Radlogistik Verband Deutschland gegründet

Radlogistik Verband Deutschland gegründet

ECLF-Symposium in Berlin im April 2018.

Logistik mit Cargobikes in Deutschland hat jetzt eine Adresse: In Berlin hat sich der Radlogistik Verband Deutschland (RLVD) als Ableger der European Cycle Logistics Federation (ECLF) gegründet.

Gründungsmitglieder sind vor allem kleine und mittelständische Logistik-Unternehmen, die gezielt auf den Einsatz von Cargobikes setzen. Weitere Gründungsmitglieder des RLVD kommen aus Wissenschaft, Verbänden und Beratungsunternehmen. cargobike.jetzt gehört auch dazu und dokumentiert hier die RLVD-Selbstdarstellung. Vorbereitet und angekündigt wurde die Verbandsgründung bereits im April auf dem European Cycle Logistics Symposium in Berlin.


Der Radlogistik Verband Deutschland stellt sich vor

Berlin, 19. September 2018

Am 14. September fand in Berlin die Gründungsversammlung des Radlogistik Verband Deutschland (RLVD) statt. Er wird als eingetragener Verein mit Sitz in Berlin registriert und ist deutscher Ableger der European Cycle Logistics Federation (ECLF, www.eclf.bike).

Der Radlogistik Verband tritt ein für Radlogistik als Beitrag zu Klimaschutz, Luftreinhaltung, urbaner Lebensqualität und effizienten multimodalen Logistiksystemen. Er vertritt die Interessen insbesondere der kleinen und mittelständischen Unternehmen, die ganz maßgeblich die Radlogistik in Deutschland voranbringen. Der Verband setzt sich gegenüber Politik, Wirtschaft und Gesellschaft ein für:

  • Eine Verkehrs- und Infrastrukturpolitik inklusive Rechtsrahmen, die die Bedingungen für den Radverkehr insgesamt sowie speziell für gewerblichen Radverkehr mit Cargobikes verbessert.
  • Faire und sichere Arbeitsverhältnisse und eine Stärkung der Stellung von BerufsradfahrerInnen.
  • Kostengerechtigkeit in der Logistik-Wirtschaft durch Einbeziehung der gesellschaftlichen Folgekosten (u.a. von Schadstoff-, Lärmemissionen und Flächenverbrauch) – insbesondere auch in der öffentlichen Auftragsvergabe und durch regulatorische Maßnahmen zur Einhaltung geltender Grenzwerte.
  • Forschungs- und Entwicklungsförderung sowie Standards für Cargobikes, Infrastrukturen, Politikinstrumente, Software und IT-Systeme sowie multimodale Logistiksysteme für eine effiziente Radlogistik im größeren Maßstab.
  • Anbieteroffene Systeme und den Austausch von Sendungen über Unternehmensgrenzen hinweg, um Produktivität zu erhöhen und Ressourcenverbrauch zu verringern.

Der Radlogistik Verband dient ebenso dem fachlichen Austausch zwischen seinen Mitgliedern und ist Ansprechpartner für Politik, Verwaltung, Medien, Wissenschaft und andere Verbände. Eine öffentliche Jahrestagung soll den aktuellen Stand der Radlogistik in Deutschland und Europa präsentieren.

Gründungsmitglieder des Radlogistik Verband Deutschland sind:

Tom Assmann Institut für Logistik und Materialflusstechnik, Universität Magdeburg
Arne Behrensen cargobike.jetzt, Berlin
Achim Beier messenger Transport & Logistik GmbH, Berlin
Björn Fischer tricargo, Hamburg
Dirk Fromme e-Cargo, Bochum
Klaus Grund Sachen auf Rädern, Frankfurt/Main
Dr. Christina Kleinau TiMMi Transport GmbH, Leipzig
Marius Köster Fahrwerk Kurierkollektiv UG, Berlin
Christoph Kühn Kurbelkiste, Bad Sassendorf
Josef Kwasnitza cyclever, Berlin
Florian Noto weColli, Berlin
Martin Schmidt Cycle Logistics CL GmbH, Berlin
Thomas Schmitz VeloCARRIER-Mainz
Andreas Schumann BdKEP, Berlin
Dr. Bodo Schwieger team red Deutschland GmbH, Berlin
Ben Seebode OSNA.BIKE, Osnabrück
Martin Seissler Velogista GmbH, Berlin
Niklas Waldstein Dreiradkurier, Frankfurt/Main

Weitere natürliche und juristische Personen können bis Ende 2018 dem Radlogistik Verband Deutschland als Gründungsmitglieder beitreten. Vertreten wird der Verband durch seinen Vorstand:

  • Vorsitzender: Martin Schmidt, Cycle Logistics CL GmbH, Berlin, ms@rlvd.bike
  • Stellvertretender Vorsitzender: Thomas Schmitz, VeloCARRIER-Mainz, ts@rlvd.bike

Die webpage www.radlogistikverband.de ist im Aufbau. Anfragen bitte vorläufig per Email an die Vorstandsmitglieder.

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Städteurlaub mit Kids und Cargobike Sharing in Innsbruck

Städteurlaub mit Kids und Cargobike Sharing in Innsbruck


Cargobike Sharing ist nicht nur praktisch im urbanen Alltag sondern auch im Urlaub. Ein Reisebericht aus Innsbruck.

Zwei Wochen tiroler Bergdorf, eine Woche Innsbruck: Das war der Plan meiner vierköpfigen Familie für den Sommerurlaub. Im Bergdorf waren wir als autofreie Familie die Exoten unter den Touristen. Mit Seilbahn und Buss waren wir trotzdem mobil – trotz ein paar ärgerlicher Lücken im ÖPNV-Angebot. Auch ein mitgebrachtes Faltrad und ein Kinderrad leisteten im Bergdorf und im Tal gute Dienste.

In den Tiroler Bergen (oben) und an der Seilbahnstation (unten). Bin ich verrückt oder sind die verrückt?

Dann eine Woche Innsbruck, Landeshauptstadt von Tirol. Schon im Vorfeld hatte ich ein Freies Lastenrad der Lastenrad Kooperation Innsbruck reserviert. In immer mehr deutschen und österreichischen Städten verleihen ehrenamtlichen Initiativen kostenlos sogenannte Freie Lastenräder – um eine Spende wird gebeten. Meist läuft die Buchung über ein Online-Tool und ist für ein bis maximal drei Tage möglich. So auch bei der Lastenrad Kooperation Innsbruck.

Vom Bahnhof Innsbruck laufen wir mit Gepäck auf dem Rücken und Provianttaschen am Faltrad zur nicht allzu weit entfernten Unterkunft. Auf halber Strecke an der berühmten Triumphpforte liegt praktischerweise der World Fair Trade Shop, die Ausgabestation „unseres“ Freien Lastenrads. Ich zücke das ausgefüllte Formular und meinen Personalausweis, erhalte Schloss und Stecklichter und das Cargobike – ein dänisches Bullitt mit Maurerwanne. Kurz darauf ist fast sämtliches Urlaubsgepäck auf dem Bullitt verstaut, der Sohn steht nicht ganz regelkonform zwischen meinen Armen am Lenker und wir fahren mit Lasten- Falt- und Kinderrad zur Unterkunft. Endlich wieder selbstbestimmt und entspannt mobil!

Die nächsten zwei Tage cruisen wir entspannt durch die Stadt. Die Kinder sind super happy in ihrer Maurerwanne (Kindersitze wären mir lieber gewesen). Abends wollen sie eine Extratour bevor es ins Bett geht. Die Stadt ist meist flach und ihre Größe für uns Berliner überschaubar. Lediglich am Stadtrand wird es bergig –  beim kurzen Schlussanstieg zum Schloss Ambras müssen die Kinder kurz absteigen und machen sich einen Spaß daraus, mich zu schieben.

Ehrenrunde im Stadion von FC Wacker Innsbruck
Hoch zum Ausichtspunkt Hungerburg – die Kids waren mit der Hungerburgbahn allerdings schneller oben.

Doch dann der große Schock: Wir müssen das Bullitt zurückgeben! Unsere drei Tage sind abgelaufen und das Rad ist für die nächsten Tage ausgebucht. Wir sind einen Tag lang ziemlich aufgeschmissen. Doch Glück im Unglück: Die Lastenrad Kooperation hat noch ein zweites Cargobike und das ist laut online Buchungskalender am nächsten Tag frei. Juhu, gebucht!

Ausgabestation des zweiten Freien Lastenrads ist das Zeughaus-Museum. Zur anstehenden Straßenrad WM läuft dort eine Sonderausstellung FRISCHLUFT? FREIHEIT! FAHRRAD!


Ich schaue mir am Vorabend unseres gebuchten Tages die kleine aber sehenswerte Sonderausstellung an und kann kurz vor Kassenschluss das Cargobike für den Folgetag mitnehmen. Es ist ein Christiania Bike mit E-Antrieb. Der nächste Tag ist gerettet! Mit E-Antrieb ist auch der Anstieg zur Skisprung-Schanze Bergisel mit Kindern an Bord kein Problem.

Doch auch das Christiania Bike müssen wir viel zu früh wieder zurückgeben. Wie kommen wir jetzt nochmal zur Boulderanlage auf der Einhausung Amras, wo die Kinder so viel Spaß beim Klettern hatten? Lasst uns das Cargobike von Stadtrad Innsbruck ausprobieren!

Per Zufall hatten wir das dreirädrige Bakfiets.nl am Bozener Platz entdeckt, wo es dauerhaft an einer Station des von nextbike betriebenen Fahrradverleihsystems steht. Registrierung und Verleih laufen direkt am Terminal der Station, per nextbike-App oder über eine Hotline. Die Kinder steigen begeistert ein und nach einem Zwischenstopp zum Reifenaufpumpen geht’s ab zur Boulderanlage.


Nach viereinhalb Stunden geben wir das Bakfiets.nl am Bozener Platz zurück. Wir zahlen 15 Euro, hätten dafür das Rad aber auch gleich 24 Stunden behalten können, um am nächsten Tag mit Gepäck zum Bahnhof zu fahren. Beim nächsten Mal besser vorher die Tarife checken!

Am Morgen der Abreise schauen wir nochmal im World Fair Trade Shop rein, um ein Mitbringsel zu kaufen. Und siehe da: es gab eine vorzeitige Rückgabe des Bullitts! Wir können es spontan nochmal ausleihen und entspannt zum Bahnhof fahren. Dort Gepäck runter vom Bullitt, Faltrad drauf, zurück zum World Trade Shop und mit dem Faltrad wieder zum Bahnhof – insgesamt keine 15 Minuten. Die Kombination Faltrad und Cargobike Sharing ist großartig für den Städteurlaub mit Kids!

Das Angebot an Cargobikes könnte jedoch gerne größer sein in Innsbruck – nicht primär, aber auch als touristisches Angebot. Im Ankündigungstext zur Ausstellung FRISCHLUFT? FREIHEIT! FAHRRAD! gibt es einen passenden historischen Rückblick dazu:

Um 1900 wird das Fahrrad auch als Gefährt zur Bewegung in der frischen Luft oder als Sportgerät verwendet. Es dient der Gesundheit und bringt die StadtbewohnerInnen aufs Land.
ArbeiterInnen können kostengünstig und unabhängig von anderen Verkehrsmitteln aus den Städten in die freie Natur radeln. Mit der Zeit unternimmt man gerne auf den immer besser ausgebauten Straßen Fahrradtouren. Diese werden bald als eigenes Angebot des Tourismus entsprechend beworben.

Gilt bei Familien auch für Cargobikes und nicht nur in Innsbruck!

Hintergrund:

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Cargobikes auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018

Cargobikes auf der IAA Nutzfahrzeuge 2018

Vom 19. bis 27. September findet die IAA Nutzfahrzeuge in Hannover statt. Prominente Aussteller präsentieren Cargobikes auf der internationalen Leitmesse der Nutzfahrzeugindustrie.

Rückblick: IAA Nutzfahrzeuge 2014

2014 präsentierte das Projekt Lasten auf die Räder!  des Verkehrsclub Deutschland (VCD) erstmals moderne eCargobikes auf der IAA Nutzfahrzeuge. Zeit Online berichtete:

Zwischen den neuen Lastwagen-Riesen mit acht Achsen wirken die Lastenräder von Gobax oder Cyclocargo […] geradezu winzig. Selbst das Urban Arrow mit einer Zulast von immerhin 200 Kilo wirkt neben den Sattelzügen wie ein Zwerg.

Die mediale Aufmerksamkeit für die eCargobikes war allerdings groß. Spiegel Online titelte Fahrrad als LKW und auch die heute-Nachrichten zeigten eine eCargobike.  Weitere Presseberichte gibt es in der VCD-Dokumentation.

Bei einem von VCD und Bundesverband Paket- und Expresslogistik (BIEK) ausgerichteten IAA-Fachforum Letzte Meile, effizient und emissionsfrei – Lastenräder in der Citylogistik sprach auch Frank Albers vom Branchenriese Krone. Wenn die großen Paketzusteller Cargobikes bräuchten, würde Krone mal schauen, wie man sich in dem Bereich engagieren könne, so Albers auf dem Fachforum.

Krone Geschäftsführer Ralf Faust auf der IAA 2014 mit Promotion-Cargobike von PedalPower. Foto: VCD

Cargobike-Aussteller auf der IAA 2018

Inzwischen ist Krone über das Bremer Gemeinschaftsunternehmen Rytle ins Cargobike-Geschäft eingestiegen. Das Schwerlastrad MovR von Rytle bietet ein ganzes Logistiksystem mit 1,7 Kubikmeter großer Wechselbox, City-Hub und Software. Der MovR wurde zusammen mit UPS entwickelt und wird von dem Paketzusteller seit Sommer 2018 in mehreren europäischen Städten eingeführt. Gebaut wird der MovR vom deutschen Post- und Werksradhersteller Speedliner – einem der vier Mitaussteller am VCD-Gemeinschaftsstand 2014. Rytle wird mit zwei Ständen auf der diesjährigen IAA Nutzfahrzeuge vertreten sein.

Foto: Rytle

Der niederländische Cargobike-Hersteller Urban Arrow gehörte 2014 ebenfalls zu den Mitausstellern am VCD-Gemeinschaftsstand. Nun ist Urban Arrow mit einem eigenen Stand in Hannover vertreten und hat die Präsentation neuer Modell- und Aufbauvarianten angekündigt. Von besonderem Interesse beim Messepublikum dürfte das 2017 neu vorgestellte Modell Tender von Urban Arrow sein. Der große dreirädrige Frontlader kombiniert Auto- und Fahrradtechnik und wird bereits u.a. bei der niederländischen Post eingesetzt.

Der Autor mit dem Urban Arrow Tender vor dem Bundesverwaltungsgericht in Leipzig.

Bereits 2016 feierte die Firma Sortimo auf der IAA Nutzfahrzeuge ihre viel beachtete Cargobike-Premiere. Wie Krone gehört Sortimo zu den festen Größen auf der IAA in Hannover. Der bayerische Hersteller von Fahrzeuginneneinrichtungen hat sich mit dem Fahrradhersteller HNF-Nicolai (zuvor HNF Heisenberg) zusammengetan und ein dynamisches dreirädriges Cargobike mit Neigetechnik entwickelt. Die Variante für gewerbliche Kunden wird seit 2017 als ProCargo CT1 von Sortimo vertrieben – mit eigenen modularen Systemaufbauten.

Bild: Sortimo

Neu auf der IAA Nutzfahrzeuge ist das Berliner Startup citkar. Im April stellte citkar auf der VELOBerlin den ersten Prototypen des vierrädrigen eCargobikes Loadster vor. In einer aktuellen Pressemitteilung zum Einstieg des Investors TEC Ventures wird „die Präsentation des dann fast serienreifen Modells“ auf der IAA Nutzfahrzeuge angekündigt.

An einem vierrädrigen eCargobike für die urbane Logistik arbeitet auch der deutsche Automobilzuliefer Schaeffler. Im April wurde ein Prototyp des Bio-Hybrid vorgestellt. 2019 soll die Serienfertigung durch die neu gegründete Bio-Hybrid GmbH beginnen. Ob der Biohybrid auch auf der IAA Nutzfahrzeuge ausgestellt wird ließ sich kurzfristig nicht in Erfahrung bringen – Nachtrag folgt.

2014 gab es auf der IAA Nutzfahrzeuge jenseits des VCD-Gemeinschaftsstandes eine einzige Firma, die ein eigenes Cargobike präsentierte: Streetscooter. Berühmt ist die Aachener Firma für ihren Elektro-Van. Schon seit Jahren produziert Streetscooter aber auch ein- und mehrspurige eCargobikes für die Deutsche Post. Auf der EUROBIKE, der internationalen Leitmesse der Fahrradbranche in Friedrichshafen präsentierte Streetscooter im Juli diese Räder mit neuen Aufbauvarianten für unterschiedliche gewerbliche Anwendungen. Zu sehen war auch der Prototyp eines Schwerlastrades, der vom Elektro-Van aus mit einem rollbaren Wechselcontainer beladen wird.

Bild: Streetscooter

Es wird spannend, welchen Stellenwert insbesondere Streetscooter und Sortimo ihren eCargobikes auf der IAA geben werden. Zur Orientierung für MessebesucherInnen hier die links zu den oben vorgestellten Cargobike-Ausstellern im IAA-Ausstellerverzeichnis:

Und im Rahmenprogramm?

Am 24. September findet im IAA-Rahmenprogramm das Panel Last Mile Logistics – Reinvented statt. Dort sprechen u.a. der Rytle-Geschäftsführer Ingo Lübs und Micha Koopmann vom Schweizer Cargobike-Logistiker Imagine Cargo. Mehr Programm mit explizitem Cargobike-Bezug gibt es bisher nicht – obwohl der ausrichtende VDA in einer aktuellen Pressemitteilung verkündet:

Zur elektrischen und damit lokal emissionsfreien Mobilität gehören auch neue Ideen für Lastenräder zur Lösung von Logistikherausforderungen auf der „letzten Meile“.

cargobike.jetzt wird über Cargobikes auf der IAA Nutzfahrzeuge berichten – vom Pressetag am 19. September und dem Eröffnungstag am 20. September.

Editorische Anmerkung: Der Autor war 2013/2014 Projektmanager des erwähnten VCD-Projekts Lasten auf die Räder! und trat 2018 in einem von Sortimo in Auftrag gegebenen Video auf. Die Firma Streetscooter hat aktuell ein Banner auf cargobike.jetzt geschaltet.

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Stromanbieter zahlen Kaufprämie für eCargobikes

Stromanbieter zahlen Kaufprämie für eCargobikes

Anbieter von Ökostrom entdecken das eCargobike: Die Darmstädter Entega AG und die Mainzer Stadtwerke zahlen ihren Ökostrom-KundInnen eine Kaufprämie.

Bei der ENTEGA AG gibt es zwischen Mai und Dezember 2018 einen Zuschuss von 250 Euro beim Kauf eines eCargobikes. Bei den Mainzer Stadtwerken sind es 600 Euro pro eCargobike – ohne Angabe einer zeitlichen Befristung. Beide Unternehmen sind im kommunalen Besitz und reihen sich ein in eine stetig wachsende Anzahl von Kommunen, die Kaufprämien für Cargobikes zahlen.

Bei ENTEGA gilt die Kaufprämie für alle Ökostrom-KundInnen des Unternehmens, bei den Stadtwerken Mainz für Ökostrom-KundInnen „mit Wohnsitz oder Arbeitsplatz im Netzgebiet der Mainzer Netze GmbH“. In beiden Fällen wird nicht zwischen gewerblicher oder privater Nutzung unterschieden. Die Kaufprämie wird nach dem Kauf beantragt und bei Bewilligung überwiesen. Zur Nachahmung durch andere Energieversorger wärmstens empfohlen!

Mehr Infos:

Neben einer Kaufprämie für eCargobikes könnten sich Stromanbieter auch sehr gut mit der Unterstützung von Sharing-Systemen für eCargobikes profilieren. Es muss ja nicht gleich – wie bei Donk-EE von Naturstrom in Köln – ein eigenes System mit 50 Rädern sein. Die ein oder andere lokale Initiative der schnell wachsenden Bewegung der Freien Lastenräder würde sich über ein Sponsoring neuer eCargobikes sicherlich freuen.

In Köln: Donk-EE von Naturmstrom meets Kasimir, den Vater aller Freien Lastenräder. Foto: cargobike.jetzt

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