Gipfelbuch: Großes Wiesbachhorn 3.564 m

Gipfelbuch: Großes Wiesbachhorn 3.564 m

Das Große Wiesbachhorn gehört zu den schönsten Bergen in Österreich, oder in den Ostalpen, hört man oft. Über 3.500 Meter hoch ist tatsächlich etwas Besonderes, noch dazu ist die Besteigung des Wiesbachhorns relativ einfach, wenn man gutes Wetter erwischt und der Kaindlgrat so aper ist wie bei meiner Tour.

Was mich am Großen Wiesbachhorn begeistert hat: es sind zwar viele Menschen unterwegs an diesem Berg, aber man hat Ruhe. Ruhe für den Zustieg, Ruhe die Hütte zu genießen, hat keinen Zeitdruck auf den Gipfel zu gelangen oder wieder hinunter. Ist das Wetter gut, wie bei meiner Tour, ist das Wiesbachhorn ein entspannter Dreitausender mit einer fantastischen Hütte – das Heinrich-Schwaiger-Haus zwischen Gipfel und Kapruner Stauseen allein ein Ziel, ein Ort, wo Hüttenfans wie ich einfach einmal gewesen sein müssen.

Kaindlgrat am Großen Wiesbachhorn
Kaindlgrat am Großen Wiesbachhorn (Obacht, der Gipfel ist das hinten links, was gerade aus dem Bild verschwindet!)

Vom Moserboden auf 2.040m geht man rund 2 Stunden zum Heinrich Schwaiger Haus, normalerweise könnte man so losgehen, dass man zum Abendessen oben ankommt, oder evtl zum Nachmittagskaffee. Der Wetterbericht für den Nachmittag war allerdings schlecht, so dass wir auf Nummer sicher gingen – rechtzeitig los, ohne Risiko, ohne Gewitter am Horizont. Ca 9:30 Uhr Uhr Ankunft am Parkhaus, Bus, Standseilbahn, Bus, ca 10:30 Uhr Ankunft am Stausee, kurz vor 1, zum Mittagessen, auf der Hütte.

Ankunft am Moserboden Stausee
Ankunft am Moserboden Stausee, nach der Fahrt mit Bus, Standseilbahn und noch einem Bus.

Ein wichtiger Zwischenstop muss noch erwähnt werden: da, wo die Staumauer in den Wanderpfad übergeht, befindet sich die Vorratskammer des Heinrich-Schwaiger-Hauses. Ein Stoß Holz, zwei Kühlboxen. Und ein Schild – alles muss rauf, bitte helft tragen. Wohlan, der eine nimmt ein Scheitl Holz, ich packe einen Kohlkopf in den Rucksack, Käse und Butter sind in der Mittagshitze doch sehr heikel. Die Dankbarkeit des Hüttenteams ist einem sicher, und begegnet man anderen Wanderern, wird kritisch begutachtet, was die wohl so mit herauftragen.

Vorratskammer des Heinrich Schwaiger Hauses am Stausee
Vorratskammer des Heinrich Schwaiger Hauses am Stausee

Dolce Vita, süßes Nichtstun, ein paar Stunden lang auf der Terrasse auf 2.802m. Blick auf den türkisgrünen Stausee unten, benachbarte Berge und Gletscher, auf rauschende Wasserfälle am Hang unterhalb von Wiesbachhorn und Bratschenkopf. Eine sonnige Terrasse mit Liegestühlen. Nudelsuppe, Kuchen, Weißbier und Kaffee. Da hält man es durchaus ein paar Stunden aus!

Dolce Vita - im Liegestuhl mit Bier und Gletscherblick am Heinrich Schwaiger Haus/ Hohe Tauern, Österreich
Dolce Vita – im Liegestuhl mit Bier und Gletscherblick am Heinrich Schwaiger Haus/ Hohe Tauern, Österreich

Pünktlich zum Abendessen starten Regen und Gewitter. Die Hütte ist pickepacke voll, für eine Handvoll Leute ohne Reservierung werden später Decken in die Stube gebracht, auf dem Fußboden ist gerade genug Platz zum Schlafen. Das Hüttenteam: immer noch freundlich und entspannt, offenbar immun gegen Stress, obwohl sie den ganzen Nachmittag eine volle Terrasse hatten.

Die Halbpension liest sich nach klassischer Hüttenkost, Suppe, Salat, Fleisch. Aber die Zubereitung ist raffinierter als anderswo, Dank nicht-typischer Gewürze im Möhrensalat, weicher Polenta zum Gulasch und Blüten auf der Panna Cotta – gute regionale Zutaten, auf der Karte ist aufgelistet, dass Mehl, Rosinen, Körner aus der Siegsdorfer St. Johann Mühle kommen, das Bier von der Klosterbrauerei Baumburg im Chiemgau (das Helle mit einer besonderen auf die Höhe angepasste Rezeptur), die Bienenstöcke für den Honig stehen an der Staumauer, Fleisch, Schnaps und Speck kommen von “der Familie Rieder vom Schloss Saalhof in Maishofen” – usw.

Die Hütte gehört „meiner“ Alpenvereins-Sektion München & Oberland und hat eine sehr interessante und tragische Entstehungs-Geschichte (siehe Link unten zur Hütten Website). Die Atmosphäre hier und Gemütlichkeit, das gute Essen, das ist es, warum ich Hüttentourn so mag!

Das Kuchenbuffet im Heinrich Schwaiger Haus.
Das Kuchenbuffet im Heinrich Schwaiger Haus – vom Abendessen gibt es leider keine Fotos, ups.

Der Gipfel des Großen Wiesbachhorns ist nur 762 Hm entfernt, man muss nicht allzu früh aufbrechen. 7:30 Uhr ist vollkommen ausreichend, nach einem Frühstück mit Müsli, Obst, frisch gebackenem Brot… Wir packen sicherheitshalber die Steigeisen ein, der Pickel bleibt in der Hütte: der Weg zum Wiesbachhorn ist eisfrei, wurde uns gesagt, höchstens für einen Abstecher Richtung Bratschenkopf oder Klöckerin bräuchten wir Steigeisen.

Das Wetter war übrigens besser, als manche Bilder den Anschein haben, aber durch Wolken und grelles Licht (und nur schnelle Schnappschüsse beim Fotografieren) erscheint der Himmel oft weiß, die Bilder haben deswegen einen dünnen Rahmen bekommen. Perfekt war es nicht, aber die ganze Zeit trocken, beste Hochtouren-Bedingungen.

Wegweiser zum Großen Wiesbachhorn
Da lang – von der Hütte zum Gipfel.

5 min eingehen auf einem Pfad hinter der Hütte, dann folgt bereits die Schlüsselstelle des Tages, eine seilversicherte Kletterstelle, wie man sie auf Hochtouren antrifft. Es geht durch eine Art Kamin hinauf, eine Spaßkletterei, gestört nur durch Stellen mit feuchtem Sand der Vor-Geher; wer sich gut am Seil festhält, kommt problemlos rauf. Selbst als Hund, wie man sieht, nur eine Stelle erfordert einen so großen Schritt, dass der Hund kurz getragen werden muss (klar, dass ich genau vor dieser Stelle dann etwas Bammel im Abstieg habe – aber sowohl der Hund als auch ich sind gut runter gekommen, wieder einmal besser als befürchtet).

Anstehen zum Klettern: die Schlüsselstelle auf dem Weg zum Wiesbachhorn
Anstehen zum Klettern: die Schlüsselstelle auf dem Weg zum Wiesbachhorn

Ein wenig Blockkletterei, die an den Hohen Riffler im Zillertal erinnert, dann blicken wir zum berühmten Kaindlgrat. Links Gletscher und die Felswände Richtung Hoher Tenn, rechts Gletscher und die prächtige Kulisse aus Bratschenkopf und Klöckerin, hinter denen recht bald auch der Großglockner auftaucht, die Spitze meist in Wolken versteckt.

Bröselig auf dem Weg zum Kaindlgrat
Bröselig auf dem Weg zum Kaindlgrat
Der erste Blick auf den Grat und auf den Gipfel des Großen Wiesbachhorns
Der erste Blick auf den Grat und auf den Gipfel des Großen Wiesbachhorns

Vom Kaindlgrat sieht man oft grandiose Fotos. Eisig, weiß, steil nach beiden Seiten, ein einzelner Bergsteiger, der Farbe ins Bild bringt. Bei uns: Der Weg auf dem Grat ist komplett eisfrei, entsprechend ist er viel breiter als auf Bildern, bequem zu gehen, und alles ist voller Menschen. Neben den 80 von der Hütte sind inzwischen auch diejenigen dabei, die mit dem ersten Bus im Tal losgefahren sind und das gute Wetter nutzen. Tolle Fotos ohne Getümmel bekommt man trotzdem hin! Auch Fotos Richtung Großvenediger, zur Glockner Hochalpenstraße im Fuscher Tal unten, zu den Steinbergen und dem Kaisergebirge am Horizont.

Komplett aper, der Kaindlgrat. Eisfreie Hochtour im August.

Der Pfad ist generell gut zu gehen, am Ende des Kaindlgrates, am Beginn des Gipfelaufbaus, kann man links am Steinmandl über den Nordwestgrat gehen oder rechts, weniger ausgesetzt, in einem Bogen. Der Pfad ist oft ein bröseliger Sand, teilweise ganz weich. Der Endspurt zum Gipfel ist noch mal steil, jeder sucht sich irgendwie seinen Weg über gestapelte Felsbrocken, durchsetzt von dünnen Neuschnee-Flecken.

Die letzten Meter zum Gipfel am Großen Wiesbachhorn in den Hohen Tauern
Die letzten Meter zum Gipfel am Großen Wiesbachhorn in den Hohen Tauern

Und dann wird es flach, und mit sicher 20 anderen stehen wir am Gipfel des Großen Wiesbachhorns auf 3.564m. Prompt ziehen Wolken auf, Sicht ist kaum noch vorhanden, der Wind ist frisch, aber die Stimmung gut.

Gipfelglück am Großen Wiesbachhorn, 3.564m
Gipfelglück am Großen Wiesbachhorn, 3.564m

Was man durch die Wolken im Osten nicht sieht: die Ostwand ist die “höchste durchgehende Flanke der Ostalpen”, mit 2.400 m ins Fuschertal hinunter. Wolken und Sonne malen dafür wundervolle Muster auf die Gletscher ringsherum, oder das, was von ihnen noch übrig ist. Ich habe die große Kamera wieder einmal im Tal gelassen, die Bilder vom Handy sind nicht schlecht, aber kein Vergleich zur Realität. Die echten Bilder bleiben im Kopf!

Gletscherblick.
Gletscherblick.
Blick hinunter auf die Großglockner Hochalpenstraße, Österreich
Blick hinunter auf die Großglockner Hochalpenstraße, Österreich

An der Wielingerscharte (3.265m) ist Pause angesagt, es ist weniger windig, die Sonne wärmt tshirtfähig, wir beobachten ganze zwei Bergsteiger auf dem Gletscher, die in voller Gletschermontur am Bratschenkopf unterwegs waren.

Glockner, Bratschenkopf uvm. Aussicht!
Glockner, Bratschenkopf uvm. Aussicht!
Grauer als die Realität, das Foto, aber das Erlebnis haftet fest in der Erinnerung. Der Kaindlgrat.
Grauer als die Realität, das Foto, aber das Erlebnis haftet fest in der Erinnerung. Der Kaindlgrat.

Der Blick beim Abstieg ist herrlich, tief unter uns leuchtend blau die Stauseen, davor winzig, auf dem einzigen flachen Stück weit und breit, das Schwaiger-Haus.

Ausblick Moserboden und schweiter Haus
Ausblick im Abstieg: Hütte und See.
Ein Ort näher am Himmel. Die Terrasse des Schwaiger Hauses im Salzburger Land/ Österreich.
Ein Ort näher am Himmel. Die Terrasse des Schwaiger Hauses im Salzburger Land/ Österreich.

Der Weg zwischen Hütte und Stausee ist dann irgendwie nur noch Pflichtprogramm – jeder will einfach nur noch runter. In ca 50 Serpentinen, auf staubigem, sandigem Untergrund, zum Pfeifen der Murmeltiere, mit Blick auf die Stauseen und auf heranziehende Wolken Richtung Zivilisation. Auch wenn diese die ganze Zeit im Blick war – auf der Hütte und weiter oben ist man halt doch weit weg. Weg vom Alltag, weg vom Lärm, weg vom Asphalt. Unter Bergsteigern. Dem Himmel ein Stück näher.

Venediger Hohe Tauern in Österreich
Blick zum Großvenediger und seinen Nachbarn

Fazit: Unter den guten Wetterbedingungen, die wir hatten, ist das Große Wiesbachhorn ein relativ einfacher 3.000er, ohne große Kletterstellen, ohne Gletscherspalten, ohne Orientierungsschwierigkeiten. Sobald es vereist ist, man mit Regen, Schnee, Nebel zu kämpfen hat, sieht es schon ganz anders aus. Und auch bei gutem Wetter darf man die Höhe nicht unterschätzen, eine Übernachtung in einer vollen Hütte auf 2.800m ist kein Schönheitsschlaf.

Das Schwaiger Haus ist eine wundervolle Hütte, in grandioser Lage und vielleicht gerade durch die Nähe zu den Stauseen und ihrem Massentourismus mit einer sehr besonderen Atmosphäre.

Datum der Tour: 26. und 27. August 2017

Alle Höhenangaben aus der Broschüre des Alpenvereins zum Heinrich Schwaiger Haus.

Schwarz Weiß Panorama. Kaindlgrat in den Hohen Tauern.
Schwarz Weiß Panorama. Kaindlgrat in den Hohen Tauern.
Blick zum Kitzsteinhorn über den Kapruner Stauseen samt Kaindlgrat
Blick zum Kitzsteinhorn über den Kapruner Stauseen samt Kaindlgrat
Endspurt zum Gipfel Wiesbachhorn. Ohne Menschen auf dem Foto, seltsam...
Endspurt zum Gipfel. Fast ohne Menschen auf dem Foto, seltsam…
Gletscherformen und Gletscherfarben, Hochtouren-Freuden.
Gletscherformen und Gletscherfarben, Hochtouren-Freuden.
Gletscher und Wasserfälle - Blick von der Terrasse des Schwaiger Hauses am Wiesbachhorn
Gletscher und Wasserfälle – Blick von der Terrasse des Schwaiger Hauses am Wiesbachhorn
Und näher dran - der Wasserfall an der Berghütte, Schwaiger Haus
Und näher dran – der Wasserfall an der Berghütte, Schwaiger Haus
Mittagessen auf dem Heinrich Schwaiger Haus, idyllisch mit Bier und Wäscheleine.
Mittagessen auf dem Heinrich Schwaiger Haus, idyllisch mit Bier und Wäscheleine.

Weiterlesen:

Mehr Touren im Salzburger Land

Mehr Hochtouren

Website des Heinrich Schwaiger Hauses (mit vielen interessanten Hintergründen zur Geschichte der Hütte, lesenswert!)
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12 neue Haus-Radlstrecken – 1 Jahr Gipfelglück im Chiemgau

12 neue Haus-Radlstrecken – 1 Jahr Gipfelglück im Chiemgau

Mit den Bergen vor der Haustür habe ich zwangsläufig auch jede Menge Radlstrecken vor der Haustür. Und heutzutage ist es fast nötig zu erwähnen – ich fahre ein normales Mountainbike, ohne Strom-Unterstützung. Nicht alle Berge rasend schnell hinauf, aber von mal zu mal gehen die schweren Strecken einfacher und schneller. Übung macht Oberschenkel und Bergab-Fahren ist so toll! Von Feierabend Runde bis tagesfüllende Tour, wenn das Wetter nur halbgut ist – hier gibt es 12 Tipps für große und kleine Fahrradtouren im Chiemgau, getestet in 12 Monaten Chiemgau-Dasein.

 

Schwarzachenalm

Lieblingsstrecke, wenn es nur eine kurze Feierabend Tour sein soll, mit kaum 100 Hm, mit Aussicht, Almgebiet, Einkehr bei freundlichen Hüttenwirten, ideal zum Abschalten. Erst ein wenig die Traun entlang, flussaufwärts leicht bergauf, dann links hoch, der Schwarzach folgend, etwas steiler. Ohne brutal steil zu sein aber so, dass man am Rückweg richtig flott voran kommt.

Schwarzachenalm
Schwarzachenalm

Jochberg

Ein Klassiker von Reit im Winkl aus, mit länger Variante durchs Dreiseengebiet oder Kurzvariante nur Weitsee und dafür länger auf die Pötschalm. Ausführlich gebloggt habe ich darüber dienstlich, auf dem Reit im Winkl Blog.

Jochbergalmen, Reit im Winkl
Jochbergalmen, Reit im Winkl

Seegatterl – #biketowork

Das #biketowork, das ich zu Münchner Zeiten hatte, wird wohl einmalig und unerreicht bleiben (siehe hier meine “Hommage”). Mein jetziger Arbeitsweg ist einfach zu lang zum Radlfahren, im Winter wird der Radlweg sogar zur Loipe. Aber da wenig besser ist als nix, stelle ich manchmal das Auto am Parkplatz Seegatterl ab, hole das Radl aus dem Kofferraum und habe so wenigstens 2 mal 6 km #biketowork. An der Schwarzlofer entlang, ein schöner, einsamer Weg, sehr viel besser als nix.

Ein bisschen biketowork ist besser als nix - zwischen Seegatterl und Reit im Winkl
Ein bisschen biketowork ist besser als nix – zwischen Seegatterl und Reit im Winkl

Wappbachtal

Alles andere als ein Geheimtipp aber vielleicht eine der schönsten Mountainbike Strecken im Chiemgau. Das Wappbachtal verbindet auf einem leichten, nicht allzu steilen Forstweg das Dreiseengebiet mit den Röthelmoosalmen, beides für sich Naturschätze von großer Schönheit, wo man immer wieder Zeit verbringen kann. Durchs Wappbachtal plätschert der Wappbach, an bemoosten Steinen vorbei und an wild wachsenden Bäumen, hindurchschleichende Sonnenstrahlen malen feine Muster auf Bach und Ufer. Immer überlegt man, sich am Ufer mal eine gemütliche Stelle für eine Pause zu suchen, und dann fährt man doch immer weiter bis zur Dandlalm oder zur Langerbaueralm. Ausführlich beschrieben hier.

im Wappbachtal
im Wappbachtal

Zinnkopf

Ein Labyrinth aus breiten Forstwegen, mal mehr mal weniger steil. Zu Fuß kann man auch zum Gipfel rauf, wo es aber wenig zu sehen gibt. Die Wege sind gut zum Training für Oberschenkel und Lunge, aber sie scheinen ab einem gewissen Zeitpunkt kein Ende zu nehmen, sehen alle gleich aus, und die Wegweiser, die man sieht, führen nie da hin, wo man hin will. Außer man will nach Hammer. Manchmal kommt man am Zinnkopfsee vorbei, manchmal an Brombeerhecken. Gibt’s hier schon als ausführliche Tourenbeschreibung.

Endlose Wege im Zinnkopf Labyrinth
Endlose Wege im Zinnkopf Labyrinth

Stoabergrunde

Von Lofer aus im Uhrzeigersinn um die Loferer und Leoganger Steinberge, ein lange schöne Runde. Ca 30 km leicht bergauf, dann ca 30 km immer leicht bergab. Über Saalfelden, Leogang, Hochfilzen, am Pillersee vorbei, über Waidring zurück nach Lofer. Asphaltierte Radwege oder Forstwege, alles gut zu fahren. Und fast immer die herrlichen Steinberge im Blick, wenn man nicht gerade einen trockenen Schlechtwettertag für die Tour nutzt…

Im Land der Steinberge in Salzburg und Tirol
Im Land der Steinberge in Salzburg und Tirol

Staubfall

Eine großartige Tour, etwas wirkliches Besonderes. Am besten bei schlechtem Wetter zu fahren, wenn es nicht zu voll ist und man die wilde Landschaft nicht mit zu vielen anderen teilen muss. Der Wasserfall ist natürlich das Highlight aber auch der Rest macht Spaß! Ausführliche Tourenbeschreibung hier.

Wildnis am Staubfall
Wildnis am Staubfall

Chiemsee

Muss man mal gemacht haben – die Chiemsee Umrundung sieht gewaltiger aus als sie ist und eigentlich ganz entspannt. So lernt man neben den bekannten Lieblingsstellen auch neue Lieblingsstellen kennen, Buchten, Stege, Ausblicke, Cafés… Hier ausführlich nachzulesen.

Radl Pause am Chiemsee
Radl Pause bei Rund um den Chiemsee

Simssee

Der kleine Nachbar des Chiemsees, die Umrundung (20 km) startet man z.B. in Stephanskirchen bei Rosenheim. Große Teile des Ufers sind Privateigentum, deswegen freut man sich oft schon über schöne Blicke auf den See. Es gibt Highlights: die Esel am Campingplatz Stein, eine lange knackige Steigung auf der Straße bei Hirnsberg und ein herzliches Stück Radweg durch Moor und Schilf bei Ecking. Ideal für Pause, Snack und Baden: das Strandbad in Baierbach.

Simssee Umrunden - Blick vom Radweg auf den See
Simssee Umrunden – Blick vom Radweg auf den See

Traunstein

Will man was erledigen und “in die Stadt” fahren, dann fährt man nach Traunstein. Am Land machen ja alle alles mit dem Auto (fast…), und wenn ich die 14 km nach Traunstein fahre (mit dem Auto), denke ich oft daran, dass ich “früher” morgens und abends je 10 km zwischen Wohnung und Arbeit geradelt bin. Jeden Tag. Also fahre ich jetzt auch ab und zu mit dem Radl nach Traunstein. Die Traun entlang, über Miesenbach und den Edergraben nach Eisenärzt rechtsseitig, dann aufs linke Ufer wechselnd, durch Siegsdorf, unter der Autobahn durch und die letzten km der Stadt zu. Auf dem MTB ist es schwierig Zeug zu transportieren, früher mit Satteltaschen war das einfacher. Auf dem Rückweg kann man theoretisch auch den Zug nehmen, auf der Strecke Traunstein-Ruhpolding der Südostbayern Bahn fahren Fahrräder kostenlos mit!

Von Ruhpolding nach Traunstein - Traun-Überquerung bei Siegsdorf
Von Ruhpolding nach Traunstein – Traun-Überquerung bei Siegsdorf

Rauschbergrunde

Eine große Runde um den Hausberg der Ruhpoldinger herum. Nach Inzell und Weißbach, über Kaitlalm, Harbachalm und, siehe oben, die Schwarzachenalm zurück. Einige steile Stücke drin, viele Einkehrmöglichkeiten, viele Varianten, auch eher was für mittelmäßiges Wetter – einen Sonnentag verbringe ich doch lieber am Berg.

Blick auf Inzell auf der Rauschbergrunde
Blick auf Inzell auf der Rauschbergrunde

Thoraualm

Die Thoraualm wird noch für lange Zeit ein unvollendetes Projekt bleiben – der Weg hinauf ist einfach brutal steil, endlos anstrengend. Ich müsste mich wohl jeden Tag hinauf quälen um irgendwann mal ohne zu schieben an der Alm anzukommen. Natürlich entscheide ich mich in 99% der Fälle dann lieber für die Schwarzachenalm. Aber man muss ja auch Radl-Träume haben.

Von wegen Radl-Glück - fix und fertig auf der Thoraualm
Von wegen Radl-Glück – fix und fertig auf der Thoraualm

Dies ist der 2. Teil einer kleinen Chiemgau Serie, mit Radltouren heute, Bergtouren im 1. Teil und allerlei weiteren Empfehlungen in den kommenden Wochen.

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Kuchen mit Aussicht (3): die Winnebachseehütte im Ötztal 2.362m

Kuchen mit Aussicht (3): die Winnebachseehütte im Ötztal 2.362m

Die Winnebachseehütte ist ein wunderbarer Ort. In einem Seitental des Ötztals, in großer Stille auf 2.362m gelegen, die einzigen Geräusche sind Wasserrauschen, Wassergluckern, und ab und zu noch ein Plätschern. Und das freundliche Geplauder des Hüttenteams, das einen nach einer kurzen, kaum 2-stündigen Tour mit Kuchen und Buttermilch versorgt.

Winnebachseehütte im Ötztal/ Tirol
Winnebachseehütte im Ötztal/ Tirol

Speisekarte auf der Winnebachseehütte

Die Hütte ist über eine Materialseilbahn mit der “Zivilisation” verbunden, so dass regelmäßig frische Zutaten zum Kuchenbacken auf die Hütte gebracht werden können. Neben meinem köstlichen Schokokirschkuchen gab es noch Zwetschgenkuchen und Apfelstrudel sowie übliche Hüttengerichte.

Kuchen mit Aussicht auf der Winnebachseehütte/ ötztal
Kuchen mit Aussicht auf der Winnebachseehütte

Aussicht von der Winnebachseehütte

Wasser fließt im Winnebachtal überall, scheinbar von allen Seiten kommend, den Weg kreuzend, in alle Richtungen weiterfließend. Von der Hütte blickt man durch große Panoramafenster und von der Terrasse auf einen großen Wasserfall auf der anderen Talseite. Tief unten im Tal fließen mehrere Bäche wild durcheinander und erinnern an eine kanadische Berglandschaft.

Wasserfall gegenüber der Winnebachseehütte/ Tirol
Wasserfall gegenüber der Winnebachseehütte/ Tirol

Hinter der Hütte: eine gewaltige monotone Geröllhalde und daneben ein wunderschöner Bergsee, der Winnebachsee. Mit Uferspazierweg, Bänken und einer kleinen Wollgrasinsel.

Der Winnebachsee mit der Winnebachseehütte/ Österreich
Der Winnebachsee mit der Winnebachseehütte/ Österreich

Die vermutlich allerbeste Aussicht hat man von der Schaukel vor der Hütte…nach dem Kuchenessen.

Lage und Erreichbarkeit der Winnebachseehütte

In weniger als 2 Stunden (ca 800 Hm) vom großen kostenlosen Wanderparkplatz in Gries (1.569m) auf einem einfachen, abwechslungsreichen, manchmal steilen Weg erreichbar. Kurz, und doch scheint man eine andere Welt zu betreten, wenn man den Wald, die Almwiesen und den gerölligen Abschnitt hinter sich gelassen hat. Man ist weit weg vom Lärm der Autos im Tal, insbesondere am Ufer des Winnebachsees verspürt man eine tiefe Ruhe, der Wind scheint alle düsteren Gedanken wegblasen zu können.

Dem Himmel über den Stubaier Alpen ein Stück näher: Hütte in Sicht
Dem Himmel über den Stubaier Alpen ein Stück näher: Hütte in Sicht

Die Winnebachseehütte liegt am Adlerweg, zum Gipfel des Gänsekragens sind es weitere 550Hm, weitere Gipfel und Hütten in der Nähe siehst du auf dem Foto.

Wegweiser bei der Winnebachseehütte/ Ötztal
Wegweiser bei der Winnebachseehütte/ Ötztal

Schwierigkeit

Der Weg ist immer recht breit, nie ausgesetzt, es gibt weder Kletter- noch Kraxlstellen. Auch für Kinder geeignet.

Fazit: Die Winnebachseehütte ist sicher alles andere als ein Geheimtipp aber wenn man sich rechtzeitig auf den Weg macht, so spätestens um 9 vielleicht, hat man auf dem Weg seine Ruhe und kann seinen Kuchen auf der Hütte ausgiebigst in Ruhe genießen. Definitiv eine Empfehlung für einen Kuchen mit Aussicht!

Gerölliger Weg im Winnebachtal, einem Seitental des Ötztals
Gerölliger Weg im Winnebachtal, einem Seitental des Ötztals

Datum der Tour: 14. August 2017

Im Ötztal war ich auf Einladung des Tourismusverband Ötztal unterwegs.

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Website der Winnebachseehütte: www.winnebachseehuette.com

Kuchen mit Aussicht (1): Paulshütte auf der Kneifelspitze

Kuchen mit Aussicht (2): 2x Kuchen am Chiemsee

Winnebachalp
Winnebachalp

 

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Unterwegs zur Winnebachseehütte im Ötztal
Unterwegs zur Winnebachseehütte im Ötztal

 

Schattiger Wald auf dem Hüttenzustieg im Sommer, Winnebachseehütte
Schattiger Wald auf dem Hüttenzustieg im Sommer, Winnebachseehütte

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12 neue Hausberge – 1 Jahr Gipfelglück im Chiemgau

12 neue Hausberge – 1 Jahr Gipfelglück im Chiemgau

12 besondere Lieblings-Berge in den Chiemgauer Alpen, 12 mal Gipfelglück, nach 12 Monaten hier im neuen Revier, 12 neue Hausberge.

Nicht immer schaffen es die Berge vor der Haustür in einen eigenen Blogartikel, Gipfelglück-würdig sind sie aber allemal. Den Wander-Weg muss zum Teil jeder selber herausfinden, viel zu kompliziert zum Beschreiben sind die Steiglein teilweise. Natürlich gibt’s mehr als 12 Gipfel, von mehr Hausbergen erzähle ich euch, wenn wieder 12 Monate vergangenen sind. Heute aber erst mal die Bergtouren im Chiemgau, die mir in den letzten Monaten besonders ans Herz gewachsen oder besonders in Erinnerung geblieben sind.

Adlerkopf (1.338m)

Einsam, steil, zum Teil ausgesetzt – der Adlerkopf mit seinen 3 Gipfeln ist dem Sonntagshorn vorgelagert, unscheinbar von unten anzusehen, entspannt zu gehen, mit einem versteckten Badeplatz und einer bekannten Sicht aus dem Tal heraus auf Ruhpolding. Einer dieser Ausblicke, die man einmal selbst gesehen haben möchte.

Adlerkopf im Chiemgau
Adlerkopf im Chiemgau

Fellhorn (1.764m)

Der unverbaute Nachbar der Steinplatte, ruhig, mit weitem Blick bis zu den Hohen Tauern und den Berchtesgadener Alpen. Versüßt durch Pausen am Straubinger Haus und an der Hindenburghütte, verbunden durch ein herrliches ruhiges Wandergebiet. Mein Tourenbericht auf dem Reit im Winkl Blog (mein Alltags-Job)

Gipfelglück am Fellhorn
Gipfelglück am Fellhorn

Hochfelln über die Schneiden (1.671m)

Wer mit der Seilbahn auf den Hochfelln fährt, oder über den Normalweg von Bergen herauf wandert, macht sich keine Vorstellung von der Schönheit seiner Schneiden, der scharfkantigen schmalen Rücken an der östlichen, Ruhpoldinger Seite. Man muss wissen wo sie sind, die Steige zu Thorauschneid, Nesslauer Schneid, Haaralmschneid und Strohnschneid, mit den kleinen Gipfelkreuzen und versteckten Almhütten. Kulturschock inclusive, wenn man den Hauptgipfel und die Gipfelhütte dann erreicht.

Über die Strohnschneid zum Hochfelln
Über die Strohnschneid zum Hochfelln

Hochgern (1.748m)

Ein Klassiker und gerade noch ein Münchner Hausberg, im Winter wie im Sommer ein Lieblingsberg, mit Einkehrmöglichkeiten und Aussicht in alle Richtungen, man ist nie allein aber immer unter zufriedenen Berggehern. Ein Erlebnis ist das Übernachten am Hochgernhaus, besonders eben weil es vertraute Umgebung ist, belohnt von Murmeltier-Spielereien am frühen Morgen, vor dem Trubel des Tages. Ein alter Gipfelglück Artikel vom Hochgern im Winter hier

Sonnenuntergang am Hochgernhaus
Sonnenuntergang am Hochgernhaus

Hochstaufen (1.771m)

Ein Lieblingsberg von vielen Chiemgauern, ob für ein schnelles Feierabendbier am Reichenhaller Haus oder der langen anspruchsvollen Überschreitung von der Staufenbrücke in Piding bei Bad Reichenhall über Fuderheuberg, Hochstaufen, Mittelstaufen, Zwiesel und Gamsknogel. Knackig, nicht zu unterschätzen, genussvolle Kraxeleien.

Blick zum Hochstaufen Gipfel und zum Reichenhaller Haus
Blick zum Hochstaufen Gipfel und zum Reichenhaller Haus

Hörndl (1.684m)

Felsig und rauh, in manch Perspektive erinnert das Hörndl an Patagonien. Aus vielen Richtungen zu besteigen und kombinierbar, ob von Seehaus, aus der Urschlau über die Hörndlalm und den Jagersteig, als lange Überschreitung mit Gurnwandkopf, Obinger Kreuz, Mittagshorn, Brandl und Unternberg oder als genussvolle Variante mit Almeinkehr auf den Röthelmoosalmen. Im Tourenbericht: auf die Hörndlalm mit Schneeschuhen

Gipfelglück auf der Hörndlwand
Gipfelglück auf der Hörndlwand

Seekopf (1.173m)

Ein kleiner Lieblingsberg, auf den nur ein steiler nicht beschilderter Steig führt. Obwohl man die meiste Zeit im Wald unterwegs ist, kommt man wegen einer ganz besonderen Aussicht auf den Seekopf: Weit unten erblickt man das Dreiseengebiet zwischen Reit im Winkl und Ruhpolding, wild und unberührt sie es aus, fern jeder Zivilisation, und man kann all jenen zustimmen, die diese Gegen als “Klein-Kanada” bezeichnen.

Gipfelglück und Seenblick am Seekopf
Gipfelglück und Seenblick am Seekopf

Sonntagshorn (1.961m)

Der höchste Gipfel der Chiemgauer Alpen, von Süden vom Heutal aus leicht zu besteigen, von Norden aber steil und rauh und durch die Dreiecksform leicht erkennbar. Das Sonntagshorn hilft einem dadurch immer beim Bestimmen der Berge, die Kette mit den benachbarten Reifelbergen ist ein deutlicher geografischer Hinweis. Und durch seine Höhe ist es auch immer ein wichtiger Anhaltspunkt, wie weit runter es in der Nacht geschneit hat. Tourenbericht Sonntagshorn

Hinterm Rauschberg lugt das Sonntagshorn hervor.
Hinterm Rauschberg lugt das Sonntagshorn hervor.

Steinplatte (1.869m)

“Schön” ist dieser Gipfel nicht, eher gilt “der Weg ist das Ziel” – und Wege gibt es so einige, zu allen Jahreszeiten. Im Winter krönt die Steinplatte ein herrliches Skigebiet, im Sommer gelangt man über den Klettersteig Schuastagangl herauf oder über meinen Lieblingsweg, den Wieslochsteig von Waidring aus. Rund um den Gipfel stehen im Sommer Dinosaurier, es gibt Almen, Hütten und Seilbahntouristen. Nicht “schön” aber durchaus zu umgehen, der Weg ist das Ziel. Und die Aussicht.

Gipfelglück auf der Steinplatte
Gipfelglück auf der Steinplatte

Streicher & Zenokopf (1.594m u 1.603m, Inzeller Kienberg)

Auch Streicher und Zenokopf (gemeinsam heißen sie Inzeller Kienberg) haben einen viel berühmteren Nachbarn, der per Seilbahn erreichbar ist, den Ruhpoldinger Hausberg, den Rauschberg. Und auch diese beiden sind damit viel ruhiger, ob im Winter oder im Sommer, ein Tourengebiet, das immer geht und recht anspruchsvolle steile Ecken zu bieten hat. Noch ein Winterbericht: der Streicher

Unterwegs zum Streicher
Unterwegs zum Streicher

Wetterkreuz (1.062m)

Ein kleines verstecktes Gipfelchen oberhalb von Reit im Winkl, die Tour beliebig in Länge und Dauer kombinierbar mit Taubensee, Stoibenmöseralm und Hutzenalm.

Gipfelglück am Wetterkreuz
Gipfelglück am Wetterkreuz

Dies ist der 1. Teil einer kleinen Chiemgau Serie, mit Bergen heute und allerlei anderen Empfehlungen in den kommenden Wochen.

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Buchtipp: Wanderlust

Buchtipp: Wanderlust

Juli, Sommerzeit, Ferienzeit, Reisezeit für die einen – und gleichzeitig Wanderlust und Fernwehzeit für die anderen, die eigentlich ja glücklichen, die nicht in den Schulferien verreisen müssen. Die ihre Reise im Oktober geplant haben und jetzt mit ansehen und anhören müssen, wie der Rest des Landes sich aufmacht zu nahen und fernen Zielen, faulenzt, Abenteuer erlebt, Fernweh weckt.

Wanderlust

Und wenn man so den Nachbarn die Tomaten gießt und die Erdbeeren erntet, wenn man unter all den Urlaubern im See badet und den Stau auf den Straßen verwünscht, hilft es zumindest mit dem Kopf zu verreisen. Perfekt dafür: das neue Wanderlust Buch aus dem wundervollen gestalten Verlag, der lauter feine Bücher herausbringt.

Wanderlust stellt großartige Wandergebiete auf allen Kontinenten vor, in großartigen Bildern. Bei den Texten merkt man, dass sie übersetzt sind und nicht “original” geschrieben. So etwas ist zwar immer störend meiner Meinung nach, aber in diesem Fall nicht ganz so wild, die Texte sind nebensächlich.

Wanderlust in Norwegen
Wanderlust auf dem Olavsweg
Gipfelglück in Norwegen
Gipfelglück in Norwegen

Im Vordergrund stehen die Wanderwege bzw Wanderregionen selbst und die Gedankenreisen, die die Bilder, Kartenausschnitte und allein die Namen auslösen.

Wenn man z.B. beim Durchblättern auf den Salkantay Trek in Peru stößt, auf das Tongariro Crossing in Neuseeland, auf den South West Coast Path in Cornwall oder den Olavsweg in Norwegen, dann kommen so viele schöne Erinnerungen zurück. Oder es kommen Träume oder Sehnsüchte oder Ideen, wenn man die Kapitel zum Wadi Rum, zum Kalalu Trail oder zum Kilimanjaro durchblättert. 32 große Wandertouren werden insgesamt vorgestellt. Vorgeträumt.

Wanderlust: Tongariro Crossing
Wanderlust: Tongariro Crossing
Und Gipfelglück in Neuseeland

Reisen kann man gar nicht oft genug, Wander-Reisen sind die besten, Wander-Reise-Wunschziele kann man nie genug haben – für die “zähe” Zeit daheim zwischen den Abenteuern ist Wanderlust ein fantastisches Buch zum immer wieder blättern. Wie vom Gestalten Verlag gewohnt (zu empfehlen übrigens der Instagram Kanal des Verlags) fühlt sich das Buch einfach auch gut an, das Papier von Seiten und Umschlag ist hochwertig, die großen Bildern von unterschiedlichsten Fotografen. Interessant sind die kurzen Abschnitte zum Hintergrundwissen sowie zu Flora und Fauna. Nicht, dass man damit wirklich eine Reise planen könnte. Auch die kurzen Abschnitte sind zum Wegträumen und Pläne schmieden, und wer weiß, vielleicht steckt in einem der Fotos, in einem der Texte der entscheidende Hinweis, sich für das nächste Wander-Reise-Ziel zu entscheiden.

Wanderlust: Berberland Marokko
Wanderlust: Berberland Marokko
Gipfelglück in Marokko
Gipfelglück in Marokko

 

Hinweis: das Buch wurde mir vom gestalten Verlagen als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür!

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