Komfort gefällig … Ebay-Schätzchen

Wer beim Overnighter ein wenig mehr Komfort sucht, der wird bei diesem Ebay-Angebot fündig:

Im text heißt es:

Biete hier die einmalige Möglichkeit einen selbst gebauten camper zu kaufen. Und zwar fürs Fahrrad! Er besteht zu min. 70% aus „recyceltem Material (was jemand noch rumzuliegen hatte). Das Chassi ist unter anderem aus einem alten Bettgestell gefertigt, das Dach ist ein „Überführungskotflügel“ vom LKW, stützen sind alte Tischbeine und die Bolzen dazu aus alten Schlüsseln gefertigt.
Im „Reisezustand“ (eingeklappt) gibt es innen 2 sich gegenüberliegende Sitze. Im ausgeklappten Zustand ergibts sich eine liegefläche von ca 1,90×70.

Weitere Ausstattung:
-Ein großes Staufach
– eine kleine Solaranlage für Licht und handy aufladen
– große plexiglasfenster
– abschließbarer Wohnraum
– stabile MTB Räder (machen jeden Waldweg mit ;-) )
-schönes Holzfunier und schwarzes Kunstleder im Innenraum

Ich möchte keinen Gewinn machen, ich möchte vielmehr das sich jemand dran erfreut und ihn weiter nutzt. Ihn vllt sogar verbessert.
Ein Nachteil ist: er ist leider etwas schwer geworden, es empfiehlt sich also ein e-bike als „Zugpferd“. Und ich muss leider umziehen, wodurch ich erstmal bis auf weiteres keinen Platz zum abstellen habe. Also auf jeden Fall mal angucken! :-)“

 

Velojournal widmet sich dem Kaffee unterwegs

Velojournal widmet sich dem Kaffee unterwegs

Der von mir sehr geschätzte Marius Graber nimmt sich des wichtigen Themas Kaffeemachen auf Touren an. Sein Bericht umfasst einen Test unterschiedlicher Helferlein dafür. Der Artikel ist im immer wieder fabulösem Velojournal erschienen: Ausgabe #05 2018 ab Seite 44. Lesen und dann (noch besseren) Kaffee trinken!

 

Into the Wild … warum wir draußen sind

Hier ein kleiner „Tonspur-Tipp“ zu meinem Lieblingsthema. Und so kündigt der Deutschlandfunk Kultur seine „Echtzeit – Das Magazin für Lebensart“-Ausgabe unter dem Titel „Into the Wild“ an:

„Die Wildnis ist das große Versprechen des zivilisationsmüden Großstädters. Aber während dem einen offenbar ein Urlaub im Van reicht, um einen Hauch von Freiheit zu erleben, träumt der andere vom großen Ausstieg: einem Leben in der Weite der Natur.“

Hier der Link direkt zur Sendung, los anhören!

#CampCosmic oder der gestückelte Overnighter

#CampCosmic oder der gestückelte Overnighter

Heute starten wir mit dem Lobbymeter-Eintrag: 4 volle Gläser
… ich war dienstlich beim CosmicCamp, einer Presseveranstaltung des Großhändlers „Cosmic Sports“ mit dem ich auch beim pressedienst-fahrrad im regelmäßigen Austausch bin und der Candy B. Graveller– und Grenzsteintrophy-Sponsor ist.  Ob das nun Werbung ist? Ich glaube nicht  und zwar deshalb: Es geht in diesem Beitrag nicht um die vorgestellten Produkte und Marken, sondern um den Overnighter, der sich irgendwie (und doch geplant) ergab.

Als ihr mitbekam, dass auch Walter beim CosmicCamp sein würde, schickte ich ihm ne SMS: „Hi Walter, bring Schlafzeug mit, man weiß ja nie…“. So fuhren wir in einer illustren Gruppe von Journalisten und Köpfen der Fahrradbranche durch fränkische Hügelland, kehrten zünftig ein und kamen schließlich zum Sporthotel zurück.

Und dann entstand das, was Berater gerne als „Möglichkeitsraum“ bezeichnen: Ein großes geschottertes Areal erlaubt nen Lagerfeuer, der Mond schien voll und das Millionen-Sterne-Hotel lud wolkenfrei ein. Walter und ich flitzten ins Hotelzimmer, holten unsere Schlafausrüstung und schon lagen wir zu zweit und alleine am Feuer. … Anderntags gab es dann Frühstück im Hotel und wir zischten später am Tag noch eine gemeinsame Runde mit den „Hotel-Schläfern“: Ein Overnighter mit Hotel- und Arbeitseinsprenkelungen!

Nach über zehn Wochen ohne Lagerfeuer beim Overnighter, war dies eine besonders schöne Glutmeditation, was auch an den tollen Menschen lag: Eric Parsons von Revelate, Lael Wilcox, die Cosmic-Crew und und und ..

 

 

Fre!lauf DIY Bike-Camp

Fre!lauf DIY Bike-Camp

Die Fahrrad-Bande aus Berlin hatte ich schon länger im Blick: Ziemlich lässig, was die so in Berlin zusammenführen und wie sie Fahrrad in unterschiedlichsten Aspekten voranbringen. In deren Newsletter las ich – soweit ich mich erinnern kann – das erste Mal vom Fre!lauf DIY Bike-Camp. Ich habe es mit „Bleistift in den Kalender eingetragen“, was in meiner digitalen Welt eigentlich heißt „spannende Sache, mal im Blick behalten und evtl. gar hinfahren/mitmachen“.

Dann war da noch der coole Podcast in Regines Radsalon mit Tatze und Florian. Damit war klar, da musste hin, selbst wenn immer noch nicht so ganz klar war, was da eigentlich passiert. Ticket gebucht, bisschen was als Spende draufgelegt und nen Paket mit fahrstil-Heften und Bücher-Doubletten für den Lesetisch auch den Weg gebracht.

Und genau dieser Lesetisch sorgte bei mir für den ersten melancholischen Lächler im Camp: Auf dem Tisch lag auch eine Erstausgabe meines ersten Buches (Das Liegerad von 1993) … Mensch, die Zeit fliegt. Apropos fliegt! Die gemeinsame Anfahrt mit Regine und mächtigem Rückenwind, war auch ne Sause, in kaum drei Stunden sind wir die 70 Kilometer mit reichlich Gepäck nach Wriezen rausgeradelt. Das Zelt – ja, ich hatte mal wieder ein Zelt mit – war schnell errichtet.

Zum Camp selbst könnte ich bestimmt nen Dutzend Blog-Beiträge schreiben. So bunt und an der Oberfläche verschieden das Publikum des Fre!laufs auf den ersten Blick erschien, so homogen offenbarte sich das Wertgefüge und die (politische) Weltsicht. Das ist bei solchen (Rad) Events ja in der Natur der Sache und von den Machern mittels Programm und dem „Lies-Mich“-Dokument intendiert. (Sub)Kulturelle Gruppenbildung funktioniert halt über ein homogenes Innengeflecht und Abgrenzung: Links, vegan, ökologisch und respektvoll waren alle – umzingelt vom bösen rechten Brandenburger-Mob … ok, ich stichle hier nicht weiter!

Was aber wirklich funktionierte: es war eine arschlochfreie Zone und jedes Gespräch war von Herzlichkeit, Offenheit, einer Portion Radverrücktheit und einer klaren Position geprägt. Wer sich auf die Grundregeln des Camps eingelassen hatte, wurde wärmstens in diese WE-Camp-Clique aufgenommen.

Folgende Passage aus dem „Lies-Mich“-pdf bestimmte mein fotografisches Leitmotiv fürs WE: „Fotografieren: Bitte respektiert die Privatsphäre anderer Menschen auf dem Festival. Jeder Mensch hat das Recht anonym zu bleiben. Lichtet nur Menschen ab, die wissen, dass sie fotografiert werden und das auch wollen. Macht keine Fotos von/an Orten, an denen sich viele Menschen aufhalten, da ihr unmöglich alle um Erlaubnis fragen könnt.“ So hatte ich mich entschlossen gar keine Menschen abzulichten. Hier und Da ist mal ne Hand im Bild, aber sobald diese Ringe, Tattoos oder Narben hatte, die eine Erkennbarkeit ermöglichen könnten, habe ich das Foto umgehend gelöscht. Hier also mein Foto-Reportage-Detail-Mosaik ohne auch nur einen der 200 Menschen auf diesem tollen Camp im Bild zu haben!