Wildcat Gear Lioness im Test – Eine clevere Lenkertasche für das Bikepacking-Cockpit Made in UK

Wildcat Gear Lioness im Test – Eine clevere Lenkertasche für das Bikepacking-Cockpit Made in UK

Wildcat Gear Lioness am Bikepacking-Cockpit

Die Wildcat Gear Lioness ist eine systemintegrierte Lenkertasche für das Bikepacking-Cockpit. Wie bei meinem Leopard Full Custom Frame Bag, Tiger und Lion habe ich mich auch hierbei wieder für Wildcat Gear entschieden. Die smarten Bikepacking-Produkten waren für mich nicht nur ein Grund für die sympathische „Inselschmiede“. Diese Wildcat Gear Lioness ist das dritte Teil aus meinem bestellten Bundle. Hier folgt nun meine Testbericht zu der schicken Löwin am Bikepacking-Cockpit.


Wildcat Gear Lioness


 Lioness auf Lion und vor Drybag

Kamera, Ministativ, Smartphone, Sonnenbrille, Portemonnaie, Pass, Notizblock, Erste Hilfe, Tempos, Snacks, Schoki usw. – all die Sachen, worauf man schnell mal zugreifen möchte und die zur Identifikation der eigenen Person dienlich sind. Der Wildcat Gear Lioness ist quasi der Wertsachen-„Beutel“ für den Bikepacker.

Lioness Formsprache


Konzipiert ist die Lioness zur Verwendung an/vor einem Drybag. Durch ihren speziellen Schnitt schmiegt sie sich dort hervorragend an.


Material und Ausstattung


Von allen Seiten betrachtet


Die Wildcat Gear Lioness ist ausschließlich in Schwarz erhältlich. Hauptsächlich ist der Bag aus Dimension-Polyant X-Pac VX21 gefertigt. Die Rück -und gelbe Innenseite bestehen aus Ballistc-Nylon mit gepolsterter Zwischeneinlage. Innen befinden sich vorn und hinten jeweils eine flexible Netztasche. Alle Nahtstöße innen sind mit Kanteneinfaßband versäubert. Verschlossen wird die Lioness mit einem wasserfestem 2 Wege YYK-Zipper. Zum verspannen am Cockpit sind Gurte mit beidseitig verstellbaren Steckschließen eingenäht. Auf jeder Seite befindet sich unten eine Schlaufe. Das Volumen beträgt ca. 2L


Innenraum und Netzfächer


Die Breite verringert sich von 23cm unten auf 20cm oben. Ähnlich verhält es sich mit der Tiefe oder auch Stärke der Lioness; im unteren Bereich sind es 4cm und nach oben erstreckt sich der Bag auf 13cm, was durch den bogenförmigen Schnitt bedingt ist. Das Gewicht beträgt 133g

Die Montage der Lioness am Lenker erfolgt über zwei dazugehörige Lioness Strap, welche zusammen 26g wiegen.



Lieferumfang


Montageanleitung


Neben der Lioness selbst gehören zwei Lioness Strap zum Lieferumfang, welche nicht separat gekauft werden müßen. Die obligatorische Montageanleitung liegt sowieso bei. Die Anleitung ist hier wirklich sehr hilfreich, da gerade die Gurtführung des Lioness Strap aus dem Stand nicht gleich einleuchtend, aber fertig montiert sehr durchdacht und funktionell ist. Dafür schon wieder mal ein dicken Daumen! 


Montage

 

Lioness Strap am Lenker montiert


Die Lioness wird lediglich über die Steckschließen an den Lioness Straps ein geklickt und abgespannt. Daher gilt die Aufmerksamkeit mehr der Montage der Lioness Straps.

Lioness Straps im Detail


Einfach gesagt sind die Lioness Straps Positions -und Gegenhalter für die Lioness zugleich.

Lioness Strap mit und ohne Lioness


Am Lenker montiert können so die Steckschließen der Lioness einfach ein geklickt werden, ohne das sich die Position vor dem Drybag ändert.

Gurtführung unter dem Drybag


Gurtführung hinter dem Drybag. Zusätzlich angebrachte Gurtenden aus Kunststoff


Über die fest montierten Lioness Straps kann man die Lioness einfach ab -und anlegen. Clever gelößt!


Performance auf Tour

Lioness im Regen


Wenn es mal richtig aus den Wolken bricht, bekommt die Front während der Fahrt immer das meißte ab. Klaro. Das Material wie auch der Zipper sind wasserabweißend und halten auch heftigen Regen über längere Zeit stand. Die Nähte sind hingegen nicht abgedichtet und hier sucht sich die Feuchtigkeit irgendwann ihren Weg. Trotzdem war es selbst nach stundenlanger Regenfahrt im Inneren der Lioness nur leicht klamm. Dafür das die Nähte nicht versiegelt sind, geht das für mich absolut in Ordnung.

Lioness befüllt


Die Lioness sitzt in guter Reichweite der Arme vor bzw. auf dem Drybag. Für den schnellen Zugriff hat man so alles auch während der fahrt schnell zur Hand. Der Zipper läuft durch seine wasserfeste Konstruktion am Anfang nicht besonders leicht, was normal ist und sich mit der Zeit gibt. Die ZweiwegeSchieber sind sehr praktisch, gerade wenn man z.B. die Kamera mir angeschraubten Ministativ schnell verstauen möchte und das Stativ ober noch raus schaut. Einfach den Zipper von beiden Seiten schließen – safe! Regen sollte es aber nicht :- >

Lioness in Parkposition bei entnommenen Drybag


Wenn man den Drybag bei einer Pause entnehmen möchten, könnte man die Steckschließen der Lioness unter dem Lenker lösen, aber dort sitzen meine Alpkit Stem Cell und das Ganze artet dann meißtens in Verrenkungen aus und das mache ich daher nur, wenn es wirklich nötig ist.

Steckschließen-Kombination. Praktisch!

 
Um das Gefummle bei kurzen Pausen unterwegs zu umgehen löse ich den Lioness oben und klicke ihn bei entnommenen Drybag in die Steckschließen des Lion ein. So hängt nichts im Dreck und der Zugriff funzt immer noch prima. Lediglich wenn ich das Bike zum einkaufen oder einkehren angeschloßen stehen lasse, wird halt ein bisschen gefummelt, ich mache die Lioness komplett ab und hab so meinen „Wertsachenbeutel“ immer am Mann.

Lioness auf Abstand


Durch den Abstand zum Lenker und je nach Beladung tänzelt die Lioness auf Wurzel gespickten Singletrails oder Kopfsteinpisten selbstredend etwas am Drybag umher, was sich durch die Trägheit der Masse und dem flexiblen System aus Lion, Drybag und Lioness nun mal nicht verändern läßt. Daher ist das für mich definitiv im grünen Bereich!



Unterm Strich


Die Wildcat Gear Lioness ist ein cleverer „Wertsachenbeutel“ oder besser gesagt eine Lenkertasche für das Bikepacking-Cockpit. Über den bogenförmigen Schnitt legt sie sich geschmeidig auf den Drybag. 

Über die durchdachten Lion Straps kann sie einfach ab und eingeklickt werden. Das ist für das längere „Verlassen“ des Bikes beim einkaufen unterwegs oder zum abnehmen abends ins Zelt total praktisch und komfortabel. So wie ich es mag.

Die inneren Netzfächer sind für die Sortierung des Inhaltes hilfreich und die gelbe Innenseite sogt für ein besseres Auffinden von Kleinkram bei dunklen Lichtverhältnissen. Das Gesamtgewicht geht für mich mit 159g völlig in Ordnung. 

Von Montage kann man bei der Lioness nicht sprechen, da sie nur per Steckschließen in die Lioness Straps ein geklickt wird. Die Montage bzw. das richtige Einfädeln des Gurtes durch den Ovalring und die Klappschnalle sind hier beim erstem Mal etwas verwirrend, aber mit der gut bebilderten Montageanleitung ist das dann problemlos erledigt. 

Durch die bogenförmige Schnittführung des Lioness ist er für die Verwendung an einem rundlichem Drybag konstruiert und harmoniert damit am besten. Hierbei ist die von mir verwendete Kombination aus Wildcat Gear Lion und Alpkit Airlok 13L Dual Drybag nur ein Beispiel. Über die cleveren Lioness Straps kann die Lioness auch mit nahezu jedem anderen Drybak oder einer Sweetroll verwendet werden.

Ein bisschen Tuning konnte ich mir auch hier nicht verkneifen. Die Abschlüße der unteren Gurte habe ich mit Gurtenden aus Kunststoff gesichert, da mir die Steckschließen bei der ersten Nutzung und dem hantieren schon mal komplett von den Gurten gerutscht sind. Die ungespannten Gurte in den Steckschließen waren dafür ein Grund und ein weiterer wahrscheinlich meinem Handling generell. 

Auch die Gurte in der oberen Steckschließe sind am Anfang durch die Vibrationen ein wenig gerutscht und der Lioness ist etwas nach vorne gewandert. Das hat sich im Bereich von einem Zentimeter bewegt. Mittlerer weile haben sich die Gurte in den Steckschließen gesetzt und verrutschten nicht mehr. Daher habe ich an der Verarbeitung nichts auszusetzen, betrachte das mal als „einfahren“ und somit neutral ;- )

Die Wildcat Gear Lioness hatte ich ebenfalls im Bundle  für £168.74 geordert. Der Einzelpreis des Lioness betrug so damals £40.00/~47 welcher für die schöne Systemintegration und Made in UK durchaus fair ist. Für die gebotene Leistung finde ich den Preis somit absolut angemessen und kann die Wildcat Gear Lioness durchweg empfehlen.


Hier geht es zu den einzelnen Testberichten meiner Wildcat Gear Bike Bags:




Challenge Gravel Grinder Race im Test – Ein komfortabler Gravelreifen für den All-Arround Einsatz

Challenge Gravel Grinder Race im Test – Ein komfortabler Gravelreifen für den All-Arround Einsatz

Challenge Gravel Grinder Race 38-622 / 28″

Die italienische Firma Challenge wurde 2003 als eigenständiger Reifenhersteller ins Leben gerufen, hatte ihren Ursprung aber schon 1985 in der italienischen Fahrradbranche.

Mit der Spezialisierung auf Fahrradbereifung ab 2003 wurde das Reifensortiment sukzessive ausgebaut. In den folgenden Jahren entwickelt Challenge eigene Verfahren zur Herstellung wie auch Gummi -und Latexmischungen für ihre Reifen. Diverse Modelle für Straße und gerade den Crossbereich folgten. Viele weltweite Erfolge bei Cyclocross-Weltmeisterschaften bestätigen bis heute die superbe Funktion ihrer Reifen und Challenge ist mittlerer Weile eine feste Größe beim Cyclocross.

Das hat mich bei der Suche nach den paßenden Reifen für mein Gravelbike auf Challenge aufmerksam werden lassen. In den letzten Jahren habe ich immer wieder unschöne Erfahrungen mit den Reifen des wohl größten Fahrradreifen-Hersteller im hierzulande gemacht. Das zog sich wie ein Fluch über verschiedene Reifenmodelle. Waren es der fast schon standardisierte unrunde Lauf, die sich der lößenden Reflexstreifen, Weichmacher verflüchtigende poröse Reifenflanken und das mit nicht mal 500km – das ging vor Jahren noch viel besser.
Darauf hatte ich keine Lust mehr und wollte einfach mal was neues ausprobieren. Also habe ich einfach mal ein Paar Challenge Gravel Grinder Race geordert, welche meine Anforderungen an einen Schotter tauglichen Straßenreifen erfüllen sollten. Nach 3400km mit den Reifen möchte ich nun ein Resümee ziehen



Challenge Gravel Grinder Race 38-622 / 28″

Gravel Grinder Race am Vorderrad

Die Gravelgrinder Race habe ich in der komfortablen Breite von 38-622 geordert. Komfort und Grip auf unbefestigten Untergrund waren mir wichtiger wie ein Quäntchen mehr Speed auf Asphalt, was man von so einem Reifen sowieso nicht erwarten sollte.
Aufgezogen wurde die Reifen auf DT TK 540 Felgen mit  einer Felgenbreite von 24mm außen und 19mm innen. Darauf kam (anders wie auf dem Foto unten zu sehen) Gewebefelgenband von Velox. Bei den 700c Schläuchen vom Großen Reifenhersteller bin ich geblieben, denn diese finde ich ich nach wie vor immer noch sehr haltbar. Mehr Fotos zu den Laufrädern im Detail gibt es in dem Artikel zum Aufbau meines Salsa Vaya Custom Gravelbike Laufräder & Bereifung zu sehen. Gefahren habe ich die Gravel Grinder Race je nach Tour mit komfortablen 2,5-2,8 bar.



Material & Aufbau


Gravel Grinder Race 38-622, Schwalbe 28″/700c Schläuche und Schwalbe Felgenband

Der Gravel Grinder ist ein AllArround Gravel-Faltreifen mit fein profilierter, diamantförmig „pigmentierter“ Lauffläche für Asphalt und groberen Y-förmigen Seitenstollen für unbefestigtem Untergrund. Gravelground, Forstautobahnen, Singletrails oder eben alles was abseits von asphaltierten Straßen verläuft.
Es gibt ihn in zwei verschiedenen Breiten von 33 oder 38mm; als Plus oder Race Version. Ich habe mich für den Gravel Grinder Race in 38mm Breite entschieden. Mit 2,8 bar auf der DT Felge befüllt habe ich 37mm Breite gemessen.
Die Lauffläche besteht aus Naturkautschuk. Darunter befindet sich eine Gewebeschicht aus Double PPS (Puncture Protection Strip) eingearbeitet, welche die gleiche Flexibilität der Lauffläche bei höherem Durchstichschutz der Karkasse gewährleisten soll. Abschließend die Karkasse aus Polyester.  Die Gewebedichte beträgt 120tpi (Fadenzahl).

Durch ihre eigene Technologie verzichtet Challenge auf die Vulkanisierung der Kautschukreifen und die einzelnen Lagen werden unter hohem Druck verklebt. So soll die Flexibilität und Geschmeidigkeit des verwendeten Naturkautschuk erhalten bleiben.

Für einen Faltreifen typisch verlaufen an den Reifenflanken gebündelte Kevlarfäden, welche den Reifen im befüllten Zustand im Felgenhorn halten. 

So wiegt ein Gravel Grinder Race Faltreifen auf meiner Waage 372g was schon mal eine Ansage ist. 

Zur maximalen Tragfähigkeit der Reifen macht Challenge keine Angaben.

Nur 37mm Breite trotz breiter DT 540 TK Felge


Performance Offroad & Straße


Gravel Grinder Race im Gravel Einsatz
Der Einsatzzweck war für mich klar definiert: In erster Linie ausreichend Grip auf schottrigen Wegen aka Gravelpisten und Trails bei Bikepacking -und Graveltouren. Auf Asphalt sollte er natürlich auch nicht patzen und bei flotter Gangart auf Trainingsfahrten eine gute Figur machen.
Gravel & Road

Wenn es möglich war, habe ich dem Forstweg immer Vorrang gegeben und dabei keine Rücksicht auf das schwarze Gummi bzw. den Kautschuk genommen. Egal ob auf Bikepacking-Touren oder bei Trainigsfahrten.

Gravelpiste – guter Grip

Hier hat sich der Gravel Grinder durchweg neutral verhalten. Den Grip empfand ich auf losem Untergrund meistens als ausreichend. Bei höheren Tempi auf Abfahrten hat der Reifen spürbar seinen Grenzbereich angekündigt und ist nicht schlagartig ausgebrochen.

Selbstredend sind einem Reifen in dieser Breite auch Grenzen gesetzt und der Verstand sollte über dem Adrenalinrausch stehen. Nicht immer einfach wenns flicht; trotzdem war selbst das Anbremsen vor Serpentinen talwärts nie wirklich ein Problem und ich konnte das Bike mit voraus schauendem Blick und sensiblen Finger am Bremshebel sauber abbremsen ohne irgendwann mal zu stürzen. Das Y-förmige Seitenprofil in Kombination mit dem weichen Kautschuk hat sicherlich einen guten Teil dazu beigetragen.


Asphalt – softes rollen
Eben über dieses Y-Profil an den Seiten der Reifen hatte ich Anfangs so meine Bedenken was den Seitenhalt in flotten Asphaltkurven betrifft. Ich vermutete sogar, daß der Reifen in Schräglage lautstark zu rubbeln beginnt und über die Seiten nach außen wandert.

Aber hier habe ich mich getäuscht! Die weiche Kautschukmischung klebt förmlich am Asphalt: auch in schnell gefahrenen Kurven mit größerer Schräglage.

Nässe im Herbst ist kein Problem – schmierige Blätter schon

Selbst bei Nässe haftet der Gravel Grinder Race noch sehr gut auf Asphalt. Den Grenzbereich habe ich scheinbar noch lange nicht ausgelotet, denn für meine Verhältnisse war immer genügend Grip vorhanden. Bei Laub bedeckten Wegen kann der Reifen schon mal leicht weg schmieren, aber das möchte ich ihm nicht anlasten. Mir ist es zum Glück noch nicht passiert. Bei solchen Verhältnissen kommen wohl die meisten solcher Reifen mit wenig profilierter Lauffläche ins schlingern.


Haltbarkeit & Verschleiß


Gravel Grinder Race – Blick aus dem Tarptent nach einer regnerischen Nacht

Wie schon erwähnt, habe ich die Reifen nicht geschont und sie mußten bei mir ordentlich herhalten. Auf Bikepacking-Touren mit etwas mehr Last, auf Gravelpisten und spitzen Schotter, lediglich auf Asphalt durften sie ein wenig entspannen.

Vorderer Reifen nur wenig Verschleiß
Am Vorderrad sieht das Profil nach 2600km noch sehr gut aus; fast neuwertig, obwohl der vordere Reifen beim Anbremsen die größte Energie aufnehmen und ordentlich arbeiten muß, ist der Verschleiß vergleichsweise wirklich gering.

Hinterer Reifen recht hoher Verschleiß

Ganz anders sieht es beim hinteren Reifen aus. Hier ist das Profil der Lauffläche fast komplett abgefahren. Solch eine hoher Verschleiß, gerade im Vergleich mit dem vorderem Reifen, hatte mich etwas überrascht
Der unterschiedliche Verschleiß liegt in der Natur der Sache und ist nicht ungewöhnlich; eigentlich normal. Gerade mit mehr Körpergewicht nach vorn in den Hörnern hängend ist das Gewicht auf dem Hinterrad und Reifen um einiges geringer, wie bei einem Mountainbike mit aufrechterer Sitzposition ist. So hat das Hinterrad gerne mal kurz bei leichtem Anbremsen blockiert, wozu noch der Abrieb durch die Reibung am antreibenden Rad kommt. Naja, alles zusammen hat am Ende für ordentlich Abrieb gesorgt. Trotzdem finde ich diesen nicht unerheblich.
Hinterer Reifen mit abgefahrenem Laufflächen-Profil nach 3400km

Nach 3400km war der hintere Reifen dann wirklich blank. Die seitlichen Y-Stollen haben sich vergleichsweise wenig abgenutzt. Am Vorderrad konnte ich insgesamt keinen weiteren – zumindest sichtbaren – Verschleiß feststellen.

Aufgerissene Reifenflanke am Hinterrad

Zu dem Zeitpunkt kam der Gravel Grinder Race an seine Verschleißgrenze und hat diese mit einer aufgerissenen Reifenflanke im Bereich des Felgenhornes quittiert.

Durchgescheuerte Reifenflanke im Detail

Es fühlte sich beim fahren an, als würde ein Schlammklumpen am Reifen kleben, welcher bei jeder Umdrehung des Rades für einen leichten „Schlag“ sorgt – das habe ich zumindest in der Situation gedacht und auch gehofft – aber die Realität sah leider anders aus.
Abrieb durch das Felgenhorn deutlich ersichtlich

Abgeriebene Beschichtung auf dem Felgenhorn
 
Das Felgenhorn hat dauerhaft an der Reifenflanke gerieben und die äußere Lage war nun durch. Der Abrieb der Beschichtung ist ein deutliches Indiz dafür. Die Reifenflanke am vorderen Reifen sah im Vergleich noch etwas besser aus, aber es wäre sich eine Frage der Zeit, bis diese dann durch gerieben auch ihren Dienst quittiert.
Einziger Platten durch kleinen Nagel
Kaum zu glauben, aber meine Pannenstatistik belief sich lediglich auf nur einen Platten! Hier hat sich genau in der Mitte des Reifen ein kleiner Nagel den Weg ins Innere gesucht als ich hinter einer Kleingartenanlage entlang fuhr. Diese Art von Kleingartenanlagen, wo sämtlicher Baumüll nur ein paar Meter weiter im Wald entsorgt wird und auf dem Weg einiges verloren geht. Ätzend!

Gravel Grinder Race & Salsa Vaya in Harmonie


Unterm Strich


Bisher habe ich nur Erfahrungen mit verschiedenen Mountainbike -und Reiseradreifen gemacht. Diese haben einen völlig anderen Profilaufbau. Daher war der Gravel Grinder Race mit seinem Profil absolutes Neuland für mich.
Die Performance hat mich durchweg begeistert. Egal ob auf losem Untergrund, Asphalt und selbst bei Nässe war er immer gut zu kontrollieren. Der Grip war für meine Anforderungen meistens ausreichend. Selbst bergauf über Wiesen hatte ich genügend Halt und selten ein durchdrehendes Hinterrad. Auch quer übers Feld hat er eine gute Figur gemacht; allerdings sinkt der Reifen hier etwas mehr ein und das Vorankommen ist sehr mühsam.

Schlammige Wege hingegen mag er nicht. Hier dreht das Hinterrad gerne mal durch und gefühlvolles treten ist Pflicht. Durch die wenig profilierte Lauffläche schmiert er immer wieder mal seitlich weg, fängt sich aber schnell durch die Y-Seitenstollen wieder. Wenn man das verinnerlicht hat, kommt man auch unter solchen Verhältnissen mit dem Reifen zurecht.


Eines kann er aber überhaupt nicht: Sand! Das ist a.G. seiner Breite nicht sein Terrain. Dabei taucht er zu weit in den Sand ein und begräbt sich quasi selbst. Meistens war nach ein paar Metern Schluß mit „fahren“, aber so eine Quälerei will man auch nicht wirklich. Auf meiner Suche nach Gravel mußte ich allerdings unter solchen Bedingungen ganz schön kämpfen

Da der Reifen im Spätherbst seinen Geist aufgegeben hat, kann ich leider nichts zur Performance unter winterlichen Bedingungen sagen, obwohl mich diese sehr interessiert hätte. 

Den vorzeitigen Verschleiß der Reifenflanke möchte ich Challenge nur zum Teil anlasten, da ich die Reifen außerhalb der Herstellervorgaben benutzt habe. Alles andere wäre unfair!


Was heißt das jetzt?

Der Gravel Grinder Race ist von Challenge für die Montage auf einer Felge von maximal 23mm und minimalem Reifendruck von 3 bar freigegeben.

Ich hingegen habe die Reifen auf 24mm breite Felgen aufgezogen und mit maximal 2,8 bar gefahren!

Die einen Millimeter breiteren Felgen würde ich nicht unbedingt dafür verantwortlich machen, aber den zu geringen Reifendruck schon. Dadurch legt sich die Reifenflanke mehr auf das Felgenhorn und scheuert so vorzeitig das Material flächiger durch. Gerade bei meinem Systemgewicht von bis zu 110kg auf Bikepacking-Touren und meinen oft ruppigen Fahrstil erhöht sich die Belastung noch zusätzlich. Das sollte mit Sicherheit vom Hersteller – zumindest weitestgehend – durch die Angabe des minimalen zu fahrenden Reifendruckes verhindert werden.

Die Tragfähigkeit betreffend hält sich Challenge leider bedeckt und bleibt diese dem Nutzer schuldig. Zumindest konnte ich keine Informationen dazu in Erfahrung bringen. Wenn ich die Tragfähigkeit grundsätzlich überschritten habe, wäre das mit Sicherheit ein zusätzlicher Grund des frühen Verschleißes der Reifenflanke. Meine „vorsätzliche“ Nutzung außerhalb der Herstellervorgaben wäre dann „nur“ noch on top...die Angabe der maximalen Traglast fände ich daher nur fair!

Laufflächenverschleiß im Reifenquerschnitt
Da der Reifen sowieso fertig war, habe ich ihn aus Neugierde mal durchgeschnitten. Beim Betrachten des Querschnittes ist die flach abgefahrene Lauffläche schon zu gut erkennen, aber trotzdem wäre noch genug Gummi bzw. Kautschuk für viele Kilometer vorhanden.

Wie lange die Reifenflanke im empfohlenen Luftdruckbereich mit passender Felgenbreite gehalten hätte, steht in den Sternen. Ein Vergleich zu einem Reiseradreifen mit der dreifachem Lebensdauer und doppelten Gewicht wäre hier fehl am Platz. Ich gehe einfach davon aus, daß die Haltbarkeit der Reifenflanke bei einhalten der Herstellervorgaben um einiges höher ist. Man darf hierbei auch nicht vergessen, daß der Faltreifen mit seinen 372g ein absolutes Leichtgewicht für das vorgesehenes Einsatzgebiet ist.
Für ~30€ online ist der Challenge Gravel Grinder Race ein gut funktionierender AllArround Gravel-Faltreifen im mittleren Preissegment. Die versprochene Geschmeidigkeit der Kautschukmischung läßt den Reifen sanft abrollen und bietet in den meisten Situationen ausreichend Grip. Das bezahlt man mit einem ziemlich hohen Verschleiß; zumindest am Hinterrad. Das frühzeitige durch scheuern der Reifenflanke nach schon 3400km ist trotz meiner Nutzung ärgerlich, denn die Lauffläche hatte trotz abgefahrenen Profil noch genug Material für viele weitere Kilometer. Ohne die Angabe der maximalen Traglast bleibt es leider nur beim sinnieren und ein Blick in die Glaskugel…

 

Wildcat Gear Lion im Test – Ein leicher Drybag-Halter für das Bikepacking-Cockpit made in UK mit leichtem Verbesserungspotential

Wildcat Gear Lion im Test – Ein leicher Drybag-Halter für das Bikepacking-Cockpit made in UK mit leichtem Verbesserungspotential

Wildcat Gear Lion incl. Tongue
Der Wildcat Gear Lion ist ein praktischer Halter für den Drybag am Bike-Cockpit.Genauso wie  bei meinem Leopard Full Custom Frame Bag und Tiger habe ich mich für Wildcat Gear entschieden. Das  umfangreiche Angebot sämtlicher Bikepacking Bags und der gute Ruf des sympathischen Brit-Manufacturer waren für mich ausschlaggebend. Den Wildcat Gear Lion gibt es im Bundle und dadurch auch etwas günstiger. Somit ist es ein Bundle geworden, da ich sowieso die drei beinhalteten Parts im einzelnen gekauft hätte. 

Ich hatte den Lion im Konvolut auf mehreren Bikepacking-Touren im Einsatz und wie er sich in der Praxis schlägt,
erfährst du nun meinem Testbericht.


Wildcat Gear Lion


Wildcat Gear Lion mit Alpkit Drybag
Für Puristen reicht die Befestigung des Drybag mit zwei Spanngurten am Lenker oft aus, die Montage geht recht schnell von der Hand und ist unangefochten die leichteste aller Möglichkeiten den Drybag ins Bike-Cockpit zu integrieren.

Diese Art der Befestigung hat aber auch Nachteile. Der Drybag braucht viel Zug auf den Spanngurten um einigermaßen fest am Lenker zu sitzen. Über eine zusätzliche Abspannung am Steuerohr kann man das nervöse tänzeln des Drybag gerade im Gelände etwas unter Kontrolle bringen. Dadurch wird der Drybag aber auch mehr unter den Lenker zum Steuerohr hin gezogen. Das kann zur Folge haben, daß die Schalthüllen eingeklemmt und geknickt werden. Etwas schwergängigere Schaltvorgänge und eingeschränkte Schaltperformance insgesamt können daraus resultieren.  Gerade 11-fach Schaltungen sind dafür sehr empfänglich und reagieren d.b. sehr sensibel. Für die Hydraulikleitungen der Scheibenbremsen stellt das weniger ein Problem dar, aber gesund finde ich das unnötige streßen der Leitungen und Hüllen auch nicht.  

Tja und hier kommt nun der Wildcat Gear Lion ins Spiel!


Seitenansicht – Platz für die Leitungen



Material und Ausstattung


Lion im Detail

Der Wildcat Gear Lion ist ausschließlich in Schwarz erhältlich. Gefertigt ist er aus Dimension-Polyant X-Pac VX21 und Ballistc-Nylon. Der Kern besteht aus einer gepolsterten und gleichzeitig stabilisierenden Einlage. Die Klettverschlüße mit dem Flausch auf der Innenseite, auf der Außenseite ein Gummiband über dem Logo, Polyester-Gurtmaterial, Steckschließen und Kanteneinfaßband. Die Maße betragen 29x23cm, wobei sich die Breite nach unten auf 26cm verjüngt. Die Stärke beträgt 6mm.


Die große Lasche, von Wildcat Gear irgendwie paßend Lion Tongue (Löwenzunge) benannt, besteht
aus zwei Lagen Dimension-Polyant X-Pac VX21. Eine Daisy Chain zur Gurtführung und zwei Hakenbänder als Gegenstück(e) zum Klettverschluß sind aufgenäht. Hier betragen die Maße 36x23cm und nach unten läuft die Zunge auf schmale 14cm zu. Die Stärke beträgt 3mm.

Sauberer Gurtbandabschluß per Klett

An den zwei Spanngurten für den Drybag sind praktische  Klett-Gurtbandabschlüße angebracht. Einfach die Gurte spannen, den Rest einrollen und mit den Kletts sichern. Eine simple und effektive Möglichkeit die Gurte am flattern zu hindern.


Lion mit und ohne Tongue

Das Gewicht des beträgt komplett 186g, wobei der Lion solo 146g und die Lion Tongue 40g wiegt.



Lieferumfang


Montageanleitung

Neben dem Lion incl. Tongue selbst befindet sich im Lieferumfang eine sehr gut bebilderte Montageanleitung zur Befestigung des Drybag-Halter an Lenker und Gabelbrücke. Die Anleitung dient bei der Montage des Tiger als angenehme Hilfestellung, aber nötig ist sie nicht wirklich, da der Gurtverlauf eigentlich selbst klärend ist. Wenn man das erste Mal so ein Teil montiert, kann die sehr gut bebilderte Anleitung die Erstmontage trotzdem erleichtern. Lobenswert so oder so!


Montage & Tuning


Lion Draufsicht am Lenker montiert


Verlängerte Gurte mit zusätzlichen Dreistegen und Polyester-Schlauch

Der Lion wird über ein Gurtsystem zwischen Lenker und Gabelkopf gehangen und mittels Leiterschnallen am Lenker verspannt. Dadurch wird das „streßen“ der Züge und Hüllen bei ausreichend strammer Abspannung – zumindest am Rennbügel – gering gehalten und die Bewegung mit beladenem Drybag insgesamt minimiert.

Seitenansicht Gurte & zusätzliche Dreistege

Von Wildcat Gear ist nur über dem Bereich der Gabelbrücke jeweils einem Dreisteg vorgesehen welche die Gurte dort zusammen hält. Die Last des Drybag liegt aber weiter oben an, wo die Gurte bis zum Lenker nur noch „einlagig“ verlaufen. Bis hierher verstanden?

Ok, das hatte der Tiger für meine Verhältnisse noch ein wenig zu sehr wippen lassen. Nur im minimalen Bereich, aber für mich trägt die Ruhe im Bike und allem was daran montiert ist, zu einem entspannterem fahren bei.


Gurttuning am Gabelkopf

Etwas Tuning war so für mich unumgänglich. Über eine oben zusätzlich eingeschlauftem Dreisteg pro Seite habe ich die Gurte auch dort zusammen legen können. So sind quasi zwei Doppelgurte mit mehr Stabilität für nochmals reduziertere Bewegung des Drybag entstanden. Zusätzlich habe ich ein Stück Polyester-Schlauch gegen Abrieb unter dem Gabelkopf und zum Schutz der Gurte vor dem Dreck-Beschuß des Reifens aufgezogen.

Gurtverlängerungen und Dreistege im Detail

Leider waren die Gurte für meine Lenkerhöhe durch die Spacer und Vorbausteigung von 25° etwas zu kurz. So haben aus den Leiterschnallen gerade mal 3cm heraus geschaut, was für ein kräftiges Abspannen ohne Zange einfach nicht ausreicht. Das ist sicher nicht der Sinn dahinter. Also war eine weiter Tuningmaßnahme die Verlängerung der Gurte. Mit 15cm mehr Länge läßt sich der Lion nun gut abspannen.

Lion Tounge Weitenregulierung durch zwei Kletts

Die Lion Tounge kann über zwei Hakenbänder an den Umfang des Drybag angepaßt oder auch komplett entfernt werden. So könnte man 40g Gewicht einsparen. Allerdings bietet die „Löwenzunge“ einen zusätzliche Schutz des Drybag, bewahrt ihn gegen den aufgewirbelten Dreck des Vorderrades und Nässe von unten gerade bei längeren Regenfahrten. So kann der Drybag sauberer ent -und später ins Zelt mitgenommen werden. Zudem ist der Halt insgesamt flächiger und wenn der Inhalt schrumpfen sollte (Verpflegung), ist die Gefahr geringer, daß der Drybag aus den Gurten rutscht. Wie auf den Bildern zu sehen verwende einen Drybag von Alpkit  – hier geht es zum Testbericht meines Airlok Dual 13L Drybag.


Funktion auf Tour


Wenig Platz für die Hände am Rennbügel

Konstruktionsbedingt liegt der Lion direkt am Lenker an und bei meinem 46cm breiten Rennlenker muß ich in Oberlenker-Griffpostion die Hand (Handschuhgröße: 10) zum Teil zwischen Lenker und Lion schieben um noch „gerade“ greifen zu können.

Der Gurt mit Steckschließen für die zusätzliche Montage des Lioness (Testbericht folgt) nimmt dabei auch noch etwas Platz in Anspruch, aber selbst ohne diesen würde ich weiter innen am Lenker nicht greifen wollen.


Angenehme Griffposition an den Hebeln mit montiertem Tiger am Salsa Cowbell3
In der SchalthebelGriffposition fährt es sich mit Tiger und Bikepacking-Geschirr so am besten.

 

Beladung mit 2L Platypus Faltflasche


Am Abend und zu Beginn der Suche nach einem Übernachtungsplatz schnalle ich meißtens noch zusätzlich eine 2L Wasserfaltflasche oben drauf. Dann ist eine Trägheit deutlich spürbar, aber die Belastung durch den Wassertransport ist bestenfalls nur für ein paar Kilometer bis zum Biwak gedacht und abends ist sowieso die Luft für schnelles fahren raus. Die Gurte und der Lion haben die zusätzliche Last bisher ohne Blesuren weg gesteckt.




Unterm Strich


Der Wildcat Gear Lion ist mit seinen 186g ein leichter Drybag-Halter für das Bikecockpit. Durch das weglassen der Lion Tongue kann man mit kleinen Einschränkungen nochmal 40g an Gewicht sparen. Insgesamt gehen ca. 20g meinen Tunnigmaßnahmen zu lasten. Diese sind bis auf die Gurtverlängerung durch mein hohes Cockpit nicht zwingend notwendig, tragen aber insgesamt zu einer besseren Funktion bei. Ohne diese wäre der Lion nochmal leichter und kommt so event. auch für Puristen in Frage…

Durch die Gurtabspannung des Lion bleibt den Schalthüllen und Bremsleitungen mehr Bewegungsraum um weiterhin eine gute Funktion trotz Drybag am Lenker zu gewährleisten. Der Freiraum zwischen Lion-Abspannung und Steuerrohr ist auch von der Länge des Vorbaus abhängig. Ein leichtes „arbeiten“ können selbst sehr fest abgespannte Gurte  des Drybag nicht verhindern, was aber mit meinem Tuning absolut im grünen Bereich ist. Ich versuche den Drybag möglichst nicht über 2kg zu beladen.  Meißt ist das Gewicht aber deutlich geringer.
Über die Verlängerung
konnte ich den Lion ordentlich stramm abspannen und  brauchte die Gurte bisher noch nie nach spannen. Verschleiß konnte ich noch keinen Ausmachen. Lediglich an den Polyester-Schläuchen im Gabelkopfbereich deuten sich die erste Hinweise dafür an. Das hängt auch mit der schmalen Gabelbrücke des Salsa Vaya und der Reibung der Gurte dadurch an der Steuersatzschale zusammen. Zeigt aber auch, daß der extra Schutz der Gurte seine Berechtigung hat. Die Nähte halten bisher ohne irgendwelche Auffälligkeiten.

Der eingeschränkte Platz für die Hände am Oberlenker zwischen Rennbügel und Lion ist konstruktionsbedingt und in meiner Kombination mit einem Rennlenker nicht zu ändern. Die Montage an einem breiten MTB-Lenker schließt den Platzmangel für die Hände durch die breitere Griffposition natürlich aus. 


Die Montage des Lion ist schon etwas aufwändiger und nicht mal in fünf Minuten erledigt. Die Montageanleitung kann dabei hilfreich sein, ist aber nicht unbedingt von Nöten. Das Verlegen der Gurte, der zusätzliche zweite Dreisteg pro Seite und den Polyester-Schlauch in die richtige Position ohne Verwerfungen zu bringen klappt nicht immer beim ersten Mal. Wenn aber alles sauber sitzt und gut abgespannt ist, funktioniert der Lion bestens – auch dank meines Tuning ;- >


Somit kann ich an der Verarbeitung überhaupt nichts auszusetzen und finde diese sehr gut. Punkt.


Etwas Feinschliff an der Funktion wäre allerdings wünschenswert. Hier nochmal die drei oben schon erwähnten Punkte:

  1. Längere Spanngurte 
  2. Doppelte Fixierung der Gurte pro Seite über Dreisteg o.ä. 
  3. Zusätzlicher Schutz der Gurte am Gabelkopf


Auch den Wildcat Gear Lion hatte ich im Bundle  für £168.74 geordert. Der Einzelpreis des Lion betrug so damals £59.09/~70€ was ich für Made in UK in Ordnung finde, aber günstig ist der Lion trotz der sehr guten Qualität nicht. Mein Tuning zeigt, daß es noch Verbesserungsbedarf gibt, welches die Grundfunktion nicht einschränkt, aber merklich optimiert. Trotzdem kann ich den Wildcat Gear Lion mit den erwähnten Einschränkungen empfehlen. Ob man nun bereit ist den dafür aufgerufenen Preis zu zahlen, muß jeder für sich selbst entscheiden…

Den Testbericht zum Lioness aus dem Bundle gibt es demnächst auch hier im Blog zu lesen.



Hier geht es zu den einzelnen Testberichten meiner Wildcat Gear Bike Bags:



Candy B. Graveller – Vorbereitungen abgeschloßen und der Countdown läuft!

Candy B. Graveller – Vorbereitungen abgeschloßen und der Countdown läuft!

Dieses Jahr wurde erstmals der Candy B. Graveller – eine Bikepacking-Selbstversorger-Abenteuerfahrt – ins Leben gerufen. Vater des Gedanken war den historischen Hintergrund der Berliner Luftbrücke und den geschichtsträchtigen Aktionen der Rosinenbomber (CBG) Piloten, welche seither für Solidarität und Freiheit stehen, zu verbinden.