Fahrradtour im Münsterland

Fahrradtour im Münsterland

Wir waren mal wieder mit dem WDR unterwegs. Redakteur Christian plante für eine Reihe einen Beitrag über eine schöne Familien-Radtour, und so fuhren am Brückentag nach Fronleichnam fünf Männer aus drei Generationen auf zwei Rädern durch’s westliche Münsterland.

Bakfietsbaby

Bakfietsbaby

Sandra, Julius, Milan, Levi und Jan Steinberg freuen sich über die Geburt von Nico Steinberg
* 15.04.2017 – ab jetzt sind wir zu sechst unterwegs 🙂

Nico auf großer Fahrt

Von den Freuden, Lastenrad-Blogger zu sein

Von den Freuden, Lastenrad-Blogger zu sein

So, jetzt aber! Es ist still geworden im Bakfietsblog, der letzte Beitrag ist von Mitte Dezember und den hat auch noch meine Frau geschrieben – das allerdings meisterhaft. Was ist da los? Ich könnte viele Erklärungsversuche liefern. Zum Beispiel, dass wir bald noch ein Baby bekommen und das sehr spannend ist. Oder, dass ich zu viel „No Man’s Sky“ spiele (ich betreibe eine lukrative Eiweißperlen-Zucht), anstatt zu bloggen.

Alter, wie geil, Michelmobil!

Alter, wie geil, Michelmobil!

von Sandra Steinberg

Drei Tage Berlin mit den beiden Kitakindern und einen Haufen Freunde treffen, das stand auf dem Programm. Bei solchen Aktionen vermisse ich immer wieder unser Transportrad. Für’s eigene Gefühl, eine Stadt selber zu erfahren, für die Kinder zum runterkommen und überhaupt. Ich finde, es gibt nichts schöneres, als durch eine (weitestgehend) fremde Stadt zu fahren, an interessanten Orten (z.B. Kopfstand machenden Bären) kurz anzuhalten und die Pläne spontan zu ändern, den Moment zu genießen und dabei noch selber aktiv zu sein.

Also ganz klarer Fall: ein Mietrad musste her. Google spuckt jetzt nicht unbedingt hilfreiche Tipps für den Verleih von Transportfahrrädern in Berlin aus.

Da hilft es, mit dem Herrn Bakfietsblog verheiratet zu sein, der mir den Kontakt zu Steffen, dem Erfinder des Michelmobils, vermittelt hat und von dem ich heute das wunderschön kompakte und außerordentlich stylishe und dazu noch nigelnagelneue Fahrrad ausleihen durfte.

Steffen übergibt das Michelmobil und stellt noch die Gurte richtig ein. Den Jungs gefällt’s!


Tag 1:

Die erste kleine Tour führte uns über ruhige Straßen zu einem Spielplatz. So konnte ich erstmal in Ruhe das Rad ausprobieren, bevor ich mich in den echten großen Radverkehr begab. Hier fiel auf jeden Fall schon mal die super Wendigkeit sehr positiv auf und auch das Ab- und Anschließen an einen stinknormalen Fahrradständer stellte mich vor kein Problem. Das Michelmobil ist so schön schmal, dass es sogar mühelos durch das kleine Tor zum Spielplatz fahren konnte.

Auch das Fahrgefühl ist super – nix klappert und rattert, selbst auf ziemlich kaputten Straßen oder auf Kopfsteinpflaster. Mit meinen/unseren Münsterfahrrädern undenkbar.

Besonders gut gefällt mir, dass sich der Stauraum für Gepäck (was man halt immer alles so mit sich rumschlört… Snacks, Trinkflaschen, Wickelkram, Ersatzkkamotten etc., in unserem Fall wurde alles in die Freitag Tasche Bob reingestopft) direkt hinter der Kindersitzfläche befindet, sodass man als Fahrerin nicht mal vom Rad Absteigen muss, um in der Tasche rumzukramen, was ich zugegeben recht häufig während der Fahrt mache. Die Tatsache, dass das Michelmobil dreirädrig ist, macht das Ganze noch praktischer, denn man muss weder absteigen, noch das Rad balancieren.

Gewöhnungsbedürftig war für mich zunächst, dass die Kinder so tief sitzen, dass ich sie nur zum Teil sehen kann während der Fahrt. Ich sehe also auch nicht, wer wen zuerst getreten hat, sondern nur, wer wem zuerst den Kopf an den Kopf gedötzt hat. Trotzdem hat man die Kinder durch ein praktisches Sichtfenster im Blick und kann im akuten Hungerfall auch noch Snacks nach vorne reichen, wenn man zum Beispiel gerade an einer Ampel wartet – hier erweist sich wiederum die griffbereite Tasche als außerordentlich praktisch.

Der Fakt des Tiefsitzens hat – mal abgesehen von dem klitzekleinen Nachteil, dass ich nicht erkennen kann, wer wen getreten hat – den enormen Vorteil, dass die Kinder sich problemlos allein ins Rad setzen können. Gerade aktuell ist das von sehr großem Nutzen, da ich nämlich eigentlich keinen über 5 kg hochheben soll.

A propos: Große Bedenken hatte ich zunächst,ob ich das Fahrrad überhaupt zu verkehrstauglicher Geschwindigkeit durch Berlin bewegt bekomme oder ob ich nicht permanent ein Verkehrshindernis darstellen würde, so wie derzeit mit unserem nichtmotorisierten Dreirad in Münster. Aber Jan hatte mir diese Sorge bereits im Vorfeld genommen und sollte recht behalten. Ich kann jetzt zwar nicht behaupten, dass ich irgendjemanden auf dem Radweg überholt hätte. (Dafür war aber auch echt zu wenig los, sonst hätte das bestimmt geklappt 😉 ). Fakt ist, dass ich teilweise so viel Tempo draufhatte (Berlin ist stellenweise ganz schön hügelig, und was man sich mühsam erstrampelt hat, geht irgendwann auch wieder bergab), dass ich abbremsen musste, aus Sorge, sonst aus der Kurve zu fliegen. Das wäre vermutlich gar nicht passiert, dennoch ist es schließlich nicht mein Rad und nach ein paar Kilometern ist das Fahrverhalten ja auch noch nicht 100 % abschätzbar.

Eindeutig Berlin!

Neidische Blicke und erstaunte Kommentare gab es natürlich auch 🙂 Ich bin schon gespannt auf den morgigen Tag! Das Wetter bleibt uns wohlgesonnen und ich freue mich schon auf die große geplante Radtour durch die Hauptstadt. Ich werde berichten. Gute Nacht!

Tag 2:

Heute starteten wir gegen 9:30 Uhr bei strahlendem Sonnenschein unsere große Berlin-Radtour. Im Gepäck heute auch unser Buggy GB Pockit, der exakt neben die Tasche passte (als hätte Steffen vorher ausgemessen, wie breit Freitag und GB Pockit sind)!

Das großartige Staufach des Michelmobil – da geht ordentlich was rein!

Begonnen haben wir am Ostkreuz mit dem ersten Ziel Bergmannkiez. Google und die nette Mitarbeiterin in der Jugendherberge empfahlen uns eine Strecke, die 8 km betrug und angeblich 32 Minuten dauern sollte.

Wir brauchten etwas länger, hatten aber auch ganz schön Gegenwind und auch nach wenigen Metern schon das Problem, dass der Weg plötzlich endete bzw. so schmal wurde, dass wir selbst mit dem Michelmobil nicht mehr durchpassten. Wir mussten also auf die Straße ausweichen, was angesichts des hohen Bordsteins leider eine echte Herausforderung war, da ich das Rad runterheben musste. Zwischendurch ging mir bei den Steigungen ganz schön die Puste aus und ich dachte, ich schaff nicht mal die erste Etappe unserer Tour.

Kleine Pause auf der Elsenbrücke

Hier zu sehen: Berlin. Und das Sichtfenster im Dach des Michelmobil, durch das man die Kinder stets im Blick hat

Mit ein paar kleinen Pausen und sehr langsamem Tempo kamen wir dann aber doch am ersten Ziel an.

Am Ziel

Gegen Mittag traten wir Teil zwei der Route an – diesmal knappe 10 km, vorbei am Brandenburger Tor und einigen anderen Sehenswürdigkeiten.

Gegen Nachmittag erreichten wir wieder den Prenzlauer Berg. Unterwegs hat alles gut geklappt, bis auf die üblichen Tücken, die einem beim Radfahren immer passieren – geparkte Fahrzeuge auf dem Radweg an erster Stelle, zum Teil sehr schmale Streifen, die es nicht erlaubten, dass mich jemand überholen konnte und zum Teil Fahren auf der Straße, was immer ganz besonders viel Aufmerksamkeit erfordert. Alles in allem will ich mich aber nicht beschweren und kann zusammenfassen, dass Michelmobil fahren in Berlin großen Spaß bereitet hat.

Obwohl es wirklich eiskalt war, wollten die Kinder ohne Dach fahren, und aufgrund des schönen sonnigen Wetters konnten wir es jetzt – zum Glück – auch nicht bei Regen testen.

An einem geheimen Ort

Das Dach ist meiner Meinung nach wirklich ganz großartig durchdacht (und handgenäht). Es muss nicht kompliziert verstaut werden, sondern wird je nach Bedarf einfach nach hinten geklappt und mit zwei Verschlüssen befestigt, sodass auch nichts rutschen kann. Es befindet sich auch in einer Höhe, in der die Kinder nicht plötzlich anfangen, daran rumzuspielen. Im Fall von schlechter Witterung ist das Sichtfenster aber immer noch so groß, dass die Kinder gut rausgucken können.

Was ist mir noch aufgefallen? Auch noch schwangerer sollte das Fahren nicht zum Problem werden, da der Abstand zwischen Bauch und Lenker groß genug ist (anders sieht das zum Beispiel beim Gazelle Cabby aus). Bloß dann wäre die Version mit Motor vermutlich auf den etwas hügeligeren Strecken doch bequemer.

Fazit: für eine Familie mit ein bis zwei Kindern in einer einigermaßen flachen Gegend absolut zu empfehlen! Vielen Dank nochmal, dass wir dieses wunderbare Rad testen durften. Es hat uns viel Freude gemacht.

Fahrrad-Weihnachten

Fahrrad-Weihnachten

Huch, da war ja was. Advent, Advent, ein Lichtlein brennt, und wenn das fünfte Lichtlein brennt, hast du Weihnachten verpennt! Damit endlich nicht mehr diese negative Tirade über die Deutsche Bahn zuoberst steht, und vielleicht auch aus Gründen der Stimmung, hier nun ein paar Ideen für das Fest der Liebe der Geschenke:

Ein von Cargoli (@the_cargoli_family) gepostetes Foto am 21. Nov 2016 um 3:47 Uhr

Pünktlich zum Fest hat sich Arne von cargobike.jetzt mit dem Berliner Künstler und Erbauer des großartigen Achtrades Nico Jungel zusammengetan und die Cargoli-Familie geschaffen. Vermutlich rennen die Fahrrad-Fans ihnen bereits die Türen ein und es wird schwer, zu diesem Fest noch eins zu bekommen? Probiert’s aus!

Das Achtrad in Nijmegen

Das nächste Geschenk ist schon an unserem Urban Arrow und an meinem Beixo montiert, pünktlich zum Fest wird noch unser Bellabike dazu kommen, und ich kann wirklich nur sagen: endlich. Wer einmal die Lenkergriffe von Betula Manus in die Hand genommen hat, möchte kein Gummi mehr am Lenker haben. Echte Handschmeichler, die bei Nässe sogar noch griffiger werden.

Ein von @betulamanus gepostetes Foto am 4. Nov 2016 um 5:18 Uhr

Weitere Ideen? Immer her damit, dann kann ich sie hier noch ergänzen.