Bike-Expo-Kassel 2018

Bike-Expo-Kassel 2018

Bike-Expo-Kassel 2018

Ein bisserl Werbung in eigener Sache: Am kommenden Sonntag, dem 18. Februar, findet im Kongresspalais Kassel die 22. Bike-Expo-2018 statt. Dabei handelt es sich um eine Fahrradmesse, die durch einen Zusammenschluss von lokalen Fahrradhändlern aus der Taufe gehoben wurde. In den letzten Jahren war, wie eigentlich auf allen Fahrradmessen, die Elektrifizierung von Fahrrädern das dominierende Thema und daran wird sich in 2018 wohl auch nicht viel ändern.

Bijan und ich kurz vor dem Start zum Candy B. Graveller 2017 (Quelle: pd-f.de / Martin Häußermann [Ausschnitt])
Zusätzlich zur Ausstellung gibt es ein Begleitprogramm, in dessen Rahmen wir, Bijan und ich, einen gemeinsamen Auftritt zum Thema Bikepacking haben. Entstanden ist unsere Idee irgendwann auf dem Heimweg vom letzten Global-Fatbike-Day im Schwarzwald. Angeregt durch Gunnar Fehlaus Aktivitäten in diesem Themenfeld möchten wir etwas Werbung für unsere Nordhessische Landschaft und das Naturerlebnis betreiben. In 30 Minuten sprechen wir über den „overnighter“ und das „Bikepacking“ im allgemeinen: Wie und warum mache ich das, welche Vorbereitung ist nötig? Was für Ausrüstung brauche ich dafür?

Alles das sind Fragen, auf die wir – in der zugegeben knappen Zeit – eine Antwort liefern wollen.
Etwas Anschauungsmaterial haben wir auch dabei.
Neugierig?
Bijan und ich freuen sich auf zahlreiche Zuhörer:) (Ca. 15:30Uhr sind wir an der Reihe – Achtung: Die HNA berichtete in ihrer heutigen Ausgabe von 15:45Uhr. Aber so eng sehen wir das nicht)

Das Vortragsprogramm im Einzelnen:

Das Vortragsprogramm auf der Bike Expo findet im oberen Kolonadensaal statt. 

12.00. Uhr Herr Oeste Regionalmanagement – 2. Bike Challenge Nordhessen 2018 Siegerehrung.

13.15 Uhr Verkehrsamt in “Straßenverkehrs- und Tiefbauamt- Anne Grimm – „Umstieg auf das Rad – Chance für Kassel“

14.00 Uhr Bike Leasing Service- Wie kann man ein Fahrrad Steuerlich geltend machen.

14.45 Uhr IVM – Herr Rüdiger Bernhardt – Mit dem Radroutenplaner Hessen durch Kassel und Umgebung.

15.30 Uhr Bijan Otmischi und Mario Schön – Neue Wege entdecken – Bikepacking.

16.15 Uhr Herr Gerhard Peter ADFC – Kassel braucht eine Verkehrswende – und die Verkehrswende braucht das Fahrrad.

Jeder Vortrag dauert ca. 30 Min , mit 15 Min Pause

Quelle: http://www.bike-expo-kassel.de/content/seminare_vortraege/
Bildnachweis Artikel-Banner: http://www.bike-expo-kassel.de/

Wer LANGläuft, lebt länger ;)

Wer LANGläuft, lebt länger ;)

Wer LANGläuft, lebt länger ;)

In den Medien wird dieser Winter in Deutschland als einer der dunkelsten und trübsten seit Beginn der Wetteraufzeichnung bezeichnet. Die Flucht nach Süden ist in so einem Fall genau das Richtige Mittel, dem daraus resultierendem körperlichen Tief entgegen zu wirken. Und weil in den Alpen seit langem mal wieder so richtig der Schnee liegt, kommen an Stelle des Bikes natürlich die Ski ins Gepäck. Allerdings nicht die hippen Abfahrtsbretter, sondern die Langlauflatten!

Ski Arena Toblach. Ich werde eingerahmt von Olli und Jörg

DerMario, Olli, Hilmar und Jürgen

Tja, das Fatty schaut ein wenig traurig drein, jedoch hat sich durch Zufall die Möglichkeit zur Teilnahme an einem ganz besonderen event ergeben. Die „efns“ (European Forester’s Competition in nordic skiing) feierte ihr 50. Jubiläum im Biathlonzentrum von Antholz (Südtirol) mit einem sehr ambitioniertem Wettkampfprogramm. Also genau an jenem Ort, wo vor wenigen Wochen der Weltcup ausgetragen wurde. Dort durfte ich eine (Nord)Hessische Abordnung im freien Stil (also Skating) unterstützen, auch wenn so „kurze Strecken“ nicht unbedingt meine große Stärke sind. Andererseits erzeugen für einen Flachlandtiroler wie mich, ob der wenigen Traningsmöglichkeiten Distanzen von zwei mal fünf Kilometer auf einer Weltcupstrecke schon beinah Marathonfeeling. Schnappatmung, allein schon durch die Höhe des Biathlonzentrums von 1600Meter ist garantiert. Ausruhen auf der Strecke ist unmöglich. Entweder geht’s hoch, oder sprichwörtlich atemberaubend runter 🙂

Zuvor stand aber, als Einstimmung in die Woche, der große Jubiläumslauf im Programm. Von Cortina d’Ampezzo bis Toblach führte die landschaftlich einmalige Strecke. Wer wollte, konnte mit einer Extrarunde den 30km langen Kurs bis auf 50 km erweitern. Ich wollte zwar, mein Körper aber nicht!

In der zweiten Wochenhälfte folgten dann die Biathlonwettkämpfe. Läuferisch hatten wir gegen die Konkurrenten aus den Alpenländern oder Skandinavien nicht den Hauch einer Chance. Meine Schießleistung im Einzwelwettbewerb der freien Technik (2×5 km)konnte sich hingegen sehen lassen. Ich musste nur einmal durch die Strafrunde hecheln, andere waren da deutlich öfter am Kreiseln 😉 Zwei Tage später wurde der Staffelwettbewerb über 2x5km ausgetragen, leider ganz ohne Schießen. Von den vier Startern waren jeweils zwei Läufer im klassischen Stil und zwei in der freien Technik unterwegs. Ganz schön spannend das alles! Ergebnisse und weitere Bilder [latest news]: Hier

Wenn kein Wettkampf auf dem Programm stand, konnte man sich während des „Beiprogrammes“ kulturell weiter bilden. Zahlreiche Exkursionen standen zur Auswahl. Mit Olli und Zinser entschied ich mich für einen Stadtrundgang in Bozen mit einem Besuch im sehenswerten Ötzi-Museum. Im Anschluss besichtigten wir sogar noch eine Firma, die sich auf Schnee-Erzeugung spezialisiert hat. Bei TechnoAlpin wurden wir in sämtliche Geheimnisse von Frau Holle eingeweiht. Insofern war auch dieser Ausflug für uns Technik-Nerds sehr interessant (Auch der Ötzi wird übrigens mit einer Menge Technik der Nachwelt erhalten). Als ein echtes Highlight präsentierte sich zum Abschluss ein Ausflug ins Gsierser Tal. Hier gibt es jedes Jahr einen Ski-Marathon, der unter anderem dafür bekannt ist, dass er bislang noch nie ausgefallen ist. Auch bei bescheidensten Schneeverhältnissen wurde der Lauf jedesmal irgendwie ermöglicht. Für eine Teilnahme waren wir zwei Wochen zu früh vor Ort.

An dieser Stelle möchte ich ein großes Dankeschön an Markus richten, der sich vor Ort um alles organisatorische  gekümmert hat und immer als Ansprechpartner zur Verfügung stand. Danke natürlich auch an Jörg, der mit großer Hingabe unsere Ski jedes mal mit dem richtigen Wachs versorgt hat 🙂 

Anmerkung:
Dieser Artikel ist kein offizieller Wettkampf-Bericht. Er dient mir lediglich als „Tagebucheintrag“ und Erinnerung an eine klasse Woche in Südtirol. Demzufolge verzichte ich auf eine ausführliche Beschreibung der Veranstaltung und Ergebnisse. 

No way today

No way today

No way today

Wenn sich der Winter ja endlich mal entscheiden könnte! In der Nacht hat es bei knappen null Grad kräftig geschneit. Aber kaum das die Sonne, mehr oder weniger unsichtbar, aufgegangen ist, klettert im Gleichtakt die Temperatur in deutliche Plusgrade. Dabei freut sich das Fatty auf eine Sonntagstour im Schnee.

Endlich Schnee! Aber auch nicht so richtig, alles sehr nass

Hier kam ich noch drunter durch, aber 100 Meter weiter sperrte ein Baumkrone alles großzügig ab

Für das Langlauftraining auf dem Meißner war ich heute Morgen zu langsam. Und außerdem auch viel zu schlapp, nach der gestrigen Holzspalterei. Vorsorgen für die Holzheizung und den nächsten Winter. Wenn er denn kommen sollte. Mit ordentlich Muskelkater in den Knochen starte ich mit dem Fatbike auf eine Runde durch die Söhre. Auf den Hauptwegen, so denke ich, müsste es eigentlich ganz gut voran gehen. Das Sturmtief Ferderike hat diese Woche ganze Arbeit geleistet. Viele Spuren sind zwar halbwegs beseitigt, aber im Wald, da sieht es noch ganz schön schlimm aus. Auf dem Kasselsteig fahre ich hinauf in den Söhrewald und komme nur bis kurz an den Waldrand. Dort liegt eine mächtige Tanne quer über den Weg. Umgehung nicht möglich und bei genauerer Betrachtung der Umgebung wird schnell klar, dass das auch viel zu gefährlich ist. Etliche weitere Bäume befinden sich in bedenklicher Schräglage und werden bei nächster Gelegenheit auch noch umstürzen. Der nasse Schnee leistet da noch seinen Anteil. Also wieder ein Stück zurück und den nächsten Weg aufwärts Richtung Falkenheim nehmen. Dort oben gibt es einen kleinen Pfad auf die Franzosenstraße und den Axel-Schneider-Platz. Ab hier möchte ich weiter bis Wellerode und dann mal sehen. Der Plan findet nach etwa eineinhalb Kilometern ebenfalls durch umgestürzte Bäume sein abruptes Ende. Denn auch die Suche einer Umgehung des Schlamassels endet erfolglos im knöcheltiefen Schnee-Schlamm-Gemisch. So lasse ich mich nach Oberkaufungen rollen, wo der Schnee nur noch eine einzige Pampe ist und mir so richtig um die Ohren spritzt.  Bahh, der Spaß am Weiterfahren bleibt auf der Strecke. Ich sehne mich nach dem wärmenden Ofen und einem heißen Getränk….

Ein Januar overnighter

Ein Januar overnighter

Ein Januar overnighter

Wann habe ich das letzte mal eigentlich draußen geschlafen? Hm, das ist schon ein Weilchen her. Gerne würde ich ja nochmal im Schnee liegen, so wie beim „GFBD17“ (Global-Fat-Bike-Day) im Dezember. Aber leider lässt sich der Winter in Nordhessen nicht blicken, vielmehr hat der Regen das Regiment übernommen und auf den Feldern neue Seenlandschaften erschaffen. Die Waldwege sind auf Grund des Forstverkehrs stellenweise in Schlammwüsten verwandelt. Aber wenn man sich einmal auf die Bedingungen einlässt, kann man auch den widrigsten Umständen etwas schönes abgewinnen. Unterwegs mit ein paar guten Kumpels wird eben alles geteilt: Der Dreck, das miese Wetter, aber besonders aber der Spaß an der Sache. Diesmal gilt es, einen neuen overnighter-spot zu erkunden. Während einer Tour mit den Sternen-Bikern sind wir dort zwar schon einmal vorbei gekommen, aber so richtig hat keiner von uns dreien das lauschige Plätzchen auf dem Schirm. Der Bijan wars, der mich Mitte Dezember erst wieder darauf aufmerksam machte. Beeindruckend die Fernsicht! Hammer!

Los gehts! Gravel-Setup mit etwas neuem equipment 🙂

Am zweiten Januar-Wochenende starte ich mit gepacktem Gravelbike und treffe nach fünf Kilometern auf Hansi. Gemeinsam folgen wir dem R1 nahe dem Fulda-Ufer und holen Dirk in Hertingshausen ab. Er muss bis 18 Uhr arbeiten, hat sein Bike aber fertig gepackt dabei. Ein Berufs-Fahrradpendler eben :). In Besse steuern wir noch einen Supermarkt zwecks Verproviantierung an. Ab hier übernimmt mein Garmin die weitere Navigation. Daheim habe ich via „gpsies“ eine Verbindung zu unserem Ziel erstellt. Weil es dunkel ist, funktioniert keine eigene Navigation auf Sicht und so weit im Westen von Kassel ist von uns ohnehin keiner heimisch. Auf 12 Kilometer müssen wir immerhin 300 Höhenmeter überwinden.

Das funktioniert dann leider doch nicht ganz ohne zu Schwitzen. Vor allem der stellenweise knöcheltiefe Schlamm erschwert das Vorankommen deutlich. Der letzte Kilometer bis auf das Plateau lässt sich ohnehin nur schiebend überbrücken, da der gefühlt senkrecht aufwärts führt. Zweifel kommen auf, ob das hier alles so richtig ist. Aber oben erstmal angekommen, sind die plötzlich wie weggewischt. Die Sicht ist einfach überragend, eine Sitzgelegenheit samt kleine Feuerstelle entschädigt zusätzlich für den Kraftakt. Feuerholz gibt es ausreichend, allerdings ist halbwegs trockene Ware eher schwierig zu finden. Aber die Augen sind mittlerweile geschult, so dass nach kurzer Zeit ein ansehnliches und wärmendes Feuer zündelt. Diesmal habe ich wieder Gemüsepäckchen dabei (dicker Kuß an Ina), die als Beilage zur Bratwurst am Spieß dienen. Zelte haben wir nicht im Gepäck, dafür Tarps, die wir aber auch nicht aufspannen. Wir vertrauen einfach der Vorhersage von Wetteronline und rollen lediglich die Biwacksäcke aus. Wildschweinspuren sind großflächig sichtbar. Vor denen hat aber nur Dirk Angst. Hansi und ich werden ihn (im eher unwahrscheinlichen Fall eines Angriffes) beschützen 🙂 Die Nacht verläuft sehr ruhig hier oben, keine Störungen durch irgend wen oder Getier. Dirk muss auch am Samstag wieder arbeiten, deshalb ist schon in der Dämmerung der Wecker aktiv.

Den Morgenkaffee trinken Hansi und ich im bereits bekannten Supermarkt in Besse. Trotz des frühen Aufstehens wird es mit meinen Frühstücksbrötchen für die Familie knapp. Immerhin sind es fast 35 Kilometer bis nach Hause. Und zu unserer großen Überraschung hat es über Nacht auch noch einen ordentlichen Baumsturz auf dem R1 gegeben, der uns mit der Kraxelei über und durch das Geäst etwas Zeit kostet. Am Sudhaus trennen sich die Wege von Hansi und mir. Deutlich vor dem Mittag bin ich wieder zu Hause, trotzdem noch Brötchen geholt, auch wenn die jetzt fürs Frühstück zu spät kommen….Schön war’s auf dem Januar-overnighter!

PS: sorry für die Qualität und das Rauschen, alle Bilder stammen aus dem iphone!

Die erste Tour 2018

Die erste Tour 2018

Die erste Tour 2018

Ein Frohes neues Jahr allerseits! Am Neujahrstag sich körperlich zu betätigen ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Im Kreise der SG-Stern ist an diesem Tag ein kleines Ründchen durch den Habichtswald aber ein Stück Tradition. Deshalb trafen wir uns auch diesmal wieder am späten Nachmittag des 1. Januar an der Hessenschanze für unsere erste Tour in 2018. Gleich vorweg: So warm und so nass wie in diesem Jahr war es schon lange nicht mehr.

Auf dem Weg quer durch die Stadt. Hier am Fuldaufer


Auf dem Weg zum Treffpunkt muss ich Kassel immer einmal von Ost nach West komplett durchqueren. Interessant war, was sich unterwegs so alles an Resten der Silvesternacht fand. Anscheinend wollte man stellenweise die Raketenstartplätze Baikonur oder Cape Canaveral imitieren. Im letzten Licht des Tages trafen wir uns immerhin zu acht an der Endhaltestelle der Tram. Schon auf dem Weg zum Schloss Wilhelmshöhe war’s übel rutschig, zwei von uns rutschten unversehens ins Unterholz.

Erstmals war auch richtig was im Bergpark los, so viel Menschen haben wir hier selten angetroffen. Anscheinend hat sich der Charme des Parks am Neujahrsabend rumgesprochen. Mit zunehmender Höhe wurde es aber einsamer und feuchter von oben. Regen setzte ein und mit jedem Höhenmeter fiel die Temperatur. Für Schnee war es aber nicht kalt genug. Nur ein kurzer Stop am Herkules mit Blick über die Stadt, dann flüchteten wir uns in Richtung Elfbuchen. Der auffrischende Wind und der Regen ließen uns auch hier nur kurz stoppen. Zwar war das Restaurant geschlossen, ein paar Mannen hatten aber Reste-Häppchen vom Silvesterabend im Gepäck, die wir hier oben vor der Abfahrt noch vernaschten.

Fröstelnd gings anschließend talwärts, oberhalb vom Erlenloch trennten sich unsere Wege: Kassel West und Ost. Wir waren jetzt nur noch zu dritt und konnten einem kleinen Trail trotz des Schlamms nicht widerstehen. Es war mehr die Abfahrt in einem Bachbett und trotz meiner dicken Reifen war Vorsicht geboten. Nach der Hessenschanze wählte ich schließlich die kürzeste Strecke nach Hause, die heiße Dusche ständig vor Augen…675 Meter Aufstieg bei 40km Strecke wandern ins Tagebuch 🙂