Nachhaltige Bike Bekleidung

Nachhaltige Bike Bekleidung

Liebe Mädels, zum heutigen Cycling Sunday habe ich eine absolute Empfehlung für euch. Aber auch meine männlichen Leser sollten das Fenster jetzt nicht gleich wieder schließen, denn ich bin mir sicher, auch für euch wird es interessant werden.

Könnt ihr euch noch an meinen Bericht über die Marke triple2 erinnern? Schon damals haben mir die Kleider wirklich gut gefallen und auch dass das Thema Nachhaltigkeit bei triple2 ganz oben steht, möchte ich an dieser Stelle noch mal erwähnen. Zu Beginn der Saison kam die neue Kollektion heraus, die mein Herz wirklich im Nu eroberte. Korallfarbene Kleidung? Genau mein Ding! Auch wenn ich bei Kleidung immer erst nach der Optik gehe, ist mir die Funktionalität an zweiter Stelle mindestens genauso wichtig. Denn was bringt mir ein Trikot oder eine Hose, die zwar gut aussieht, aber überall kratzt, drückt und das Wohlfühlgefühl ganz weit weg ist? Richtig, nichts!

Als ich dann noch erfuhr, dass meine beiden Lieblingsteile aus Meeresmüll und 100 % made in Europe sind, waren bei mir wirklich beide Ohren offen. Kleidung aus Müll? Und das soll eine gute Qualität haben? Ich musste mich also selbst davon überzeugen. Hosen ohne Träger gibt es wie Sand am Meer, aber eine Hose mit solch einem hoch geschnittenen Bund wie bei der SITT Short von triple2 habe ich bisher noch nie gesehen und genau deshalb liebe ich sie so sehr. Maximaler Komfort rund um den Bauch. Stremmt nicht, rutscht nicht, einfach perfekt. Das Außenmaterial ist aus 100 % recyceltem Polyamid. Hergestellt wird das durch die Verwertung von Verbraucherabfällen wie z. B. Fischernetze. Das Sitzpolster weist übrigens unterschiedliche Härtegrade auf. Sitzprobleme hatte ich damit bisher noch keine, ganz im Gegenteil. Ich bin echt zufrieden und trage sie total gerne. Übrigens kann diese Hose auch ganz bequem unter einer Baggy getragen werden.
Auch das Velozip Performance Shirt von triple2 ist aus recyceltem Polyamid hergestellt. Es ist sehr leicht, elastisch und hat besonders an heißen Tagen eine kühlende Funktion. Am Rücken sind drei Steckfächer sowie eine Tasche mit Reißverschluss und wasserabweisendem Inlay gegen Schweiß und Feuchtigkeit.
Gefallen euch die Teile auch so gut wie mir? Und Jungs: Ihr müsst nicht leer ausgehen, die Produkte gibt es auch für euch 😛

Customize your break!

Customize your break!

Ich glaube, in einer Hinsicht kann mir jeder von euch zustimmen: Wenn man sich auf dem eigenen Bike nicht zu 100 % wohl oder sicher fühlt, verliert man ganz, ganz schnell die Lust am Sport. Ich habe schon öfter mitbekommen, dass gerade Anfänger dann zu schnell aufgeben (z.B. häufig im Fall von Sitzbeschwerden). Ich bin ja eigentlich immer noch der Meinung, dass man sich schon beim Kauf des Bikes pudelwohl darauf fühlen sollte, sonst ist es einfach nicht das Richtige, aber dass es durchaus Sinn machen kann das ein oder andere Teil am Rad individuell abzustimmen, habe ich auch jetzt wieder gemerkt.

Seit ich meine Leidenschaft zum Mountainbiken gefunden habe, fahre ich hauptsächlich Shimano Bremsen. Ich hatte nie den Gedanken mal etwas Neues probieren zu müssen, denn ich war eigentlich immer ganz zufrieden damit. Ich habe mich auch zugegebenermaßen nie intensiv mit dem Thema Bremsen beschäftigt … bis jetzt!

Durch Magura bin ich auf das Thema „Costumize your break!“ aufmerksam geworden. Klingt interessant? Ist es auch! Denn bei Magura könnt ihr euch die Bremse ganz individuell zusammenstellen. Ihr werdet wirklich vor die Qual der Wahl gestellt.

So kam es dazu, dass ich mich schon seit einigen Wochen mit einer neuen Bremse auf den Trails vergnüge. Nicht nur vor meiner Haustür, nein, bereits Ende April am Gardasee konnte die Bremse zeigen, was sie draufhat. Die Magura MT8 Carbon gehört zu den High End Bremsen und wird vor allem im Cross Country eingesetzt. Auch Profisportler wie Sabine Spitz haben diese Bremse am Rad montiert.
Aber noch mal zurück zu den vielen Entscheidungen. Das Ganze beginnt schon bei der Bremsscheibe; je nach Einsatzbereich kann zwischen zwei Modellen gewählt werden: Die Storm HC für den extremen Einsatz (Downhill, Enduro) oder die Storm SL. 2. Ich habe mich für Letzteres entschieden. Eine 160 mm Scheibe hinten und 180 mm am Vorderrad. Für diejenigen, die gerne auch aufs Gewicht achten: Die 160 mm Version wiegt gerade mal 100 g.
Eines der wohl wichtigsten Bestandteile der Bremse ist der Bremshebel. Gerade hier kommt es total auf den persönlichen Geschmack an, daher finde ich es einfach nur genial, dass Magura gleich 5 Hebelmodelle zur Auswahl hat. Vor allem Mädels mit kleineren Händen kommen hier voll auf ihre Kosten. Es gibt 1- oder 2-Fingerhebel in Alu oder Carbon.
Der Carbon Hebel ist meiner Meinung nach ein echter Blickfang. Mit dem Carbon Schriftzug wirkt er einfach superedel. Es ist ein 2-Fingerhebel, was aber nicht bedeutet, dass er unbrauchbar ist für diejenigen, die mit einem Finger bremsen. Ich persönliche habe mir irgendwann angewöhnt nur mit einem Finger zu bremsen. Die ergonomische Form des Hebels ist sehr angenehm und auch das Bremsgefühl ist super. Wenn ich es mit meinen bisherigen Bremsen vergleiche, kann ich sagen, dass es nicht so „schwammig“ ist. Ich habe mir übrigens sagen lassen, dass demnächst auch ein 1-Fingerhebel aus Carbon auf den Markt kommt. Dieser ist kürzer und hat eine breitere Auflagefläche. Darauf bin ich schon sehr gespannt, denn ich glaube, dass dieser genau das Richtige für mich ist.

Die maximale individuelle Einstellbarkeit liefert allerdings der 1-Finger HC3 Hebel. Hier kann sogar die Hebelübersetzung und damit die Bremskraft angepasst werden. Ist der Hebel also besonders nah am Lenker, fällt natürlich auch der Hebelweg kürzer aus und die Bremse greift viel, viel schneller.  Jeder, der meinen Blog schon länger verfolgt, weiß, dass die Optik bei mir eine riesengroße Rolle spielt. Daher liebe ich die Magura Tuning Parts, mit denen man dem Bike noch mal das Gewisse etwas und einen ganz eigenen Look verpassen kann. Es gibt Blenden-Kits für die Bremszange in blau, neon-rot und neon-gelb. Demnächst werden noch viele weitere Farben dazukommen. Pink ist übrigens auch dabei 😉
Auch die Klemmschellen gibt es in ganz verschiedenen Farben. Ich habe an meinem Cannondale Habit die Shiftmix Klemmschellen, mit denen ich Bremsgriff und Schalthebel platzsparend an einer Schelle montieren konnte.
Die Montage der Bremse war wirklich einfach. Auf der Website von Magura findet man zu allen möglichen Themen (Video) Tutorials, was hin und wieder ganz hilfreich sein kann.

Nun aber zu der wichtigsten Frage: Hat sich der Umstieg gelohnt? Definitiv ja! Ende April bin ich in Riva den Marathon gefahren und es war gleich die erste Woche mit meiner neuen Bremse. Wer schon mal am Gardasee war, weiß, dass der Untergrund dort oft felsig, steinig und daher auch sehr rutschig sein kann. Eine gute Bremse ist daher schon verdammt wichtig. Die MT8 war sehr schnell eingebremst und auch ich habe mich sofort daran gewöhnt. Die Bremsleistung ist wirklich perfekt. Ich habe mich inzwischen so sehr an die Bremse gewöhnt, dass ich derzeit mit dem Gedanken spiele sie an mein Cannondale Scalpel Si zu bauen mit dem ich in letzter Zeit öfter unterwegs bin. An dieser Stelle möchte ich mich noch mal ganz herzlich bei Magura bedanken, die mir die Produkte für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

Albstadt im Weltcup Fieber

Albstadt im Weltcup Fieber

Ein Wochenende in Albstadt ist einfach immer eine Reise wert! Es ist bereits das fünfte Mal, dass ich den UCI Mountainbike Worldcup nicht vor dem Fernseher, sondern live vor Ort mitverfolge. Ob es nicht irgendwann langweilig wird? Ganz bestimmt nicht! Und jedes Mal, wenn ich mich wieder auf den Heimweg mache, rechne ich im Kopf schon aus, wie oft ich noch schlafen muss bis es wieder zurück nach Albstadt geht.

Seit letztem Jahr fahre ich nicht nur für einen Tag nach Albstadt, sondern gleich für drei! So kann man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, denn samstags finden immer mehrere Jedermannrennen statt. Wie auch schon 2017 nahm ich mir gemeinsam mit meinem Papa das Generation Race vor. Bei diesem Rennen muss das Team aus zwei Personen bestehen zwischen denen mindestens 20 Jahre Altersunterschied liegen.

Einige von euch wissen es sicher schon: Ich bin eine Schönwetterfahrerin 🙂 Aus diesem Grund wartete ich mit meiner Anmeldung zum Rennen bis die Wettervorhersage relativ sicher war. Noch 3 Tage vorher zeigte meine App Sonnenschein und 20 °C. Meine absoluten Lieblingsbedingungen um Rennen zu fahren. Schwuppdiwupp war ich auch schon angemeldet. Tja, aber dass man sich doch nicht immer 100 % auf die Wettervorhersage verlassen kann, wusste ich spätestens am Samstag zum U23 Rennen. Es regnete, überall am Himmel waren dunkle Gewitterwolken zu sehen und die Sonne war ganz, ganz weit weg. Es dauerte also auch nicht lange bis die Strecke matschig war. Glücklicherweise hörte es pünktlich zum Start auf zu regnen, sodass ich wenigstens nicht mehr von oben, sondern nur noch von unten nass wurde 😉 Das Rennen in Albstadt ist eigentlich eine reine Autobahnfahrt, es gibt lediglich einen ganz kleinen Trail, nicht der Rede wert. Ich mag die Strecke aber dennoch sehr gerne. Sie ist landschaftlich wirklich schön und am Streckenrand stehen einige Zuschauer, was man von anderen Rennen einfach gar nicht kennt.  Trotz Schlammschlacht hatte ich riesigen Spaß und ich glaube, das ist die Hauptsache. Früher habe ich immer total viel Wert auf meine Platzierungen gelegt, aber inzwischen bin ich da total entspannt geworden. Klar möchte man schon immer Jahr für Jahr etwas schneller werden, aber im Endeffekt ist es total egal, denn dabei sein ist alles. Ich fahre Rennen um mit einem Lächeln an diese Momente zurückzudenken. Übrigens war das Rennen auch gleichzeitig eine Premiere für mich, denn es war das erste Rennen, bei dem ich mit meinem Cannondale Scalpel Si an den Start ging. Was soll ich sagen? Ich bin sooo glücklich und verliebt. Ich habe mich noch nie auf einem Rad so wohl gefühlt, ich könnte den ganzen Tag damit durch die Gegend fahren. Und auch von der SRAM Eagle bin ich total begeistert. Anfangs war ich ja noch etwas skeptisch, ob diese Schaltgruppe das Richtige für mich ist. Jetzt bin ich mir sicher: JA! Also am Rad hängt es nun definitiv nicht mehr, jetzt muss nur noch meine Form in Schwung kommen.

Sonntags habe ich mir dann die Weltcup Rennen angeschaut. Leider habe ich nicht sooo viele Fotos gemacht, weil ich den Tag einfach mal genießen wollte, aber den ein oder anderen Schnappschuss will ich euch natürlich nicht vorenthalten 😉
Das Wochenende ging wirklich viiiel zu schnell vorbei. Die Stimmung war mal wieder fantastisch. Um die Wartezeit auf den nächsten Weltcup zu verkürzen, geht mir momentan etwas durch den Kopf… Wie wär’s mit einer Reise zum Weltcup nach La Bresse 😉 ?

Husqvarna MC7 im Praxistest

Husqvarna MC7 im Praxistest

Bike Festival Zeit bedeutet für mich auch gleichzeitig immer Test Zeit. Es macht mir einfach wahnsinnig viel Spaß verschiedene Räder zu testen, denn mit der Zeit entwickelt man schon so ein Gefühl für die verschiedenen Marken und kann auch viel besser Vergleiche ziehen. Eine Marke, die dieses Jahr zum ersten Mal in Riva mit dabei war, ist Husqvarna. Die meisten von euch werden jetzt wahrscheinlich erst mal an Motocross oder Rasenmäher denken, aber dass man mit E-Bikes momentan am Markt viel erreichen kann, ist auch dem schwedischen Hersteller nicht entgangen. Ich musste sowieso allgemein feststellen, dass der E-Bike Anteil auf dem Festival jedes Jahr steigt. Sowohl von Hersteller- als auch von Besucherseite aus.
Für einen Vormittag durfte ich also das Top-Modell MC7 entführen. Optisch gefällt mir das Rad sehr gut. Die Farben sind relativ schlicht, aber das Rad bekommt durch die gelben Akzente noch mal das Gewisse etwas. Der Akku ist schön im Rahmen integriert, sodass es nicht sofort auffällt, dass es sich bei dem Rad eigentlich um ein E-Bike handelt.
Die Mountain-Cross-Reihe bietet E-MTB-Fullys mit Shimano Steps-E8000-Antrieb und 140 mm Federweg an Front und Heck. Besonders interessant: der rahmenintegrierte 500 Wh Akku (die sogenannte Linkage Battery) ist faltbar und lässt sich über eine Öffnung im Unterrohr entnehmen. Zum Laden muss der Akku aber nicht entnommen werden. Passend zum Shimano Antrieb sind die Top-Modelle auch mit der Shimano Di2 ausgestattet.
Als ich vom Festival Gelände losrollen wollte, gab man mir den Tipp den Motor zunächst ausgeschaltet zu lassen. Denn im Gegensatz zu vielen anderen Motoren auf dem Markt lässt sich der Shimano Motor ganz ohne Widerstand treten. Der einzige spürbare Unterschied zu einem normalen Bike ist dann nur noch das Gewicht mit über 24 kg.
Die Shimano Di2 schaltet sehr präzise und gefällt mir ziemlich gut. Auch die Unterstützungsmodi werden mit dem Di2 Umwerferhebel geschaltet. Man hat die Wahl zwischen Eco, Trail und Boost. Der Trail Mode gefällt mir persönlich am besten, da er sich der gerade benötigten Leistung automatisch anpasst. Im Boost musste ich feststellen, dass ich schon E-Bikes getestet habe, die deutlich mehr Leistung in diesem Modus gebracht haben. Das liegt wohl daran, dass jede Firma den Antrieb individuell einstellen kann. Man sagte mir aber hinterher auch, dass man via Bluetooth das Bike mit einer App verbinden und einige Anpassungen vornehmen kann. Auch auf den typischen Gardasee Schotterwegen hatte das Husqvarna mit der Plus Bereifung ordentlich Grip. Der Preis dieses E-Bikes liegt bei 4.999 €.
Mein Fazit: Genau wie alle anderen E-Bikes zaubert auch dieses ein dickes Grinsen ins Gesicht. Es macht einfach wahnsinnig viel Spaß. Dennoch muss ich sagen, dass ich schon bessere E-Bikes getestet habe, was aber vor allem an meinem persönlichen Komfortgefühl liegt. Ihr wisst ja wie das ist: Es gibt eben Bikes auf die setzt man sich drauf und fühlt sich sofort pudelwohl. Solltet ihr mal die Möglichkeit haben auf den kommenden BIKE Festivals ein Husqvarna zu testen, nehmt euch definitiv die Zeit und macht euch euer eigenes Bild 🙂

Gardasee aus der Vogelperspektive

Gardasee aus der Vogelperspektive

Schon das Auswählen der Fotos für diesen Blogbeitrag, zauberte mir wieder ein breites Grinsen ins Gesicht. Kein Wunder, denn es sind Erinnerungen an eine der wohl schönsten Touren, die ich je gemacht habe. Es hat einfach alles gepasst: das Wetter, die Landschaft …
Wir starteten in Riva ganz klassisch über die legendäre Ponale-Straße. Übrigens wurde diese vor Kurzem saniert und gleicht heute leider einer Autobahn… Nichtsdestotrotz macht es immer noch Spaß mit Seeblick gemütlich nach oben zu kurbeln. An der ersten Kreuzung geht es schließlich links Richtung Pregasina, ein sehr schöner, kleiner Ortsteil oberhalb von Riva del Garda. Die Tour führt vorbei an der Madonnenstatue Regina Mundi sowie der Kirche San Giorgio. Wer gerne eine Rast einlegen möchte, kann am Hotel Panorama in Pregasina anhalten. Ich habe mehrfach gelesen, dass die Pasta dort wahnsinnig gut sein soll. Leider konnte ich mich nicht mehr selbst davon überzeugen, aber dem Besucherandrang nach zu urteilen scheint es nicht gelogen zu sein 😉 Durch den Wald geht es weiter Richtung Bocca Larici. Der Weg ist wirklich gut ausgeschildert, man kann sich eigentlich kaum verfahren. Nach 900 hm erreichen wir unser Ziel: die Punta Larici, ein Nebengipfel des Monte Palaer. Von hier aus hat man einen atemberaubenden Blick über den Gardasee. Wirklich traumhaft schön! Ich denke die Fotos sagen mehr als tausend Worte 🙂