Warum Räder Mauern mögen …

Warum Räder Mauern mögen …


weil sie perfekt ins Farbschema passen.


weil Shabby und Chic sich gut vertragen.


weil dort Licht und Schatten spielen.


weil die Steine den Rädern Geschichten zuflüstern.


weil sich´s an Mauern gut flirten lässt.


weil Blau und Weiß sich sowieso lieben.


weil Gutbürgerliches auch mit Rad gut aussieht.



weil ein bisschen Chaos das Leben bunt macht.


weil es manchmal keinen bestimmten Grund braucht.


weil’s Spaß macht, Kreise zu zählen.


weil Pastellfarben jedes Grau freundlich stimmen.


weil jeder weiß: am Ende des Regenbogens steht ein Fahrrad.
😉


Bis bald!
diefahrradfrau

Heidehoftage

Heidehoftage

Während ein Traktor hinter der Pferdekoppel vorbei tuckert und der Hofhund uns mit lautem Gebell begrüßt, betreten wir durch das bemooste Tor den Heidehof. Vor uns der uralte Fachwerkgiebel, neben dem halb geöffneten Dielentor stehen in einem Holzkarren die ersten Kartoffeln zum Verkauf, die Ernte hat gerade begonnen.

Herzhüpferzeit

Herzhüpferzeit

Neulich morgens, beim ersten unverhofften Vogelkonzert des Jahres, tat mein Herz einen dicken Hüpfer. Und seitdem hört es gar nicht mehr auf zu hüpfen, weil rundherum so, so viele kleine, wundervolle Dinge zu sehen, zu hören, zu fühlen und zu bestaunen sind: Frühling. Herzhüpferzeit …

grau – na und?

grau – na und?

Wenn ein Tag von vorne bis hinten nix anderes zu bieten hat als tristes Grau, dann gibt´s mehrere Möglichkeiten:
Man kann Trübsal blasen. – Möööp, find ich doof!
Man kann sich´s zuhause gemütlich machen und auf bunte Zeiten warten. – Naja, dazu braucht´s dann aber womöglich ne ordentliche Portion Geduld …
Man kann losradeln und Farben suchen in all dem Grau. – Jepp, mach ich öfters! Und finde dabei immer irgendwas Buntes – meistens zusammen mit Fahrrädern. Radfahrer mögen es wohl farbig …


Wenn …
sich so eine luftig-bunte Wandmalerei 
nicht mal allerbestens zum Fahrradabstellen eignet!


Graugrau geht natürlich auch,
aber wenn man ganz genau hinguckt …


… ist da doch ein kleiner Farbklecks am Rad.


Nochmal Pink:
Blümchenlenker und Knallfarbenreifen.


Klingelorange –
da macht sich der graue Wandhintergrund ganz gut.


Post? – Egal,
ich nehme den Erdbeersattel …


Nochmal Farbe vor Grauwand:
Dunkelrote Leuchtkraft.


Mal ehrlich:
mit ein bisschen Fahrrad sind auch Graumustermauern schön, oder?


Bis bald!
diefahrradfrau

langsam

langsam

Mit Bedacht habe ich die Überschrift gewählt: langsam. 
Ein Wort, das so harmonisch und wohltuend klingt wie das, was es meint: langsam.
Sag es einmal – ganz langsam – und spüre, wie es sanft über die Zunge gleitet, um dann mit einem weichen „Mmmh…“ auf den Lippen liegen zu bleiben, mit der angenehmen Süße von Zeit. 
Zeit zum Langsamsein.


Langsamsein, im Einklang mit der eigenen, inneren Uhr sein und tun – ist das nicht ein elementares, menschliches Bedürfnis? Eines, dem wir in dieser sich scheinbar immer schneller drehenden Welt viel zu wenig Beachtung schenken, weil es ständig irgendwas zu tun gibt? Langsamsein ist out, alles geht und alles geht schnell. 
Aber spüren wir nicht doch, wenn auch etwas unbestimmt, hin und wieder das Bedürfnis … nach Langsamkeit?


Ist es vielleicht auch manchmal so, dass wir unser Bedürfnis nach etwas weniger Tempo unterdrücken, weil wir es als unpassend oder sogar störend empfinden? Weil wir schnell sein wollen/können/müssen in dieser schnellen Zeit? Langsamkeit ist eher mit negativen Attributen belegt: wer langsam ist, kann nicht mithalten, ist überfordert, gilt als schwach.
Mmmh, ist Langsamkeit tatsächlich eine Schwäche? Ich behaupte jetzt einfach mal das Gegenteil: Langsamkeit ist eine Stärke – auch und gerade in unserer schnelldrehenden Welt!



Bis zu dieser Erkenntnis brauchte es allerdings so einige Fahrradstunden … 
Ich liebe es ja, gemütlich durch die Gegend zu radeln, einfach drauflos und ohne bestimmtes Ziel. Schon oft habe ich davon erzählt, wie schnell(!) ich beim langsamen(!) Herumradeln alle Hektik hinter mir lassen, Ruhe finden und Kraft sammeln kann für den Alltag. Gut so.


Was aber – so ging es mir durch den Kopf – wenn man nicht nur die Kraft aus der Langsamkeit mitnähme in den Alltag, sondern die Langsamkeit selbst? 

Oh, ich kann schon hören, wie nun einige sagen: „Das geht nicht! Der Job, die Termine und überhaupt: wer langsamer wird, kann doch gar nicht mehr alles schaffen!?!“ – Aber genau darum geht´s: Was wollen/können/müssen wir eigentlich „schaffen“? Was packen wir eigentlich alles in unser Leben oder lassen es von außen hineinpacken? Was tun wir und warum? Und wie geht es uns damit?

Schon die Auseinandersetzung mit diesen Fragen macht das Leben langsamer. Und es macht gar nichts, wenn wir durch bewusstes und langsames Tun „gar nicht mehr alles schaffen“, denn das müssen wir gar nicht. 
Die Lösung liegt im Weglassen: durch bewusstes und langsames Tun tritt Unwichtiges und Zeitraubendes in den Hintergrund. Wir entscheiden, wofür wir uns Zeit nehmen – und wofür nicht. 


Was will/kann/muss ich? Jeder wird hier seine eigenen Antworten finden – und mit jeder Antwort auch ein Stückchen mehr sich selbst. Ein stärkeres Selbst, mit Mut zum Langsamsein und daraus wachsender Kraft. 
Meine Antworten finde ich oft draußen, beim gemütlichen Herumradeln in der Natur, die mir in ihrer wunderbaren Gleichmäßigkeit übrigens auch immer wieder bewusst macht, dass die Welt sich ja eigentlich immer gleich schnell dreht. Oder langsam.

*


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Bis bald!
diefahrradfrau

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