Grüne Welle für Radfahrer

Oberhausen,  6.6.2018
seit heute gibt es in Oberhausen eine grüne Welle für Radfahrer. An 30 Ampeln der Stadt wurden Sensoren installiert, die erkennen, wenn sich ein Radfahrer nähert.
Kommt ein Radfahrer an eine dieser Kreuzungen, erhält die Ampelanlage ein Signal und schaltet den Weg für den Radler von Rot auf Grün frei.
Die Erkennung erfolgt mit Induktionsschleifen bzw. Wärmebildkameras.

Die sogenannte Radwelle soll damit den Radverkehr attraktiver machen. Wenn man mit dem Rad besser vorankommt (als mit dem Auto) wird das mehr Menschen zum Radfahren bewegen. Laut Stadt Oberhausen wurden die 175.000 Euro für das Projekt zu 90 % durch ein Bundesförderprogramm finanziert.

Zitat aus der Projektseite Stadt Oberhausen:

Hierdurch kann die Wartezeit an der Ampel erheblich reduziert und der Komfort für den Radfahrer gesteigert werden, da eine frühzeitige Erkennung des Radfahrers möglich ist und kein Taster an der Ampel mehr betätigt werden muss. Im besten Fall kann der Radfahrer die Ampel beim Eintreffen sogar ohne Wartezeit sofort passieren. Durch die Reduzierung der Wartezeiten wird auch die Anzahl der Rotlichtverstöße reduziert und ein wichtiger Beitrag zur Verbesserung der Verkehrssicherheit geleistet.

Auch Düren plant grüne Welle

Im Februar berichtete die Dürener Zeitung ausführlich darüber.

Auf dem einen Kilometer langen Straßenzug Bismarckstraße – Schenkelstraße- mit neun Ampelanlagen wird die „grüne Welle“ programmiert…
…Autofahrer würden aber anders als vorher wohl nur noch an einer der neun Ampeln halten müssen, im Idealfall sogar überhaupt nicht.

Jedoch geht es bei der grünen Welle in Düren nicht um Radfahrer, sondern um die Förderung des Kraftverkehrs. Denn dieser Straßenzug ist die Bundesstraße 264.  Im ganzen Artikel fällt kein Wort über Radverkehr.

Am Ende des Artikels kommt es ganz Dicke:
Erstens: „Die Ampeln sollen ein Nachtprogramm erhalten. Das heißt, dass der Verkehr in den Hauptrichtungen immer Grün hat….

Hierzu fördert man nicht nur den Durchgangsverkehr bei Nacht, sondern auch das Rasen durch die Stadt. Wenn nicht Tempolimits kontrolliert werden.

Zweitens: Wenn die Euskirchener Straße nach der B56n-Freigabe für den Lkw-Durchgangsverkehr gesperrt wird und der Verkehr daher abnimmt, soll möglichst mehr Platz für Fußgänger und Parkplätze geschaffen werden.

Positiv: Sperrung des LKW-Durchgangsverkehrs und mehr Platz für Fußgänger,
Negativ: mehr Platz für Parkplätze, geht´s noch ?
Von Parkplätzen gibt es in der Stadt mehr als genug, es gibt genug Parkhäuser, die meist nur zur Hälfte belegt sind. Die Stadtverwaltung kann sich einfach nicht von der autogerechten Denke trennen – das wird im Zeitungsartikel ganz deutlich.

Drittens: Die Verkehrsachse stadteinwärts an der Ecke Valencienner- und Tivolistraße soll entlastet werden….

Eine Entlastung wird es nur geben, wenn man die Stadt für andere Verkehrsarten bzw. den Umweltverbund (ÖPNV, Rad, Fuß) umgestaltet.
Anders ausgedrückt der Motorisierten Individualverkehr (MIV) muss eingeschränkt werden, Parkplätze im Straßenraum reduziert werden (z.B. jährlich 5%).

Hierzu sind die überbreite Fahrspuren zwischen Aachener Straße und Birkesdorf auf dem Straßenzug August Klotz und Veldener Starße zu verschmälern. Ebenso auf dem Straßenzug Aachener und Monschauer Straße. Neben den KFZ Fahrspuren müssen geschützte Radstreifen angelegt werden. An Kreuzungen müssen großzügige Aufstellflächen für Radfahrer markiert werden. Die wenigen Busspuren sind alle für Radfahrer frei zu geben.
Die Liste will ich jetzt nicht zu Ende führen.
Aber mit ein paar schmalen Schutzstreifen in Mindestbreite, auf denen sich kein Radfahrer wirklich sicher fühlen kann, wird man den Modal Split in Düren nicht ändern!

Die Stadt muss ihr Verkehrskonzept nochmals überarbeiten.
Gute Idee mit der Grünen Welle, und wenn es zu 90% gefördert wird, dann würde es die Stadtkasse nicht sehr belasten, den Verkehr aber sehr.

Weiterführende Links zur besseren Lesbarkeit am Ende des Textes.

Audiobeitrag zur OB Radwelle (auf WDR)

Projektdetails zur Radwelle Oberhausen

Artikel der Dürener Zeitung, 14.2.2018

KLIMASCHUTZ-TEILKONZEPT Klimafreundliche Mobilität in Düren

Luftreinhalteplan Düren Sachstand 03/2018

 

 

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Radpresse Mai #1

Radpresse Mai #1

Interview der Dürener Zeitung mit ProRad

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So wünschen sich die Mitglieder von ProRad die Kreuzung von August-Klotz-Straße und Weierstraße. Poller o.Ä. könnten den geschützten Radfahrstreifen (auch Protected Bike Lane) von der Hauptfahrbahn abtrennen.
Fahrradfreundlicheres Düren: „Schutzstreifen sind ein Kompromiss
http://www.aachener-zeitung.de/lokales/dueren/fahrradfreundlicheres-dueren-schutzstreifen-sind-ein-kompromiss-1.1886011

Bericht zur Fahrradsternfahrt am letzten Sonntag

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„Stadt – Rad – Luft!“ unter diesem Motto demonstrierten am 6. Mai rund viertausend Radfahrerinnen und Radfahrer für bessere Luft in NRWs Städten und zeigten Politik und Verwaltung die Rote Karte für den schleppenden Ausbau des Radverkehrs. Von Geldern bis Köln und von Mönchengladbach bis Dortmund waren Radbegeisterte aller Altersstufen dem Ruf des ADFC Düsseldorf an den Rhein gefolgt.
Auch aus Düren waren eine kleine Delegation unterwegs…
weiterlesen:
https://www.adfc-nrw.de/aktuelles/aktuelles/article/adfc-fahrradsternfahrt-nrw-zeigt-der-verkehrspolit.html

Radtermine im Mai

Radtermine im Mai

kleine Zusammenstellung für Euch aus der RurRegio

6. Mai ADFC Fahrradsternfahrt nach Düsseldorf

Stadt.Rad.Luft!
Spontaner Zubringer von Düren, wenn sich genug Leute finden,
Alle Infos: http://adfc-sternfahrt.org/

 

11. Mai: +++ Critical MASS Düren +++

Rekord Brecher gesucht
wir brauchen 10 mehr als 30 Radler

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12. Mai RTF Rad-Touristik-Fahrt

Stolberg Dorff…durch Voreifel und Ostbelgien, mein Lieblings RTF, wirklich schöne Strecken, ordentlich Höhenmeter
Infos: https://www.rc-dorff.de/rtf-breinig-dorff-12-05-2018/

 

20. Mai Kaffee, Stahl & heiße Räder:
Klassiker Ausfahrt

Ganz im Sinne des Schicke Mütze Mottos alten Mottos “Kaffee, Stahl und heiße Räder” geht es am Pfingstsonntag um 13:55 Uhr auf die Strecke.Gute achtzig Kilometer mit zwei kleinen Anstiegen, dazu Schotterabschnitte, viele Wirtschaftswege und ein Kaffee/Kuchenstopp der Extraklasse lassen die Herzen vieler Klassikeraficionados höher schlagen.

Was die Räder angeht, so hält man es weiterhin so locker wie in den letzten Jahren. Gern gesehen wird alles, was unter den Begriff klassisch fällt, vom 50er Jahre Cinelli mit Unterrohrschaltung bis zum Youngtimer mit Schremshebeln freuen wir uns über ein buntes Starterfeld. Unpassend sind aktuelle Carbonmodelle oder der Alurahmen vom Versender…

 

25. Mai Critical MASS wo immer

Du willst , Köln, Aachen, Bonn, Lüttich

CMLiegeDie Critical MASS Lüttich war mir bisher nicht bekannt, kam jedoch in die Schlagzeilen,
als Radler von Polizisten angegriffen wurden

 

 

 

 

 

 

28. Mai KLAK Fahrradkino-Tour #5

 KLAK-Fahrradkino mit Kurzfilmen
Rahmenprogramm ab 16h mit Aktionen wie Upcycling, Siebdruck, Kleidertausch etc., und Musik
Beim Fahrradkino geht es darum, erlebbar zu machen, was es bedeutet, wenn die Energie nicht aus der Steckdose kommt, sondern mit eigener Muskelkraft erzeugt werden muss. Niemand hat ein Gefühl für elektrische Leistung. Was bedeutet es, dauerhaft (z.B. eine Stunde lang) 100 Watt zu erzeugen?Odonischer Biergarten, Köln

 

Critical MASS April 2018

Critical MASS April 2018

Düren, Freitag der 13. April,
immer lassen sich doch wieder neue Strecken durch Düren finden.
Knapp 19 km in 1,5 h. Laut Navi sogar 100 hm


vergrößerte Ansicht und GPS Track (Dank Axel).

Diesmal ging es auch an der Dürener Graffiti-Galerie vorbei.

Wir sind mit 25 Leuten in Düren Critical MASS geradelt.
Es waren wieder neue Gesichter dabei. Axel hatte eine tolle Playliste mit Fahrradliedern dabei, so ergab sich eine schöne Stimmung, die wir uns auch nicht durch die ungeduldigen Autofahrer vermiesen ließen, die dann überholten, wenn es viel zu knapp war.
Im Video habe ich die Stimmung während der Fahrt festgehalten, sorry, alles aus der Hand mit einer Fuji X10 gefilmt
4 min die sich lohnen bis zum Ende zu schauen.

Am 11.Mai 2018 fahren wir wieder, bitte den Termin vormerken.
bist Du dann dabei ?

Linkliste:

Video auf Vimeo
Kommentar zum Verhalten der Autofahrer
Route der Tour als GPS Track
Playliste der cmdn mit Fahrradliedern

Fotos:

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Stadtradeln 2018

Nach der erstmaligen und erfolgreichen Teilnahme der Stadt Düren zwischen dem 2. bis 22. September 2017 ist auch in diesem Jahr wieder eine Teilnahme an der bundesweiten Klimaaktion geplant. Im letzten Jahr beteiligten sich an der Aktion ca. 200 aktive Radlerinnen und Radler mit 18 Teams. Mit über 40.000 Fahrradkilometern wurde eine Strecke zurückgelegt, welche größer ist als die Länge des Erdäquators. Durch die Fahrradkilometer wurden über 5.800 kg CO2 vermieden.

Der Aktionszeitraum für die Stadt Düren ist in diesem Jahr vor den Sommerferien
vom 16.06. bis 06.07.2018 vorgesehen.

Erstmalig ist in diesem Jahr während des Kampagnenzeitraumes auch die Nutzung der Meldeplattform „RADar!“ vorgesehen. Die Meldeplattform bietet Kommunen die Möglichkeit, ihre Bevölkerung einzuladen, infrastrukturelle Verbesserungsmaßnahmen aktiv vorzuschlagen. Die Freischaltung der App erfolgt zunächst über den drei-wöchigen Kampagnenzeitraum. Über eine langfristige Freischaltung wird vom Fachamt nach der Testphase entschieden.

Der offizielle Startschuss der Kampagne erfolgt am Donnerstag, dem 14.06.2018, um 10 Uhr durch den Bürgermeister in der Kölnstraße. Die Kosten für eine Teilnahme für die Stadt Düren betragen 1.500,00 € und können aus dem Budget des Amtes 66 getragen werden. Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Klimaschutz- und Mobilitätsmanagers können die Kosten der Kampagne zudem zu 50 % durch den Bund gefördert.

Infos zum Stadtradeln:
https://www.stadtradeln.de/home/

Informationsquelle:
https://sessionnet.krz.de/dueren/bi/vo0050.asp?__kvonr=14099984&voselect=20075851