Allkurradlers Wheeler E-Eagle Speed mit BionX-D (10.000km+)

Allkurradlers Wheeler E-Eagle Speed mit BionX-D (10.000km+)

Allkurradler (#272) ist seit September 2016 dabei. Das richtige S-Pedelec finden – keine einfache Aufgabe! Seine Gedanken dazu und seine zahlreichen im Pedelecforum geposteten Erfahrungen der letzten 13.000km zusammengefasst zum Nachlesen, ein Schweizer Allwetter-Fahrer und sein S-Pedelec.

„Ich habe festgestellt, dass es ein S-Pedelec sein muss! Und der BionX D-Motor macht einfach Spaß!“

Kaufen? Oder doch erst Testen? Der Weg zum Wheeler!

Juni 2015: Mist, ich war spät dran. Ein Arbeitskollege lieh mir kurzerhand sein mit Bosch Motor angetriebenes S-Pedelec. Danach war ich von dieser schnellen Art der Fortbewegung so angetan, dass ich […] nach der schnellsten Route von meinem Wohnort zur Arbeitsstelle suchte – etwa 25km mit 500hm pro Richtung! Mit einem 25er Schnitt sollte das ja in einer Stunde machbar sein – mit einem S-Pedelec eventuell sogar schneller […]!

Der tägliche Arbeitsweg – die Optionen:

  • Auto: in 25-30 Minuten machbar doch ich entschied mich gegen den Zweitwagen
  • Rad – Bahn – Bus – Fußweg: – insgesamt über eine Stunde pro Richtung
  • Inlineskates und Bahn: die Reisezeit war damit noch länger aber etwas Sport hatte ich dann bereits vorher schon getan 😉 jedoch nur im Sommer möglich!
  • Pedelec: ca. eine Stunde, mit dem S-Pedelec noch schneller

Nach einigem lesen im Pedelecforum, war mein Interesse am BionX D-Motor bereits recht gross. Die Möglichkeit mittels Rekuperation einen Teil der Bremsenergie zurückzugewinnen, und dabei noch etwas die Bremsen zu schonen, hat mich sofort interessiert.

Juli 2015 war ich beim Fahrradhändler in meinem Wohnort um mal eine Probefahrt zu machen. Er hatte leider nur ein E-Protron in der 25km/h Version im Laden stehen [..]. Nach ein paar kurzen Steigungen die denjenigen auf meinem Arbeitsweg ähnlich sind, habe ich festgestellt, das es für mich ein S-Pedelec sein muss. Ich war ständig an der 25km/h Abregelgrenze und fand das etwas besch…eiden!

Nun wollte ich das Wheeler E-Eagle Speed probefahren, doch Wheeler hat anscheinend zu wenig davon produziert, denn ich fand in der gesamten Schweiz keines mehr in meiner Rahmengrösse.

Anfang August 2015 ging es zum ersten Mal mit dem S-Pedelec zur Arbeit.
Ich lieh mir für einen Tag ein VEO Sport mit GoSwiss Drive (kleiner lokaler Hersteller im Raum Basel) und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 33km/h benötigte ich nur 44 Minuten bis zur Arbeit, die Zeit fürs Duschen kam noch dazu aber ich war immer noch schneller als mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln.
Auch mit einem Cresta mit Bosch fuhr ich meinen Arbeitsweg in beide Richtungen. An grösseren Steigungen war damit ein gemütlicheres “hochkurbeln” möglich, aber beim Runterschalten ging auch immer der Schwung verloren.

Überraschend hat mir ein langjähriger BionX Fahrer, den ich im Forum kennenlernte, sein E-Eagle Speed für eine ganze Woche geliehen. Hier findest du seinen Langzeit-Test!

Die nächsten Tage konnte ich dann mit dem E-Eagle Speed fahren und spürte das der BionX D noch etwas stärker war als der GoSwissDrive, und vor allem die Bremswirkung der Rekuperation um einiges stärker ist. Ich bevorzuge daher für die kurzen und knackigen Steigungen meines Arbeitswegs den kräftigen D-Motor, der lässt sich mit genügend Eigenleistung recht zügig hochjagen.

Also bestellte ich im November 2015 bei meinem Wheeler Händler im Wohnort ein E-Eagle Speed 2016 und versuchte die Wartezeit mit der Suche nach einer besseren Beleuchtung und anderem nützlichen Zubehör zu überbrücken. Die Entscheidung zwischen

  • Supernova M99 pure oder
  • die BUMM IQ-X

wurde mir abgenommen – die M99 kam schneller auf den Markt.

Es geht los – mit dem E-Eagle Speed zur Arbeit!
Kurz nach meinem 40igsten Geburtstag stand mein Bike beim Händler. Seit Mai 2016 fahre ich jetzt wenn immer möglich mit meinem E-Eagle Speed zur Arbeit.

Zwischendurch musste ich mal darauf verzichten weil eine gebrochene Speiche getauscht werden musste, seit mein Händler das Rad selber neu eingespeicht hat halten die Speichen aber länger.

Bei etwa 4.400km hatte ich einen platten Vorderreifen, da hätte ich besser nicht auf den Pannenschutz von Continental vertraut. Seither habe ich immer Flickzeug und einen Ersatzschlauch dabei.

Nach etwas über 6.900km ist mir das Kettenschloss gerissen als ich Berg voll in die Pedale getreten habe um anzufahren, da hätte ich besser den Motor voll unterstützen lassen. Die Kette war aber noch nicht verschlissen und wurde mit einem neuen Kettenschloss repariert. Kettennietwerkzeug und Ersatzkettenschloss sind jetzt auch immer dabei.

Bei knapp 7.000km habe ich kleine Risse in der Felge vom Hinterrad festgestellt, es dauerte einige Zeit bis mein Händler eine neue Felge und die passenden Speichen hatte (ich wollte etwas stabileres als Original). Leider wurde der Motor nach dem Felgentausch mit zunehmender Temperatur immer lauter und ich dachte schon es geht zu Ende damit.

Nach einigen Besuchen bei meinem Händler tauschte er nochmals die Felge und verbaute eine Original BionX Felge mit seitlich versetzten Speichenlöchern (die DT-Swiss war mittig eingespeicht) und siehe da, keine komischen Geräusche mehr. Es scheint nicht ganz einfach zu sein den BionX Motor richtig einzuspeichen, die Speichen dürfen nicht einseitig auf das Motorgehäuse drücken.

Aber abgesehen von diesen Zwischenfällen macht der D-Motor einfach Spass.

 

In Stufe 3 oder 4 kommt man sehr zügig auf die versprochenen 45km/h und kann die auch gut halten. Natürlich wird es an Steigungen oder bei starkem Gegenwind etwas langsamer, aber immer noch recht zügig.

Die Rekuperation schont vor allem die Bremsbeläge, bei der typischen S-Pedelec Fahrweise in den oberen Unterstützungsstufen ist die Energierückgewinnung nicht sehr gross. Man kann aber mit dem Bike auch sparsamer fahren und wenn man möchte sogar mit vollerem Akku ankommen, als man losgefahren ist.

Ich mache dies nun seit über einer Woche ohne den Akku am Ladegerät zu laden. Und trotzdem ist mein Maximalpuls dabei tiefer als wenn ich in der selben Zeit mit dem motorlosen Rad fahre.

Warum das Wheeler? Es bietet die Möglichkeit, doch mal in 35-40 Minuten zuhause zu sein!

Kurzübersicht:

  • 4.400km Plattfuß
  • 5.000km Pneu hinten (der vordere ist nach 12.500km noch in Ordnung)
  • 6.900km Kette gerissen, neues Kettenschloss verbaut
  • 7.000km Risse in der Felge
  • 7.300km neue Felge hinten wegen kleinen Rissen bei den Speichenlöchern
  • 8.500km Kette und Ritzelpaket getauscht (wollte eine feinere Abstufung, die Ritzel waren noch nicht hinüber)
  • 8.850km hinten neue Bremsbeläge

Melder Allkurradler zeigt in seinem Erfahrungsbericht besonders deutlich, wie schwer es ist, das richtige S-Pedelec für seine Anforderungen und die Strecke zu finden, zwischen den Modellen liegen teilweise Welten – in Sachen Power, Ausstattung und Preis! Auch ein Stromer ST2 hat er kurz getestet, doch aufgrund des aufgerufenen Preises war das gar keine Option.

Vielen Dank für deine Erfahrungen Allkurradler, ich wünsche dir weiterhin allzeit gute Fahrt!

Aktuelle Kilometerstände der BionX Motoren

Weitere 10.000km+ Erfahrungsberichte von (S-)Pedelecs mit Nabenmotor:
Simplon Kagu ERA10 (2014) mit Alber NeoDrive
Eigenbau Fully (2014) mit Puma/MAC


12 Monate Pedelecmonitor – Dank an BlueMagic, LesPaul, Hugo & alle anderen Melder!

12 Monate Pedelecmonitor – Dank an BlueMagic, LesPaul, Hugo & alle anderen Melder!

Es war der 16 November 2016 – spät abends, der Kaufvertrag meines ersten Pedelecs mit dem 5. Motorschaden war grad gewandelt und ich hatte jede Menge Informationen zu Impulse Motorschäden.

Was mache ich nun mit den gesammelten Daten?

Erste Idee, im Forum fragen: „Was haltet ihr von einer Online-Dokumentation?
Prompt kamen Reaktionen: Hier der Link und schaue auf die Antworten.


Ergebnis: Total vernichtendes Urteil und die Motivation dahin.

Zweite Idee, mir doch egal!
GMX Homepage-Baukasten bestellt und schnell eine Homepage gebastelt. Am 26.11.2016 ging die Seite online. Der PedelecBiker bloggte im Dezember positiv über meine Idee und es kamen die ersten 40 Anmeldungen.

Dritte Idee, Homepages sind totaler Mist! Jeder hat heute einen eigenen Blog und postet seinen Senf – gut, mach ich dann auch! Blog, Layout, Flyer, Soziale Medien – das Konzept steht. Die Rekrutierung von neuen Meldern kann angegangen werden. (mehr …)

Nixauto’s Giant Dirt-E +1 mit Yamaha PW (Quick&Dirty)

Nixauto’s Giant Dirt-E +1 mit Yamaha PW (Quick&Dirty)

Nixauto (#153) ist bereits seit April 2017 Melder im Pedelecmonitor. Nach nur 12 Monaten Freizeitnutzung katapultiert er den Kilometerstand seines 2017er Hardtails auf 5.000km und vollendet mit seinem Erfahrungsbericht die Giant Yamaha PW „Quick&Dirty“ Serie von Explore, Quick und Dirt. Vom Kauf über Umbauten bis zur Sache mit dem Motorknarzen – Nixauto schildert positives als auch negatives, die Fotos sind authentisch (das Bike wird nun mal dreckig!).

Das E-MTB ist für mich ein Sport- und Spassgerät, ich nutze es überwiegend in meiner Freizeit auf Forst- und Feldwegen bzw. S0 und S1 Trails.

Zum Fahrrad: Ich habe das Rad im Oktober 2016 bei einem ortsnahen Händler erstanden. Nach ein paar Probefahrten mit verschiedenen Antriebsystemen war mir der Yamaha Motor mit dem 2-fach Kettenblatt im Vergleich zum Bosch Motor sehr viel sympatischer und kam den gewohnten Schaltungen an meinem Rennrad und Trekkingrad am Nächsten. Die Entscheidung zwischen Haibike Sduro oder Giant fiel nach einer Probefahrt. Das Giant Dirt-E gefiel vor allem durch die optisch gute Akkuintegration im Rahmen und die Geometrie passte einfach perfekt.

Die Schaltung schaltet sauber und direkt, der Motor ist quasi sofort da, wenn etwas Druck auf dem Pedal liegt. Das Handling das Rades selber ist straff und sportlich.

Die verbauten Shimano Scheibenbremsen sind kräftig, faden nicht und fangen auch nicht an zu quietschen beim Bremsen, es sei denn der Belag ist schon abgefahren. Für extremen Einsatz mögen die Scheiben etwas zu klein dimensioniert sein, in meinem Einsatzbereich und auch für mein Gewicht ist das aber kein Problem. (Weitere Infos zu den Spezifikationen findest du hier)

Ersatz- und Anbauteile:

  • Nach ein paar schmerzhaften Blessuren auf holprigen und steinigen Waldpisten wurde der Sattel durch einen Ergon SMC3 MTB ersetzt.
  • Später kam noch eine Thudbuster LT dazu.
  • Austausch der originalen Pedale gegen Wellgo Plattform/Klick-Pedale
  • Monatge eines Zefal Schmutzfänger vorn und eines SKS Grand D.A.D. hinten
  • Ein SKS MudX an der Sattelstütze hält neuerdings den gröbsten Dreck vom Motor und dem vorderen Umwerfer ab.
  • Für die Beleuchtung habe ich am Lenker eine Erweiterung montiert, hier findet dann die StVZO konforme Akkuleuchte und eine SunStorm für’s Gelände Platz.

Die Sache mit dem Knarzen: Bei etwa 3.800km begann der Motor mit leichtem Knacken und Mahlen ungewohnte Geräusche von sich zu geben, zunächst eher unauffällig, dann aber immer deutlicher. Das Geräusch trat aber nur auf , wenn der Motor unter Last war, beim Fahren ohne Motorunterstützung war nichts zu hören […].

Es stellte sich heraus, daß Dreck in den Motorsitz eingedrungen war und immer wenn der Motor sich unter Last etwas in seiner Lagerung verwand, kam es zu dem Knarzen. Nach Reinigung des Motorsitzes war das Problem komplett behoben.

Wartung und Verschleißteile:

  • 600km: Bremsbeläge gewechselt (danach immer je nach Bedarf)
  • 1.000km: erste Inspektion
  • 2.000km: Kette gewechselt
  • 3.000km: Hinterreifen gewechselt, die Stollen waren fast weg
  • 4.000km: Kassette gewechselt
  • 4.100km: Reinigung des Motorsitzes
  • 5.000km: Bremsbeläge wechseln steht wieder an (Shimano B01S Resin)

Da ich die Verschleißteile problemlos selber wechseln kann, hält sich er der finanzielle und zeitliche Aufwand für mich in Grenzen. Das Rad wird aber auch ganz anders gefordert, nicht nur durch den Motor, sondern auch durch artgerechten Einsatz.

Im Vergleich zum Trekking oder Rennrad ist der Verschleiß doch um einiges höher.

153_Nixauto_Lebensdauer

Fazit: Die Entscheidung zum Giant Dirt-E +1 war goldrichtig, denn ich hatte noch nie soviel Spass mit einem Rad. Man kann mit einer Leichtigkeit Rampen hochfahren, die motorlos nur Quälerei wären. Sowas wäre ich früher nie gefahren. Das öffnet ganz neue Möglichkeiten und Strecken.

Nixauto habe ich im Pedelecforum gefunden und zum Mitmachen überzeugt. Mit anfänglich unter 2.000km im April hat er kontinuierlich seinen Kilometer pro Monat gesteigert – er ist Freizeit-Radler wohlgemerkt!

Durchschnitt_pro_Monat

Seine Erfahrungen mit den Bremsbelägen, Austausch der Shimano B01S Resin alle 600-800km, decken sich so ziemlich mit denen, die ich mit meinem Focus Hardtail gemacht hatte, man kommt mit dem Tauschen kaum hinterher!

Vielen Dank für deinen Beitrag und die Fotos Nixauto. Allzeit gute Fahrt.


Neue Motorschäden im Oktober 2017

Neue Motorschäden im Oktober 2017

Im Oktober wurden 23 neue Schäden gemeldet. Es handelt sich um die Motoren Bosch Performance, Impulse 2.0, 2,2, EVO, NeoDrive und Puma/MAC. Ganze 17 Schäden fallen dabei auf das Impulse Motoren der Jahre 2015 und 2016, weitere 3 von 2017er Motoren – Erschreckend!

Alle Motorschäden eines Systems kannst du zusammengefasst unter Motoren&Statistik beim jeweiligen System finden.

Bosch Performance

glgeglge (#304) registrierte sein Trekking-Pedelec aufgrund eines Schadens.

  • Nach 3.200km wurde der Motor aufgrund von Knackgeräuschen auf der rechten Seite getauscht. Sein Glück, der Händler/Mechaniker hat das bei der Inspektion festgestellt und den Motortausch im Rahmen der Gewährleistung veranlasst. Vermutlich lag ein Lagerschaden vor.

NeoDrive von Alber (XION)

Matze (#316) habe ich beim Pendeln getroffen und angesprochen. Als Allwetter- und Ganzjahres Fahrer kann er eine enorme Kilometerleistung vorweisen.

  • Während seinen bis dato 17.500km hatte er nur einen Motorschaden nach 3.000km. Die Unterstützung hatte schlagartig ausgesetzt, danach machte der Motor keinen Mux mehr und wurde im Rahmen der Gewährleistung getauscht. Seither verrichtet der zweite Alber zuverlässig seinen Dienst.

20170809_195124.jpg

Impulse2.0

Absolut im Rahmen, also wie gewöhnlich zwischen 2.000 und 4.000km, trat der Schaden am S-Pedelec von aktano_alt (#312) auf.

  • Seine Fehlerbeschreibung „loss of support“ und „knacking noise“ ist ebenso wenig überraschend. Wer hatte noch keinen knackenden Impulse-Motor?
  • Nach 2.500km wurde der Motor im Rahmen der Gewährleistung getauscht. Seitdem arbeitet ein Impulse2.2 als Antriebseinheit – man höre und staune: seit über 5.000km fehlerfrei!

Auch BerlinerS11_alt (#332) hatte sich das mit seinem S-Pedelec anders vorgestellt.

  • Eine Zeit lang gab es laute metallische Geräusche, ich vermute gemeint ist dieses bekannte Quietschen, bis der Motor bei 4.500km Schrott war und nichts mehr ging. Gott sei Dank ein Gewährleistungsfall.
  • Eingebaut wurde ein Impulse2.2 – dazu später mehr.

Wir bleiben in der S-Pedelec Ecke und schauen auf FraSa_alt’s (#326) 2016er Focus.

  • In seiner hügeligen Heimat begann der Motor gleich zu Quietschen. Mit steigender Kilometerzahl immer lauter. Nach 1.500km reklamierte FraSa_alt den Motor und bekam denselben Motor mit neuen Innereien aber im alten Gehäuse zurück.
  • Die Foren sind voll davon, diese Motoren waren eine Katastrophe. Nach nur 1.000km dieselben Symptome.
  • Da der zweite Schaden bereits in 2017 war, gab es die überarbeiteten Impulse2.2 Motoren – Systemwechsel. Produktionsdatum des Impulse2.2 – März 2017.

Eine Leidensgeschichte? Drei oder vier Motoren tauschen lassen? Das ist noch gar nichts! Kommen wir zu Pieter1 (#318) – ein echter Pendler. Er toppt mit seinem Raleigh S-Pedelec alles bisher gewesene!

  • Erster Motor – Leistungsverlust bei 4.000km
  • Zweiter Motor – Leistungsverlust setzt ebenfalls bei 4.000km ein. Nach 8.500km ist kaum noch Unterstützung vorhanden, sodass der Motor getauscht wird.
  • Der dritte Motor hakte bzw. blockierte beim Antreten oder Aufhören zu treten, nach ca. 600km wurde dieser getauscht.
  • Alle weiteren Motoren wurden nun monatlich getauscht, ebenfalls bei ca. 600km. Pieter konnte mir nicht sagen, ob es sich um einen reparierten oder einen neuen Motor handelte. Also nehme ich  die Schäden 4 bis 7 mit ca. 600km an. Übrigens stand das Bike meist eine Woche zu Reparatur beim Händler – eine Katastrophe für jeden Rad-Pendler!
  • Später mehr zu Pieter …

Dann ist da noch Stefan1_alt (#320) und Stefan2 (#321), er ist beim Recherchieren auf den Pedelecmonitor gestoßen und hat gleich seine Erfahrungen seines 2015er Kalkhoffs und des Kalkhoffs seiner Frau gemeldet.

  • Nach nur 2.200km gab es Antriebsaussetzer. Der Motor wurde im Rahmen der Gewährleistung getauscht. Der neue ist ein Impulse2.2 von August 2017.
  • Der Motor seiner Frau hielt überraschende 5.200km durch – Herstellungsdatum war der 11.12.2014. Der neue Motor ist ebenfalls ein Impulse2.2 von August 2017.

Impulse2.2

Nein – der Text ist nicht vom Impulse2.0 kopiert, dennoch wirst du auch hier bekannte Namen finden.

Da war doch BerlinerS11 (#333) mit dem neuen Motor.

  • Nach nur 100km fing der Motor an rumzuspinnen, die Pedale hakten, stoppten und sperrten bei der Fahrt – das klingt nach Sperrklinkenfehler. Genaueres konnte BerlinerS11 nicht in Erfahrung bringen.

Und FraSa (#327) mit seinem Motor vom März 2017?

  • bereits mein 3ter Motor, aktuell habe ich einen 2.2 aus März 2017 laut Aufkleber, leider wieder defekt nach ca. 1000 KM.“ so sein Wortlaut in der Schadensmeldung, die Ursache und die Symptome sind bisher leider unbekannt.

Aber Stefan1’s (#339) Motor wird doch lange halten?!

  • Nach 1.600km gab er sein Bike in die Werkstatt. Der Motor brummte und vibrierte so laut, dass ein Austausch gegen einen anderen Impulse2.2 erfolgte.
  • Da der Motor seiner Frau am gleichen Tag produziert wurde, ist die Frage, wann dieser anfängt zu brummen und zu vibrieren?

ImpulseEVO und EVO RS

Melder Jaidoubleyou (#324) habe ich beim Pendeln kennengelernt – er fährt ein Premium Bike aus dem Hause Derby Cycle und hat ebenfalls einen recht langen Arbeitsweg.

  • Sein erster Motor wurde nach 2.335km getauscht – die genaue Ursache ist leider unbekannt, der Mechaniker meinte im Rahmen der Inspektion, dass der Motor getauscht werden muss.
  • Also neuer Motor, neues Glück. Jaidoubleyou schreibt dazu nach weiteren 567km: „Motor macht plötzlich laute Klackgeräusche . Sind nach Rückwärtstreten (2x) weg . Kommen nach erneuten anfahren aus Stillstand wieder . Bei Nässe reibendes Geräusch.“ Das klingt nach einem zweiten Motortausch!

Be-vinzel (#331) meldete sich nur einige Tage später mit nahezu identischen Kilometerständen.

  • Der erste Motor kam im August raus bei ca. 2.600km.
  • Der zweite Motor hielt nur etwa 800km und wurde im Oktober gewechselt. Leider gibt es (noch) keine weiteren Informationen zu Symptomen oder Ursachen.

Puma/MAC

Westrad.de_1 (#208) hat mittlerweile den zweiten Schaden an seinem Eigenbau Cargo.

  • Fehler 24 tauchte während des Gewährleistungszeitraum auf – ein Steckerproblem? Controller eingeschickt, Stecker neu gecrimpt, Fehler weiterhin vorhanden. Die Puma Nabe musste komplett eingeschickt werden.

Allen Betroffenen wünsche ich, dass die Bikes schnellstmöglich wieder bei Ihren Besitzern sind und dann – allzeit gute Fahrt!


Kilometer im Oktober 2017

Kilometer im Oktober 2017

Die Oktober-Auswertungen basieren auf über 1,8 Mio. Kilometer bzw. 1.100.000 Meilen geballte Erfahrung von euch 336 Meldern!

Die aktualisierten Statistiken der Mittel- und Nabenmotoren kannst du wie gewohnt im Menü unter MOTOREN & STATISTIKEN finden.

2017-10-31_Kilometer_akkumuliertNeben der Erfassung von Schäden und Kilometerständen werden in Zukunft möglichst viele Erfahrungsberichte von Pendlern und Intensivnutzern veröffentlicht. Diesen Monat waren es gleich drei:

  1. StepsFan’s Merida E-Spresso Sport 600EQ mit Shimano Steps
  2. Alasdair’s Giant Quick-E+ (US) with Yamaha PW
  3. E-Bikerunner’s Giant Explore E+0 mit Yamaha PW

Das soll möglichst jeden Monat fortgeführt werden – wir werden sehen?! Im Beitragsbild ist übrigens das Kalkhoff von August2012 (#274) abgebildet, der zwar auch schon den dritten Motor hat, aber mit dem Rest des Pedelecs rund um zufrieden ist.

Auffallend ist, die Melder werden zunehmend international, was aufgrund der Motorproblematik beim Impulse-System zurückzuführen ist. In absehbarer Zeit wird daher ein englischsprachiges Abbild des Pedelecmonitors online gehen – http://www.ebikemonitor.de.

2017-10-31_Verteilung3

An dieser Stelle möchte ich wieder einen Median der gefahrenen Kilometer je Monat angeben. Dieser gibt Ausfschluß darüber, wie die Pedelecs genutzt werden, siehe linke Seite. Dort sind von jedem aktiven Melder die durchschnittlichen monatlichen Fahrleistungen aufsteigend sortiert über dem Prozentsatz aufgetragen.

Wie gewohnt geben gerade die Vielfahrer, also diejenigen, die zwischen 90% und 100% auf dem unteren Schaubild dargestellt sind, nahezu jeden Monat ihren aktuellen Kilometerstand durch.

2017-10-31_Kilometer_pro_Monat

Aus dem Boxplot-Kasten kann außerdem abgelesen werden, dass 50% der Pedelecer zwischen 149 und 444km pro Monat fahren. Der Median, dunkelblaue Linie im hellblauen Kasten, beträgt diesen Monat 259km, d.h. die eine Hälfte fährt mehr und die andere Hälfte weniger als 259km im Monat. Die Werte waren seit Juli 2017 sehr ähnlich und könnten nun das wahre Kundenverhalten in etwa widerspiegeln.

2017-10-31_Verteilung2

Abschließend die Darstellung einer Typ- bzw. Anwendungsunterteilung und der Unterscheidung nach maximaler Geschwindigkeit der angemeldeten Pedelecs. Über 60% der Melder entschieden sich für ein Trekking-Pedelec. Cargos sind wahre Exoten.