Guenniwendes Trek Powerfly 8 LT PLUS mit Bosch CX (Quick&Dirty)

Guenniwendes Trek Powerfly 8 LT PLUS mit Bosch CX (Quick&Dirty)

Guenniwende ist ein toller Facebookgruppen-Fund! Auf meine direkte Anfrage hin, ob er für den Pedelecmonitor irgendwann etwas zum Trek schreiben könnte, war seine Antwort: „Ich fang gleich an.“ – ein echter Macher! 12 Monate und 8.000km Erfahrung bringt er hier zu Papier.

„[…] es fährt sich einfach klasse, ich sitze perfekt […]. Ob Down- oder Uphill, das Teil macht ganz einfach einen Höllen Spaß.“

Facebookgruppen sind so eine Sache – wer ist Schwätzer, wer hat wichtige Infos und kann diese Belegen und wer hat wirklich Ahnung? Ich bin glücklich, an guenniwende geraten zu sein – mein Gefühl bei ihm ist, wenn er was anpackt, wird es durchgezogen bis zum Ende. Dafür sprechen die 8.000km in seinem ersten E-MTB Jahr – starke Leistung! Mir gefallen seine sehr authentischen Bilder – ein echter Biker der durch den Schlamm heizt und nicht außenrum tingelt. Alle Fotos stammen von guenniwende.

„Am Freitag den 13. Oktober 2017 durfte ich endlich mein lang ersehntes Pedelec, Trek Powerfly 8LT Plus, ein EMTB Fully, bei meinem Händler abholen. Hoffentlich kein schlechtes Zeichen, dachte ich mir. 😉

Mehr Informationen zu den Spezifikationen findest du hier (2018er Modell).

Nun, über 8.000 Km später, bin ich mir sicher, dass ich mit diesem Kauf nichts Falsches gemacht habe. Ich nutze das Bike sehr oft, um damit 16 Km zur Firma zu fahren. Wenn das Wetter passt, ich fahre auch im Winter, bewege ich das Bike auch unter der Woche, nach der Arbeit, um ein schönes Ründchen zu drehen. Jeden Sonntag um 10 Uhr geht`s bei Wind und Wetter mit meiner „Sonntagsfamilie“ in die Bergischen Büsche und Wälder, wo wir Touren zwischen 40 und 80 Km zurücklegen. Im Juli stand dann noch mein erster Alpencross an, in 6 Tagen von Pfunds (Österreich) bis zum Gardasee. 363 Km mit fast 11.000 Höhenmetern.

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Das Bike in wenigen Worten: Vorab, es fährt sich einfach klasse, ich sitze perfekt und fühle mich absolut sicher darauf. Ob Down- oder Uphill, das Teil macht ganz einfach einen Höllen Spaß.“

Veränderungen und Umbauten: „Ich finde, an ein Bike dieser Preisklasse (5299€) gehört eine 2-Kolben-Bremsanlage. Daher habe ich die Serien Shimano Bremse, gegen die Magura MT7 mit HC3 Hebeln und Hope Scheiben ausgetauscht. Weiter musste der Serien Sattel einem SQlab Ergowave 611 Active weichen, was meinem Hintern sehr gut tut.“

Motor: „Der Bosch Motor bekam dann auch schnell das Software Update, der Sport Modus wurde durch den EMTB Modus ersetzt. Dieser Modus reagiert auf Pedaldruck, dadurch kann man das Bike viel feinfühliger bewegen, besonders am Berg, wenn dort wieder angefahren werden muss. Ich bin nach wie vor begeistert von dem Bosch Antrieb.

Meines Erachtens hat der Motor ein Manko! Die Welle, die das (15er) Antriebsritzel aufnimmt, ist aus Aluminium gefertigt. Die Trek Ingenieure haben da auch ihren Teil dazu beigetragen, dass man recht teure Boost Antriebsritzel kaufen muss. Diese Ritzel haben eine Breite von 5 mm und sind 3 mm aus der Mitte. Ich habe mir daraufhin einen 3 mm breiten Ring gedreht und ein preisgünstiges Connex Ritzel gekauft, was zusammen wieder eine Breite von 5 mm ergibt. Leider hat das nicht lange gehalten. Die Alu Welle konnte den Kräften nicht standhalten und hat Schaden genommen. Also wieder zurück auf das Serien Ritzel.

Den Motor hinter der Seitenabdeckung reinige ich in unregelmäßigen Abständen und erneuer dabei die Kunststoffabdeckung vor dem Lager, fleichzeitig fette das es ordentlich – dazu gibt es ja das BOSCH EBIKE SERVICE-KIT.

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Zur Reichweite kann ich nur sagen, ich komme so ca. 90 Km mit 1200 Höhenmetern weit, wenn ich sparsam mit der Akku Kapazität umgehe. Soll heißen, auf den Geraden und an leichten Steigungen, wird die Unterstützung auch mal ausgeschaltet.

Sonst ist mit der Bosch Antriebseinheit und dem Purion Display alles bestens.“

Dämpfer und Federung: „Über das 150 mm FOX Fahrwerk kann ich nur sagen, es funktioniert noch immer wie am ersten Tag. Ein wenig habe ich auch damit rumgespielt, da Trek dem Bike an der Sitzstrebe einen Flip Chip spendiert hat. Damit lässt sich die Geometrie ein wenig verändern, was den Lenkwinkel um ein halbes Grad flacher/steiler macht. Ich habe für mich die flache Einstellung als die bessere „erfahren“. Meiner Meinung nach arbeitet die Gabel noch ein wenig feinfühliger, beim Downhill hat man etwas mehr Sicherheit und die Steigfähigkeit hat darunter nicht gelitten.“

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Schaltung: „Zu der Shimano XT Schaltung muss ich ja wohl nichts sagen, sie funktioniert einfach topp und zuverlässig, wie man es schon Jahrzehntelang von der XT kennt. Nach ca. 2.000 – 2.500 Km ist eine neue Kette und Antriebsritzel erforderlich. Wenn man nur die Kette wechselt, wird sie beim pedalieren, vom verschlissenen Ritzel, hinten hochgezogen und verklemmt sich.

Bedingt Abhilfe, schafft da nur, den Shadow Plus Hebel am Schaltwerk, auf on/ein zu stellen. Das ist aber nur eine Notlösung. Die Kassette (11-46) musste bisher nur einmal erneuert werden.“

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Sattelstütze: „Auch die verbaute absenkbare Sattelstütze ist über jeden Zweifel erhaben, die Bedienung ist nach wie vor bestens und die Stütze bleibt auf jeder eingestellten Höhe sicher stehen.

Ach, fast vergessen, die Räder (2,8er Schwalbe Nobby Nic) wurden auf Tubeless umgebaut. Das verringert den Rollwiderstand und man kann mit noch weniger Druck (1,0 Bar) fahren. Was im rutschigen Gelände und im Winter ein sicheres Fahren ermöglicht, was Grip ohne Ende bedeutet! Mittlerweile bin ich so über 6.000 Km gefahren, ohne das geringste Problem.“

Fazit: „So, ich glaube das war`s auch schon und ja, ich würde dieses Bike immer wieder kaufen.“

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Vielen Dank guenniwende für diesen tollen Erfahrungsbericht. Ein jeder kann erkennen bzw. erlesen, dass du verdammt glücklich mit dem Trek bist, was gut war, wurde perfektioniert. Mit den 8.000km pro Jahr im Bergischen Land bei Hitze, Schlamm und Schnee fällst du eindeutig in die Kategorie „Echt heavy user“! Ich wünsche dir und deiner Familie noch viele tolle Touren und allzeit gute Fahrt!

Weitere Erfahrungsberichte – Echtes Biker Feedback!

Fahrradfahren ist gesund! Pedelecfahren auch? – Die zweite Messperiode

Fahrradfahren ist gesund! Pedelecfahren auch? – Die zweite Messperiode

Seit der ersten Messperiode der MHH sind schon wieder 11 Monate vergangen. Es kam Post mit Fragebögen und Pulsuhr zur zweiten Messperiode. Neben den erfassten Werten der Pulsuhr dokumentiert die MHH Studie auch Informationen zu Unfällen und Gefahrensituationen. Es gab in den 12 Monaten viele blöde Situationen, meist war es die Mißachtung meiner Vorfahrt oder zu geringer bis gar kein Sicherheitsabstand beim Überholen.

„[…] Auf die Frage, warum er meine Kinder zu Halbweisen machen will, bekam ich keine plausible Antwort.“

Bei den Unterlagen ist stets auch ein Unfallbogen dabei. Dieser soll nicht nur bei echten Unfällen, sondern auch bei einer vermiedenen kritischen bzw. gefährlichen Situation ausgefüllt werden. Diese Beschreibung ist etwas schwammig, für mich habe ich diesen Zustand folgendermaßen definiert:

  1. Wenn ich nach einer Reaktion beispielsweise einer (Not-)Bremsung einfach weiterfahren konnte, war ich instinktiv auf die Gefahrensituation vorbereitet.
  2. Habe ich danach gezittert, egal ob nur an Beinen, Armen oder am ganzen Körper, war das eine gefühlte Gefahrensituation, die für einen Adrenalinausstoß sorgte.

Ich war überrascht, wie viele der unter 1. genannten Situationen es pro Tag gibt, die zweiten sind Gott sei Dank selten, hier nun die Auflistung der zweiten Kategorie:

  • Oktober 2017: Ein Mercedes überholt mit viel Abstand, schert aber zu früh ein und drängt mich an den Bordstein. Durch eine Notbremsung vermeide ich einen Sturz – der Rentner war sehr erschrocken, als ich an der nächsten Ampel seine Tür aufriss und ihn lautstark anschrie. –> Unfallbogen!
  • Januar 2018: Das Wetter war schon wärmer und ich hatte die Spikes gegen normale MTB Reifen getauscht – das war ein Fehler! Neben kaputtem Helm und löchriger Hose fehlt seitdem ein kleines Stück Zahn. Die vereiste Fläche auf dem Wirtschaftsweg war nicht zu erkennen. Trotz Gegenlenken und Abfangversuch mit den Füßen rutschte das Vorderrad weg und ich landete unsanft auf dem Natursteinboden. — Unfallbogen!78_Rolle_21
  • Februar 2018: Binnen 20 Sekunden schossen zwei Außenspiegel nacheinander ca. 30cm an meinem Lenkerende vorbei – dabei war eine vollwertige zweite Fahrspur zum Überholen vorhanden. Eine Gegenreaktion, außer das Schlingern wieder unter Kontrolle zu bringen, war gar nicht möglich! Beide Fahrzeuge holte ich an der nächsten Ampel ein. Der hintere PKW-Lenker ist ein Bekannter, der die Strecke jeden Morgen fährt – er bekam den ersten emotionalen Wutanfall ab. Der Taxifahrer etwas weiter vorn hatte einen Fahrgast und wurde eher sachlicher aber auch laut angeschnauzt. –> trotz Zittern und Wut kein Unfallbogen.
  • März 2018: Auf der Landstraße fuhr ein Geländewagen mit weit mehr als 80km/h etwa 40cm an meinem Lenkerende vorbei. Der Windzug und das damit verbundene Schlingern war gewaltig – der Adrenalinstoß dementsprechend groß! Ich holte ihn im nächsten Ort auf einem Parkplatz ein. Auf die Frage, warum er meine Kinder zu Halbweisen machen will, bekam ich keine plausible Antwort. Ich verlangte einen Schokoriegel, damit das Zittern wieder weggeht und ich weiterfahren kann, ich bekam 2 Bonbons. –> trotz Zittern und Wut kein Unfallbogen.

Nach dem ersten ausgefüllten Unfallbogen gab es per Post einen neuen – ein nette Post-it war darauf: „Hoffentlich brauchen sie ihn nicht – aber nur für den Fall :)“. Mittlerweile kann der Unfallbogen digital ausgefüllt und direkt übermittelt werden.

Rein zufällig habe ich am 20.11.2018 im Fahrradfilter passendes Bildmaterial zum Thema „Abstand beim Überholen“ gefunden. Die ersten 50 Sekunden des aktuellen Videos von „Cyclista Hamburg“ zeigen die Problematik.

Die von mir oben beschriebenen Gefahrensituationen waren jedoch selten und damit absolute Ausnahmen – sehr oft habe ich mich über Rücksicht gefreut, ob es nun der gehaltene Abstand des hinterherfahrenden Fahrzeugs wardas einfach mal nicht bei gefahrenen 27km/h in der 30er Zone überholen musste oder aber der Verzicht auf „Rechts vor Links“ diverser PKW-Führer bei strömendem Regen oder eisiger Kälte, damit ich schneller ans Ziel komme.

Zurück zur MHH-Studie

Der Brief kam 3 Tage vor dem Start der Messperiode. Dieses Mal war die Uhr perfekt eingestellt, die Unterlagen wie gewohnt vollständig und verständlich. Wer bei der ersten Messung mitgemacht hat, wird auch bei der zweiten Messung keine Fragen haben. Die Software zur Synchronisierung der Uhr merkte einmal an, dass es jetzt eine andere Uhr sei, diese wurde auf Knopfdruck als weitere Hardware hinzugefügt und alles funktionierte wie gewohnt.

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Was ich bei der Anmeldung in 2017 nicht wusste, war, dass ich bei Messstart Nummer zwei Mitte September bereits längere Zeit in Elternzeit und dementsprechend untrainiert und auch seit Juli meist nur zu Hause war.

Deshalb ist es sehr schade, dass ich insgesamt nur 3 Messungen durchführen konnte. Damit bin ich als Testperson sehr warscheinlich nicht mehr geeignet und der Datensatz damit nicht aussagekräftig. Dennoch hat es Spaß gemacht! Allein die Erkenntnis, wieviel Energie man täglich auf dem Bike braucht, egal ob Biobike oder Pedelec, war es für mich wert mitzumachen (1.200kcal pro Tag).

Ich werde vorraussichtlich im März 2019 nach 4 Jahren Pedelec-Pendeln die 30.000km Marke erreichen. Auto- oder Bahnfahren sind, sofern ich auf Kurz- oder Mittelstrecken allein oder mit nur einem Kind unterwegs bin, keine wirkliche Option mehr. Der seit langem rumstehende Zweitwagen wurde nun verkauft.

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Ich freue mich auf die Ergebnisse der Studie und hoffe, ich konnte den Einen oder Anderen über meinen ersten Erfahrungsbericht zum Mitmachen bewegen.

Allzeit gute Fahrt undvergesst nicht, beim Losfahren Start auf der Uhr zu drücken.

Melder im Oktober 2018

Melder im Oktober 2018

Im Oktober kamen 26 neue Biker dazu, einige sind schon aus dem Artikel Schäden im Okt. ’18 bekannt. Hier nun die Vorstellungsrunde der anderen neuen Biker.323_schmadde_01Das Foto zeigt Schmaddes Bike im morgendlichen Berufsverkehr, während die Autos an diesem Teil der Schnellstraße noch zügiger vorankommen, spielt Schmaddes S-Pedelec an allen kommenden Ampeln seine Vorteile aus.

McPringle, morpheus und Tourbillon7182 sind ganz frisch dabei und haben die Syno Drive typischen sehr hohen monatlichen Fahrleistungen von 600km bis über 1.300km – JAHAA pro Monat! Übrigens sind so alle Stromer Syno Drive Biker zusammen unterwegs, d.h. die Hälfte ist monatlich zwischen 300 und 600km unterwegs, beim ST1X sieht es ähnlich aus. 26Zolls Bike hat vermutlich noch den Ladengeruch, dennoch sind über 600km im ersten Monat zurückgelegt worden.

 

 

Anklicken um

Janett, Jehabln und bgx sind mit einem 2018er Bosch CX im Fully oder Hardtail unterwegs. Die recht neuen Bikes sind gerade mal 4-5 Monate alt und haben zwischen 1.000 und 5.000km auf dem Tacho – keine Probleme!

Bike2paradise hat sein CX angetriebenes Trekkingbike eines großen Hersteller gerade mal 200km bewegt. Wir haben uns vor dem Supermarkt getroffen – ich bin sehr gespannt auf seine ersten Pendelerfahrungen.

Ullis Rasenmäherakku aus dem alten Panasonic 26V Bike sollte jeder im Kilometer Blogartikel gesehen haben. Sein Oldtimer ist nun das 10te Jahr unterwegs und hat bereits 22.0000km geleistet.

Panasonic-Pedelecakku-MäherFFMbyBicycles Radon mit Puma Antrieb hat Beine bekommen und musste durch ein neues Modell ersetzt werden. Er ist nun mit dem neusten Puma Antrieb unterwegs und gibt darüber hinaus dem Hersteller wertvolles Feedback, das dann in die laufende fortlaufende Weiterentwicklung mit eingeht – Lob an Puma und an dich, so muss das eigentlich auch laufen!

Husky2018 bringt das erste Husqvarna Bike in den Pedelecmonitor. Über Greenstorm.eu wollte ich mir für 2019 auch eines holen, doch es scheitert leider an der Kaution.

Rio bringt das sehr sehr coole Corratec Life S in den Pedelecmonitor, die Werbung ist ja schon stark! Im Pedelecforum sind viele seiner Erfahrungen nachlesbar – ich hoffe insgeheim auf einen baldigen Quick&Dirty Erfahrungsbericht.

 

Taichi2 stärkt die Brose Fraktion, als neues Erstbike dürfen wir hier viele Kilometer seines E-Manufaktur Bikes erwarten.

Jeweils ein Haibike haben Joku83 und HGW, jedoch ist einer per Bosch Performance und der andere per Yamaha PW unterwegs – beides sind grundsolide Motoren.

Allzeit gute Fahrt allen neuen und bestehenden Meldern! Ich freue mich auf euer nächstes Kilometer-Update.

BB36s und PB37s Flyer T9 Deluxe mit Panasonic 36V (10.000km+)

BB36s und PB37s Flyer T9 Deluxe mit Panasonic 36V (10.000km+)

BB36 und PB37 sind mit ihren Flyer Bikes bereits seit April 2017 Melder im Pedelecmonitor. Seitdem gab es 5 unspektakuläre Kilometer-Updates – alle 1.000km. Die genügsamen Bikes mit den 36V Panasonic Mittelmotoren sind dabei weit rumgekommen. Nach knapp 80 Monaten und 17.000km gibt es nun ein kurzes Fazit.

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„Beide Bikes haben nach der zweiten Inspektion bei ca. 2,5Tkm nie wieder einen Händler gesehen!“

Selten sind sie geworden – die Klassiker von Flyer mit dem etwas charakterlosen aber dafür langlebigen Panasonic Mittelmotor. Diejenigen, die ich angesprochen habe, gaben mir stets dieselbe Antwort: „[…] Bremsbeläge mussten mal erneuert werden …. ach ja, und der Akku hält nicht mehr so lang […]“, was nach 6-8 Jahren durchaus in Ordnung ist! Mal sehen, was BB36 an seinem und an PB37s Flyer alles reparieren musste:

 

Weitere Informationen zu den Spezifikationen findest du hier.

„Da wir unsere beiden Flyer T9 Deluxe mit Alfine8 und Panasonic 36V nach über 6Jahren. und mehr als 16Tkm abgegeben haben, möchte ich einmal alles auflisten, was so alles an Reparaturen angefallen ist und wie zufrieden wir mit den Bikes waren.

Reparatur-Historie:

  1. Es gab jeweils ein Satz neue Felgen, da es beim Bremsen immer einen Schlag gegeben hat. Es war nicht der Felgenstoss, sondern ein Materialfehler an der Felge! Sie wurden auf Garantie erneuert.
  2. Bei einem Dynamo traten starke Laufgeräusche auf. Es gab ein neues Vorderrad auf Garantie.
  3. Etwas Spiel im Lenkkopflager wurde von mir an beiden Bikes bei ca. 9Tkm beseitigt.
  4. Verschleiß am Antrieb: Kettenblatt und Nabenritzel wurden bei ca. 8Tkm und bei 15Tkm erneuert.
  5. Motorritzel wurde ca. alle 2-2,5Tkm gedreht. Dabei wurde auch die Kette wurde erneuert.
  6. Bei ca. 9Tkm gab es einen Satz neue Reifen.
  7. Es musste lediglich ein verschlissener Satz Bremsbeläge getauscht werden. Zum Einsatz kamen die Magura HS33.
  8. Ein Lagerspiel am Hinterrad bei ca. 15Tkm wurde von mir repariert. Dabei wurde das Lager neu gefettet und eingestellt.

Motor und Akku: „Der 12Ah, 36V war für unsere Tagestouren (ca.60km) vollkommen ausreichend. Auch bei Strecken mit einigen Höhenmeter (ca. 500-800) war der Akku nie leer und hatte noch genügend Restkapazität – 2-3 Striche, natürlich mit etwas Eigeninitiative, und unter effektiver Ausnutzung der Schaltung, sowie einer vernünftigen Trittfrequenz. Auch nach 16Tkm zeigen die Kontrollleuchten ( Akku Test ) noch immer die volle Kapazität an. Wieviel Energie wohl der Akku tatsächlich noch hat ?

Der Motor hat uns nie im Stich gelassen. Seine Lautstärke ist dezent. Er macht immernoch das, was er soll – funktionieren.“

Schaltung: „Die Alfine8 fach Schaltung läuft noch immer – an beiden Bikes – einwandfrei, und ist noch nie gewartet worden.

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Beide Bikes haben nach der zweiten Inspektion ( ca. 2,5Tkm) nie wieder einen Händler gesehen!

Fazit: Die Unkosten beliefen nur auf die Verschleissteile, und die halten sich, wenn Frau/Mann einiges selber machen kann, in Grenzen. Wir waren waren sehr zufrieden mit den Bikes. Die  guten Erfahrungen mit den beiden T9 Deluxe […] haben uns dazu bewogen, wieder Flyer-Bikes zu kaufen.“

Vielen Dank BB36 für dieses ehrliche Feedback. Natürlich haben die beiden T9 nicht die Belastung eines Allwetter-Pendlers gesehen, doch die sehr überschaubaren Verschleißteile zeigen, wie pflegeleicht die Flyer mit Panasonic-Antrieb waren und vielleicht auch heute noch sind. Deine langjährigen Erfahrungen im Aufbau und Reparaturen von Bikes kommen dir darüber hinaus noch sehr zu Gute. Ich wünsche Euch beiden viel Freude mit den neuen Bosch betriebenen Flyern.

Laikus‘ Univega Geo E 2.0 mit Bosch Performance (10.000km+)

Laikus‘ Univega Geo E 2.0 mit Bosch Performance (10.000km+)

Laikus ist seit Anfang 2018 Melder im Pedelecmonitor. Seine regelmäßigen Kilometer-Updates sind dabei wie digitale Postkarten: „Grüße von der Elbe, vom Lechsee, von der Mosel … und neue Bremsklötze“. Nach nun 20 Monaten Einsatz fällt die 10.000km Marke.

„[…] Allgäu, Pfalz, Eifel, Elsass, Schwarzwald, Oberbayern, Luxemburg etc. pp. Meine Frau wollte nicht mehr ohne Unterstützung, also zog ich mit.“

Sollte ich mal viel zuviel Zeit haben, dann werde ich wie Laikus auch die Wasserstraßen und Seen Deutschlands bereisen. Immer wenn ich per Googlemaps schaue, wo er sich (und auch andere Melder) mal wieder rumtreibt, packt mich das Fernweh ganz gewaltig. Der nächste anstehende Windelwechsel bringt mich derzeit aber schnell zurück ins hier und jetzt.

Laikus fährt zwar viel im ECO-Modus, doch das Bike wird trotzdem ordentlich durchgeschüttelt. Hier seine Erfahrungen der letzten 10.000km:

„So kam ich zum E-bike: Nach 24 Jahren und ca. 46.000 km mit meinem Wheeler Bio-Trekker hat sich mein Fahrprofil geändert. In der topfebenen Oberrheinebene beheimatet war mir der muskelgetriebene Öko-Esel eigentlich genug. Allerdings sind meine Frau und ich sehr viel mit dem Wohnmobil unterwegs, sodaß eben doch mehr und mehr bergige bzw. hügelige Strecken unter die Pneus kamen. Allgäu, Pfalz, Eifel, Elsass, Schwarzwald, Oberbayern, Luxemburg etc. pp. Meine Frau wollte nicht mehr ohne Unterstützung, also zog ich mit. Dennoch sind wir beide keine klassischen Bergfahrer.

Es wurden ein Pegasus Solero E 9 für sie und ein Univega GEO 2.0 (Modell 2016), Rahmenhöhe 50 cm für mich. Beide vom Dealer übernommen am 13.3.2017.

Darum Univega: Eine absolute Zufallswahl! Vorabinformationen in den einschlägigen Foren wiesen mich zu den allseits bekannten Platzhirschen. Univega ist dagegen ja eher underdog, eine graue Maus, was mich aber eher reizte als störte.
Grundbedingung für beide Räder war, daß sie mit wenigen Handgriffen in der Garage des Wohnmobils zu verstauen sein mussten. Heckträger habe und will ich nicht, die Räder sollen verschlossen und trocken transportiert werden. Hier hatten wir Glück, im Chef unseres Fachgeschäftes einen geduldigen und verständigen Berater zu finden.
Vom Händler bis nach Hause sind es gut 13 km, also eine erste Teststrecke, die zufriedenstellend verlief.

Heute, 20 Monate und 10.000 km später, kann ich sagen: „Gute Wahl getroffen.“

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Univega verwendet manche Komponenten, die in sog. Fachkreisen vielleicht mit Stirnrunzeln betrachtet werden. Ich erwarte aber von einer Bremse, daß sie bremst. Das tut die Tektro Auriga, sicher und ohne übermäßigen Verschleiß, auch wenn es mal in den Vogesen bergab geht. Und die Schaltung soll schalten, ohne Knirschen, Ratschen oder Ruckeln. Das tut auch die Shimano Deore.
Das sind 2 Beispiele mit denen ich sagen will, ja, es mag Produkte geben, die für manche Fahrer/innen Vorteile bieten (und das Gerät auch entsprechend verteuern). Für mich als Alltagsbiker sind sie entbehrlich. Und auch die Conceptteile tun alles, was sie tun sollen.

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Das habe ich nachgerüstet: Erstaunlich wenig. Eine Sattelstütze Suntour NCX SP 12, und einen Schmutzfänger am vorderen Schutzblech. Einklappbare Pedale für den Transport im Wohnmobil. Eine einseitige Gepäcktasche für das übliche Gerödel.

Das gefällt mir an dem Bike:

  • Es klappert nix, auch wenn mein Streckenprofil vermutlich mehr unbefestigtes Gelände aufweist als bei manchem MTB (zumindest, was Fahrer meiner Altersklasse Ü60 angeht).
  • Die einzylindrische Federgabel, bei Univega heißt sie Centershock.
  • Die Schutzbleche, die tatsächlich aus stabilem Blech und verwindungsfest montiert sind. Im Gegensatz zu den Kuhschwanz-Plastikteilen des Pegasus.
  • Das moderate Gewicht von 23,1 kg, inkl. Akku, ohne Satteltasche. Mit mir im Sattel sind dann rund 100 kg unterwegs.
  • Die matt-anthrazitgraue Lackierung ist zwar schmutzempfindlich, aber chic. Und sehr robust, auch am oberen Holm, wo man das Rad gelegentlich anlehnt.

    Das gefällt mir weniger am Univega:

    • Trotz des vorderen Schmutzfängers (s.o.) saut er sich das Motorgehäuse bei Matschfahrten gnadenlos zu, auch schon bei gemäßigtem Tempo im Regen. Dabei macht die Unterseite des Boschgehäuses keinen so vertrauensvollen Eindruck, auch wenn ich hier noch keine (auf Holz klopf) Probleme hatte.

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    Das sind die Wartungen und Reparaturen:

    • 04.09.2017 1 neuer Schlauch hinten (Plattfuß) km 3332 / € 25,90
    • 23.10.2017 Inspektion, neue Kette, neuer Hinterreifen Conti km 4130 / € 130,90
    • 27.03.2018 2 neue Reifen Schwalbe Marathon km 5259 / € 85,90
    • 05.06.2018 Inspektion, neue Bremsbeläge vo/hi km 6700 / € 77,99

    Man sieht daraus, ich bin kein Schrauber. Könnte sicher manches selbst machen, aber ehrlich, dazu habe ich keine Lust mehr.
    Bei der letzten Inspektion an 5.6. sagte der Monteur, die Kette würde vermutlich bei 8.000 km fällig werden. Das lasse ich demnächst mal checken.
    Der rechte Handgriff (Concept) beginnt mit ersten Auflösungserscheinungen, der Gummi rubbelt sich etwas ab. Das geht noch, aber irgendwann ist er fällig.

    So ist mein Streckenprofil:

    Grob überschlagen fahre ich 65 % befestigte Wege (Asphalt, Beton), 20 % Wald- und Deichwege (Deich, weil hier am Oberrhein viele Radwege über die Flussdämme führen), 15 % querfeldein und Rüttelpisten. Mein Wochenschnitt liegt so bei 100 km, vermutlich etwas darüber, bezogen auf’s ganze Jahr. Zu 90 % fahre ich im Eco-Modus in den Gängen 4 – 6.
    Die Reichweiten liegen durchweg > 120 km, wobei

    • der erste Strich ca. 30 km
    • der zweite ca. 28 km
    • der dritte wieder um 30 km
    • der vierte um 25 km und
    • der letzte etwa 18 km ergeben.

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    Ich führe zum Spaß hier eine genaue Statistik, wann ich lade, wieviel Restanzeige dann noch auf dem Display ist, in welcher Gegend ich unterwegs war.
    Einen Leistungsabfall des 500 Wh Akkus kann ich noch nicht feststellen.“

    Danke Laikus für deinen Erfahrungsbericht und die tollen Fotos mit beeindruckender Kulisse. Das Univega ist wirklich ein Exot, ich habe bisher kein anderes gesehen. Ich hoffe, wir beide treffen uns in 2019 mal persönlich. Bis dahin wünsche ich deiner Frau und dir allzeit gute Fahrt!

    Weitere Erfahrungsberichte – Echtes Biker Feedback!