Ostseeküstenradweg: Flensburg – Lübeck

Ostseeküstenradweg: Flensburg – Lübeck

Unsere allererste längere Radtour? Die ging 2006 an die Ostsee und war noch relativ kurz. Dennoch war sie fordernder als vorher gedacht (wir hatten an der flachen Ostseeküste keine Steigungen erwartet) und zudem sehr verregnet.
Trotzdem haben wir damals Feuer gefangen und sind seitdem mindestens einmal im Jahr länger auf unseren Drahteseln unterwegs im Urlaub.

Auf dem beliebten und bekannten Ostseeküstenradweg radelten wir in acht Tagesetappen (und einigen Off-days) von Flensburg nach Lübeck.
Vorbei ging es an einigen Naturschutzgebieten sowie vielen mondänen Ostseebädern mit überlaufenen Promenaden und schönen Sandstränden.
Höhepunkte der Tour waren das hübsche Wasserschloß Glücksburg, die Insel Fehmarn und die vom Festland dorthin führende Fehmarnsundbrücke, die Brodtener Steilküste vor Travemünde sowie Brasilien und Kalifornien mit den tollen Sandstränden.
Einen schönen Abschluss bildete die Hafenstadt Lübeck, die es uns nicht nur dank des berühmten von dort stammenden Marzipans angetan hat.

Am Strand von Glücksburg

An- und abgereist sind wir damals mit dem Zug. Bei der Etappenplanung und unterwegs haben wir uns am Bikeline-Radtourenbuch Ostseeküsten-Radweg 1 orientiert, wobei der Weg generell recht gut ausgeschildert war und wir heute eher auf unser GPS-Gerät zurückgreifen würden. Gefahren sind wir dann immer von Jugendherberge zu Jugendherberge, obwohl diese eigentlich, wie sich später herausstellte, nicht wirklich günstiger sind als Hotels, wenn man bereits über 26 Jahre alt und damit Jugendherbergs-Senior ist. Dennoch haben wir unterwegs immer wieder andere Radler getroffen, die den gleichen Weg gefahren sind und auch immer in den gleichen Unterkünften übernachtet hatten.

Neben dem anfänglichen Dauerregen, der fast zum Tour-Abbruch geführt hätte, ging zu allem Überfluß auch unsere Kamera relativ schnell kaputt, so dass wir uns in einem Supermarkt mit Einweg-Kameras eindeckten, um dieses erste Radabenteuer zu dokumentieren. Die Qualität der Bilder zeigt das natürlich deutlich, aber die damit verbundenen Erinnerungen sind unbezahlbar.

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Messina – Palermo

Messina – Palermo

Von der Hafenstadt Messina ging es weiter zur Insel-Hauptstadt Palermo, dem Endpunkt unserer Italienreise. Gefahren sind wir dabei die meiste Zeitauf der Küstenstraße SS113 direkt am Meer entlang.

Die sonnenverwöhnte Insel, inmitten von Ionischem, Tyrrhenischem und Mittelmeer, ist auf jeden Fall einen Bike-Trip wert! In unserem Reisezeitraum im April stand die Flora der Insel in voller Blüte und bot einen atemberaubenden Anblick.
An der grünen, mediterranen Nordküste zwischen Messina und Palermo wechseln sich langezogene Kiesstrände mit felsigen Kaps ab, dazwischen einige traumhafte Sandstrände und Buchten wie zum Beispiel bei den beliebten Badeorten Cefalù, Capo D’Orlando und Milazzo.
Immer in Blickweite: die schroffe Bergwelt Siziliens. Über 80 % der Inselfläche sind schließlich Berg- oder Hügelland.

Landstraße auf Sizilien

Palermo, die sizilianische Hauptstadt, fasziniert mit Ihrem morbiden Charme und ihrer riesigen Altstadt mit arabisch-normannischen Bauten, mittelalterlichen Palästen und barocken Kirchen. Die bewegte Vergangenheit der Stadt lässt sich im Inquisitionsmuseum oder der Kapuzinergruft erleben, bevor man sich abends ins quirlige Nachtleben der Stadt stürzt.

Auf jeden Fall lohnenswert: Ausflüge zu den Äolischen Inseln (Liparische Inseln), die seit dem Jahr 2000 zum UNESCO Weltnaturerbe gehören. Besonders beeindruckend ist ein Ausflug nach Stromboli zum einzigen dauerhaft aktiven Vulkan Europas.

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Neapel – Messina

Neapel – Messina

Nun kommen wir zu einer wirklich atemberaubend schönen Etappe der Italienreise: Von Neapel nahmen wir zuerst eine Fähre nach Sorrento, um anschließend mit dem Rad durch wunderschöne Landschaften mit Meerblick in Richtung Messina zu fahren.
Ganz klarer Höhepunkt war die Amalfi-Küste, bei der wir kaum mehr aus dem Schwärmen herausgekommen sind. Zwar ist auf der Küstenstraße Amalfitana einiges an Muskelkraft nötig, aber nach jeder Steigung  erwartete uns wieder ein phantastischer Ausblick, so dass uns die Steigungen kaum aufgefallen sind. Wir wurden regelrecht angetrieben vom Wunsch, den nächsten gigantischen Ausblick kennen zu lernen.

Radfahren an der Amalfiküste

Aber auch die wildere basilikatische Küste zwischen Sapri und Maratea hat uns in ihren Bann gezogen. Leider merkten wir kurz danach, dass uns allmählich die Zeit davon läuft und wir beschlossen notgedrungen die verbleibende Strecke nach Sizilien durch Abschnitte mit der Bahn abzukürzen.

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Rom – Neapel

Rom – Neapel

Nun verließen wir Rom und radelten Richtung Neapel weiter. Insgesamt gesehen war dies einer der weniger schönen Abschnitte unserer Italienreise.
Ein Highlight war die unglaublicherweise sehr entspannte Ausfahrt aus Rom – am Kolosseum vorbei auf direktem Weg Richtung Meer. Am Lido di Ostia ging es dann an kilometerlangen Sandstränden entlang. Gemütlich kann man fahren und jederzeit eine Badepause einlegen. In der Vorsaison wirkte hier alles aber sehr verlassen, zerfallen und wie in der Zeit stehen geblieben.

Auf dem Weg nach Neapel

Nach Nettuno, wo wir übernachteten, fuhren wir dann weiter durch ein sehr trostloses Gebiet entlang eines ewig langen mitlitärischen Sperrgebiets. Richtig schön wurde es erst ab Terracina wieder mit seinen endlosen Dünen mit dem vorgelagerten weißen Sandstrand.
Nach dem hübschen Küstenstädtchen Gaeta (mit viel beeindruckender Streetart) ging es über das Fischerdörfchen Sperlonga ( mit weißen Häusern, Gassen und Treppen) weiter nach Scalea. Von dort aus haben wir das letzte Stück nach Neapel mit dem Zug zurückgelegt, um das „Feuerland“ zu umgehen.

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Verona – Rom

Verona – Rom

Bei einer Radreise von Verona nach Rom lernt man Italien von einer ganz neuen Seite kennen: Still und beschaulich zeigt sich das sonst so lebendige Land am Mittelmeer.
Auf ruhigen Wegen führt die von uns geradelte Route durch die Po-Ebene und die Regionen Emilia Romagna, Toskana, Umbrien und Latium.
Ausgangspunkt war Verona, die Hauptstadt Venetiens. Nachdem wir durch die flache Po-Ebene in Emilia Romagna geradelt sind, ging es weiter durch die sanft geschwungene Hügellandschaft der Toskana – natürlich mit einem Stopp in Florenz, der Haupstadt und dem kulturellen Mittelpunkt der Region.

Auf den Dächern von Arezzo, Toskana

Gleich hinter der Toskana beginnt Umbrien, das grüne Herz Italiens. Diese Region ist zwar nicht so bekannt und beliebt wie die Toskana und hat keinen Zugang zum Meer,  hat uns aber sogar noch mehr verzaubert.  Der Reiz Umbriens entsteht vor allem durch die ursprüngliche Natur, die wildromantischen Gebirgszüge und die mittelalterlichen Dörfer und Städte, die hoch oben auf einem Hügel thronen wie Assisi, Perugia oder Spoleto.
Weiter ging es durch Latium zum Endpunkt der Strecke, der „ewigen Stadt“ Rom.

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