Salsa Vaya Custom Gravelbike – Neues Finish, Custom Gabel und Tuning der Gesamtperformance

Salsa Vaya Custom Gravelbike – Neues Finish, Custom Gabel und Tuning der Gesamtperformance

Winterzeit ist Tuningzeit! Zumindest läßt mir die kalte Jahreszeit viel Raum für das Überdenken und die Umsetzung von Projekten an meinen Bikes.

Mein Salsa Vaya hatte während und nach dem ersten halben Jahr unter meinen Fittichen schon einige kleine Tuningmaßnahmen erhalten. Bedeutet aber nicht, daß diese Teile auch so performen wie gewünscht, auch wenn ich derzeit der Meinung war das alles so funzt wie es soll. Zu verbessern gibt es immer irgend etwas.

OUASI OUT bekommt ein eigenes Logo

OUASI OUT bekommt ein eigenes Logo

OUASI OUT endlich mit eigenem Logo

Als ich QUASI OUTim August 2014 ins Leben gerufen habe, hatte ich mir überhaupt keine Gedanken darüber gemacht, ob ich die Lust am schreiben behalte und den Blog am Leben erhalten werde. Mein  Layout war Standard, die Kategorien hatte ich einfach mal so zusammengebaut und das Header-Image war irgendwo aus der weiten WWW-Welt. An ein Logo hatte ich zu der Zeit noch gar nicht gedacht.
Tja und nun bin ich schon im dritten Jahr und blogge immer noch. Über diese Zeit haben sich auch meine Ansprüche geändert und der Wunsch nach einem eigenen Logo immer mehr intensiviert.  

Es war Zeit für mein eigenes Logo!

Auf den ersten Blick sollten sofort der Bezug zum Fahrrad in Verbindung mit dem Draußen, aber auch mein Blog Name zu erkennen sein. Beides miteinander über den (hoffentlich) zeitlosen Antrieb eines Fahrrades zu integrieren, bot sich irgendwie an. Nun mußte der Entwurf vom noch vom Papier aufs Desktop, wofür mir dann doch etwas das Feingefühl fehlte.
 

Das Gute liegt oft so nahe und ohne die Unterstützung bei der Umsetzung durch mein Bikepacking-Buddy Carsten aka Litemountaingear wäre mein Logo wohl nicht so geworden, wie es jetzt ist und das gefällt mir verdammt gut. Für ihn als Creativ Art Director nur ein paar Fingerübungen, aber für mich ist es eben viel mehr. Auf diesem Weg noch mal ein dickes Danke an dich Großer!

Bis auf das neue Logo bleibt also erst mal alles beim alten und das Bikepacking ist ja sowieso klar. Aber mal sehen, was die Zukunft noch so bringen wird

In dem Sinne weiterhin viel Spaß beim lesen meiner Blog Artikel rund um das Thema Bikepacking hier auf QUASI OUT  :-  )

OsMoDroid GPS-Tracker & OsmAnd-Navigations App im Test – Kostenfreies Tracking per Smartphone

OsMoDroid GPS-Tracker & OsmAnd-Navigations App im Test – Kostenfreies Tracking per Smartphone

OsMoDroid Tracking
Am bekanntesten ist wohl das Tracking mit Geräten von SPOT über die Trackleaders Plattform. Auf langen Reisen in unbekannte Länder und autarken Touren durch sehr abgelegene Gegenden oder generell unsicherer politischer Situation hat der SPOT mit seiner SOS-Funktion absolut seine Berechtigung. Das Tracking und der SOS-Notruf funktionieren über Satelliten und ohne Internetverbindung, was das SPOT-Tracking an nahezu jedem Ort weltweit funktionieren läßt.

Leider sind die Geräte von SPOT nicht gerade günstig. Die Kosten des Gerätes über die Jahre der Nutzung würden sich auf solchen Touren zur eigenen „Sicherheit“ und um ein regelmäßiges Lebenszeichen an Freunde und Familie auch ohne Internet-Verbindung von unterwegs geben zu können, wieder amortisieren. Um den Service nutzen zu können muß man zusätzlich einen Servicevertrag abschließen wofür sich die jährlichen Kosten für die Basisversion auf 164€ belaufen. Wie schon erwähnt, bei langen Reisen ins Ausland ist das SPOT-Tracking mit SOS-Notruf Möglichkeit mit einem gewissen „Sicherheitsbedürfnis“ nach eigenem Ermessen geläufig, aber eben nicht günstig. Nebenbei kann man den Verlauf der eigenen Strecke online zur Verfügung stellen und sich „verfolgen“ oder schöner gesagt online begleiten lassen, was der Unterhaltung der daheim Gebliebenen oder dem Abgleich der momentanen Position bei Gruppen-Events dient.

Wenn man das Tracking per SPOT für solche Events wie Bikepacking, Self-support Adventures, Trekking, Running oder Outdoor-Aktivitäten generell ein paar oder gar nur einmal im Jahr nutzen möchte, sind die jährlichen Service-Kosten neben dem Kaufpreis für das Gerät an sich ein Haufen Holz!

Eine Alternative wäre noch die Miete eines SPOT über einen gewünschten Zeitraum, worüber man sich mit dem Geräte und Service über Trackleaders schon mal vertraut machen kann, aber günstig ist das eben auch nicht. Bei meiner Mietanfrage über 12 Tage haben sich so für den SPOT Gen3 incl. Basis-Tracking 68€ zzgl. 150€ Kaution ergeben. Die Summe muß man vorab überweisen, damit der Mietvertrag zustande kommt. Auch wenn die Kaution nach der Rücksendung des Gerätes wieder erstattet wird, sind so erst mal ~220€ weg! 

Nicht jeder kann oder möchte so viel Kohle für ein Event-Tracking ausgeben.

Da mein Bikepacking Buddy Carsten aka LITEMOUNTAINGEAR und ich dieses Jahr an der Candy B. Graveller teilnehmen und ich bei weiteren Bikepacking-Abenteuerfahrten wie der Trans Germany und event. auch dem Harzer Roller 2017 dabei bin, haben wir uns nach Alternativen zum SPOT umgesehen weil bei diesen Events bzgl. Tracking noch nichts in trockenen Tüchern ist.

Als eine Möglichkeit und kostenlose Alternative für solche Events sind wir auf das kostenlose Tracking über die OsMoDroid GPS-Tracker App per Smartphone gestoßen. Voraussetzung dafür ist allerdings – im Vergleich zum SPOT-Tracking – eine bestenfalls bestehende Internetverbindung, was mit der weitestgehenden Netzabdeckung und dem Tracking in Deutschland kein Problem darstellen sollte.

Inhalt: 

 

OsMoDroid GPS-Tracker App

  • Installation und Funktionen
  • Gruppen
  • SOS-Funktion


Desktop Anmeldung und Funktionen

OsmAnd Navi App

Akkuverbrauch

 

Ungereimtheiten

  • OsMoDroid
  • Desktop Einstellungen
  • OsmAnd 


Akkuverbrauch

Zusammenfassung


Vorweg und zum Abgleich mal mein verwendetes Smartphone, da es je nach Hersteller, Modell und Software zu Abweichungen bei der Darstellung, Geschwindigkeit und Laufzeit durch die verwendete Hardware kommen kann. Hier habe ich natürlich keine Vergleichswerte und meine Ergebnisse sollten nur als Annäherungswerte betrachtet werden.

Zur Zeit nutze ich ein Samsung Galaxy S5 Mini (SM-G800F) mit 1,6GB RAM, 2100mAh Akku und aktuellem Android 6.0.1 Marshmallow. Mit dem Smartphone habe ich für diesen Test auch sämtliche Daten gesammelt. Für eine angenehmere Ansicht bei meinem Blog Layout habe ich die meißten Screenshots im Querformat aufgenommen. Also los gehts!


OsMoDroid GPS-Tracker App

 

Installation und Funktionen

 

Ansicht beim öffnen der App
Der OsMoDroid GPS-Tracker ist als App für Android und iOS erhältlich. Unmittelbar nach dem Download ist der Tracker auch schon einsatzbereit. Für das Tracking ist keine weitere Anmeldung oder Registrierung nötig. Nur noch das GPS einschalten und nach dem Fix ist die App dann offiziell bereit zu tracken.

Nun werden sich einige fragen, warum mein Nick „Quasi Nitro“ in der App zu sehen ist – man muß sich nicht registrieren, kann es aber um zusätzliche Funktionen nutzen zu können. Das beinhaltet z.B. auch die Vergabe einer Geräte gebundenen TrackerID weswegen ich meine geschwärzt habe. Daher erfolgt meine weitere Dokumentation als registriertes Mitglied. Zu den erweiterten Funktionen nach der Registrierung komme ich dann weiter unten.

Über das Skin ohne Registrierung kann ich so nichts sagen, aber vermutlich ist dann eben kein Nick zu sehen…

Link zur Karte nach dem Start

Nachdem man nun das Tracking mit „Start“ begonnen hat, erscheint ein Link zur Online-OSM-Karte, was je nach Stärke des Mobilfunknetzes schon mal ein paar Sekunden dauern kann. Den Link kann man nun zum einen über das Teilen Icon auf verschiedenen Netzwerken weitergeben.


Kartenansicht im Smartphone Browser

Zum anderen öffnet sich nach dem Antippen des Link über den Browser die OSM-Seite mit der Karte. Hier stehen der Kartentyp zur Auswahl und  sämtliche Infos zur eigenen Position zur Verfügung. Die Karte kann per pinch to zoom auf die gewünschte Größe gebracht werden.


Anmeldung als Option
Eingeloggt!
Wenn man sich wie in meinem Fall schon registriert hat, kann man das Menü im Browser öffnen und auf der Website anmelden.


OSM Startbildschirm nach erfolgreichem Login

Nun ist auch der eigene Nick sichtbar, worüber man direkt zu den Settings gelangt. Genauso würde man sich auch über den Browser am Laptop anmelden, aber Achtung!!!

Hierbei unbedingt darauf achten, daß die Registrierung NUR direkt über die OsMoDroid App funktioniert und NICHT über den Browser per Laptop!


Ein seltsames Registrierung-Prozedere, was mich am Anfang fast zur Verzweiflung gebracht hat, aber so funktioniert die Anmeldung nun reibungslos. Auf die Desktop-Anmeldung gehe ich weiter unten noch mal ein. Nun erst mal wieder zurück zur App ⇛


Besucheransicht

Auf dem Laptop aus sieht es der Besucher dann so, wenn er dem geteiltem Link folgt um den „Tracker“ bei seiner Reise online zu begleiten.


Kartenansicht direkt aus OsMoDroid heraus

Während des Tracking kann man im Menü (links oben neben dem OsMoDroid Logo) verschiedene Informationen abrufen. Ich führe hier nur mal zwei Funktionen an, welche für mich während des Tracking nützlich erschienen. Hin und wieder habe ich die Kartenansicht aufgerufen um die eigene Position zu kontrollieren. Diese Karte startet allerdings direkt aus der App und nicht wie über den Link im Browser.


Menü 1
Menü 2

Im Menü ist nach Bedarf noch einiges mehr an Infos  abrufbar und auch ganz hilfreich.


Tracking Statistik

Per Statistik habe ich mir gerne mal schnell einen Überblick von sämtlichen Tracking-Daten gemacht.


Track speichern

Wenn man am Ziel angekommen ist, wird das Tracking per „Stoppen“ beendet und der Track über „Ok“ im Smartphone gespeichert. Gleichzeitig wird der Track auf dem Server im Account abgelegt.


gespeicherte Tracks
Anzeigeoptionen

Die abgelegten Tracks im Telefonspeicher können über das Menü aufgerufen werden. Bei gesetztem Haken für den gewünschten Track und nachträglichem antippen kann man zwischen Kartenansicht, Statistik oder Löschen wählen.


Zusammenfassung
Track Übersicht

Hier erhält man nochmal eine Zusammenfassung der Tourdaten oder dem kompletten Track auf der Karte.


Online Ansicht nach Beendigung des Tracking

Wenn man das Tracking beendet hat und den geteilten Link nochmals selbst oder eben der „Verfolger“ aufruft, wird die Tour bzw. der Trackingverlauf in der Kartenansicht zusammenfassend gezeigt und als beendet gekennzeichnet.



Gruppen


Gruppenauflistung

Für Solo-Touren reicht das Tracking wie oben beschrieben völlig aus. Möchte man bei Events mehrere Teilnehmer und deren Position dabei tracken, kann man hierzu Gruppen anlegen. Ich habe dafür mal exemplarisch zwei Gruppen „Drei-Gleichen“ / „Trans Germany 2017“ und Carsten die „Candy B. Graveller“ angelegt – rein zu Testzwecken, klaro ;- )


Beispiel Gruppenansicht mit LITEMOUNTAINGEAR und mir aka Quasi Nitro

Eine Gruppe kann man direkt in der App anlegen und die Links dazu an die Teilnehmer versenden. Nachdem die einzelnen Teilnehmer der Gruppe, per App oder nach Registrierung auch online beigetreten sind, kann man diese nun in der Karte sehen. Hier können untereinander kurze Nachrichten per Chat unter „Benachrichtigungen“ in der App ausgetauscht werden. Positionen, Treffpunkte, Cache bis hin zum Smalltalk sind darüber möglich.



SOS-Funktion


Notruf – bei SOS Betätigung roter Bildschirm!

Das Absetzen eines Notrufes per „SOS“ Button ist so im Notfall über die Benachrichtigungsfunktion auch möglich, aber eben nur bei bestehender Internetverbindung. Über die „Familie“ Funktion ist es so vorgesehen, daß hier sämtliche Mitglieder mit ihren Smartphones gelistet sind und in einer Notsituation beim betätigen des „SOS“ Button eine Vollbildnachricht mit einem Ton erhalten. Per Fernbedienung läßt sich zusätzlich auf die Smartphones der „Familie“ zugreifen, wozu ich weiter unten noch mal kurz eingehe. Auch wenn die Netzabdeckung in Deutschland größtenteils vorhanden ist, sollte man sich auf den Notruf im Bedarfsfall nicht ausschließlich verlassen und es ehr als zusätzliche Option sehen.



Desktop Anmeldung und Funktionen



Desktop Ansicht

Wie aus der App heraus, kommt man auch über die Anmeldung per  Desktop auf die OSM-Seite.


Desktop Ansicht mit Link zum aktuellen Tracking

Schlicht gehalten, aber ausreichend informativ. Bei aktivem Tracking erscheint im oberen Bereich der selbe Link wie in der App nach dem Start. Über diesen kommt man wieder zur Karte wie über den Browser im Smartphone. Quasi alles schon bekannt, aber am Desktop etwas übersichtlicher und komfortabler, weil eben größer.


Desktop Ansicht Gruppenübersicht & Trips

Darunter sind die Gruppen gelistet, welche man selbst erstellt oder beigetreten ist. Über das Häkchen kann man die eigene Sichtbarkeit in der Gruppe zulassen oder verbergen.

Als nächstes erscheinen immer die letzten 6 Trips, von welchen sich zwar die GPX-Tracks downloaden, aber die Trips selber nicht löschen lassen. Diese rutschen bis zu einer definierten Anzahl nach, welche ich noch nicht heraus gefunden habe und werden dann scheinbar selbstständig gelöscht…


Familie – Fernbedienungs Option

In den Settings ist das verwendete Smartphone gelistet. Einmal als Standard und nochmals komplett fernbedienbar. Aber was bedeutet fernbedienbar?

Diese Frage habe ich mir auch gestellt und über das Ausprobieren bin ich darauf gekommen; man kann sämtliche aufgelistete Funktionen fern steuern. Diese Funktion soll der Überwachung oder Beobachtung von Familien-Mitgliedern dienen.


Der „Große Bruder“ macht mir hier wirklich etwas Angst. Sollte jemand den Account knacken oder einfach nur mein Passwort beim Login abfangen, wäre die totale Kontrolle über meine Daten auf dem Smartphone und noch viel mehr wahrscheinlich nur eine Fingerübung. Zum Glück läßt sich die für mich fragwürdige Funktion löschen, was ich nach dem Testzeitraum und nun besserem Gefühl auch getan habe.

Der komplette Funktionsumfang der App wird auf der Entwicklerseite von OsMoDroid nochmal ausführlich beleuchtet.



OsmAnd Navi App

 

OsmAnd Navigation

Dem ersten Anschein nach ist OsmAnd eine Navi-App unter vielen. Hier verbirgt isch aber noch ein feines Gimmick in Verbindung mit dem Tracking.


Navigation und Tracking im Zusammenspiel

Mit dieser App läßt es sich nicht nur über die hervorragenden OSM-Karten navigieren, sondern hier wird gleichzeitig OsMoDroid bei gestartetem Tracking eingebunden. Dabei ist eine Registrierung nicht vorgesehen, aber bei eingeloggtem OsMoDroid erkennt das OsmAnd und der Nick wird angezeigt. Per GPX-Button startet man die Aufzeichnung der Tour und kann sich die Position natürlich auch ohne die den Start des Tracking anzeigen lassen und über die Karte orientieren.


Notwendige Plugins

Empfehlenswert ist es, sich vorher die Plugins Online-Karten, Streckenaufzeichnung und OpenStreetMap Überwachung zu aktivieren, damit man die o.ä. Funktion auch nutzen kann.


OsMo Dienst
Datenübertragung

Danach sollten zum einen die OsMo-Dienst und zum anderen das Übertragen der Position eingeschaltet werden, damit OsmAnd die Position und das Tracking in der Karte anzeigen kann. Das kann wieder einige Sekunden dauern, bis die Verbindung zum Server hergestellt ist und der Reiter Übertragung der Position erscheint.


Anmeldung über OsmAnd
Gruppen

Direkt aus der App heraus ist es hier möglich sich bei OSMoDroid anzumelden. So hat man über OsmAnd auf das Tracking und die Navigation zugriff, was das Handling deutlich vereinfacht. Hier kann man wieder auf die Gruppen zugreifen, beitreten, Sichtbarkeit zulassen usw.. Die Ansicht ist etwas anders wie über OsMoDroid oder per Desktop, aber letztendlich erfolgt der Zugriff immer über den selben Server auf den eigenen Account. D

Die OSM-Karten selbst funktionieren über die App zwar offline, aber die OsMDroid-Trackingfunktion  wie gehabt nicht ohne Internetverbindung. Damit beim Start der App automatisch eine Verbindung mit OsMoDroid  aufgebaut wird und man zusätzlich Infos über die Tracking-Gruppen erhalten möchte, sollten all diese Häkchen gesetzt sein.


Natürlich ist der Funktionsumfang der App deutlich größer, aber ich habe hier nur mal die wichtigsten Funktionen erwähnt, welche für die Konnektivität  beider Apps notwendig sind.


Track speichern

Nach dem ganzen Einstellungslatein wieder zurück zur eigentlichen Navigation bzw. dem Tracking. Beim beenden der Tour wird die Aufzeichnung über den GPX-Button wieder beendet. Über Track jetzt speichern wird der Track als GPX-Datei auf der Speicherkarte abgelegt.



Speicher-Ordner
Ordner nach Wahl

Hier kann man den vordefinierten Ordner verwenden oder einen eigenen auswählen. Jedenfalls sollte man sich den Ordner merken, um später auf den Track zurück greifen zu können, da es aus der App heraus nicht funktioniert. Umständliche Lösung!



gespeicherte Tracks unter OsMoDroid abgelegt
Verwirrender Weise werden die Tracks unter OsMoDroid im Gerätespeicher oder je nach Einstellung auf der SD-Karte abgelegt. Wenn man den Ordner ausfindig gemacht hat, kann man sich die Tracks in OsmAnd, direkt aus OsMoDroid oder einer anderen Navi-App anzeigen lassen und in Netzwerken oder mit Kontakten teilen.



Die kostenlosen Version von OsmAnd  beinhaltet bis zu 7 Kartendownloads für die offline Navigation. Nach dem Download und der Installation wird bei eingeschaltetem GPS der eigene Standort ermittelt und eine Karte für das Bundesland vorgeschlagen, welche man nur noch downloaden braucht. Alles ziemlich intuitiv und in kurzer Zeit hat man eine stimmige Navi-App mit den Klasse OSM-Karten zur Hand. Allerdings sind nach dem 7. Kartendownload Gebühren fällig und für 1,79€ im Monats-Abo stehen einem immer aktuell sämtliche Karten weltweit zur Verfügung. Wer die App oft an verschiedenen Orten auf unserem Planeten verwenden möchte, bekommt hier eine doch recht günstige Möglichkeit, sehr detailliertes Kartenmaterial auf dem neusten Stand nutzen zu können.




Akkuverbrauch 

 

Akkuverbrauch ist nicht ohne!

Da die stetige Satellitensuche und Verbindung zum Server ordentlich Akku kosten ist die Achillessehne der Apps. Ich hab mal die Verbräuche mit unterschiedlich vielen und gleichzeitig laufenden Apps ermittelt. Das sind natürlich nur Annäherungswerte da mein Akku schon knapp zwei Jahre runter hat. Ein Smartphone mit größerem und neuem Akku kann deutlich längere Laufzeiten möglich machen.

Hier nun mal meine so ermittelten Stundenverbräuche:

  • GPS, OsMoDroid, OsmAnd, Strava ca. 17,5% / h
  • GPS, OsMoDroid, Strava ca. 15% / h
  • Strava ca. 10% / h


Bei meinen Tagestouren lasse ich Strava immer mitlaufen, was man theoretisch raus rechnen könnte. In der Praxis ist der Akkuverbrauch nur für das Tracking doch etwas höher. Während des Tracking habe ich auch einige Screenshots gemacht, die Apps kontrolliert und mal zwei Fotos geknipst. Das kostet natürlich auch Strom. Daher würde ich den Akkuverbrauch für das reine Tracking mit eingeschaltetem GPS und der OsMoDroid App auf 10%-15%/h – je nach Akkuzustand – einschätzen.

Schön gerechnet kommt man somit über einen 10 Stundentag auf dem Rad. Da das Smartphone nebenbei noch für diverse andere Anwendungen genutzt wird, ist diese Laufzeit praktisch nicht zu erreichen.

Daher ist für das Tracking über längere Zeit eine externe Stromversorgung unerläßlich. Ein paar Tage würde man mit Ersatzakkus oder einer entsprechend starker Powerbank die Stromversorgung aufrecht erhalten können, aber am unkompliziertesten sehe ich die Stromzufuhr über einen Nabendynamo in Verbindung mit einem Ladeadapter.



Ungereimtheiten

 

OsMoDroid

 

Nach dem Tracking-Start von OsMoDroid habe ich die ersten Minuten minütlich eine Nachricht über jeden gesetzten Tracking Punkt erhalten. Im Laufe der Touren und in weniger gut abgedeckten Mobilfunkgebieten kamen die Benachrichtigungen teilweise in größeren Abständen, da offensichtlich nur eine schlechte oder keine Verbindung zum Server möglich war. Wie man diese Benachrichtigung abschalten oder die Intervalle vergrößern kann, habe ich bisher noch nicht raus gefunden. Meine Vermutung lag bei den Zeiten GPS-Aktualisierungseinstellungen, aber die Änderung der Zeiten brachte auch keine spürbare Abhilfe. Scheinbar wird über die Anzahl der Benachrichtungen auch der Arbeitsspeicher immer voller und das Smartphone in der gesamten Nutzung träger. So zumindest bei meinem Samsung Galaxy S5 Mini was schon einmal einen Absturz des Gerätes zur Folge hatte.


Desktop Einstellungen


Hier wäre es wünschenswert, wenn man die ungenutzten Trips in der Übersicht händisch löschen könnte. Gerade anfangs probiert man viel mit OsMoDroid aus und die unbrauchbaren Tracking-Schnipsel sind dann auch der Reihe nach unter Trips gelistet. Sicher Geschmackssache, aber der aufgeräumten Übersicht durchaus zuträglich.


OsmAnd


Der Aufruf der gespeicherten Tracks über die Ordnerstruktur im Smartphone ist umständlich gelößt. Hier wäre ein direkter Zugriff der über die App wesentlich komfortabler und vor allem schneller.



Unterm Strich


Für das Tracking bei ausreichender Mobilfunkabdeckung kann OsmoDroid eine Alternative zum SPOT sein. Der große Vorteil ist die völlig kostenfreie Nutzung! Man braucht kein zusätzliches Gerät kaufen, kann das vorhandene Smartphone nutzen und es entstehen keine Servicegebühren für das Online-Tracking. Da die meißten unter uns sowieso eine Flatrate vom Mobilfunkanbieter nutzen, entstehen durch den zusätzlichen Datenverkehr auch keine Kosten.

Das Menü ist teilweise etwas diffizil und die einzelnen Einstellungen gerade in den Unterfunktionen in ihrer Funktionsweise für mich nicht durchweg ganz klar. Davon abgesehen hat das Tracking ansich ohne Probleme funktioniert. Über den geteilten Link stimmte meine Position auf der Karte meißt sehr genau mit meiner tatsächlichen Position überein. Das hängt natürlich immer mit der momentanen Mobilfunkabdeckung zusammen. Bei schlechterem Netz wird der nächste Tracking-Punkt erst gesetzt, wenn die Verbindung zum Server wieder vorhanden ist.


Die Navigation über OsmAnd mit den detaillierten OSM-Karten bietet die Möglichkeit das Tracking über OsMoDroid direkt einzubinden und ist dabei (für die ersten 7 Karten Downloads) ebenfalls kostenlos. Man kann so das Tracking direkt aus der App heraus starten und spart sich das switchen zwischen zwei Apps. Für das aktuelle navigieren nicht von Belangen, aber das umständliche Abrufen der gespeicherten Tracks über die Ordnerstruktur des Smartphones gefällt mir nicht. Daher habe ich mich auch nicht tief gehend mit dem kompletten Funktionsumfang beschäftigt, da OsmAnd nur eine zusätzliche Option darstellt und für das ausschließliche Tracking nicht notwendig ist.

Wahrscheinlich bin ich über die Jahre auch schon zu sehr an das komfortable Navigieren mit Locus Map Pro gewöhnt, wobei ich erst mal bleibe. Die Tracks kann ich dort direkt importieren und aus der App heraus aufrufen, vielfältig teilen oder direkt auf Strava hoch laden. Die Karten von OSM nutze ich hier ebenfalls, was für mich definitiv das bessere Gesamtpaket für die Navigation darstellt, aber dafür halt nicht kostenlos ist.

Die Crux der App(s) ist der doch recht hohe Stromverbrauch. Per Powerbank oder Ersatzakku(s) könnte man so ein paar Tage überbrücken. Für das Tracking bei längeren Touren ist die Stromversorgung über einen Nabendynamo und leistungsstarkem Ladeadapter wie dem Forumslader sinnvoll. 

Die Dokumentation über sämtliche Einstellung der Apps mit ihren daraus resultierenden Funktionen und Messergebnissen sind nach meinem Verständnis dafür entstanden. Also bitte nicht darauf fest nageln, wenn ich einige Funktionen unvollständig beleuchtet oder übersehen habe. In dem Fall würde ich mich über hilfreiche Kommentare freuen, aber ihr könnt natürlich auch einfach so eure Meinung hinterlassen ;-  )

Ob und in wieweit ich (wir) OsMoDroid für das Tracking bei den kommenden Events einsetze(n), steht noch nicht fest. Ich möchte hier einfach mal zeigen, daß das Tracking nicht immer etwas kosten muß. Wenn eine Mobilfunkverbindung mit ausreichende Abdeckung und Flatrate vorhanden sind, sollte es auch in jedem Land funktionieren…

Wildcat Gear Tiger im Test – Ein Drybag Halter fürs Bikepacking-Heck Made in UK

Wildcat Gear Tiger im Test – Ein Drybag Halter fürs Bikepacking-Heck Made in UK

Wildcat Gear Tiger mit Alpkit Airlok 13L Drybag an Thomson Elite Setback
Der Seat Bag hinter dem Sitzbereich ist eines der typischen Erkennungsmerkmale des Bikepacking. Er ergänzt den Frame Bag im Rahmen, die Sweetroll am Cockpit und ist schlichtweg aus der Bikepacking-Luggage nicht mehr weg zu denken.


Wie bei meinem Leopard Full Custom Frame Bag habe ich auf Stuff von der „Insel“ gesetzt und mich für Wildcat Gear entschieden. Deren guter Ruf und das umfangreiche Angebot sämtlicher Bikepacking Bags hatten mich neugierig gemacht. Zudem gibt es den Wildcat Gear Tiger im Bundle wobei man auch noch mal nen Taler sparen kann, wenn man sowieso diverse Bags & Parts kaufen wollte. Also ist es bei mir auch ein Bundle geworden, welches nur ein Grund für den Tiger war, denn dieser ist genau genommen nur eine „Halterung“ für einen Drybag. Dieser kann so einfach heraus genommen und wieder eingesetzt werden, womit das nervige dran gurten und kletten an Sattel und Stütze, wie bei einem kompletten Seatbag, entfällt. Aber dazu nun mehr in meinem Testbericht.


Wildcat Gear Tiger


Tiger ohne Drybag

 

Varianten


Als ich meinen Wildcat Gear Tiger Anfang 2016 bestellte, konnte ich zwischen zwei Größen wählen. Zur Auswahl standen Small für 3-5L und Medium für 5-8L Drybags. Mittlerer Weile haben die verschiedenen Größen des Tiger eigene Modellbezeichnungen erhalten. Den Tiger Drover für 5-10 L und der Tiger Wayfahrer für 3-6L Drybags. So kann man je nach Platzbedarf und paßenden Drybags die notwendige Größe wählen. Mein „Ur“-Tiger für 5-8L Drybags liegt in seiner Größe irgendwo dazwischen.

Tiger mit Drybag

Wie eingangs schon erwähnt ist der Wildcat Gear Tiger (Drover o. Wayfahrer) ein Drybag-Halter für das Bikepacking-Heck und kein kompletter Seat Bag. Daher braucht man zusätzlich noch einen separaten, möglichst paßgenauen und bestenfalls wasserdichten Packsack zur Komplettierung. Die sinnvollere Lösung ist ein wasserdichter Drybag wie ich ihn benutze. Wildcat Gear selbst bietet dafür verschiedene Packsäcke an, wobei sich der Wildcat Gear Tapered Drybag oder Exped Fold Drybag a.G. der schmal zulaufenden Form am besten eigenen sollten und auch für die Nutzung im Tiger von Wildcat Gear empfohlen werden. Selbst habe ich die Packsäcke nicht ausprobiert, da diese zu der Zeit meiner Bestellung noch nicht verfügbar waren.

Schutz der Ausrüstung und Bikerhinterteil durch wasserdichten Drybag

Eine Alternative hatte ich derzeit mit einem Alpkit Arlok 13L Tapered dry Bag gefunden, welcher mit seiner Form sehr gut in den Tiger paßt.


Material und Ausstattung


Wildcat Gear Tiger Rundumansichten

Wildcat Gear Tiger ausgebreitet und Ansicht von hinten

Die Farbe ist nach wie vor geblieben und beide Tiger Modelle sind ausschließlich in Schwarz erhältlich. Das Hauptmaterial des Tiger besteht großteils aus Dimension-Polyant X-Pac VX21, wobei die Oberseite mit Ballistc-Nylon überzogen ist. Bis auf die Seitenteile hat der Tiger gepolsterte Einlagen und gleichzeitig etwas aussteifende Einlagen über die gesamten Flächen. Dazu gesellen sich noch klassisches Klettverschlüsse, Gurtmaterial, Steckschließen und die breite Klettverschlußlasche an der Sattelstütze aus beidseitig beschichtetem TPU-Nylon welches auch als LKW-Planen Material bekannt ist.


Lieferumfang

Tiger Montageanleitung


Im Lieferumfang befindet sich neben dem Tiger eine sehr gut bebilderte Montageanleitung zur Befestigung des Seatbag an Sattelgestell -und Stütze. Das ist für die erst Montage auch wirklich nötig, denn das Gewirr an Gurten und  gerade der Gurtverlauf um das Sattelgestell erschließt sich nicht gleich auf Anhieb. Die Anleitung vereinfacht die Erstmontage ungemein und bekommt definitiv schon mal einen Daumen nach oben von mir!

Montage

Geöffnete Klettverschlußlasche


Hier hat sich Wildcat Gear wirklich Gedanken gemacht. Es hat sich für mich bewährt, den Tiger per Klettverschlußlasche zuerst um die Stütze grob zu fixieren.

Sattelstützenbefestigung im Detail


Die breite Klettverschlußlasche wird über einen großen Ovalring doppelt um die Stütze verlegt und per Klett verschlossen. Das stumpfe und leicht „klebrige“ LKW-Planen-Material haftet sehr gut an der Oberfläche der Stütze und durch die doppelte Führung noch zusätzlich an sich selbst.

Geschlossene Klettverschlußlasche


Durch die doppelte Führung des Gurtes ergibt sich ein Flaschenzugeffekt über welchen mit wenig Kraftaufwand ein sehr sicherer Halt erreicht wird.

Ovalring als „Flaschenzug“


Auch mit abgewinkelter Sattelstütze hat sich die Befestigung nicht nicht verdreht. Das hält wirklich sehr sicher.

Tiger locker hängend in Übernacht-Parkposition nach Entnahme des Drybag


Der doppelte Gurtverlauf um das Sattelgestell und die Führung durch die Ovalringe bis hin zu den Leiterschnallen ist noch mal eine Ecke genialer gelößt und umgesetzt.


Heckansicht mit Gurtverlauf


Genauso wie an der Sattelstütze verlaufen hier die Gurte zweimal um die Streben am Sattelgestell, was dem Ganzen schon mal einen guten Verbund durch die rauen Oberflächen gibt.

Doppelter Gurtverlauf im Detail


Durch den Flaschenzugeffekt und über den Zug durch die Leiterschnallen an den Seiten kann man so den Tiger quasi unter den Sattel „backen“. Hier wackelt erst recht nichts!!

Performance auf Tour


Drybag mit weicher Befüllung


Am Bike in Bewegung auf Tour ist der der Sitz auch von der Befüllung des Drybag abhängig. Aber selbst mit wenig oder weichem Inhalt bepackt ist der Halt immer noch sehr gut. In dem Fall habe ich die Gurte über den Tag bei diversen Pausen immer wieder mal kontrolliert und b.B. nach gespannt.

Alpkit Airlok 13L Tapered Drybag

Wie schon erwähnt habe ich dafür bisher einen Alpkit Arlok 13L dry Bag verwendet. Obwohl mein Tiger für Drybags bis max. 8L angegeben ist, hat der Alpkit Airlok mit seinen angegebenen 13L nahezu perfekt in den Tiger gepaßt. Nachgemessen habe ich das Volumen allerdings nicht. Durch den Rollverschuß läßt sich die Länge und das Volumen sehr gut regulieren, womit die Volumenangabe ehr nebensächlich ist wenn der Drybag in den Halter paßt. Warum ich den Alpkit Arlok 13L dry Bag trotzdem nicht empfehle, kannst du in meinem Testbericht dazu nach lesen. 


Tiger geöffnete Rückansicht

Durch den fest montierten Tiger als Drybag Halter ist die Entnahme des Drybag sehr einfach und geht sehr schnell. Einfach die drei Steckschließen komplett und die seitlichen Spanngurte ein wenig öffnen. Fertig! Dauert keine 10 Sekunden. Die Gurtenden können dabei mit ihrer ausreichenden Länge einfach locker in den Leiterschnallen verbleiben ohne heraus zu rutschen.

Steckschließen und Gurtbefestigungen

Beim Einsetzen des Drybag sorgen die Steckschließen und Gurtführung durch die seitlichen Leiterschnallen für ein gutes Handling ohne großes Gefummle. So ist die Fuhre ratzfatz verpackt. Bei strammer Befüllung des Tiger kann es auch schon mal vorkommen, daß die Ecken von ober -und Unterteil etwas abstehen. Das ist durch den geraden Abschluß mit nur einen Gurt bedingt. Hier könnten spitz zulaufende Enden den Druck etwas gleichmäßiger verteilen. Eine weitere Möglichkeit wäre die Vernähung von zwei nebeneinander liegenden Gurten, wie es bei anderen Herstellern oftmals Anwendung findet. Ok, das würde den Tiger auch wieder etwas schwerer machen, denn so wiegt er 173g.
 

Steckschließe und Leiterschnalle nah beieinander


Allerdings liegen an den Seiten die Steckschließen und Leiterschnallen teilweise leicht übereinander, was die Bedienung manchmal etwas hakelig macht und. Gerade bei sehr strammer Abspannung und kalten Fingern läßt sich so die Steckschließe nicht immer ganz einfach öffnen.


Optimaler Gurtverlauf hinter dem Drybag

Die übereinander verlaufenden Gurte werden durch eine gekreuzte Schnalle geführt. Diese kann man in alle vier Richtungen verschieben und  nach Bedarf und Notwendigkeit platzieren. Ob die Steckschließe des Drybag nun unter oder über dem Gurt (Kreuz) liegt spielt dabei keine Rolle. Ich mache es mal so, mal so ohne das sich der Verschluß irgendwann mal von selbst geöffnet hat.

Klettverschluß am Gurtende

Nicht nur ein nettes Gimmick sondern auch sehr praktisch sind die Gurtbandabschlüße per Klett. Einfach die Gurte spannen, einrollen und mit den Kletts sichern. So flattert nichts mehr im Wind oder überhaupt nervig herum. Bei den Gurten für das Sattelgestell sind solche Abschlüße leider nicht möglich, da diese durch und um das Sattelgestell, die Ovalringe und am Ende durch die Leiterschnallen geführt werden müssen. Die einseitige Anbringung von Flausch oder Klett wäre hier eine denkbare Lösung. Damit könnte der Gurt immer noch durch den Ovalring am Sattelgestell und abschließend durch die Leiterschnalle paßend geführt werden. Danach einfach den Gurtbandabschluß ankletten, Gurt aufwickeln und fertig! Verständlich? Nur so ein Gedanke und Notiz an mich ;-  )

Wildcat Gear Tiger am Salsa Vaya Heck

Der Vollständigkeit wegen und völlig neutral betrachtet möchte ich trotzdem noch etwas zur Beinfreiheit beim pedalieren – in meinem Fall – erwähnen. 

Oberschenkelkontakt bei stark durchgedrückten Beinen

In Montage an meinem Bike mit gekröpfter Sattelstütze habe ich ab und an beim strammen treten leichten Kontakt mit meinen Oberschenkeln zum schmalen Vorderteil am Tiger. Das passiert aber nur manchmal beim extremen durchdrücken am Berg z.B., aber auf geraden bis gemäßigtem Streckenprofil kommt es eigentlich nicht vor. Das ist u.a. begründet weil ich verdammt lange Gräten für meine Größe und in Konsequenz meinen Sattel zusätzlich recht weit hinten positioniert habe. Für einen normal gewachsenen Menschen sollte das also kein Problem darstellen, aber ich wollte es auch nicht unerwähnt lassen ;-  ] 



Unterm Strich


Zugegeben, als ich vor einigen Jahren in die Bikepacking-Materie eingestiegen bin habe ich solche modulare Lösungen wie die des Wildcat Gear Tiger Seatpack ein wenig belächelt und war der festen Meinung, daß ein „normaler“ Seatbag den selben Zweck erfüllt. Das tut er grundsätzlich auch – wenn er denn wasserdicht ist – aber das schnelle Abnehmen und vor allem das komfortable Anbringen des Drybag habe ich völlig unterschätzt und mit dem Tiger lieben gelernt! 

Durch die Versteifungen als Einlage hat der Tiger solo am Heck schon eine gute Grundstabilität. Die zusätzliche Polsterung sorgt für einen Lack schonenden Sitz an der Sattelstütze und schmiegt sich so auch ein wenig mehr an diese an. Die durchdachte Gurtführung um das Sattelgestell und die Stütze vervollständigen den satten Halt. Mit dem Alpkit Drybag fest verspannt ergibt sich ein zuverlässig sicher sitzender Seatbag im Ganzen, ist nicht zu groß und fällt beim fahren schon nach kurzer Zeit überhaupt nicht mehr auf. Auch auf ruppigeren Untergrund habe ich den Tiger mit Beladung nie als störend empfunden. Sicher bewegt sich der Seatbag durch die Trägheit der Masse ein wenig was völlig normal ist, aber das hält sich in Grenzen und bewegt sich vergleichsweise auf einem sehr hohem Niveau.

Die Bedienung geht nach der ersten und etwas aufwändigeren Montage leicht von der Hand wobei die gut bebilderte Montageanleitung sehr hilfreich ist.

Nach mehreren Touren mit dem Tiger konnte ich lediglich ein paar Druckstellen an den „Streßpunkten“, aber keinerlei Verschleiß feststellen. Alle Fäden der Nähte sind noch dort, wo sie hin gehören und sind nirgends aufgedröselt.

An der Verarbeitung habe ich auch nichts auszusetzen und ich würde sie als sehr gut einordnen. Hier und da ein klitzekleines Fädchen an den Nähten, was ich abschneiden könnte, aber das wars auch schon.

Trotzdem gibt es meiner Meinung nach etwas Tuning-Bedarf oder Verbesserungspotential in drei Punkten:

  1. Das leichte Überschneiden von Steckschließen und Leiterschnallen an den Seiten durch längere Seitenteile ausschließen
  2. Die abstehenden Ecken an Oberteil -und Unterteil durch schmal zulaufende Form oder doppelte Gurtführung optimieren
  3. Flexible Klettverschlüße an den Gurtenden der Sattelverspannung


Den Wildcat Gear Tiger hatte ich im Bundle  für £168.74 geordert. Der Einzelpreis des Tiger betrug so damals £69.65/~80€ was ich für Made in UK mit der gebotenen Qualität schon als preiswert bezeichnen würde. Das erwähnte Verbesserungspotential schränkt die Grundfunktion nicht ein und ist ehr mein Wunsch nach einem nahezu perfektem Drybag-Halter fürs Bikepacking-Heck. Finetuning quasi. Somit kann ich den Wildcat Gear Tiger trotzdem guten Gewissens empfehlen!

Die Testberichte zu Lion & Lioness aus dem Bundle gibt es demnächst auch hier im Blog zu lesen.

Hier geht es zu den einzelnen Testberichten meiner Wildcat Gear Bike Bags:



Knog OI Bell im Test – Eine schicke designte Fahrradklingel mit zweifelhafter Funktion

Knog OI Bell im Test – Eine schicke designte Fahrradklingel mit zweifelhafter Funktion

Knog OI Bell 31,8mm Version Schwarz

Anfang 2016 wurde ich auf das Kickstarter Projekt einer clever designten Fahrradklingel –  „Oi“ The Bike Bell – aufmerksam. Zu Beginn des Startups hieß die Klingel noch so, bis sich der Fahrrad-Komponentenhersteller Knog die Rechte daran sicherte. Seit dem wird die Klingel unter deren Fittichen als Knog OI Bell geführt.

Mich hat das smarte Design und die recht unauffällige Integration am Lenker sofort begeistert. Zudem läßt die Ringförmige Gestaltung sie nicht gleich als Fahrradklingel erkennen und hat so nichts mehr mit dem bekannt globigen Fahrrad-Glocken-Design gemein. 

Da ich mich auch mit meinem Gravelbike auf Radwegen und urbanen Grund bewege, möchte ich aus Sicherheitsgründen nicht mehr auf eine Fahrradklingel verzichten. Nicht nur um Fußgängern und anderen Radfahrern rechtzeitig mein Herannahen zu signalisieren, sondern auch meiner eigenen Sicherheit im Straßenverkehr dienlich um mich in brenzligen Situationen ausreichend bemerkbar machen zu können. 
 
Grundsätzlich finde ich gerade in der Bikebranche solch innovative Produkten sehr interessant. Hier bin ich gerne bereit in ein Startup mit meinem Kauf zu investieren und das Projekt zu unterstützen. Gleichzeitig erwarte ich ein absolut funktionelles Produkt, bestenfalls eine bevorzugt frühere Lieferung und am Ende durch mein Investitions-Vertrauen in das Startup-Projekt auch einen etwas vergünstigten Preis wie später der Handel.

Nachdem ich mich in das Kickstarter Projekt eingelesen und das Video dazu geschaut hatte, schien die „OI“ Bike Bell diese Kriterien zu erfüllen und ich habe Anfang März 2016 gleich mal zwei Stück zum Preis von 54,00 $ AUD / 36,60 € bestellt. Im Preis inbegriffen waren dabei 5,00 $ AUD als Versandkostenpauschale. Letztendlich betrug der damalige Preis ohne Versand 24,50 $ AUD / 18,30 € für eine Klingel.


Knog Oi Bell

 

Farbvarianten Quelle: Knog OI Bell


Die Klingel kann in vier verschiedenen Farben bestellt werden. Ich habe mich für Schwarz entschieden, da sie so an meinem schwarzen Bikecockpit am wenigsten auffällt und als Klingel auszumachen ist. Erhalten habe ich die Knog OI Bell mit Verspätung leider erst Ende Oktober 2016, als diese schon längst im Handel erhältlich war. 

Knog OI Bike Bell Originalverpackung
Geliefert wurde(n) die Klingel(n) einfach, aber ausreichend gut in einem gepolstertem Umschlag verpackt. 
Die Klingel kann für zwei verschiedene Lenkerdurchmesser bestellt werden. Zum einen in der Ausführung für klassischen Lenker von 22,2mm in Größe Small. Zum anderen eine Variante für die immer noch verwendeten 25,4mm und mittlerer Weile gängigen Oversize-Durchmesser von 31,8mm in Größe Large. Da ich noch beide Lenkerdurchmesser an meinen Bikes nutze, habe ich mich für letzteren entschieden um b.B. flexibel zu sein.
Originalverpackung & Lieferumfang
Im Lieferumfang befinden sich die Klingel selbst, ein Distanzring aus Kunststoff für geringere Lenkerdurchmesser, ein Gummistreifen um diese auch nochmal ausgleichen zu können und ein selbstklebender Kunststoffstreifen mit rauer Oberfläche, welcher um den Lenker geklebt das verrutschen der Klingel verhindern soll. In dem Tütchen liegt ebenfalls noch ein kleiner Inbusschlüssel zum verschrauben der Klingel bei. Quasi alles vorhanden – wenn man so will – um die Klingel „out of the Box“ gleich vor dem Postamt zu montieren :-  )
Dezent und gut zu erreichen am Bikecockpit

 

Montage

Einfache Montage am Lenker

Tja, zur Montage gibt es ansich nicht viel zu sagen. Der Grundkörper der Klingel besteht aus flexiblen Kunststoff, zumindest so flexibel, daß sich der untere Teil der „Schelle“ ohne Kraftaufwendung um meinen 31,8mm Oversize-Lenker legen läßt. Schraube ein drehen und handfest anziehen – fertig! Den Gummi -oder Antirutschstreifen habe ich nicht benötigt. Die Klingel sitzt so ausreichend fest am Lenker und bewegt sich keinen Millimeter. Das Gewicht beträgt 27g für die Large Version.
Smartes Design

Funktion

 

Klöppel spannen – Binng
 
Die Idee hinter der Knog OI Bell ist einen rund geformten Aluminium Streifen federnd gelagert als Klangkörper zu verwenden. Gelagert ist dieser auf zwei äußeren Federn und einem mittigen Gummipuffer. Beim fahren kann man bei genauerem hinsehen ein minimales vibrieren je nach Untergrund erkennen, aber die Klingel verhält sich dabei absolut unauffällig geräuschlos. Der „Klöppel“ ist ebenfalls federnd gelagert und besteht aus Kunststoff. An diesem befindet sich vorn eine kleine Nase, welche beim zurück ziehen auf den schwimmend gelagerten Aluminiumkörper trifft und ein helles Binng erzeugt. Um ein Verdrehen des Klöppel dabei zu verhindern, wird dieser von zwei Kunststoff-Laschen geführt. 
Verdrehter Klöppel

Leider muß ich hier schon zur ersten Kritik kommen. Wenn man den Klöppel zu weit zurück zieht, ist es mir einige Male passiert, daß er aus der Führung gerutscht ist und sich verdreht hat. Um ihn in die Ausgangsposition zu bringen war leider immer ein Überdehnen der Feder notwendig was der Haltbarkeit der Verbindung sicher auf Dauer nicht dienlich ist. 

Funktion so nicht möglich

Nun mag sich der ein oder andere fragen, warum ich den Klöppel so weit zurück ziehe – geht das denn nicht auch gefühlvoller? Das Startup selbst vergleicht den Ton mit dem eines Musikinstrumentes, aber auch dieses muß oftmals etwas härter anschlagen werden, damit die Töne ausreichend zur Geltung kommen. Im Fahrradkeller scheint die Lautstärke der Klingel erst mal ganz ok, aber in der Stadt mit verschiedensten Umgebungsgeräuschen, auf der Straße und Radwegen außerhalb der Großstadt selbst durch bewaldetes Gebiet, schlucken Luftverwirbelungen beim fahren einen Teil der gerade noch im Keller für ausreichend empfundenen Lautstärke. 

Tja und hier liegt der Hase im Pfeffer begraben; wie oben schon angeführt ist dabei ein helles Binng zu hören, was durch den Fahrtwind teilweise geschluckt wird, als Warnsignal vor dem Vorderrad kaum war genommen wird und schlichtweg nicht ausreichend laut ist. Daher drücke oder biege ich den Klöppel aus Reflex schon möglichst weit nach unten um das Maximum an Lautstärke heraus zu holen. Dabei verdreht sich der Klöppel leider immer wieder. Mit dünnen Fleece-Handschuhen ist es mir noch öfter passiert. Sicher sind Winterhandschuhe schon etwas überdimensioniert für die Treffsicherheit bei so einem kleinen Klöppel an der Klingel, weswegen dieser dann auch nur mit Glück zu treffen ist und das Verdrehen fast schon obligatorisch war. Erwähnen wollte ich es trotzdem. Egal ob nun mit oder ohne Handschuhe, die Knog Oi Bell hat ein grundlegendes Problem – sie ist schlichtweg zu leise! Der sich häufig verdrehende Klöppel ist leider die Konsequenz daraus.

Präzision und Funktion im Widerspruch



Unterm Strich


Die Idee und das Design der Knog Oi Bell sind klasse! Grundsätzlich bewährte Komponenten zu überdenken und zeitgemäß zu designen finde ich je nach Bauteil angebracht und sinnvoll. Leider hat die Knog Oi Bell zu sehr in ihrer eigentlichen Funktion als Signalgerät unter dem Design zurück stecken müssen. Nicht nur einmal hmußte ich sehr stark in die Bremsen gehen, weil ich mich immer wieder auf die Signalwirkung der Klingel im Straßenverkehr verlassen habe.  

Leider kommen sich Radfahrer und Fußgänger in der Innenstadt immer wieder auf schmalen Straßen oder auf dem Fußweg aufgepinselten Fahrradspuren sehr oft sehr nahe. Ebenso wird man gerne mal vom geneigten Autofahrer auf „seiner“ Straße zu sehr an den Bordstein gedrängt – ob nun bewußt oder unbewußt – über eine zuverlässig schnell zu bedienende und laute Klingel bin ich in solchen Situationen immer wieder sehr froh, wobei ich schon durch präventives vorab-klingeln schlimmeres verhindern konnte. Ok, sicher trage ich d.b. keinen Heiligenschein und gehe oder fahre schon gar nicht mit erhobenem Finger durch die Welt, aber auf ein in dem Fall sicherheitsrelevantes Bauteil möchte ich mich voll und ganz verlassen können. Eine Klingel muß ihre Grundfunktion anstandslos erfüllen, ohne wenn und aber – diese Anforderungen erfüllt die Knog OI Bell definitiv nicht!

Die mangelhafte Lautstärke und der sich verdrehende Klöppel ist auch vielen anderen Nutzern sauer aufgestoßen, was zu Hauf in den Rezensionen des großen Online-Warenhaus aber auch bei der „OI“ Bike Bell Kickstarter-Community zu lesen ist. Hier sind ebenfalls die Lieferverzögerungen ein Thema, was auch mich betraf. Letztendlich kamen meine damaligen Kosten von 18,30 € für eine Klingel dem momentanen Einzelhandelspreis schon sehr nahe. Ansich wäre das für mich mit der Bestellung bei ein Startup mit noch schwer zu kalkulierenden Preisen am Endverbrauchermarkt schon ok. Über die Lieferverzögerung könnte ich auch hinweg sehen, wenngleich die zweite Klingel ein Geburtsgasgeschenk an einen Freund sein sollte was leider durch die verspätete Lieferung in die Hose ging, aber wenn sich letztendlich die Funktion als mangelhaft herausstellt, mag ich nicht mehr tolerant sein und fühle mich schon ein wenig vorgeführt.

Das solche ansich innovativen Produkte in Lichtgeschwindigkeit geklont und auf den Markt gebracht werden, kann ich nicht unbedingt für gut heißen und ändern schon gar nicht, aber ein Klon der Knog OI Bell scheint zumindest anhand der positiven Rezensionen beim großen Online-Warenhaus um einiges besser zu funktionieren und kostet nebenbei nur die Hälfte. Eigentlich schade, aber es zeigt doch das es auch besser geht. 

Auch wenn mir das „OI“ Bike Bell Kickstarter Projekt mit der Idee dahinter eine neu und modern designte Fahrrad-Klingel zu realisieren und marktreif zu machen sehr gut gefallen haben, kann ich nach einigen Monaten der Nutzung und den aufgeführten Mängeln die Knog OI Bike Bell leider nicht empfehlen!

Ich hoffe, das junge Startup nimmt sich der weltweiten Kritik an und bringt eine überarbeitete Version auf den Markt. Wenn damit die Funktion in ausreichendem Maße gegeben sein sollte, ändere ich gerne meine Meinung, denn wie schon mehrmals erwähnt gefällt mir die Idee sehr gut :-  )