Dilledopps YouMo One X500 mit GoSwiss Drive (Quick&Dirty)

Dilledopps YouMo One X500 mit GoSwiss Drive (Quick&Dirty)

Dilledopp ist kein Melder im Pedelecmonitor, wie schade, doch er besitzt reichlich KnowHow, dass er gern im Pedelecforum und in Facebook-Gruppen teilt. So auch seine 12-monatigen Erfahrungen mit seinem 2017er YouMo One X500 S-Pedelec.

„Das Bike zieht die Blicke aller Radfahrer, Passanten und Polizisten auf sich.“

Dilledopp besitzt ein sehr großes Repertoire an Erfahrungen unterschiedlichster Antriebssysteme, dazu zählen unter anderem:

  • Impulse2.0
  • Yamaha PW
  • ImpulseEVO
  • GoSwiss Drive
  • Klever Biactron von TDCM
  • Yamaha PW Pro und
  • ein 26V Panasonic in einem Raleigh Dover

„Der Pana(sonic) ist zwar nicht der stärkste Motor, aber wahrscheinlich der unproblematischste Motor der je für Pedelec`s gebaut wurde.

Ein Bike mit Boschmotor hatte ich noch nicht, weil mir irgendwie der Motor mit seiner 2,5 Untersetzung und dem kleinen Kettenblättchen nicht gefällt.
Einen schwachen Brose mit Appeinstellungsfirlefanz will ich ich auch nicht.“

Aus dem Mailverkehr mit Dilledopp entnehme ich, dass er dabei nicht zimperlich mit dem Material umgeht – frei nach dem Motto: Wenn der Motor die Leistung hat, dann nutze ich sie auch! und im Originalton „Und weil auch […] Männer mal gerne im Dreck spielen, ist da noch ein Giant Dirt E+2 mit problemlosen 2.000 Yamaha Kilometern.“

Hier nun die Eindrücke von Dilledopps außergewöhnlichem YouMo One X500.

Das Bike wurde am 29. Dezember 2016 als verspätetes Weihnachtsgeschenk an meinen Händler in Köln, […] wo die S-Pedelec Version X500 für den deutschen Markt montiert und TÜV abgenommen werden, ausgeliefert. […] Nach nun mehr als 800 Km und 5 Monaten Einsatz ein erstes Fazit:

Das Bike zieht die Blicke aller Radfahrer, Passanten und Polizisten auf sich. Fragende Gesichter und sich schnell entwickelnde Gespräche sind die Folge. […]

Weitere Infos zu den Spezifikationen findest du hier.

Das YouMo One X500 wurde in der Kategorie „Tour“ im ExtraEnergy Yearbook 2017 mit SEHR GUT bewertet – Link.

Motor: Der 500W GoSwiss-Drive zieht kräftig durch, wird an langen Steigungen nur handwarm und hat bisher noch nicht wegen Überhitzung die Leistung reduziert.
Um die Endgeschwindigkeit von 45 Km/h zu erreichen, muss ich, bedingt durch die aufrechte Sitzhaltung und mein Systemgewicht von ca. 140Kg schon etwas kräftiger in die Pedale langen.

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Akku und Reichweite: Dank de EVO-Display`s und der GoSwiss-App, lassen sich bei allen fünf Unterstützungsstufen die Stromstufen Einstellungen von 0 bis 20 A anpassen. Da ich weniger der sportive, sondern eher der Genussbiker bin, hat sich mein Stromverbrauch im Durchschnitt bei 12Wh/Km eingependelt. So komme ich auf eine Reichweite von ca. 45 Km mit einer „Tankfüllung“, mal mehr, mal weniger, bei recht flotter Fahrweise. Mit dem zweiten Akku am Bike führe ich 1,1 KW/h mit mir und die sind für mehr als 80 Km immer ausreichend. Die so oft hochgelobte Rekuperation ist eher was um sie Bremsbeläge bei Schussfahrt etwas zu schonen und weniger um den Akku aufzupumpen. Bei GoSwiss liegt die Generatorleistung bei ca. 45W pro 10 Km/h Geschwindigkeit und bringt nicht viel wie ich feststellen konnte.

Fahrverhalten: Meine bisherige Höchstgeschwindigkeit auf einer Gefällestrecke von 65 Km/h, steckten Rahmen und Fahrwerk klaglos weg, ohne irgendwelche Anzeichen von Instabilität oder flattern zu erzeugen.

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Bremsen: Die Magura Bremsen MT4 verzögern dabei die Fuhre besser als erwartet. War ich doch vorher von den Magura MT5 an meinem Kalkhoff Integrale verwöhnt, zeigen die MT4 bisher keinerlei Schwächen.

Schaltung: Der Kettenantrieb und die Schaltung, die aus einer SRAM X9, 10 Fach und SRAM Kurbelgarnitur bestehen, schaltet absolut perfekt, sauber und präzise, da gibt es keinerlei Beanstandungen und bewegt sich auf mindestens Shimano XT Niveau.

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Beleuchtung: Etwas gewöhnungsbedürftig waren die ersten Fahrten bei Dunkelheit. Da der 70 Lux starke und mit Tagfahrlicht ausgestattete Scheinwerfer[…] rahmenfest verbaut ist und nicht an Lenker oder Gabelkrone, geht der Lichtkegel nicht mit der Lenkbewegung, sondern erst mit dem Rahmen in die gewünschte Fahrtrichtung, also wie bei Motorrädern.

Weitere Komponenten:

  • Der auch optional erhältliche Pletscher Gepäckträger verdient seinen Namen und macht einen soliden, stabilen Eindruck.
  • Die Für 190.- € optional erhältliche Airwings-Federgabel ist noch stark verbesserungswürdig. Ja, sie federt, aber auch genau so schnell wie sie einfedert auch wieder zurück, je nach Bodenwelle mit einem harten Schlag, von Dämpfung also keine Spur.
  • Die Bereifung, INNOVA 24 x 3, mach auf Asphalt ein seltsam schmatzendes Geräusch, an das ich mich aber inzwischen gewöhnt habe

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Einen Service der besonderen Art durfte ich vom Inhaber und Gründer der Youmo AG, Knut Späte erfahren, der auf der Durchreise nach Dortmund bei mir Station machte um ein Sofwareupdate auf meinen Motor zu bügeln.

Dafür nochmal ein herzliches Dankeschön an Knut. Quelle

Weiterer Service: 2.000km sind inzwischen drauf – ja, meine „Lokomotive“ hat auch ein Update von Knut Späte (YouMo) erhalten. Mitte Juli erhielt ich ein großes Paket mit einem kompletten Laufrad in dem ein etwas „anders gewickelter“ GoSwiss Motor eingespeicht war.

Nach Einbau und ersten Testfahrten gab es jedoch noch keinen großen Grund zum Jubeln.
Was mir aber sofort auffiel, das der Motor nicht schon wie der bisherige, die Leistung ab 37 Km/h reduzierte, sondern erst bei 46 Km/h den Hahn zudrehte.

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Richtig Grund zum Jubeln kam aber erst auf, nachdem wir ein Softwareupdate installiert haben. So wurde einige Fahrparameter so verändert, dass jetzt mit erheblich weniger Eigenleistung dauerhaft hohe Geschwindigkeiten gefahren werden können, was mir persönlich besonders gut passt. Der neue Speedmotor hat aufgrund der anderen Wicklung eine für mich sehr entgegenkommende Leistungscharakteristik als der bisherige.

Dieser Motor wird nun schon seit einigen Monaten serienmäßig in die YouMo Speedmodelle eingebaut. Einen nennenswert höheren Stromverbrauch oder geringeres Drehmoment am Berg konnte ich nicht feststellen. Anmerken möchte ich noch, das der „alte“ Motor KEINE Defekte oder sonstige Schwächen aufwies und deshalb ersetzt werden musste.

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Die hintere Magura Bremse nervte durch markdurchdringendes quietschen, welches ich aber ich mit Sinterbelägen auf ein erträgliches Maß reduzieren konnte.

Ansonsten gibt es außer, das dieses Bike einen kaum zu überbietenden Fahrspaß bietet und wie ich glaube auch für Pendler, die mühelos und entspannt ans Ziel kommen wollen, durchaus geeignet ist, nicht viel mehr zu berichten. Quelle

Ich habe mich bereits oft gefragt, warum du im Pedelecforum zu so vielen Motor-Thematiken deinen Senf dazugeben kannt, nun da ich jetzt einen großen Teil deines vergangenen und bestehenden Fuhrparks kenne, wird mir einiges klarer!

Vielen Dank, dass ich deinen Erfahrungsbericht und die Fotos veröffentlichen durfte. Ich wünsche dir weiterhin viele unfallfreie Kilometer mit den bestehenden und mit allen noch kommenden Bikes – allzeit gute Fahrt!

Alle Kilometerstände der GoSwiss Drive Motoren

Weitere Erfahrungsberichte (Quick&Dirty und 10.000km+):
Eigenbau Fully
(2014) mit Puma/MAC
Wheeler
E-Eagle Speed (2016) mit BionX D

Nickschonwegs Riese&Müller Charger mit Bosch CX (Quick&Dirty)

Nickschonwegs Riese&Müller Charger mit Bosch CX (Quick&Dirty)

Nickschonweg (#207) ist schon seit Februar 2017 Melder. Wie viele andere sprach ich ihn unterm Stuttgarter Fernsehturm an, damlas noch auf seinem Hardtail (#90). Im Juli überraschte er mich mit seinem neuen R&M Charger. Sechs Monate und 3.000km später gibt er sein Feedback zum Sommer-, Herbst- und Winter-Pendeln.

Nickschonweg ist wie auch S-Pendler ein ganz typischer Stuttgarter Pendler. Morgens aus dem Umland kommend rein in die Stadt, einmal komplett durchfahren und am anderen Ende der Stadt ist die Arbeitsstätte – der Unterschied der beiden ist, sie nutzen bei fast jedem Wetter ihre (S-)Pedelecs und entlasten damit die überfüllten Straßen und Bahnen.

Ich habe mein Riese&Müller seit dem 5. Juli 2017. Es ist ein Charger Nuvinci mit Bosch CX und 500er Akku. Der Motor zieht kräftig durch und an Steigungen bis 18%, mit meinem Federgewicht von gerade mal 116,5kg gibt es auch keine Probleme.

Ich bin bis zum 10. Okt. 2017 2.200km gefahren. Ich pendel täglich zur Arbeit und muß dabei 400hm und knapp 39km bewältigen – übrigens geht das viel schneller als mit dem Auto.

Weitere Infos zu den Spezifikationen findest du hier.

Der alte Gaul: Vorher hatte ich schon ein Pedelec, ein Conway mit Bosch Performance Motor und 400Wh Akku. Es hatte bei meinem Fahrprofil einfach zuviel Verschleiß. Dort musste dem ich alle 1.800km (6 Wochen) die Kette wechseln und ca. alle 1.400km die Bremsbeläge. Komplett! Außerdem hatte das Conway keine Federgabel – das war mit der Zeit sehr unbequem.

Wenig Verschleiß: Dieses Rad kostet mich im Unterhalt weniger und der Zahnriemen gepaart mit der Nuvinci 380 ist bis auf ein Nachspannen, das ich bisher nicht durchführen musste, wartungsfrei. Die ersten Bremsbeläge habe ich bei fast genau 2.000km gewechselt. Es wären vorne aber wohl noch 300-400km drin gewesen. Hinten weniger. 

Insgesamt bin ich bisher sehr zufrieden mit dem Rad. Ich bezeichne es gerne als Panzer, weil es einfach überall hoch und auch durch kommt. Es hat einen MTB Hardtail Rahmen der bis 160kg ausgelegt ist. Ich fühle mich bei meinem Gewicht darum auch sehr sicher. Die Autofahrer, an denen ich bergab vorbei brettere, denken sich wohl ihren Teil. Für die kalte Jahreszeit mit matschigen Wegen im Wald werde ich nach Grobstolligen Reifen ausschau halten.

Am 31.12.2017 habe ich genau 3.000km erreicht, bin im Dezember allerdings kaum gefahren.

Pünktlich mit den neuen Spikes, war auch die Glätte weg. Toll! Habe beim Umbau auf die neuen Reifen keine Probleme gehabt, die Nuvinci 380 auszuhängen (Das sollte man vor einer Tour wenigstens einmal gemacht haben – Youtube ist dein Freund). Dann den Riemen entspannt und die 15er Schrauben gelöst. Anschließend den Riemen vom hinteren Zahnkranz nehmen und das Hinterrad herausnehmen.

Alles ohne Dreck und Schmiere … ein Traum! Ihr merkt schon ich liebe den Carbon belt.

Der Riemen: Ich hatte den Riemen in den 3.000 Klometern nur einmal nachspannen müssen. Das ist Dank einer App auch sehr leicht. Da wird die Frequenz beim Zupfen des Riemens gemessen. Dann entsprechend den Vorgaben spannen. Fertig. Man braucht dazu lediglich einen Inbus und einen Torx 40. Der Riemen hat so gut wie keine sichtbaren Verschleisserscheinungen. Bin schon gespannt wie lange der hält. Sollten angeblich so 15.000km sein. Die Berichte folgen natürlich.

Der Motor: Der Bosch CX macht bisher keine Probleme. Manchmal wenn ich rollen lasse und wieder antrete knackt es etwas. Ich vermute das die Zahnräder innen dann einfach ungünstig stehen. Aber es rutscht nicht durch oder so. Passiert auch nur selten. Ich bin allerdings keine Mechaniker der das beurteilen könnte.

Bis auf 4 Platten innerhalb von 2 Tagen aufgrund schlechter Flicken gab es bisher Null Probleme.

Eine Anmerkung zu Nickschonweg: Er ist mit zwei weiteren Mitarbeitern der Ansprechpartner für das Pendeln mit dem Fahrrad/Pedelec und für Reparaturen. Seine Firma motiviert ihre Mitarbeiter, dafür sprechen die Zahlen und Fakten:

  • im Winter 10% Radfahranteil, im Sommer knappe 20%,
  • zahlreiche freie und überdachte Fahrradabstellanlagen,
  • Spinde, Duschen und Trocknungsmöglichkeiten für Regenklamotten,
  • Pannenstation mit Werkzeug und Ersatzteilen,
  • Übersicht der Radwege und Radrouten in und um Stuttgart.

Vielen Dank Nickschonweg für die niedergeschriebenen Erfahrungen und die tollen Fotos. Ich kann nach dem ständigen Kettenwechsel regelrecht spüren, wie genial du dagegen den Riemen findest. Ich wünsche dir allzeit gute und pannenfreie Fahrt!

Alle Kilometerstände der Bosch Motoren

Weitere Erfahrungsberichte (Quick&Dirty und 10.000km+):
Cube Stereo Hybrid Race (2016) mit Bosch CX

Fischer ETH/ETD 1761 von 2017 mit Bafang Maxdrive (\all-in-one/)

Fischer ETH/ETD 1761 von 2017 mit Bafang Maxdrive (\all-in-one/)

Im ExtraEnergy Yearbook 2017 bin ich über das Fischer ETD 1761 gestolpert, dazu gibt es auch viele Informationen im Netz. Eine Analyse des Pedelecforums von echten Bikern zusammengefasst in einem Beitrag in der Kategorie \all-in-one/ – alle Infos auf einer Seite.

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BILD: Pedelecforum/Neuling76

„Gesamteindruck und -gefühl mit dem 1761: Sehr gut. Macht mir wirklich Spaß, hat Ausdauer, ist recht leise. Ich bin trotz kleiner Macken super zufrieden!“

Fischer Kunden sind zu einem großen Teil bereits Fischer Kunden oder kennen zufriedene Fischer Kunden, wer das nicht glaubt, soll selbst nachlesen (Beispiel). Auch hier geht es, wie beim Prophete eSport, um den besten Preis im Baumarkt, im Elektronikfachgeschäft oder im großen Vollsortimenter, und der sollte unter 1.200 Euro liegen, damit es ein wirklich absolut guter Schnapper ist. Fischer-Fahrer sind auch Bastler und sehr experimentierfreudig, Improvisation bei der Ersatzteilmangel und auch Anpassungen der Programmierung am Controller werden sehr gerne durchgeführt.

Hier nun eine weitere Komprimierung des gewaltigen gesammelten Know-Hows des Pedelecforums, immerhin 616 Posts (Stand 12.01.2018) zum ETH/ETD 1761, auf einen einzigen Artikel im Pedelecmonitor – REAL BIKER, REAL FEEDBACK. Los geht’s.

Weitere Infos zu den Spezifikationen findest du hier

Das Fischer ETD 1761 wurde in der Kategorie „Easy Pedelec“ im ExtraEnergy Yearbook 2017 mit GUT bewertet – Link.

Aufbau und Endmontage:

Das Bike kommt per Spedition im Karton oder ist so im Einzelhandel abholbar. In der Regel müssen lediglich die Pedalen montiert oder gesteckt werden, der Lenker und der Sattel angepasst und Luft aufgepumpt werden. Einmal war das vordere Schutzblech verbogen (MrXBY). Die Akkus sind zum Teil geladen, sodass die erste Fahrt gleich losgehen kann.

Speichenmagnet:

Bei vielen Käufern fehlte der Speichenmagnet, dieser ist beim Transport abhanden gekommen, bei wsc, Silverio, winnepooh, Basstölpel und Halfubter –> LÖSUNG: Ersatzteil über Fischer bestellen oder im Fachhandel einen Magneten eines anderen Systems kaufen.

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BILD: Pedelecforum/chris4711

Bremsen:

Bei ersten Fahrten kann es gelegentlich zu schleifenden und quietschenden Geräuschen von der Bremse kommen, berichteten Silverio, sebmue, Hopfenkniesel, Basstölpel und MrXBY. –> LÖSUNG: Bremssattel zentrieren, siehe Fischer Anleitung

Kette:

Beim Fahren kann anfangs die Kette mehrmals abspringen, mal nach rechts oder nach links, das passierte bei Nobby57, Hopfenkniesel, MrXBY, bernd-das-brot, chris4711 und johi. –> LÖSUNGEN: einige entfernten zwischen 2 und 6 Kettenglieder, um das wellenartige Aufschwingen durch eine höhere Kettenspannung zu verhindern (Nobby57 und chris4711), andere stellten direkt am Umwerfer eine höhere Spannung ein (johi).

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BILD: Pedelecforum/johi

Bei zwei Bikern waren defekte Kettenglieder die Ursache, dort wurden Ersatzteile geliefert, bei foxjenny und heru.

Pedalen:

Die Biker wsc und heru hatten außerdem ein Knarzen aus dem Bereich der Pedalen. –> LÖSUNG: Nach Schmierung der Steckverbindung war es weg.

Kabelführung nahe Motor und Hinterrad:

  • Silverio: „Fieses Schleifgeräusch da war. […] Es hatte sich die unterste Leitungshülse für das Rücklicht gelöst. Das Kabel kommt vom Motor, wird durch ein kleines Loch im hinteren Schutzblech geführt und läuft dann eben, geführt von Plastik-Schläuchen nach oben und dann nach hinten zum Licht. Ich habe diese Kunststoffhülle entfernt und das Kabel provisorisch aus dem Schleif-Weg geschafft für die Heimfahrt.“
  • MrXBY: „Kabel zur Hinteren Beleuchtung streifte am Reifen“
  • Berlin-Biker: „Leider ist mir just bei der ersten Probefahrt der Kabelbaum der am Reifen schleift just bis auf die Blanke Litze durchgescheuert, da ich das nicht rechtzeitig gesehen habe.“

Bedienteil:

Bei Delta11 und Berlin-Biker ließen sich die Bikes nicht mehr einschalten und die Anzeige war ohne Funktion.

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BILD: Pedelecforum/chris4711

Teasi (oder das große Manko an dem Bike!):

In einem Post stand sinngemäß „… das Teasi sehe ich als Zusatz, ich brauche es eigentlich nicht und bin deshalb auch nicht sauer, wenn es nicht funktioniert …„, das sehen nicht alle so, denn beim Teasi und der schlechten Funktionalität scheiden sich die Geister. Ein Großteil zur Nichtfunktionalität kommt in der folgenden Liste:

  • wsc: „Mit dem aktuellen Stand (BAHAM) ist das Teil unbrauchbar. Mir ist es nicht gelungen, eine komplette Tour durchzufahren ohne daß sich die SW aufgehängt hat. Dann läßt sich das Ding durch nichts mehr zu einer Reaktion bewegen.“
  • u.weyrauch: „Ich hab mein Teasi upgedatet auf Baham danach die gleiche Probleme heute nach zehn Kilometer. Danach total Ausfall. Teasi ist defekt lässt sich nicht mehre einschalten.“ / „Mein Teasi ist defekt. Da kannst Du ne ganze Stunde auf EIN / AUS drücken.“
  • johi: „Ich dachte schon (hat noch die Vorgängerversion ACHIRD), dass ich von Abstürzen verschont bleibe – leider nur bis KM 45. Dann blieb das Gerät einfach hängen“
  • Neuling76: „Gestern am 2. Tag nach 12km gesamte Laufleistung hat das Teasi den Betrieb eingestellt. Es friert ein und lässt sich nur mühsam abschalten.“
  • Delta11: „Das Ding hängt sich zeitweise aus unerfindlichen Gründen auf, ist ultralangsam. Zudem ist das Display bei Sonneneinstrahlung sehr schlecht ablesbar“
  • Klassikfreund: „Nach dem letzten Softwareupdate startet mein Teasi nicht mehr sondern hängt sich auf. Es zeigt im Display nur TAHUNA. Auch eine Verbindung mit dem PC ist nicht möglich.“
  • Nobby57: „Das einzige was mir den Spaß verdirbt ist dieses kack Teasi was sich dauernd aufhängt, und jetzt sogar das keine Reaktion mehr auf das Tippen auf Bildschirm trotz Neustart.“
  • Basstölpel: „Ich bin heute 58 Km gefahren, das Teasi ist 5 mal eingefroren.“
  • rhonin: „Erste Kritik – TEASI nervt, allein wenn ich den uralt USB Anschluss sehe graut es mir.. „
  • chatizia: „Mein Hauptproblem ist aber das Teasi… es hat sich einmal mit dem Rad verbunden aber nach dem es am PC war geht es nicht mehr ! Teasi findet kein Sensor „

Biker MacGyver99 hat anscheinend eine Lösung gefunden: „Die Probleme mit dem Teasi kann ich auch bestätigen. Aber so wie es aussieht, habe ich einen Weg gefunden […]. Ich habe das Update auf BATEN durchgeführt und in diesem Zuge habe ich die Deutschland Karte aktualisiert […] mein Teasi rennt bis jetzt wie Sau. „

BILDER: Pedelecforum/chris4711

Teasi-Halterung:

Das Teasi wird anscheinend mit zwei Kabelbindern befestigt sagt Delta11: „Die mitglieferte Halterung für das Teasi kann nicht stabil am Lenker befestigt werden (nur 2 einfache Kabelbinder), zumal das Teasi rel. schwer ist und mit der Zeit verrutscht.“ –> LÖSUNG: Silverio schreibt „Gerade habe ich mir dazu noch eine andere Halterung gekauft, folgende: https://de.outdoor-electronics.com/tahuna/gps-geraete-zubehoer/1727/tahuna-fix-dual-fahrradhalterung“

Teasi-Alternativen:

  • don ajo: „habe mir über eBay Kleinanzeige für 90 Euro das TFT 850C Display bestellt.“
  • motomane: „Ich habe erfolgreich ein Farbdisplay mit Bedienteil von Bafang mit der Typenbezeichnung DP C14 bzw. 850C im Einsatz.“
  • BigB: „Erste Probefahrt im Wald, mit neuem Display TFT DPC 850-14. Alles Super.“
  • dwtop: „ich arbeite seit Wochen damit und dem DPC 17 von Fischer. Die App ist noch nicht ganz ausgereift, aber für Akkukapazität und Restkilometer
    ist sie brauchbar.“
  • lusi22: „Das Fischer Display DP-C17 funktioniert übrigens auch mehr Schlecht als Recht, da es keine wohl keine Stützbatterie hat. Nach dem Ausschalten sind Tageskilometer wieder auf Null Bluetooth verbindet auch nicht automatisch und es merkt sich auch nicht die zuletzt gewählte Unterstützungsstufe.“
  • nutellatoast: „Da das Teasi bei mir weiterhin Probleme macht, habe ich mir das Display 850C eingebaut. Das läuft auch alles ziemlich gut, allerdings geht mein Licht nicht mehr.“

Was noch so alles passiert ist, man aber eher von Einzelfällen ausgehen kann:

  • BerlinBiker: „Ferner hat mein Hinterrad einen immensen Höhen- und Seitenschlag. Ursache ist, wie ich feststellen muss, dass etliche Speichen so locker sind, so dass ich die Speichennippel mit den Fingern drehen kann.“
  • foxjenny: „Ein paar Tage später konnte ich den Motor nicht mehr anmachen, die Steuerung war defekt.“
  • raktorist: „Nach 750km ist nun die linke Kurbel von selbst abgefallen.“
  • BigRolli: „Wenn ich das ausgebaute Hinterrad an der Achse mit den Händen festhalte und rollen lasse, ist der Freilauf gut. Im eingebautem Zustand aber leider nicht.“

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BILD: Pedelecforum/Big Rolli

  • Zizou: „Beim Treten ein leichtes Quietschgeräusch, immer wenn das rechte Pedal von oben nach unten gedrückt wird. Egal welchen Gang und welche Unstützungsstufe gewählt wurde. Scheint eindeutig vom Tretlager zu kommen.“
  • Bei Flashy und Zizou war die Rahmennummer nicht in der TAHUNA App Datenbank. –> LÖSUNG: Tahuna hat die Nummer in der Datenbank ergänzt. (Link)
  • Bei Traktorist war die Beleuchtung vorn defekt. –> LÖSUNG: Die Stecker für hinter der Motorabdeckung waren nicht verbunden. (Link)
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BILD: Pedelecforum/Traktorist

Kundendienst:

  • „Stark überlastete Hotline, aber allseits sehr freundliche Mitarbeiter am Telefon! Auch Rückrufzusagen wurden eingehalten.“ sagt Berlin-Biker | etwas später dann „Ums auf den Punkt zu bringen – bisher ist der Kundendienst und trotz aller Freundlichkeit und teils guten Ansätze, ein einziges Desaster! SETZEN SECHS!“
  • „Den Fischer Kundendienst kann ich in Anbetracht der Erwartung eines viel schlechteren Services tatsächlich loben. Zum einen durch sein Auftreten hier als @Fischer Fahrrad Kundendienst (wie viele Hersteller machen das noch?), zum anderen dadurch, dass ich auf meine E-Mails bisher immer eine freundliche und konstruktive Antwort erhielt, auch wenn das mal eine Woche gedauert hat.“ sagt sebmue
  • „Aus diesem Grund würde ich absolut niemandem dieses Pedelec empfehlen, legt lieber ein paar Euro drauf und holt euch eins bei dem der Service etwas größer geschrieben wird und wo ihr einen direkten Ansprechpartner habt.“ sagt foxjennyFischer

Wartung, Ersatzteile und nützliches an Informationen und Zubehör:

  • Reifen: „Ich habe heute alte 47-622 Smart Sam von 2010 aufgezogen – vorne passen sie direkt. Hinten musste ich die Rücklichtverkabelung unterm Schutzblech entfernen und über den Rahmen und Gepäckträger verlegen – passte problemlos, die Bereifung dann auch. Mit den Pneus hat das Rad schon fast Offroad-Style“ sagt sebmue
  • Pinnheads: Die montierte chris4711 anstelle von Schnellspannern.
    BILDER: Pedelecforum/chris4711
  • Gearsensor: Flashy fand einen Shop für die Nachrüstung über einen KSt-Stecker
  • Ladegerät: „Der Akku kann schadensfrei mit 3A geladen werden.“ Fischer
  • Beleuchtung ändern: „Die Scheinwerfer haben folgende Daten. 6V 3W 0,5A“, danke everthon
  • Anpassung der Software: dazu schrieb sebmue wertvolle Informationen
  • Kassetten: 11-36 von Shimano und SunRace oder 11-32 von SRAM, danke Axel_K.
  • Kettenblatt Motor: Bei Bafang Kettenblatt CWB1,21(11/128″)44T, danke don ajo
  • Kettenblattträger: „Nur bitte sagen, dass man ein Kettenblatt, bzw. eigentlich ja nur den Kettenblattträger des ETH/ETD 1761 | EM 1762 benötigt.
    Der hat einen standard 94er Lochkreis und man kann dann alle möglichen Kettenblätter frei wählen und montieren.“ sagt Fischer
  • Federsattelstütze: Suntour SP12-NCX mit d=27,2mm, danke Berlin-Biker und Thudbuster LT d=27,2mm, danke everthon

BILDER: Pedelecforum/everthon

Normal oder der aktuelle Stand der Technik:

  • Motorruckeln ist normal, wenn „Dabei fiel mir auf, dass beim Erreichen des letzten Balkens der Ladeanzeige auf dem DP12 der Akku praktisch leer ist. Nach einigen hundert Metern beginnt dieser Balken zu blinken, kurz danach ruckelt der Motor.“

Kundenmeinungen – einmal kurz und einmal lang:

  • „Wenn das Fahrrad fährt, ist es ein wirklich feines Gefährt! Die Betonung liegt hier allerdings auf wenn“. Berlin-Biker
  • „Mein Rat an alle, die ein hervorragend geplantes und gebautes Produkt und bei Problemen einen sehr schnellen und sehr kulanten Kundenservice haben wollen: Haltet Euch an die bekannten Hersteller, die mehr Zeit in die Entwicklung und Montage ihrer Produkte investieren und sich für ihre teuren Fahrräder nicht nur Werbung und Deckungsbeiträge leisten, sondern auch Qualitätsmanagement, Ausschusskriterien und eben 1A-Kundenservice. […] Oder Ihr macht das, was ich tat – auf der Suche nach einem Schnäppchen für einen Marktpreis von ca. 1500 Euro von einem Hersteller, der bisher nicht dafür bekannt war, zu 100% einwandfreie Ware zu liefern und seine Fahrräder vorrangig (auch jetzt noch) über den Preis verkauft, einen „Preistipp“ zu kaufen mit der Hoffnung, zu den ca. 80% zu gehören, bei denen das Paket passt.“ sagt sebmue
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BILD: Pedelecforum/chris4711

Fazit:

Kaum einer hat den UVP gezahlt, es gab immer irgendwelche Rabatte beim Elektronikfachhandel, in Baumärkten oder sonstigen großen Vollsortiment-Ketten.

Durchweg alle Fahrer loben die enorme Kraft des Motors – wenn es denn mal mit dem Magneten und der Bedieneinheit richtig funktioniert. Für Tüftler und Bastler ist die mögliche Anpassung der Programmierung ein tolles Spielzeug.

Großes Manko ist das mitgelieferte Teasi – ein nettes Zusatz-Feature, dass aber bei den wenigsten wirklich gut funktioniert.

Der Service wird im Pedelecforum ganz klar getadelt, allerdings ist Fischer auch im Forum präsent und hilft ab und zu – das gibt dann doch noch einen Pluspunkt.

Die Fahrer sind größtenteils Gelegenheitsfahrer und legen im Jahr lediglich ein paar hundert Kilometer zurück, einige haben mit dem Fischer 1761 das erste Mal ein Pedelec erworben. Wenn etwas defekt ist, steht das Bike meist für die nächsten Wochen – wer es also zum Pendeln nutzen möchte und täglich braucht, sollte eventuell lieber einen Händler im Umkreis aufsuchen. Ja – da kostet das Bike sicherlich mehr als 1.200 Euro.

Hier sind die Kilometerstände der Biker, die ich aus den Posts rauslesen konnte – Motorschäden gab es noch keine. Die Bikes wurden überwiegend zwischen Mai und August 2017 erworben.

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Ich wünsche allen Fischer ETH/ETD1761 Bikern allzeit gute und problemfreie Fahrt!

Speedped’s Raleigh Stoker S10 mit Impulse2.0 (Quick&Dirty)

Speedped’s Raleigh Stoker S10 mit Impulse2.0 (Quick&Dirty)

Speedped (#169) ist seit Mai 2017 Melder im Pedelecmonitor. Er nutzt sein Raleigh Stoker S10 zum schnellen Pendeln und als Lastenesel – ein echter heavy User! Ein Auszug seiner Erfahrungen aus dem Pedelecforum …

„Ich bin zufrieden, wenn mein Impulsemotor insgesamt 30.000 km d.h. 6 Nutzungsjahre durchhält. Auf der Eurobike habe ich mit verschiedenen Herstellern über die Motorhaltbarkeit gesprochen. Bei den Motoren mit integriertem Getriebe hat mir da keiner Hoffnungen auf eine höher Kilometerleistung gemacht.“

Das Bike: Habe ein Raleigh Stoker S10, Kaufdatum Oktober 2016, Impulse 2.0 Motor Ende 2015 produziert. Aktueller km-Stand 5.500 km.

Wege und Unterstände: Ich pendle mit dem Rad ca. 26 km (ca. 110 Höhenmeter) hin und zurück. Bei mir hält der 612 Wh Akku im Schnitt ca. 100 km (80 % Sport-Modus und 20 % Power-Modus) […]. Zusammen mit meinen meistens vollen Radtaschen wiege ich ca. 90-95 kg. […] Ich fahre das ganze Jahr durch bei jedem Wetter. Bei der Arbeit steht das Rad im Freien ungeschützt vor Regen. Zu Hause steht es in einem geheizten trockenen Keller.

Weitere Infos zu den Spezifikationen findest du hier.

Geschwindigkeitsprofil: Auf ebener Strecke ohne Autoverkehr fahre ich einen Schnitt von ca. 30 km/h. Auf dem kurzen Teilstück zwischen Kirchentellinsfurt und Wannweil (mit Autoverkehr) fahre ich einen 35-40 er Schnitt, um mit den vielen Autos mitzuschwimmen. Dann die Steigung zur Hochschule Reutlingen geht es runter bis ca. 20 km/h. Tübingen-Reutlingen schaffe ich damit in 25-30 Minuten. Also etwa 10 Minuten langsamer als mit dem Auto (ohne Stau von Haustür bis Haustür).

Belastung: Ich fahre im hügeligen Gelände bei jedem Wetter das ganze Jahr durch und habe immer 10 bis 25 kg Gepäck auf dem Träger. Denn ich habe entweder beim Pendeln jede Menge Hardware dabei oder transportiere die kompletten Lebensmitteleinkäufe für eine vierköpfige Familie. Quelle

Motor: Sensibilisiert durch das Pedelecforum machte ich mir lange Zeit große Sorgen um den Motor, zumal ich anfangs wirklich einige Male das Durchrutschen des Tretkurbelfreilaufs beobachtete. Seit km-Stand ca. 3000 km ist dies aber nicht mehr aufgetreten. Ich vermute die Sperrklinken haben sich inzwischen eingeschliffen.
Anfangs trat ein lautes sogar in den Pedalen spürbares Knacken (eindeutig aus dem Motorinneren) alle ca. 20 km auf. Inzwischen tritt es nur noch ca. alle 50 km auf, ist leiser geworden und äußert sich manchmal auch als Knarzgeräusch.
Ohne die Sensibilisierung durch dieses Forum hätte ich mir wahrscheinlich keine so großen Sorgen gemacht, was im Nachhinein besser gewesen wäre 😉

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Der Motor ist verglichen mit Boschantrieben recht leise und das Rad lässt sich (bis auf das sein immenses Gewicht) sehr gut ohne Antrieb fahren. Gegenüber dem Boschmotor habe ich den Eindruck, dass die Steuerung über das Biodrehmoment wesentlich besser funktioniert. Nachteilig ist das recht späte Einsetzen und der Nachlauf des Motors, an das ich mich aber inzwischen gewöhnt habe.
Positiv im Vergleich zum Boschmotor ist auch das normal große Kettenblatt und damit die direkte Kraftübertragung von der Tretkurbel (keine 2,5-fach Übersetzung). Dies ist aber vermutlich auch der Grund für die mechanische Anfälligkeit des Impulsemotors im Vergleich zum Boschmotor, bei dem ja nur 1/2,5 des Drehmoments auf das Antriebsritzel und auf den Freilauf wirken. Andererseits führt das beim Boschmotor zu einer etwas geringeren Effizienz, was zusammen mit der ca. 20 % geringeren Akkukapazität eine deutlich geringeren Reichweite ergibt.

Akku: Den BMZ-Akku beim Impulseantrieb finde ich sehr gut. Auch nach 6.450 km kann ich noch keine Degradation feststellen. Die Position am Sitzrohr finde ich ideal, da ich beim Parken im Freien den Akku immer entnehme und im Rahmendreieck ein Bordo-Schloss sowie einen Flaschenhalter montieren kann. Für mich ist ein im Rahmen integrierter Akku wegen der schlechteren Handhabung ein Nachteil. […] Ich lade den Akku mit einer Zeitschaltuhr auf nur ca. 90 % wenn nicht gerade eine lange Tour ansteht.

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Sehr gut finde ich auch den Shiftsensor: Meine Kette ist selbst bei 6.450 km noch nicht an der Verschleißgrenze (derzeit 0,07 mm Längung pro Glied). Neben der optimalen Kettenlinie hat bestimmt auch der Shiftsensor zu diese langen Standzeit beigetragen.

Bis auf die fragliche Haltbarkeit des Motors bin ich mit dem Rad schlussendlich voll zufrieden.

Fahrweise: Die Motorproblematik ist bei mir wohl deshalb nicht so kritisch, da ich eine recht geringe Durchschnittsgeschwindigkeit fahre, vergleichsweise wenig Biodrehmoment erzeuge und wenig „Stop-And-Go“ mit vielen Antritten fahre. Ich denke nicht, dann mein Motorexemplar besser ist als die von Eratosthenes. Mein Motor hält nur länger, da ich ihn weniger belaste.

Ich habe den Eindruck, dem Impulsemotor setzt mehr das eingekoppelte Biodrehmoment zu als die elektrisch erzeugte Leistung. Anders kann ich mir nicht erklären, dass sich die Motorschäden bei vergleichsweise wenigen Fahrern häufen. Das ist natürlich kein Freispruch für Daum/Derby, denn der Stand der Technik erlaubt es, den Motor so zu bauen, dass er jedem Benutzerprofil gerecht wird.

Es ist schwer abzuschätzen, welches Ausmaß die Impulse-Motorproblematik hat. Ich versuche mal eine absolut grobe Schätzung: von 2012 – 2017 wurden insgesamt 3 Mio Pedelecs in Deutschland verkauft. 0,5 % dieser Räder, also 15.000 waren S-Pedelecs. Geschätzt 3.000 S-Pedelecs davon hatten einen Impulse-Motor. In diesem Forum liest man von ca. 30 Fällen von Impulse S-Pedelec-Motorschäden. Nur jeder 5. Geschädigte meldet sich in diesem Forum. Also würde ich die Ausfallrate für Impulse-S-Pedelecs bei etwa 5 % schätzen.

Ich bin zufrieden, wenn mein Impulsemotor insgesamt 30.000 km d.h. 6 Nutzungsjahre durchhält. Auf der Eurobike habe ich mit verschiedenen Herstellern über die Motorhaltbarkeit gesprochen. Bei den Motoren mit integriertem Getriebe hat mir da keiner Hoffnungen auf eine höher Kilometerleistung gemacht.

Eine Anmerkung zu Derby Cycle: Auf der vergangenen Eurobike-Messe hatte ich ein sehr angenehmes Gespräch mit einem Vertriebsmann von Derby Cycle: Die stehen inzwischen dazu, dass es vermehrt Lebensdauerprobleme mit den Impulse-Motoren gibt. [..] Das rechne ich Derby Cycle hoch an, wenn man weiß, wie solche Qualitätsprobleme üblicherweise von der Industrie angegangen werden, wenn die Firmen den Ratschlägen ihrer Rechtsabteilung folgen. 

Fazit: Insgesamt sind meine Erfahrungen mit diesem Rad sehr sehr gut. Die Komponenten funktionieren sehr gut und irgendwie ist die Ausstattung schlüssig. Die Rahmengeometrie finde ich sehr gut, da der Radabstand (durch den Sitzrohrakku) etwas größer ist und man sehr bequem aufrecht sitzend fährt. Die 10 Gänge sind absolut ausreichend, der erste Gang reicht (mit Motorunterstützung) für jeden Albaufstieg und der 10. Gang reicht bei ca. 85 Kadenz bis zur Maximalgeschwindigkeit 45 km/h – anders sieht es natürlich aus, wenn man das Rad ohne Motor fährt – Dann kommt man wohl keinen steilen Berg mehr hoch.

Nachdem ich mich jetzt ein Jahr lang intensiv technisch mit Pedelecs befasst habe, halte ich den Heckmotor (als Direktläufer ohne Getriebe) am besten geeignet, wenn es um Haltbarkeit bei hoher Biobelastung geht.

Nur sind leider die entsprechenden S-Pedelecs damit 1-2 Tausend Euro teurer als mein Impulse 2.0 S-Pedelec. Und einige dieser Pedelecs wie z.B. die Stromer lassen sich nur sehr schwer ohne Motor fahren.
Stand heute ist mein Wunsch-S-Pedelec eins mit GoSwiss- oder Alber-Motor.

Den Kauf des Raleigh Stoker S10 bereue ich aber trotzdem (noch) nicht.

Quelle: Pedelecforum und Ergänzungen per Mail

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Trotz Knacken fährt Speedped unbeirrt weiter, bis der Motor ausfällt. Ansonsten ist das Bike sehr unauffällig. Bis auf die Bremsbeläge musste an Verschleißteilen noch nichts gemacht werden.

Vielen Dank Speedped für diesen strukturierten und detailreichen Erfahrungsbericht zum Bike und speziell auch zur Impulse2.0 Motor-Problematik. Bis zu deinem Ziel von 30.000km ist noch ein langer Weg. Ich wünsche dir allzeit gute und pannenfreie Fahrt!

Alle Kilometerstände der Impulse Motoren

Weitere Erfahrungsberichte (Quick&Dirty und 10.000km+):
Focus Aventura Pro (2016) mit Impulse2.0
Raleigh Impulse I R HS (2013) mit Impulse1.0


AMMs A2B Shima mit TDCM Nabenmotor (Quick&Dirty)

AMMs A2B Shima mit TDCM Nabenmotor (Quick&Dirty)

AMM (#430) hat alle seine Bikes im Dezember 2017 angemeldet. Ich fand ihn und sein außergewöhnliches A2B im Pedelecforum. Dort hat er bereits ausführlich seine Erfahrungen niedergeschrieben, hier nun eine kompakte Zusammenfassung mit Fotos.

„Habe die Hoffnung, dass bei zwei Rädern (E45 & Shima) wenigstens immer eines einsatzbereit ist.“

AMM ist seit 2013 mit seinem E45 S-Pedelec unterwegs, doch der Teufel steckt bekanntlich im Detail. So kam es, dass sein Bike innerhalb von 3 Jahren insgesamt 5 Monate beim Händler für Reparaturen stand. Um weiterhin mobil zu bleiben, schaffte er sich das vergleichsweise günstige A2B Shima an.

Darum das A2B Shima: „Ich schäme mich zwar und hätte lieber bei einem Radhändler gekauft, andererseits ist der Preis halt ziemlich unschlagbar […]. Für mich musste es ein Hinterradnabenmotor sein, will in meiner hügeligen Gegend nicht auf die Reku verzichten sowie Kette und Ritzel schonen. [..] Dass der Akku hinten ist (und nicht mal 500Wh hat) stört mich auch, aber ausschlaggebend war tatsächlich der äußerst niedrige Preis und dass ich es nicht lange ohne funktionierendes Ebike aushalte.“

Weitere Infos zu den Spezifikationen findest du hier.

Abholung im Media Markt:Rad war vormontiert und ich konnte es direkt rausschieben. CoC, Garantie, weiterer Papierkrams und die Schlüssel für Display und Akku (je 2x) hingen in Klarsichtfolien vom Lenker, das Ladegerät war auf dem Gepäckträger in einem Karton. Für Servicefälle soll ich nicht in den Media Markt kommen, sondern eine Hotline anrufen. Ich hoffe ich werde sie nicht brauchen […].

Die ersten Kilometer & der erste Eindruck: „Beim Schieben fiel gleich der erste Kritikpunkt auf: Auch im ausgeschalteten Zustand bremst der Motor und das nicht gerade leise, ein lautes Surren ist deutlich zu vernehmen. [..] Beim Herausnehmen des Akkus ist mir aufgefallen, dass dieser in dem Gehäuse nicht ganz fest sitzt […] hat wohl einige Millimeter Spiel.“

  • Reichweite: „Die Anzeige hat 9 Balken. Nach 22km kein Balken mehr sichtbar. Nach 25km blinkt der letzte Balken (taucht also wieder auf), bei 26 komplett Abschaltung [..].“
  • Licht: „Das Vorderlicht war für mich mehr als ausreichend auch bei 45km/h auf komplett dunkler Strecke. Das Rücklicht wirkt sehr klein, da muss ich mal eine zweite Person um Rat fragen, wie es um die Sichtbarkeit bestellt ist. Dafür schaltet sich das Licht zusammen mit dem Rad aus und ein, wenn man den Schalter am Licht auf ein belässt.“
  • Fahrverhalten: „In Stufe 3 Beschleunigung auf 45 km/h ohne Probleme, auch leicht beizubehalten, Abriegelung quasi unbemerkbar […]. In Stufe 2 gut 30-32 km/h ohne Anstrengung haltbar.
    Zweihändig ist von der ungünstigen Gewichtsverteilung nichts zu spüren, doch schon einhändig fühle ich mich nicht mehr ganz wohl, denn man darf die Hand am Lenker nicht zu locker halten, sonst passiert das, was auch das freihändig Fahren so gut wie unmöglich macht: Der Lenker beginnt sich hochzuflattern. Lasse ich die Hände direkt über den Griffen schweben, ist davon noch nichts zu spüren, sobald man sich aber ein wenig zurücklehnt…
    Wendekreis ist erstaunlich klein, bin sonst nur größere Räder gewöhnt. Die breiten Reifen gefallen mir auch, muss man sich weniger vor den Straßenbahnschienen fürchten.“
  • Vorzeitiges Fazit: „Über die Fehleranfälligkeit der Komponenten lässt sich jetzt natürlich noch nichts sagen, aber davon abgesehen habe ich bekommen, was ich erwartet habe. Als primäres S-Pedelec wäre mir die Reichweite zu klein und die Gewichtsverteilung zu hecklastig, aber als billiges Zweitgefährt ideal.“

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„So ein paar Ergänzungen noch: Bei ziemlichen Regen heute hat sich schon Wasser den Weg ins innere der Lampe gesucht, Funktion aber zumindest bisher unbeeinträchtigt. Akku wird auch dreckiger, da er exponierter liegt. Das Akkuschloss schaut offen nach oben und ist dem Regen somit schutzlos ausgeliefert. Ferner ist mir bereits zum wiederholten Male aufgefallen, dass beim Treppen- oder Bordsteinehinabschieben die Unterstützung ungewollt anspringt und man einen Satz nach vorne macht. Andersherum hatte ich während der Fahrt schon zwei bis drei kurze Aussetzer in der Unterstützung, ich habe Schlaglöcher im Verdacht, aber die Magnetsteckverbindung vom Akku kann es eigentlich nicht sein, die sitzt bombenfest. Vielleicht der Bremshebel, der sich durch die Erschütterung verschiebt?“

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Das A2B Shima kann via Bluetooth mit einer App auf dem Smartphone kommunizieren. Nach mehreren Fehlschlägen einen Verifikationscode zu erhalten, erfuhr AMM, dass aktuell nur iOS unterstützt wird jedoch ein Update für Android in Planung ist.

„So das versprochene Update für die Android-App ist raus, es scheitert nun nicht mehr an einer angeblich verschickten Mail, sondern nun wird das Bike via Bluetooth nicht gefunden.“

„Laut Hotline soll das Bluetooth-Modul im Akku verbaut sein, funktioniert aber nicht. Ulkigerweise war das der Grund dafür, dass mein Akku nun ausgetauscht wird und NICHT mein Liegenbleiben am Berg […] das wurde mir dann am Telefon für normal verkauft, da am Berg wegen der hohen Belastung die Spannung einbricht.“

„Wenn es wirklich normal sein sollte, dass ich mit 1/3 Ladezustand den Berg nicht mehr fahre, dann verkürzt sich meine nutzbare Reichweite von grob 24km auf 18km, sprich mein Aktionsradius ohne Zwischenladen schrumpft auf 9km, was recht jämmerlich wäre.“

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Zweiter Eindruck: Kilometerstand liegt schätzungsweise knapp unter 4000km […]. Es haben sich nämlich mehrere Speichen des Hinterrads verabschiedet (gebrochen). Ich vermute als Ursache eine Kombination der folgenden Umstände:

  • Das Rad ist mit Motor und Gepäckträgerakku eh schon stark hecklastig
  • Die Person, die gefahren ist, wiegt nochmal einiges mehr als ich
  • Kopfsteinpflaster
  • komisches Geräusch von den Rädern seit der letzten Wartung (an deren Datum ich mich leider nicht erinnern kann)
  • Nervöse Kurvenlage. Ich führte dies ursprünglich auf die Bereifung zurück, nach dem was ich nun gelesen habe, könnte es auch von den Speichen kommen.

Auch hier hat sich wieder gezeigt, dass die Ersatzteillage nicht sonderlich rosig ist. In gleicher Farbe (schwarz) waren die Speichen lt. Händler nämlich nicht lieferbar, so dass nun andersfarbige bestellt worden sind“

  • App: „Nach dem Akkutausch funktioniert nun endlich das Bluetooth-Modul, die Diagnose-Info zum Akku ist recht nett (Anzahl Vollladezyklen, Dauer und Art des letzten Ladevorgangs, aktueller Ladestand in Volt und Prozent, eine „Battery Condition“ genannte Anzeige in Prozent. Auch kriegt man eine vernünftige Restreichweitenanzeige). Das Bluetoothmodul ist auch beim Laden aktiv, so kann man trotz fehlender LEDs am Akku den Ladevorgang überwachen. Der Rest is eher unbrauchbar oder wird von anderen Apps besser erledigt.“

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Letzter Eindruck:Mein 3. Akku zeigt nun auch die gleichen Symptome wie die ersten beiden: Er lädt nicht mehr zuverlässig auf 100% (sondern bleibt öfters mal um die 75% stehen), die Ladeanzeige schwankt um bis zu 3 von 9 Balken und sobald die letzten 4 Balken angebrochen sind, kann die Unterstützung jederzeit (bevorzugt am Berg) wegfallen, dann gibts keine Unterstützung mehr. Warum die Akkus so schnell die Grätsche machen, meine Vermutung:

  • Kleiner Akku (475 Wh), d.h. die einzelnen Zellen werden deutlich stärker belastet
  • Stromfressender Motor: Durchschnittsverbrauch über 20 Wh/km
  • Alte Akkus: Die Akkus sind laut Aufkleber alle schon ca. 3 Jahre alt gewesen. [..]

Der anfängliche Schiebewiderstand hat sich auch in Wohlgefallen aufgelöst. Falls er auftritt, kann man sich durch das Ziehen der Rosenbergerverbindung vom Rad zum Akku behelfen.“

„Nun denn, ich habe die Hoffnung aufgegeben, dass ein 4. Akku nun besser sein würde und wollte deshalb vom Kaufvertrag zurücktreten.“

„Vom Service von A2B bin ich noch immer zwischen Begeisterung und Enttäuschung hin- und hergerissen. Am 8.9. schrieb ich jedenfalls A2B mit Anliegen Rücktritt vom Kaufvertrag an, am 13.9. kam dann das Angebot mein Shima gegen das neuere A2B Speed einzutauschen – worauf ich zusagte – und dann geschah… nichts. Am 16.11. hat sich die Spedition mit mir in Verbindung gesetzt, morgen soll das Rad kommen.“

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Fazit: Das Shima ist ein wirklich tolles Rad, das ich sogar lieber als mein E45 gefahren bin, da der Motor kräftiger unterstützt hat und das Daumengas es auch wirklich vermag, mich ohne Treten steile Berge hinaufzubefördern. Dafür hat es Rahmenflattern (freihändig fahren über 20 km/h nicht möglich, bei 45 km/h ist auch einhändig schon ein Zittern am Lenker zu spüren). Das Shima hat keine Rekuperation – da ging ich vor dem Kauf von einer falschen Annahme aus. Der Akku ist der einzige, aber halt auch größte und teure Haken an der Sache. Mit den Garantieleistungen von A2B bin ich denoch vollkommen zufrieden, die ersten beiden Tauschaktionen liefen auch deutlich schneller als jetzt die letzte.“

Das A2B Shima wurde Testsieger der Kategorie „Lifestyle Pedelec“ im ExtraEnergy Yearbook 2013 – Link.

Vielen Dank AMM für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht. Mehr Details können im 2-seitigen Thread im Pedelecforum nachgelesen werden. Als einzigen Negativpunkt lese ich lediglich die mangelnde Reichweite vermutlich aufgrund der alten Akkus heraus. Es scheint ein günstiger und solider Stadtflitzer zu sein – ich drücke dir die Daumen, dass du noch mehr Freude am A2B Speed hast – allzeit gute (Bergauf-)Fahrt!

Alle Kilometerstände der TDCM Motoren

Weitere Erfahrungsberichte (Quick&Dirty und 10.000km+):

Simplon Kagu ERA10 (2014) mit Alber NeoDrives
Wheeler E-Eagle Speed (2016) mit BionX D