Cyclocross WM Valkenburg

Cyclocross WM Valkenburg

Am vergangenen Wochenende fand in Valkenburg in der Provinz Limburg in den Niederlanden die Cyclocross WM 2018 statt. An zwei Tagen wurden in insgesamt fünf Rennen die Weltmeister(innen) für das Jahr 2018 gesucht.

Höhepunkt sollte das Rennen der Männer mit dem „Showdown“ zwischen Wout van Aert und Matthieu van der Poel werden, welches im Endeffekt aber leider zu einem Solo-Ritt von Wout van Aert wurde. Dennoch war das gesamte Wochenende mit reichlich Frittjes, Bier, Schnee und Matsch gelungen.

Cyclocross genießt in BeNeLux einen ganz anderen Stellenwert als in Deutschland. Das wird vor allem deutlich, wenn man die Zuschauerzahlen betrachtet: 38.000 Menschen fanden an dem Wochenende den Weg nach Valkenburg. Die Stimmung war ausgelassen, aber sehr angenehm. In den Festzelten zwischen den Rennen fühlte man sich eher wie im Karneval – definitiv etwas, was man selbst mal erleben sollte.

Bis auf die Elite Rennen können alle anderen Rennen auf dem YouTube-Kanal der UCI nochmal in ganzer Länge angeschaut werden:

Knog PWR Trail

Knog PWR Trail

Um nach der Arbeit noch im dunkeln trainieren zu können braucht es eine gute Lampe. Zwar hatte ich bereits eine Lezyne Lampe (Lezyne Zecto Drive) zum pendeln, diese macht zugegebenermaßen aber nicht sehr hell. Im dunkeln Wald und auf bekannten Strecken funktionierte die Lampe zufriedenstellend, das Problem mit der Lezyne ist allerdings dass diese nicht hell genug ist wenn noch Streulicht hinzu kommt (z.B. wenn man auf dem Radweg neben der Straße fährt).

Für den Nightride-Einsatz hatte ich daher bisher eine NoName-China-Lampe, bei welcher allerdings der Akku nach zwei Jahren so langsam die Biege gemacht hat. Natürlich hätte ich mir dafür einfach einen neuen Akku kaufen können, aber bei der Lampe störte mich schon länger die fummelige Befestigung des Akkus und die „Verkabelung“ am Rahmen.

Wenn das vorhandene Material also nicht (mehr) den Ansprüchen genügt, ist das natürlich ein hervorragender Grund um sich etwas Neues zu kaufen 😉
Eine neue Lampe sollte also her. Meine Anforderungen waren:

  • hell genug für Nightrides
  • integrierter Akku mit Akkulaufzeit > 2 h
  • USB-Lademöglichkeit
  • einfache, aber sichere Befestigung am Rad/Helm (kein klappern)

Nach etwas Recherche bin ich schließlich auf die auf der Eurobike neu vorgestellte Knog PWR Trail gestoßen.

Knog PWR Trail

Meine Anforderungen erfüllt die Lampe alle. Darüber hinaus kann sie aber auch noch so einiges mehr. Die Befestigung z.B. ist so gelöst, dass die Lampe mittig über oder unter dem Vorbau befestigt werden kann. Gerade die Möglichkeit die Lampe unterm Vorbau zu befestigen sieht natürlich sehr schick aus. Weiterhin ist die Lampe nicht nur Lampe, sondern kann gleichzeitig auch als Powerbank benutzt werden. Dies ermöglicht Knog durch ein neuartiges modulares System. Insgesamt bietet Knog mit der PWR-Serie fünf verschiedene Lampen/Akkus an. Weiteres Outdoor-Zubehör wie Bluetooth-Lautsprecher und eine USB-Camping-Lampe sollen Anfang 2018 folgen.

Das gesamte Sortiment der Knog PWR-Reihe.

Drei der Lampen (PWR Road, PWR Trail und PWR Mountain) sind modular. Die kleineren Geschwister PWR Commuter und PWR Rider sind nicht modular, können aber auch als Powerbank fungieren.

Der Clou beim modularen System: Man kann sich seine Lampe auf seine Bedürfnisse bzgl. Lampenköpfe und Akkugrößen zusammenstellen. Theoretisch sehr schön. Praktisch meiner Meinung nach nicht ganz sauber umgesetzt. So besteht zwischen den Lampenköpfen (Road, Trail und Mountain) und den jeweiligen Akkus – genannt Powerbanks – in small, medium und large ein Größtenunterschied.
Würde man nun den Road-Kopf mit einem Medium-Akku verheiraten wollen, so ergibt sich eine ästhetisch unschöne Abstufung zwischen Lampenkopf und Akku. Funktioniert anscheinend wunderbar (habe es selbst nicht testen können, da ich nur die Trail-Variante besitze), aber ein paar Style-Watt gehen so aufjedenfall verloren.

Mein Eindruck

Ich benutze die PWR Trail nun seit ca. zweieinhalb Monaten, grob überschlagen habe ich etwa 30 h Nutzungszeit. In der Zeit hab ich sie hauptsächlich genutzt um morgens zur Arbeit zu pendeln und Abends (auf längerem Heimweg) wieder zurück.
Die Lampe macht ein schönes Licht, welches sowohl breit strahlt, als auch einen guten Spot besitzt. Ich habe die Lampe unterm Vorbau befestigt. Durch den cleveren Klemm-Mechanismus ist die Lampe schnell montiert bzw. vom Rad entfernt um sie zu laden.


Die Leuchtdauer habe ich bisher noch nie voll ausgereizt. Knog gibt mit dem Trail-Lampenkopf (1000 Lumen) beim mittleren Akku eine Leuchtdauer von 2 h an. Wenn man nicht die hellste Stufe wählt, entsprechend länger. Da die Lampe wirklich sehr hell ist, benötigt man die hellste Stufe nur sehr selten, was sich natürlich positiv auf die Akkulaufzeit auswirkt. Selbst im Wald (auf Forstwegen) reicht in der Regel die niedrigste oder mittlere Stufe um genug zu sehen.

Leuchtdauer für die verschiedenen Lampenköpfe und Powerbanks.

Die PWR Trail kommt mit sechs vordefinierten Leuchtmodi, welche durch drehen des Lampenkopfes durchgeschaltet werden können. Durch drehen und halten wird die Lampe an- bzw. ausgeschaltet. Besonders positiv: die Lampe geht so nie ganz aus, wenn man die verschiedenen Leuchtmodi durchschaltet.
Ein weiterer Grund warum ich mich für die PWR Trail entschieden habe: es gibt eine App, Modemaker genannt, mit der man sich selbst Leuchtmodi programmieren kann.
Das ist sehr praktisch um z.B. die vordefinierten Blink-Modi – welche ich z.B. nie benutze – zu löschen, so dass man diese nicht immer durchschalten muss wenn man z.B. von der niedrigsten konstanten Stufe auf die höchste konstante Stufe wechseln möchte.
Man kann sich so also für alle Situationen den passenden Leuchtmodus programmieren. Leider verzögerte sich wohl die Fertigstellung der App. Diese Woche wurde allerdings eine Beta-Version zur Verfügung gestellt. In der Beta-Versionen können nur Modi gelöscht werden und vorgegebene Modi hinzugefügt werden. Bisher ist alles noch etwas hakelig, aber so konnte ich zumindest schonmal die Blink-Modi entfernen.  Bisher scheint wenigstens  das ohne Probleme zu funktionieren.

Negativ aufgefallen ist mir die Befestigung. Manchmal löst sich die Lampe beim fahren, so dass man die Schraube, die die Lampe klemmt, nochmal nachziehen muss. Das ganze kann man locker während der Fahrt machen, ist aber natürlich etwas nervig.
Wobei ich dazu schreiben muss, dass das auch ein Bedienfehler meinerseits sein könnte. Manchmal hält die Lampe sehr gut. Ich habe nur noch nicht genau rausfinden können was ich tun muss, damit sie sehr gut hält. Weiteres Manko: die Lampe ist nicht StVZO zugelassen.

Fazit

Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Knog PWR Trail. Der Akku hält lange – falls er dennoch mal an Kapazität verlieren sollte wäre er durch das modulare System auch schnell wieder nachzukaufen. Die Ausleuchtung ist sehr gut, so dass man auch bei schnellerer Fahrt immer alles im Blick hat. Durch die einfache De-/Montage und den modularen Aufbau bieten sich vielfältige Möglichkeiten die Lampe zu nutzen. Wenn man mal gerade keine Lampe braucht, kann der Akku als Powerbank dienen. Der Preis ist mit ~ 110 € für eine gute Lampe auch sehr fair. Kleines Manko ist die sich noch im Beta-Status befindende Modemaker-App. Wenn diese aber dann hält was sie verspricht, gibts eigentlich nichts was gegen einen Kauf der Lampe spricht.

Zwar werden die Tage jetzt wieder länger – wer aber noch auf der Suche nach einer Lampe für sein Rad ist – dem kann ich die Knog PWR Trail nur wärmstens empfehlen.

Technische Daten:
  • Helligkeit: 1000 Lumen (Trail)
  • Akku: 5000 mAh (2 h Leuchtdauer bei 1000 Lumen)
  • Maße: 128 mm x 35 mm Durchmesser
  • Gewicht: 230 g
  • Lieferumfang: Leuchte, Akku/Powerbank, Lenkerbefestigung, Helmbefestigung USB Kabel
  • Preis:  ~ 116 Euro (bei Amazon)
Links zum Thema:


Blogger Relations KodexIch habe mir die Lampe selbst gekauft und bekomme nichts für das Review der Lampe. Die Knog PWR Trail ist ein Produkt, von dem ich persönlich begeistert bin, weswegen ich das hier teilen möchte. 
Die Produktlinks sind Amazon-Affiliate-Links. Durch einen Einkauf über die Links bekomme ich eine kleine Provision.

The Year in Numbers: 2017

The Year in Numbers: 2017

Dezember ist ja bekanntlich der Monat in dem alle das (fast) vergangene Jahr Revue passieren lassen. Da ich gerne mit Zahlen spiele, möchte auch ich auch in diesem Jahr die Gelegenheit Nutzen das (fast) vergangene Jahr sowohl aus der Blog-Perspektive als auch trainingstechnisch nochmals Revue passieren zu lassen.

wattsbehind

Da mir die ganze Sache doch auch ein bisschen Spaß macht, gehts 2017 hier natürlich weiter mit dem Vorsatz etwas regelmäßiger Beiträge zu schreiben und die Besucherzahlen ein klitzekleines bisschen anzuheben 😉

Das schrieb ich letztes Jahr zur gleichen Zeit auf dem Blog. Zunächst sollte das auch ganz gut klappen. Im Januar und Februar hab ich noch regelmäßig was in die Tasten gehackt, dann hat es tatsächlich bis Ende Juli (!) gedauert bis ich nochmal hier was veröffentlicht habe. Das war kacke! Mir hat allerdings schlicht und einfach die Zeit und manchmal tatsächlich auch die Lust gefehlt um noch für ordentliche Artikel zu recherchieren, Fotos zu machen etc.

Besuchermäßig war dennoch ein Aufwärtstrend zu erkennen: immerhin etwa 150 Leute haben pro Monat die Seite aufgerufen.

Vorsatz fürs nächste Jahr bleibt also der gleiche wie für 2017:  regelmäßig hier meinen Senf abzulassen.

Training 

Im vergangenen Jahr habe ich im Durchschnitt 33 h pro Monat trainiert und dabei ca. 680 km zurückgelegt.

Trotz einer kleinen Erkältung im Januar konnte ich knapp 30 Trainingsstunden sammeln und diese von Februar bis Juli auf 40 ausbauen und halten. Klar, es hätte mehr sein können, aber zumindest bis Mitte Mai war das Training sehr gut. Danach hatte ich – wie immer – einen kleinen Hänger im Juni. Im Juli bin ich zum ersten Mal bei der BIKE Trans Alp gestartet. Leider habe ich es nicht geschafft das ganze hier als Blogbeitrag zu verwursteln, aber: es war sehr geil!
Der August stand dann im Zeichen meines Umzugs nach Köln und entsprechend weniger Training war möglich.
Im September lies ich die Saison so langsam ausklingen und im Oktober wurde nur wenn schönes Wetter war gefahren 😉
Dafür waren die Umfänge noch ganz okay.
November ist ja der klassische Monat für den Trainingsstart. Ich wollte gemütlich mit etwa 30 h Training wieder einsteigen, was mir auch gut gelungen ist.
Der Dezember war dann leider eine reine Katastrophe. Viel gearbeitet, am Wochenende im Saarland gewesen und im vorweihnachtlichen Stress das Training unter den Tisch fallen lassen… naja, die freie Woche zwischen den Jahren sollte dann für das #FESTIVE500 genutzt werden um den Monat und meine Form halbwegs zu retten. Am 24. startete dieses Unterfangen auch ganz gut mit einer netten Runde auf dem Crosser. Damit war es dann aber auch schon beendet: am Montag meldete mein Körper sich krank.
Insgesamt habe ich 2017 knapp 100 Stunden und 2000 km weniger trainiert als 2016.

Somit das Jahr leider nicht ganz so schön beendet wie letztes Jahr. Andererseits bietet sich der Januar ja gerade zu an um trainingstechnisch dann auch wieder durchzustarten.. auf ein gutes Trainingsjahr 2018!

 

Auch dieses Jahr gabs übrigens wieder einen persönlichen Videorückblick von STRAVA. Wie bereits im letzten Jahr mit vielen interessanten Statistiken und nett aufbereitet.

 

Saison 2018

In 2018 darf ich weiterhin fürs TEAM Herzlichst Zypern starten. Im März geht es nächstes Jahr dann auch ins Trainingslager auf die Sonneninsel. Bis dahin muss ich natürlich mein Training wieder auf die Reihe kriegen. Aber ich gehe mal davon aus, dass das klappen wird.

Dann ist – wie bereits im vergangenen Jahr – die Teilnahme an nationalen (und z.T. internationalen) Marathons geplant. Saisonhighlights werden auf jeden Fall die DM Marathon in Kirchzarten und dann knapp fünf Wochen später die XC-Heim-DM im saarländischen St. Ingbert.
Im Mai und August stehen dann noch mit BeMC und Rothaus Bike Giro zwei Etappenrennen an.
Weiterhin – dank eines neuen Rennrads – möchte ich auch mal das ein oder andere Straßenrennen mitfahren.

Aber: Ziel natürlich wie immer erstmal gesund und frei von größeren Stürzen durchs Jahr zu kommen. Dieses Jahr gab es leider viel zu viele Unfälle und Unglücke in der Radsport-Welt, so dass man wirklich dankbar sein muss von sowas verschont geblieben zu sein!

In diesem Sinne wünsche ich einen guten Rutsch ins neue Jahr und ein gesundes und unfallfreies Jahr 2018!