineshops verfügbar ist), so richtig präsent ist die Marke bei uns jedoch offenbar noch nicht. Dabei führt der US-Hersteller – gegründet 1992 in der Mountainbike-Metropole Denver – mit dem britischen/europäischen Ableger Primal Europe durchaus schicke und ungewöhnliche Teile. Darüber hinaus stattet Primal in Großbritannien einige Profi-Athleten und -teams aus und bietet Custom Radbekleidung zum selber gestalten an.

 

Erster Eindruck zur Radbekleidung

Der erste Eindruck beim Auspacken des Pakets aus England: schickes Design! Der Stoff fühlt sich direkt angenehm an und auch die Farben sehen toll aus. Das B-Leaf Trikot mit durchgehendem Reißverschluss ist schwarz und mit weiß-grünem Blätterdesign versehen. Besonders hübsch finde ich, wie sich die Blätter schwungvoll über den Rücken ranken und im Seitenteil aufgehen. Ansonsten glänzt das Trikot mit schicken Details: weiße Nähte und ein Kragen, der sich mit dem Blattmuster vom schwarzen Torso abhebt. Vorne am Trikot ist ein Fahrrad abgebildet, das mit Blättern umgeben ist.

Primal Wear Europe B-Leaf Trikot

 

Die Onyx Evo Radhose ist schwarz mit auffälligen Highlights: Die breiten Abschlüsse, die Nähte, das stilisierte Primal-A sowie der Markenschriftzug sind in weiß gehalten. Das Trikot und die Radhose sind zwar nicht wirklich als Set vorgesehen, harmonieren aber aufgrund der weißen Elemente, die auf beiden Stücken zu finden sind. Die weißen Nähte an der Hose geben dazu eine schicke Kontur.

Noch besser passen die weichen B-Leaf Armlinge zum Trikot, die das Blätterdesign des Trikots wieder aufgreifen. Auch die schwarzen Polka Socken mit den grünen Punkten gehören nicht wirklich zum Set dazu, fügen sich wegen der Farben aber perfekt ins Gesamtbild ein.

Primal Wear Europe Radbekleidung Test

Primal Radbekleidung im Test

Kaum fertig ausgepackt, muss ich die schicken Teile natürlich gleich mal in Aktion testen. Die Größentabelle hat schon einmal gepasst, das Set sitzt wie angegossen. Das B-Leaf Trikot liegt schön eng an, engt jedoch nicht ein. Anders als bei manchen Frauentrikots sind die Rückentaschen ausreichend groß. (Muss ich immer einen Mann mitschleppen, weil die Pumpe nicht mehr in die Rückentasche passt? Nä 😛 ) Auch eine kleine, reflektierende Reißverschlusstasche für Kleingeld oder Schlüssel ist hinten zu finden. Leider befindet sich kein gummierter Abschluss unten am Trikot – ich hatte immer wieder das Gefühl, als ob ich das Trikot etwas zurechtrücken müsste.

Bei der Damen-Radhose Primal Onyx Evo fand ich das stilisierte große A an der Seite etwas dubios, das sich etwas sehr plastik-artig anfühlt – irgendwie habe ich das Gefühl, das hält nicht ewig. Da das Designelement bisher schon einige Wäschen unbeschadet überstanden hat, hoffe ich aber, dass das weiterhin so bleibt und mein Eindruck trügt.

Der abschließende Bund an den Beinen ist angenehm breit, innen mit Silikon ausgestattet und schneidet nicht ein, die Beine der Hose sind insgesamt etwas kürzer als bei den meisten meiner anderen Radhosen. Der generelle Sitz der Trägerhose passt für mich perfekt, nur die Träger sind mir etwas zu weit (So ist das halt mit Größe L bei kurzen Beinchen 😉 ). Da die Hose im Race-Cut aber ohnehin eng anliegt, verrutscht da nix. Das Polster mutiert gerade zu meinem Lieblingspolster: schmal und nicht zu fluffig. Vom Komfort bin ich also echt begeistert und die Hose könnte in Zukunft sogar meine erste Wahl für lange Touren werden.

Primal Wear Radhose Onyx Evo

Die Armlinge haben das Thermo im Namen – und das zurecht. Außen schick, innen flauschig und richtig warm, da muss man sich an kühleren Tagen keine Sorgen machen. Auch die Socken fassen sich angenehm an, das Bündchen schneidet nicht ein (wichtig bei Wadln von meinem Kaliber 😉 ) und der Style passt sowieso.

 

Fazit zu Primal

Neben Komfort und Design ist auch der Preis im Onlineshop von Primal Europe völlig ok: Das Primal B-Leaf Trikot ist mit ca. 56 Euro voll im Rahmen, die Primal Onyx Evo Trägerhose kostet ca. 112 Euro und meiner Meinung nach in Sachen Passform und Sitzpolster ihr Geld auf jeden Fall wert – so hat man für knapp 170 Euro ein schickes und funktionales Komplettset. Wer noch die B-Leaf-Armlinge dazunimmt, muss mit ca. 22 Euro oben drauf rechnen, die Socken schlagen mit 9 Euro zu Buche.

Die kurze-Hosen-Saison ist leider vorbei, aber Ihr werdet mich künftig garantiert öfter mal mit dem Set von Primal ganz ohne Testzwecke rumfahren sehen. Das Set sieht gut aus, ist funktional und fühlt sich gut an, was will man mehr? Nicht zuletzt ist die Marke hierzulande nicht wirklich verbreitet, so kann es gut sein, dass man kaum andere Radfahrer mit dem gleichen Trikot trifft. (Jaaa, auch das kann eine coole Sache sein 🙂 ).

Primal Test Rennrad Kit


 

 

 

Habt Ihr schon einmal von Primal gehört? Was sagt Ihr zum Design? Ich freue mich auf Eure Meinung in den Kommentaren!


Noch auf der Suche nach der richtigen Bekleidung? Welche Rennrad Klamotten für Anfänger sinnvoll sind, habe ich hier aufgeschrieben.

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Klickpedale am Rennrad: Klick, Klick, los!

Klickpedale am Rennrad: Klick, Klick, los!

Klickpedale am Rennrad sind anfangs oft ziemlich fies. Denn wenn es etwas gibt, was beinahe jedem Rennradfahrer schon einmal passiert ist, dann ist es das: Man fährt mit dem Rennrad auf die Ampel zu, bremst – und fällt um. Vor allen anderen Autofahrern und Fußgängern, die auch an der Ampel warten. Alles nur, weil man vergessen hat, dass die Füße jetzt mit Klickpedalen an den Kurbeln befestigt sind. Aber mach Dir keine Gedanken: Das gehört dazu und ist nahezu jedem Rennrad-Anfänger schon passiert. Und es wird garantiert besser!

Tipps Klickpedale Rennrad

 


Inhalt:

 


Keine Angst vor Klickpedalen: Nur Mut!

Auch, wenn Du denkst, dass das Ausklicken nie automatisch klappen wird, kann ich Dich beruhigen. Denn das ist reine Routinesache. Ein bisschen bewusstes Üben gehört dazu, aber schon nach wenigen Ausfahrten wirst Du ausklicken, als hättest Du Dein ganzes Leben noch nie etwas anderes gemacht. 🙂

Übrigens musst Du auch keine Angst haben, dass Du bei einem Sturz an Deinem Fahrrad hängenbleibst. Das funktioniert in etwa wie bei einer Skibindung – wenn genügend Kraft auf das Klicksystem wirkt, löst sich die Verbindung einfach.

 

Warum Klickpedale am Rennrad sinnvoll sind

Ganz klar, Rennradfahren geht auch mit ganz normalen Bärentatzen, also Pedalen ohne Klicksystem. Doch die Vorteile der Klickpedale überwiegen, einerseits aus Sicherheitsaspekten, denn Du kannst nicht mehr vom Pedal rutschen, zum Beispiel bei Nässe. Andererseits ist die Effizienz der Kraftübertragung ungleich höher. Die Klickies halten Deine Füße immer an der richtigen Position.

Nicht zuletzt am Berg bzw. bei niedrigeren Trittfrequenzen gibts nur Vorteile. Denn mit Klickpedalen kannst Du nicht nur das Pedal nach unten drücken, sondern auch wieder hinaufziehen. Es braucht etwas Übung, um das Wechselspiel von Drücken und Ziehen flüssig hinzubekommen, aber diese Annäherung an den „runden Tritt“ macht Dich schneller. Darüber hinaus sind die Sohlen von Schuhen, die extra fürs Rennradfahren gemacht wurden, steifer und die Kraftübertragung ist somit verbessert gegenüber normalen Turnschuhen.

 

Ausklicken mit Klickpedalen üben

Um die Bewegung zu verinnerlichen, mit der Du aus den Klickpedalen kommst, kann es schon helfen, ein paar Mal auf und ab zu fahren, möglichst auf einer ruhigen Straße oder auf einem Feldweg, wo keine unvorhergesehenen Stopps drohen, und ganz bewusst aus- und wieder einzuklicken. So kannst Du auch feststellen, ob die Auslöse-Stärke für Dich passt. Du kannst nämlich, normalerweise mit einem Innensechskantschlüssel, am Pedal einstellen, wie groß der Widerstand sein soll, bevor es klickt.

Anfangs wirst Du Dich sicherlich noch jedes Mal bewusst daran erinnern müssen, die Fersen nach außen zu drehen. Irgendwann ist dann der Vorgang so sehr Routine, dass Du keinen Gedanken mehr daran verschwenden musst – und Ampel-Umfaller gehören der Geschichte an.
 

Die Position der Cleats

Die optimale Position der Cleats ist einerseits einfach, andererseits eine Wissenschaft für sich – denn auch eine nicht 100%ig richtige Positionierung der Cleats ist in Ordnung, solange keine Probleme autreten. Leider kann es aber sogar zu Knieproblemen kommen, wenn die Klickpedale nicht richtig eingestellt sind, daher solltest Du ausgiebig ausprobieren, welche Position passt.

Professioneller geht es beispielsweise mit dem Ergon Pedal Cleat Tool*, mit dem man eine Schablone und ausführliche Anleitung zur ergonomischen Cleatpositionierung erhält. Alternativ kann man auch beim Bikefitting die richtige Cleatposition überprüfen lassen.
 

Welches Klicksystem passt zu mir?

Im Prinzip kannst Du mit egal welchem Klickpedal-System nicht viel falsch machen – außer vielleicht mit den ganz alten Riemenpedalen, von denen würde ich Dir definitiv abraten. Damit habe ich mir schon genug weh getan, diese Erfahrung kannst Du Dir sparen 😉 Ob Shimano SPD SL, Look, Ritchey, Time, Xtreme – Die Funktion ist gerade für Anfänger mit allen Klickpedalen gegeben, was hier eher entscheidend ist, ist der Preis. Am weitesten verbreitet ist nach meiner Beobachtung das Shimano System SPD SL, dafür bekommst Du auch unkompliziert überall Ersatzteile. Das fahre ich auch am Rennrad.

 

Bergauf Klickpedale Vorteile

Vor allem bergauf haben Klickpedale ihre Vorzüge.


 

Was ist der Unterschied zwischen SPD und SPD SL?

Die Bezeichnungen der Klickpedale hören sich zwar sehr ähnlich an, aber auf den ersten Blick wird klar: SPD und SPD SL sind völlig unterschiedliche Systeme. Während die Cleats beim SPD-System für Mountainbiker und Trekkingradfahrer aus Metall bestehen, sind die Cleats beim SPD SL System aus Kunststoff und bieten eine größere Auflagefläche für eine bessere Kraftübertragung.

 

Der Unterschied zwischen SPD und SPD SL auf einen Blick:

 

 

Klicksystem/Eigenschaft SPD SPD SL
Material Metall Kunststoff
Einsatzbereich MTB/Trekking Rennrad/Triathlon
Zum Gehen geeignet ja nein
Vorteil robust, langlebig bessere Kraftübertragung
Nachteil schlechtere Kraftübertragung relativ hoher Verschleiß

 

Was bedeuten die Farben bei den SPD-SL Cleats?

Bei Shimano gibt es die SPD SL Cleats in rot, blau und gelb. Die unterschiedlichen Farben stehen dabei für den Bewegungsspielraum, die die einzelnen Cleats im Pedal gewähren.

Die meiste Bewegungsfreiheit bieten Dir gelbe Cleats (Shimano SM-SH11*). Damit hast Du seitlich 6° Spiel und kannst Deine Füße ganz intuitiv in die richtige Position stellen, das kann Knieprobleme verhindern. Dafür könnte hier die Kraftübertragung etwas leiden.

Die goldene Mitte: Mit 2° seitlichem Spiel geben Dir blaue Cleats (Shimano SM-SH12*) etwas weniger Bewegungsfreiheit, dafür ist die Kraftübertragung besser als bei den gelben Shimano Platten.

0° – also gar keinen Spielraum bieten Dir die roten Cleats (Shimano SM-SH10*). Das kannst Du ausprobieren, falls es klappt: Super! Falls Knieprobleme auftauchen, dann besser auf Cleats mit Spiel zurückgreifen.
 

Wann sollten die Cleats gewechselt werden?

Die Cleats sollten spätestens gewechselt werden, wenn Du Probleme beim Einklicken hast oder anfängst, aus dem Pedal zu rutschen. Bei den Shimano Cleats gibt es sogar eine komfortable Verschleißanzeige: Wenn die unteren farbigen Ecken nicht mehr zu sehen sind, sollten neue Pedalplatten her.

Cleats Verschleiß austauschen

Diese SPD SL Cleats sind durch.

 

Kann man mit MTB-Klicksystem auf dem Rennrad fahren?

Ja, das geht. Und ist vielleicht sogar für Radler, die viele Zwischenstopps machen oder während ihrer Touren auch mal einige Meter gehen, vielleicht gar keine schlechte Wahl. Denn mit reinen Rennrad-Pedalen ist die klackerige Fortbewegung ohne Rad eher suboptimal und die Platten verschleißen schnell. Falls Du doch mal mit den Plastikplatten zu Fuß unterwegs bist und die Cleats schonen möchtest, dann gibt es dafür auch Cleat Cover*, die man über die Platten stülpen kann.

Dafür ist bei Mountainbike Klickpedalen zu bedenken, dass sie aufgrund der geringeren Auflagefläche eine schlechtere Kraftübertragung bieten. Dafür sind MTB-Klickies sehr robust und teilweise fast völlig immun gegen Dreck (wie die Eggbeater von Crank Brothers*). Für alle, die ganz flexibel sein möchten, gibt es SPD-Wendepedale*, die auf einer Seite mit Klickaufnahme versehen und auf der anderen Seite mit normalen Schuhen nutzbar sind.

 

Welche Rennradschuhe sind empfehlenswert?

Bei den Rennradschuhen ist es wie beim Schuhkauf im Alltag: Nicht alles, was schön ist, ist bequem. Und: Jeder Fuß ist anders. Die Schmerzen sollten beim Radfahren höchstens von den laktatgeschwängerten Muskeln und nicht von den zu engen Schuhen kommen. Hier gibt es keine andere Lösung als: Anprobieren! Wer schmale Füße hat, kann sich an die italienischen Hersteller wie Sidi oder Gaerne halten, wer eher breite Füße hat (so wie ich) könnte bei Shimano oder Scott fündig werden.

Und jetzt: viel Spaß beim Klicken und Fahren! 🙂


Welche Tipps habt Ihr zum Thema Klickpedale? Auch schon peinliche Umfaller erlebt?

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